Albtraum

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Albtraum

Beitragvon BigBadWolf » Mo 10. Mär 2014, 20:09

Diese Nacht habe ich einen sehr alten Traum weiter geträumt.
Es passiert mir ab und zu, dass ich Träume weiter träume oder von Orten noch einmal träume.
In diesem Traum musste ich durch verschiedene Räume, die verschiedenen Toten Mördern gehörten.
Es basierte auf dem Prinzip eines Spiels, auch wenn es für mich im Traum längst kein Spiel mehr war, denn es sind bereits zwei meiner Freunde gestorben, schon als ich es das letzte Mal geträumt habe.
Nun waren wir nur noch zu zweit.
Ich war Sheldon Cooper (aus Bing Band Theory) in diesem Traum, ich hätte ein Mädchen dabei, sie war mir wichtig.
Ich erinnerte mich im Traum an das was zuvor geschah, er setzte genau da an, wo ich damals aufgehört hatte zu träumen. Ich wusste, ich musste den Mörder besiegen dem dieses Haus gehörte, der Mann der dieses Spiel geschaffen hatte, um meine Freunde wieder zu bekommen.
Wir waren in einem Raum indem der Mörder eine Frau war. Sie war Vampirähnlich und pfählte ihre Opfer.
Ich dachte erst sie hätte mich erwischt, aber sie hat meine Freundin gebissen.
Sie wurde überraschend schön, aber bekam rote Augen und scharfe lange Zähne.
Ab da wurde der Traum emotional sehr intensiv. Sie hatte einen riesigen Holzpfahl in der Hand und wollte mich damit erstechen.
Ich rannte in den nächsten Raum, ein Gitter warf sich vor die Tür und meine Freundin war, als Bestie, für immer gefangen.
Ich war allein.
Das einzige was ich noch dabei hatte war einer meiner Teddybären und das Gerät mit dem das Spiel am Läufen gehalten wurde, ein Nintendo DS light ähnliches Gerät.
Ich wusste, jedes Mal wenn ich einen Raum betrat wurde dieser zuerst, ähnlich wie bei Indiana Jones, mit Pfählen durchzogen, die mich aufspießen konnten.
Ich suchte mir einen sicheren Platz, legte mich auf den Boden und als die Pfähle kamen war ich sicher.
Jedes Mal wenn die Pfähle kamen schrie ich einen Namen. In jedem Raum war es ein anderen und auch wenn ich wusste, dass es unsinnig war, tat ich es immer wieder, als würde die Pfähle dadurch wieder verschwinden.
Ich schaute in den DS, der mittlerweile eher einem kleinen Notizbuch mit nur 2 Seiten ähnelte und eine Stimme in mir sagte mir wer der nächste Mörder war. Die Stimme in mir war der Besitzer des Hauses.
Sie sagte mir, dass der nächste kein Mörder war. Es war ein Mann, der einen kleinen Vogel brutal auseinander genommen und seine Organe heraus gepflückt hatte. Das Bild dieses Mannes, wie er den Vogel in zwei Teile riss, kam mir in den Kopf.
Da kam dieser Mann schon die Treppe herunter.
Er war in etwa genauso groß wie ich, aber ich war in meinem Traum generell kleiner als in echt.
Er hatte schmale Schultern, einen Bierbauch und ein blaues T-shirt an. Er hatte ein rundes Gesicht und dunkle kurze Haare.
Er wirkte ein wenig Bubihaft, aber auf eine unangenehmeich Art und weise.
Bevor ich etwas tun konnte stürzte er sich auf mich. Ich konnte ihm ausweichen, aber er hatte meinen Teddy erwischt und riss ihm den Unterkörper ab.
Die füllwatte ging heraus wie Organe.
Er schmiss ihn zu Boden und ich könnte das Buch lesen, bevor er mich erreicht hatte.
Darin sah ich seinen Namen und drei Bilder von ihm, auf denen er nach und nach den Verstand verlor. Auf den Bilder wirkte er auf mich hübscher. Ich rief also seinen Namen und er erstarrte.
Ich sagte ihn immer wieder und auch "Ich kenne dich, ich kenne deinen Namen."
Er legte sich auf den Boden, die Hände in den Kopf gekrallt und weinte. Er war besiegt.
Auf einmal hallte wieder die Stimme des Hausbesitzers in mir auf. Ich weiß nicht mehr was er sagte, es Klang wie hohn, er sagte es wäre noch nicht vorbei.
Da stand der Mörder wieder auf und kam auf mich zu.
Ich sagte seinen Namen, zuerst noch Siegessicher. Aber es half nicht, er lachte nur.
Er war mich zu Boden, hielt mich fest.
Er fasste mich an und ich versuche das Spiel zu nehmen und Pause zu drücken, so wie ich es normalerweise tat, wenn mir etwas zu gruselig wurde. Aber nichts passierte. Er lachte.
Ich wollte ausschalten, als der Mörder sagte "Oh, du bist ja doch kein Junge, na sowas feines".
Aber das "Spiel" lief weiter.
Da erinnerte ich mich an etwas das mir jemand schon das letzte Mal sagte als ich von diesem Haus geträumt habe.
Wenn ich zu lange spiele kann es sein, dass ich an einen Punkt komme an dem ich das Spiel nicht mehr ausschalten könne.
Als ich das realisierte begann ich zu schreien.
Er redete weiter mit mir, mit einer Stimme die mich jetzt noch ekeln lässt.
Ich schrie und schrie und er hörte nicht auf.
Ich versuchte seine Hände weg zu ziehen, die mich...
Als ich seine Hände festhielt und merkte, das dieses Gefühl da unten nicht aufhörte, wusste ich das er mich vergewaltigte.
Ich hörte nicht auf zu schreien.
Und er redete weiter, als würde er mich nicht hören.


