Bärige Träume

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Bärige Träume

Beitragvon Carl Jung » Mo 17. Nov 2014, 13:38

hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes. Zu Beginn des Traumes stand ich kurz am Ufer eines Flusses. Das Wasser war still. Dann änderte sich die Szene und ich sah einen großen rosaroten Bären, der (scheinbar?) tot auf einer Wiese lag.

Bitte um Deutung.
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Re: Bärige Träume

Beitragvon oYo » Mo 17. Nov 2014, 17:40

Hi Carl,

hast Du denn irgendeine Erinnerung, was Du dabei gefühlt hast, als Du den Bären gesehen hattest? Bzw. wie fühlst Du jetzt darüber? :lupe:

Schönen Abend wünsch ich Dir,
oYo :mond:
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Re: Bärige Träume

Beitragvon Carl Jung » Mo 17. Nov 2014, 18:55

Nein, daran habe ich keine Erinnerung. Jetzt habe ich nach dem ich per Google ein paar Pauschaldeutungen zusammengeholt und aufgrund eines vorherigen Traumes, das Gefühl, dass es um irgendeinen Neustart geht.
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Re: Bärige Träume

Beitragvon oYo » Mo 17. Nov 2014, 19:12

Huhu Carl,

ein Neustart? Hm, hätte ich jetzt nicht darin gefunden. :hmm: Ein stiller Fluß, das könnte z.B. Dein Lebensfluß heißen. Dann ist es eine Stelle in Deinem Leben, an der es sehr still ist, an der sich nicht so viel bewegt und es weniger ums Vorankommen geht. Ob das positiv oder negativ ist, hängt eben von Deinem Gefühl zu diesem Traumbild ab - unabhängig von irgendwelchen Traumdeutungen. ;-)

Der Bär kann vieles bedeuten. Oft stellt er in Träumen einen schützenden Aspekt der Mutter dar (gebären, Gebärmutter). Aber 'der Bär' ist auch der (meist weibliche) Haarwuschel im Genitalbereich. Und da dieser Bär rosarot ist, hätte ich eher in diese Richtung gedeutet. Und da scheint momentan nicht viel los zu sein, eben eher (schein)tot als lebendig. ;-)

oYo :weg:
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Re: Bärige Träume

Beitragvon Carl Jung » Mo 17. Nov 2014, 19:32

Nach Carl Gustav Jung kommt der negative Aspekt der übergeordneten Persönlichkeit hinzu, die sich durch die sprichwörtliche Bärenkraft auszeichnet. Der Traumbär hat auch etwas Gefährliches, Drohendes an sich.
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Re: Bärige Träume

Beitragvon oYo » Di 18. Nov 2014, 17:48

Hallo Carl,

nochmal zum Neuanfang. Worin siehst Du aufgrund der gefundenen Deutungen den Neuanfang? Und da Du ihn fühlst, hast Du eine Ahnung, in welcher Thematik dieser Anfang wohl stattfinden mag? Wo suchst oder wünschst Du Dir denn einen Neuanfang?

Ja, der Bär birgt sicherlich auch die Gefahr. Es kommt eben immer darauf an, was für einen im Traum im Vordergrund steht. Mit zwei Traumbilder kann man nicht wirklich eine Traumdeutung machen. Ein Traum besteht nicht nur aus visuellen Bildern, er bringt eine Stimmung mit, die der Träumer ergründen kann. Wenn Du Dich wirklich mit der Deutung Deiner Träume beschäftigen möchtest, brauchst Du dieses Mehr. Die Beschäftigung und das Verstehen von Traumsymbolen ist eine wichtige Sache, aber der Traumkontext und Deine ganz persönlichen Inhalte sind ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger.

Wenn Du Lust hast, Dich weiter mit diesem Traum zu beschäftigen, dann versuche doch mal, Dich an alle Details zu erinnern, die Dir noch einfallen. Wie breit war der Fluß, in welcher Landschaft floß er, gab es einen Ort in der Nähe, erinnert er Dich an irgendetwas, wie sah das Ufer aus usw.? Und wenn Du Dich nochmal in dieses Traumbild hineinträumst, was fühlst Du dann?

Genauso mit dem Bären: wie sah die Wiese aus, welche Umgebung, Sommer oder Winter, war der Bär bis auf seine Fellfarbe ein echter Bär oder hatte er z.B. etwas von einem Teddy? Ist das Rosarot eher leuchtend oder sanft, was fühlst Du bei dieser Farbe, woran erinnert sie Dich? Was ist es für ein Gefühl für Dich, daß er dort liegt? Bist Du eher erleichtert, daß er sich nicht regt, weil Du sonst Angst vor ihm hättest, oder wünschst Du Dir, daß er aufsteht? Hat der Traum eine Richtung angedeutet, ist also zu erwarten, daß der Bär vollends stirbt, weiterschläft oder gerade erwacht? Erinnert der Bär Dich an jemanden?

