Sun Tsu und seine Kunst

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Sun Tsu und seine Kunst

Beitragvon Droggelbecher » Mo 6. Aug 2012, 13:59

Hallo ihr Lieben,

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, über welches ich im Zuge meiner Beschäftigung mit dem 11 September gestolpert bin. Dieses Buch nennt sich "Kunst des Krieges" und stammt von einem Chinesen namens Sun Tsu, welcher auf 300 bis 500 v. Chr. datiert wird. Es ist somit die älteste bekannte Militärlektüre, die uns bis jetzt bekannt ist. Und sie ist immer noch aktuell, in Russland gehört sie zur Pflichtlektüre der Offiziersausbildung.

Warum komme ich nun dazu, gerade so etwas hier zu empfehlen? Die Antwort ist relativ einfach:
Sun Tsus Werk lässt sich nicht nur auf den Krieg übertragen, sondern auch auf so ziemlich jeden anderen Lebenbereich, sei es jetzt Beruf, Sozialleben oder sonstige Dinge (ist jedoch nicht unbedingt ein Selbsthilfebuch).
Es lässt sich nicht nur als Militärlektüre lesen, sondern bietet auch diverse philosophische Angänge, was es auch für mich interessant gemacht hat.
Es ist sehr einfach zu lesen, das Vokabular und der Satzbau sind kurz und einfach gehalten, wie es sich für militärische Präzision gehört, nur manche Gedankengänge sind vielleicht so formuliert, dass man ihn zweimal lesen muss, um es vollständig zu erfassen.

Hier habt ihr einen Link, der euch zu einer kostenlosen PDF-Fassung bringt:
Lies mich

Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist nicht sonderlich lang und braucht somit auch nicht sehr viel Zeit, um gelesen zu werden. Somit auch geeignet für diejenigen unter uns, die vielleicht nicht soviel Zeit haben.

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Re: Sun Tsu und seine Kunst

Beitragvon Xephyr » Mo 6. Aug 2012, 16:00

Ja, das ist das bekannteste Buch der wu ching chi shu, der "Sieben Militärklassiker" und es beinhaltet tatsächlich militärisches (und betriebswirtschaftliches) Denken, das bis heute seine Gültigkeit nicht verloren hat. Zum Beispiel, daß man einen Krieg vermeiden sollte, wenn nur irgendwie möglich. Allerdings sind die meisten Lehren dieser Literatur heute schon common sense geworden, interessant hier vor allem aber auch der explizit ehrlose und unmoralische (im Konfuzianischen Sinne) Angang bezüglich der Täuschung und Ausforschung des Gegners. Sowas war damals ebenso revolutionär wie verpönt.

Jünger, aber nicht weniger bekannt, sind die Samurai-Strategien der Japaner:

Gorin no Sho von Miyamoto Musashi
Hagakure von Tsunetomo Yamamoto
Heiho Kaden Sho von Yagyu Munenori

Durch die Lektüre von Yagyu Munenori bin ich als Teenie auf die Technik des Toh-Ate gestossen, einen Feind mittels Ki aus der Ferne treffen. Die abergläubigen Kumite-Wettkampfrichter hatten wenig Spaß damit, ich wurde wegen "Hexerei" aus dem Verband ausgeschlossen. :lach:

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