Als ich aufwachte wollte ich weinen, aber es ging nicht.
Dafür schluchze ich jetzt umso mehr.
Ich hab alles genau gespürt und ich glaube ich muss gleich Kotzen.
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Re: Albtraum

Beitragvon oYo » Di 11. Mär 2014, 18:32

Hallo Wolfi,

was für ein schrecklicher Traum, der ist echt heftig und geht mir auch ganz schön unter die Haut. Ich werde drüber nachdenken...

oYo :umarm:
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Re: Albtraum

Beitragvon Cloversnake » Di 11. Mär 2014, 20:53

Hallo, BigBadWolf und oYo, in der Zwischenzeit schreibe ich mal das nieder, was mir spontan zum Traum eingefallen ist :)

1. Das Spiel: Von "kaputten" oder gruseligen Spielen träume ich zumindest meistens, wenn ich am Tag zuvor viel Stress ausgesetzt war, aber mich trotzdem, z.B. durch ein Brett- oder PC- Spiel, abgelenkt habe. Dein Spiel klingt wie eine schlimme Mischung aus Verstecken, Tickfangen und "Wer ist der Mörder?"- Spielen. Das könnte also so etwas wie die Manifestation deines schlechten Gewissens sein: Du hast etwas schönes gemacht, obwohl du eigentlich noch Aufgaben oder belastende Gedanken hattest. Das Spiel lässt sich nicht stoppen, eben weil es so unangenehm ist. Sonst würde dein Unterbewusstsein sein Ziel, dir per Traum etwas klarzumachen, ja verfehlen.

2. Der "Bubi": Sheldon Cooper nimmt in der Serie Big Bang theory ebenfalls eine überzogen dargestellte "bubihafte" Stellung ein. Unter anderem ist er sehr unsicher im Auftreten und sieht auch nicht gerade stattlich aus. Für mich hat es daher den Anschein, dass Sheldon und der rundgesichtige Mörder eigentlich dieselbe Person sind, und du im Traum die Rollen gewechselt hast. Dein Gehirn könnte dir damit eine Unsicherheit deines Wesens aufzeigen, die es anschliessend näher betrachtet- sie stellt sich als erschreckend heraus und bringt dich auch in Gefahr. Sie hat bereits ein Lebewesen brutal getötet und dir ein Bild in den Kopf gebrannt (das des zerissenen Vogels) und zerreisst etwas, das dir (zumindest Schein-) Sicherheit gegeben hat (den Teddy). Ins real life übertragen könnte das bedeuten, dass du eine Zeit lang unsicher aufgetreten bist und andere Menschen das ausgenutzt haben (das kann traumatisierend sein (= Bild im Kopf), besonders, wenn es sich um Mobbing o.ä. handelt!). Du hast unterbewusst versucht, dich dagegen zu wehren, indem du eine Scheinsicherheit aufgebaut hast. Das hat nicht lange geklappt- aber dann hast du ganz bewusst tatsächlich mehr Selbstbewusstsein an den Tag gelegt und das Unheil beim Namen genannt- Selbstunsicherheit, zynisch ausgedrückt "bubihaftigkeit".
(Nicht vergessen: könnte ;) )