Lieben Gruß, oYo :pc:
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Re: Bärige Träume

Beitragvon Carl Jung » Mi 19. Nov 2014, 22:27

Ich habe nur einen Teil des Flusses gesehen. An Hinweise an einen Ort kann ich mich nicht erinnern. Was den Bären betrifft: Ich würde auf Ende Frühling oder Sommer tippen, da die Wiese extrem trocken aussah und es keine Hinweise darauf gab, dass es bald Regen oder Schnee gibt, bzw vor kurzem gegeben hat. Der Bär erinnert mich irgendwie an einen Bären aus einem Gameboy-Spiel, "Die Chroniken von Narnia". Wenn ich versuche nachzuträumen erinnere ich mich, dass ich verwundert war, dass der Bär tot war, aber ich verspürte nicht den Wunsch, dass er aufstehen soll.
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Re: Bärige Träume

Beitragvon oYo » Mi 10. Dez 2014, 16:17

Hallo Carl,

ich wollte mir nochmal die Zeit nehmen, diesen Traum zu beleuchten. Gerade wegen der Himbeere im anderen Traum finde ich das jetzt umso spannender. :lupe:

Du hast geschrieben, daß Du bei diesem Traum auf das Thema Neustart gekommen bist. Das möchte ich gerne mit berücksichtigen. :-) Ich denke, zu dem Fluß läßt sich nicht viel mehr sagen. Er drückt Ruhe und Stille aus, ein Lebensthema (wegen Lebensfluß), das zur Zeit ruht oder bisher geruht hat. Mit dem Bären gibt es meiner Meinung nach immer noch die zwei möglichen Perspektiven: mütterlicher Aspekt und/oder Sexualität. Laß uns doch nochmal genauer hinschauen.

Zunächst die Perspektive auf die Mutter: der Bär ist rosarot und liegt auf einer eher trockenen Wiese, vielleicht im Frühling oder Sommer. Rosarot kann für sehr viel Zärtlichkeit und eine sanfte Liebe stehen. Eine Wiese ist oft Sinnbild für familiäre Zusammenhänge, meistens ist es dann allerdings eine Wiese in der Nähe des Hauses oder ähnliches. Ich würde die Wiese hier also eher als Setting begreifen, ein ruhiger, schöner und wahrscheinlich warmer Ort, an dem das Wachstum momentan nicht so im Vordergrund liegt (die Wiese ist trocken). Das paßt auch dazu, daß der Bär tot zu sein scheint. Vielleicht ist eine liebevolle Beziehung zu Deiner Mutter still geworden, scheinbar gestorben - was aber nicht heißt, daß diese Art der Liebe wirklich tot ist. Du vermutest hier einen Neuanfang, also ist es sehr wahrscheinlich, daß diese zarte, rosarote Liebe in Deinem Leben wieder auftaucht. Es kann sein, daß hier nicht nur Deine echte Mutter gemeint ist, sondern eine tiefe Beziehung zu dem Mütterlichen, zu dem Aspekt in Dir, der mit liebevollem Schutz und mit dem Erschaffen bzw. Gebären neuer Dinge zu tun hat.

Die sexuelle Perspektive sagt, daß bei Dir sexuell nichts los ist. Was ja zu Deiner Aussage paßt, daß Du abstinent lebst. Aber wenn es hier einen Neuanfang gibt, dann besteht natürlich die Frage, worin er liegen könnte? Sex ist im Traum ja nicht einfach nur Sex, es geht um intime und lustvolle Gefühle, und die kann man in Bezug auf alles Mögliche verspüren, nicht nur beim körperlichen Sex.

Und ja, ein Bär kann gefährlich sein. Er ist ein Tier und steht deswegen natürlich für die tierischen, instinkthaften Aspekte des Themas, die im Thema Sex dann auf eine sehr tiefe, sinnliche Lust deuten, die man durchaus auch sehr erschreckend und sogar brutal erleben kann, und im Thema Mutter auf die enorme Kraft, die mütterliche Liebe aufbringen kann - sowohl positiv im Schutz als auch negativ in zu starker Vereinnahmung. All das schlummert aber im Moment dieses Traums noch.

Wegen des Narnia-Spiels habe ich mal recherchiert. Dort sind die Bären in der Tat eher aggressiv und wild. Allerdings sind sie wichtig, um an unwegsamen Stellen den Weg freizubrechen. Dein geträumter rosaroter Bär könnte also für Dich einen Weg freigebrochen haben. Und vermutlich kann er Dir auch in Zukunft Wege freibrechen. Auch das würde sehr gut zu einem Neuanfang passen.

Was denkst Du? Kannst Du damit etwas anfangen? :-)

So long, oYo
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Re: Bärige Träume

Beitragvon Carl Jung » Mi 10. Dez 2014, 22:15

Ja, danke
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