Besuch im Schwimmbad

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Besuch im Schwimmbad

Beitragvon Duathea » Di 16. Dez 2014, 23:51

Hi Leute. Dieser Traum ist schnell erzählt.

Ich gehe in ein Schwimmbad. Es ist ein immer wiederkehrendes Traumbild mit verschiedensten Becken und Rutschen. Ich ziehe mich um und verstecke meine Wertsachen unter meiner Kleidung, die in einem Haufen aufgetürmt war. Ich habe dann noch einige leere Bierflaschen darum aufgestellt und meinte es sähe unauffällig genug aus. Ich will nun hinaus in die Becken, jedoch ziehen wie im Zeitraffer richtig dicke, schwarze, mit Blitzen versehenen Wolken auf. Sie sahen gefährlich aus und jeder bis auf ein Wassergymnastik-Lehrer flüchten aus den Becken. Der Lehrer bittet einen anderen Mann der gerade aus dem Wasser will (Wassertiefe etwa 2m) ihm "aufzuhelfen". Dem Lehrer wird also aufgeholfen und steht nun auf dem Wasser. Er war etwas korpulent, hatte einen dicken Schnauzer und eine lange Badehose an. Er war sicher so Mitte vierzig und trotzte dem Sturm indem er grimmig die Hände in die Seite stemmte und dann eben so auf dem Wasser herumstand. Ich wachte auf.
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Re: Besuch im Schwimmbad

Beitragvon Xephyr » Mi 17. Dez 2014, 16:54

Hi Duathea,

es geht in dem Traum um ein Becken. Ein Schwimmbad ist eine Gegend mit Becken. Man könnte auch sagen: Die Beckengegend. :-)

Also gut, dann wisen wir ja, wo der Traum stattfindet. Nämlich in einer sehr gefühlvollen Region des Körpers. Paßt ganz gut, denn Wasser steht ja auch symbolisch für Gefühl. Für verschiedene Gefühle, denn es gibt verschiedene Becken. Und bei soviel Gefühl kommt man auch mal ins Rutschen, also gibt es auch Rutschen. Passt doch alles ganz gut zusammen.

Mal sehen, was der Traum dort erlebt! Aha, du entledigst dich erst mal deiner Weltbilder und Werte. Die Werte versteckst du so unauffällig wie möglich. Denn hier, in der Beckengegend, würden die ja auch nur stören, wenn sie auffallen würden. Sogar noch ein paar leere Bierflaschen drumherum, da kommt wirklich niemand darauf, daß da jemand seine hohen Weltbilder und Werte versteckt hat. Nicht wahr? ;)

Solcherart befreit von den Lasten der Moral machst du dich auf in deine Beckenregion. Eigentlich steht dem sinnlichen Gefühlserleben jetzt nichts mehr im Weg, aber, oh Schreck! Da ziehen gefährliche Gewitterwolken auf! :gewitter:

Ein Gewitter steht hier für "rohe" Gewalt, also rohe Triebe. Also rohe und triebhafte Lust. Das wirkt natürlich gefährlich und alle verlassen das Wasser. Zurück bleibt nur der Einzige, der hier helfen kann: Der Wassergymnastik-Lehrer. Und den muß ich erst übersetzen, damit wir wissen, wer das ist. Wasser heißt als "Gefühl" und "Sinnlichkeit". "Gymnastik" heißt "Bewegung". Und Lehrer heißt Lehrer. :grins:

Der hier bringt dir bei "gefühlvolle Bewegungen zu machen". Also keine gefährlichen Roh-Entladungsgewitter zu erleben. Er hilft dir die rohe Lust zu sublimieren, also zu verfeinern. Dazu muß er zunächst aufstehen. Es hilft ihm jemand dabei - er wird also "aufgestanden". Ist sozusagen "auferstanden". Und der Auferstandene steht auf dem Wasser. Hmm. An wen erinnert der mich gerade? Ich komm' grad nicht drauf. Dicker Schnauzer, lange Badehose, so Mitte vierzig. Hmmm ...

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Egal. Fällt mir bestimmt noch ein. :blkrone:


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Re: Besuch im Schwimmbad

Beitragvon Duathea » Do 18. Dez 2014, 00:44

Erstmal Danke für die Deutung. Ich muss jedoch noch über den Lehrer sinnieren. Ansonsten kling alles schlüssig für mich.
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Re: Besuch im Schwimmbad

Beitragvon oYo » Do 18. Dez 2014, 18:05

Hallo Dua,

Du versteckst Deine wertvollen Vorstellungen und tarnst sie mit etwas, was Dir in diesem Zusammenhang als 'unwert' erscheint. Die Dir wertvolle Moral soll nicht angetastet werden oder gar verloren gehen, wenn Du Deiner sinnlichen Lust folgst. Gleichzeitig gilt dem Aspekt, aus dessen Perspektive Du träumst, das Trinken von Bier und damit ein berauschender Genuss als etwas Unwertes, sonst wäre es ja keine Tarnung. Du möchtest also Deine Lust genießen, hälst aber Genuss eigentlich nicht für wertvoll. Kein Wunder, daß da das Gewissen mit einem Donnerwetter aufzieht und all diejenigen, die bisher Spaß hatten, vertreibt. ;-)

Das Gewissen, das ist eine Instanz, die von den Eltern und hier insbesondere von religiösen Weltbilder geprägt wird. Dafür müssen die Eltern selbst nicht einmal besonders religiös sein, diese Weltbilder werden von unserer Kultur mitgebracht. Wenn man also den Vergleich mit Jesus nimmt, ist es sein Vater, der gegen ihn zürnt, während Jesus zu seinen Gefühlen steht und ihm trotzt! Der korpulente Lehrer für Wassergymnastik, also Dein Lehrer für sinnliche Gefühle, steht zu diesen Gefühlen. Vielleicht ist er einer von den rauen Jungs mit den besonderen Fähigkeiten. ;-) Natürlich findet in diesem Gewissen-Trotz-Konflikt kein Genuss mehr statt. Indem Du Deinem Gewissen entgegen bestimmter Wertvorstellungen (die legst Du ja ab und versteckst sie) lustvollen Genuss abtrotzt, fliehen Lust und Spaß den Gefühlsort Becken.

Hm, macht es so Sinn für Dich? :lupe:

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