3. Die Vergewaltigung: Früher glaubten die Menschen an den "Sukkubus", einen Dämonen, der sich nachts auf ihre Brustkörbe setzte oder sie unter Umständen auch vergewaltigte. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine schief gelaufene Auflösung der natürlichen Schlafstarre. Der Körper ist noch starr, während das Gehirn schon ziemlich aktiv und alarmiert ist, wieso sich der Körper nicht mehr bewegen lässt. Das kann auch als Vergewaltigung empfunden werden: man hat das Gefühl, von jemandem festgehalten zu werden und sich nicht wehren zu können. Möglicherweise bist du dann noch in den Halbschlaf gerutscht, wo sich dieses Gefühl der Machtlosigkeit dann eben in die Vergewaltigung verwandelt hat.
Ferner könnte dieses Machtlosigkeitsgefühl auch nicht nur durch die Schlafstarre, sondern durch eine Situation des Ausgenutztwerdens durch andere Menschen entstanden sein (s.o.).

Das ist jetzt nicht gerade viel, und auf viele Traumelemente kann ich mir auch keinen Reim machen. Aber vielleicht hilft es dir ja, BigBadWolf.

LG
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Re: Albtraum

Beitragvon BigBadWolf » Di 11. Mär 2014, 23:19

Irgendwie kann ich mich mit der Erklärung ganz und gar nicht zufrieden geben, in meinem Kopf scheint sie vorne und hinten nicht zu passen.
Schon allein der Vergleich mit Sheldon und dem Mörder passt überhaupt nicht.
Sheldon Cooper ist für mich eine klare, selbstbewusste und überaus intelligente, rationale Figur. Er hat auch etwas unschuldiges für mich, wenn auch nichts kindisches. Er versteht keinen Sarkasmus (das Problem habe xD auch, ich erkenne Sarkasmus nur am Gesicht meines Gegenübers, manchmal nicht einmal das) und "Koitus" findet er unnötig. Trotzdem hat er Humor, wenn auch seinen ganz eigenen (so wie ich, haha).
Dagegen war der Mörder schon von Anfang an eine mir total unsympathische Person, ich fand ihn eklig und abstoßend. Und dumm.
Er rief eine Art Ekel in mir hervor, die ich schlecht beschreiben kann. Er sollte einfach weg.

Ich hatte im Traum die Sensibilität eines Kleinkindes. Alles fühlte sich um tausend Mal schlimmer an, als ich es gewohnt war.
Und vorallem das schreien am Ende. Das er es einfach nicht gehört hat? Normalerweise kann ich nicht wirklich schreien. Sobald ich eine bestimmte Lautstärke erreiche bricht meine Stimme einfach ab, oder versagt einfach, egal ob ich aus einem bestimmten Grund Schreie oder nicht.
In dem Traum jedoch schrie ich am Ende die ganze Zeit, ohne Luft zu holen.
Ich wachte wohl aus Überforderung auf.

Das ist bisher mein schrecklichster Albtraum gewesen.

Auch diese Machtfigur im Hintergrund, der Mann, der das Spiel geschaffen hat, derjenige der vorallem mit mir gespielt hat. Er scheint eine sehr wichtige Rolle einzunehmen, vorallem da er mit mir spricht, ich aber keine Ahnung habe wie er überhaupt aussieht. Es ein Monster aus der Ferne, das sich über mich lustig macht und mich quält.


Dazu sollte noch gesagt sein, dass es eine Art Traum im Traum war. Ich hatte davor geglaubt aufzuwachen und meine Mom hat mich im Wohnheim (in dem ich wegen Schule wohne) besucht. Ich hab sie nach Süßigkeiten gefragt, sie hatte aber nur Pudding dabei, davon auch noch viel zu viel und gab mir deshalb 3 oder 4 Stück ab.
Dann umarmten wir uns zum Abschied und sie ging wieder. Währenddessen lag ich die ganze Zeit im Bett. Danach schlief ich ein und der Traum im Traum ging los.
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Re: Albtraum

Beitragvon Xephyr » Mi 12. Mär 2014, 17:02

jeder Traum im Traum hat die Form einer doppelten Dissoziation.

Beispiel: Statt etwas direkt zu erleben. sitzt man im Kino und sieht es sich im Film an. das ist die einfache Dissoziation, der einfache Traum. Und wenn man dann im Projektionsraum sitzt und sich dabei zusieht, wie man im Kino sitzt und das Geschehen auf der Leinwand sieht, dann ist das ein Traum im Traum, eine doppelte Dissoziation. Therapeutisch nutzt man das in der Trauma-Psychologie, damit ein Patient sich einem Geschehen annähern kann, ohne gleich ganz auszuflippen.

Ich brauche jetzt nicht extra zu erwähnen, daß der Versuch der doppelten Dissoziation hier jedenfalls nicht funktioniert hat.

Zur Symbolik: Im Grunde erzählt der Traum von Freundschaften, die zerbrechen. Mörder sind im Traum diejenigen, die ein Liebe oder eine Freundschaft töten. Sie töten also eigentlich gar nicht Menschen, sondern das, was Menschen verbindet. Zuerst habe ich gedacht, daß du davon geträumt hast, wie Mädchen/Frauen-Freundschaften durch Beziehungen zu Männern zerbrechen. Die Mädels sind ganz dicke und beste Freundinnen, aber sobald eine davon einen Kerl kennenlernt, interessiert sie sich nur noch dafür von ihm gepfählt zu werden. Der Mörder geht um und killt die Freundschaft. In der Traumlogik müsse es jetzt reichen den Mörder zu töten, dann bekäme man die Freundin zurück.
Aber im Albtraum kommt sowieso alles anders, denn der Freund der verlorenen Freundin, der Pfähler, ist eine Frau! Genauer gesagt eine Vampirin. Was soll das bedeuten? Vielleicht heißt es, daß man Freundinnen nicht nur an Männer verlieren kann. Frauen können sich ja auch in Frauen verlieben. Ein Albtraum, aber nachvollziehbar, der Vampir ist lesbisch! :lach:

Nee, lustig ist das aber ganz und gar nicht. da will man einfach nur in Frieden leben und dann kommen adere Frauen und Männer und holen einem mit ihrer Pfählerei die Freunde weg. Locken den Mörder an, der die Freundschaft tötet. Und noch viel schlimmer, jetzt hat die Traumlogik etwas ganz und gar Furchtbares entdeckt. Die Wahrscheinlichkeit, daß DICH jemand pfählen will, ist extrem hoch. Wenn nämlich Frauen UND Männer pfählen können, dann ist die Welt voller gefährlicher Pfähle, was für ein Horror!

Wir wissen jetzt was ein Mörder ist. Der tötet Freundschaften. Aber was ist "kein Mörder"? "Kein Mörder" ist ein Pfähler. Stinkende ekelhafte Dreckskerle, die einem einfach alles kaputt machen. "Kein Mörder" ist ein brutaler Vergewaltiger. Er reisst dem Teddy den Unterleib weg. Wie erklärt sich das nun wieder?
Nun, der Teddy ist ein Symbol der beschützten Kindheit. Der Unterleib des Teddys ist entsprechend ein Symbol der beschützten kindlichen Sexualität. Und wie ist der Name des Vergewaltigers, der Kindern ihre beschützte kindliche Sexualität entreisst? Genau: PUBERTÄT ist sein Name, er ist es, der Mädchen zu Frauen und Bubis zu Männern macht. Brutal und ohne Gewissen reisst er ihnen ihren Kinderschutz weg und vergewaltigt sie da unten. Und nichts hilft! Er weiß genau, daß du doch kein Junge bist - und macht dich zur Frau, ob du das willst, oder nicht.

Am Ende des Traumes bist du ein schreiendes Kleinkind. Das heißt, du hast dich die ganze Zeit rückwärts in der Zeit bewegt. Lässt du den Traum von der Pubertätsvergewaltigung aus rückwärts laufen, dann bist du wieder in der normalen Zeit, Also zuerst Kleinkind, dann Pubertät, dann die Angst Freunde an Liebespartner zu verlieren.

Bleibt die Frage: Wer ist der "Herr des Hauses"? das Haus ist dein sich entwickelnder Körper. Da gibt es tatsächlich autonom gesteuerte Teile, wie die Entwicklung der Sexualität, die sich deinem Willen entziehen. Aber dennoch bist du am Ende und in letzter Instanz der Herr deines Hauses. Wenn der nächste Stress in dieser Hinsicht in deinem Leben kommt, dann wird das die Menopause sein. Ist ja noch eine lange Weile hin, aber da geht das Thema (Fremdsteuergefühle) wieder los und die diesselbe Frage taucht auf, wer denn nun der Herr im Hause sei.

Und last not least: Sheldon. Du bist am Anfang Sheldon, also in einem Alter, in dem du mit Koitus nichts anzufangen weißt. Bedeutet dir nichts. Sheldon gibt also ein Alter, eine sexuelle Entwicklungsstufe des Traumes an.

Liebe Grüße,

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Re: Albtraum

Beitragvon BigBadWolf » Do 13. Mär 2014, 20:29

Tut mir leid, aber auch das scheint irgendwie nicht passen zu wollen.
Es ergibt für mich keinen Sinn, denn durch die Pupertät bin ich längst durch.
Ich hatte nie Liebeskummer und habe auch keine Freunde an irgendwelche Liebesbeziehungen verloren.
Auch meine Pupertät verlief überraschend problemlos.
Und auch dass der Herr des Hauses ich bin, glaube ich nicht. Denn auf die Idee kam ich auch schon, aber in mir sagt dazu alles nein.

Zudem sind das auch keine Themen die mich momentan beschäftigen. Nichts, was es Wert wäre selbst im Traum noch damit konfrontiert zu werden.
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Re: Albtraum

Beitragvon Xephyr » Fr 14. Mär 2014, 14:50

BigBadWolf hat geschrieben:Tut mir leid, aber auch das scheint irgendwie nicht passen zu wollen.
Es ergibt für mich keinen Sinn, denn durch die Pupertät bin ich längst durch.
Ich hatte nie Liebeskummer und habe auch keine Freunde an irgendwelche Liebesbeziehungen verloren.
Auch meine Pupertät verlief überraschend problemlos.
Und auch dass der Herr des Hauses ich bin, glaube ich nicht. Denn auf die Idee kam ich auch schon, aber in mir sagt dazu alles nein.

Zudem sind das auch keine Themen die mich momentan beschäftigen. Nichts, was es Wert wäre selbst im Traum noch damit konfrontiert zu werden.

Es gibt nicht einen einzigen vernünftigen Grund, warum sich Träume nur mit aktuellen Geschehen oder aktuellen Problemen beschäftigen sollten. Im Gegenteil: Die Altersregression ist in Träumen sehr häufig. Der Traum versucht jede Nacht alle seit der frühesten Säuglingszeit gemachten Erfahrungen zu sortieren und so zu indexieren, daß sie im aktuellen Leben in Sekundenbruchteilen abrufbar sind. Diese Indexierungsdurchläufe verlaufen unbewußt, das heißt sie sind unserem Verstand zunächst weitestgehend in Sinn und Funktion entzogen. Da kann man nicht sagen, das oder jenes ist es nicht Wert davon zu träumen. Alle Erfahrungen werden gespeichert und in jedem Schlaf wird neu assoziiert, sortiert und kategorisiert.

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Re: Albtraum

Beitragvon oYo » Fr 14. Mär 2014, 15:36

Hallo Wolfi,

ich glaube, keine Deutung kann dem fruchtbaren Erlebnis, das Du in Deinem Traum hattest, wirklich gerecht werden. Der Traum ist eine schreckliche und schmerzhafte Erfahrung, mit der Du 'irgendwie klarkommen' mußt. Vielleicht ist es gar nicht so gut, da jetzt zu tief in Deutungen einzusteigen, sondern die Gefühle, die damit in Verbindung stehen, einfach ein bißchen in Ruhe zu lassen und sich selbst sortieren und beruhigen zu lassen.

Dennoch möchte ich Dir etwas aus meinem eigenen Leben erzählen, damit Du vielleicht eine Vorstellung davon bekommst, was Träume tun. Ich habe auch so manchen schrecklichen Albtraum gehabt und vor zwei oder drei Jahren war das Thema gewaltsamer sexueller Übergriffe in meinen Träumen sehr intensiv da. Nun bin ich inzwischen 41 und dennoch ging es unter vielem anderen auch um Erlebnisse aus meiner Kindheit: Als ich 6 oder 7 Jahre alt war, spielte ich mit zwei Nachbarjungs 'Versautes Flaschendrehen'. Da ich das einzige Mädchen war, war natürlich jede Aufgabe mit mir verknüpft, also z.B. "Auf wen die Flasche zeigt, der muß oYo küssen" oder "Auf wen die Flasche zeig, der muß mit seinem Piephahn kurz oYos Muschi berühren". Ich fand das Spiel spannend und abenteuerlich, ich war neugierig, andererseits war es mir auch ein bißchen unangenehm und peinlich. Am Anfang wollte ich es gerne mitspielen, aber irgendwann wollte ich und wollte ich nicht gleichzeitig. Ich habe aber nichts gesagt und weiter mitgespielt, ich fühlte mich unsicher und traute mich nicht, etwas zu sagen. Und ganz ehrlich, mir kam das Spiel auch nicht besonders dramatisch oder schrecklich vor. Wir hatten eine Menge Spaß und die beiden Jungs waren trotz der Explizitheit sehr lustig, lieb und vorsichtig. Es ging hauptsächlich um Nacktheit, weniger um weitergehende sexuelle Anspielungen (ich habe hier die beiden krassesten Aufgaben erzählt).

Ich bin ein Mensch, dem es immer schwer gefallen ist, anderen gegenüber 'nein' zu sagen, vor allem, wenn ich mir über meine eigenen Gefühle nicht so im Klaren war. Und das hat mich in manch blöde Situation geführt, war aber eigentlich nie sonderlich dramatisch. Ich habe mich vor ein paar Jahren mit dieser Eigenart von mir auseinandergesetzt, weil ich daran etwas ändern wollte, es nervte mich. Und in diesem Zusammenhang sind dann die furchtbaren Alpträume zu diesem Kindheisterlebnis aufgetaucht. Der Apsekt in mir, der damals nicht klar und deutlich 'nein' sagen konnte, hat dieses Spiel als sehr schrecklich erlebt. Er wollte es nicht spielen, fühlte sich dadurch gequält und gewaltsam dazu gezwungen - und es waren nicht nur die Jungs, die diesen Aspekt zu dem Spiel zwangen, sondern auch andere Aspekte von mir, die neugierig waren und mitgespielt haben. Entsprechend bin ich in meinen Träumen auch nicht nur von Männern gepeinigt worden, sondern auch von Frauen. :schreck:

Ich habe Dir das erzählt, um Dir zu zeigen, daß es manchmal geschehen kann, daß man Erlebnisse als harmlos und gar nicht so schlimm in Erinnerung hat, weil sie im Großen und Ganzen auch harmlos und gar nicht so schlimm waren. Aber es gibt eben manchmal Anteile in einem, die das Erlebnis ganz furchtbar fanden und nur schwer darüber hinweg kommen. Das geschah damals eher unbewußt oder halbbewußt, darum weiß man davon nichts. Aber irgendwann melden sich diese Apekte und zeigen, wie sie sich dabei gefühlt haben, denn sie möchten gerne getröstet und geheilt werden. :hug:

Alles Liebe, oYo :blume:
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Re: Albtraum

Beitragvon BigBadWolf » Mo 29. Dez 2014, 04:27

Ich hab mir Oyos erste Deutung nochmal durchgelesen und stelle fest, dass sie sogar sehr gut passt.
Jetzt, da der Traum so lange her ist und ich Abstand habe, finde ich Übereinstimmungen, die mir einiges klar machen.


Nur das mit der Vergewaltigung muss ich noch zusammenfädeln, denn diese Starre hatte ich noch nie und in der Nacht hatte ich sie nicht.
Ich werde einfach noch einmal darüber nachdenken müssen. Es ist schließlich auch ein heikles Thema.
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Re: Albtraum

Beitragvon oYo » Mo 29. Dez 2014, 18:30

Hallo Wolfi,

ja, manchmal versteht man seine Träume erst nach längerer Zeit, das kenne ich auch. Ich freu mich, daß Du für Dich mehr Anhaltspunkte gefunden hast. :ja:

Meine erste Deutung? :glubsch: Ausnahmsweise habe ich diesen Traum absichtlich nicht gedeutet. Du meinst wahrscheinlich die Deutung von Cloversnake...? :lupe: :grinss:

:wave: oYo
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