Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon BigBadWolf » Di 14. Apr 2015, 10:29

Guten Morgen, liebes Forum :3
Tut mir leid, dass ich mich mal wiede so spät melde, aber ich kämpfe gerade mit einer Mittelohrentzündung bei der mein Trommelfell geplatzt ist. Also mal wieder krank, haha.


Diese Nacht hatte ich wieder einen sehr klaren Traum.

Wir waren an einem See mit Klippe, in einer Gruppe junger Jugendlicher (Alter schwer schätzbar, vllt 13/14?) und zuerst war ich ungeschlechtlich, also ich fühlte mich nicht als Junge oder Mädchen.
Viele Traumfreunde waren da und wir hatten Spaß, irgendwann gingen wir auch ins Wasser, da es einen Abhang gab, wo man leicht absteigen konnte.
Ab da war ich ein Junge mit dunklen kurzen Haaren. Ich trug eine Stoffhose, die ich hochgekrempelt habe und ein weißes Unterhemd. Die Sonne schien und ich wollte unbedingt meine Füße ins Wasser halten.
Als ich feststellte, dass man im Wasser stehen konnte bin ich weiter rein und begann zu schwimmen.
Auf der, von uns aus gesehen, rechten Seite des Sees war ein Hotel und gegenüber ein Wald (ich weiß nicht was links war), also Schwamm ich zum Hotel.
Es war sehr schön, groß und sauber, nicht zu prunkvoll, aber auf eine schlichte Art sehr erhaben.
Es gab eine Art Sitzkreis davor, wohl der Eingangsbereich, in dem Leute saßen.
Männer und Frauen verschiedenen Alters, aber nie älter als 55 oder jünger als 35.
Außer ein Mädchen.
Sie war in meinem Alter und hatte lange glatte blonde Haare.
Sie war auch recht hübsch, aber nicht übertrieben hübsch, so wie in den Katalogen.
Ich konnte ihr Gesicht erkennen.
Sie hieß Nanal Heimerdich. (Ein seltsamer Name, aber im Traum Empfand ich es als völlig normal)
Ich erkannte auch ihren Namen. Scheinbar spielte der Traum vor einem früheren Traum, den ich schonmal hatte, weshalb ich wusste, was mit ihr passieren würde. Sie würde verschwinden. Nicht sterben, sich einfach auflösen. Im Traum wusste ich warum, aber jetzt nicht mehr.
Ich entschied mich mich mit ihr anzufreunden und ihr eine Freude zu machen, also zeigte sie mir das Hotel von innen.
Alles sehr groß und schön. Scheinbar musste sie sich um das Buffet kümmern, half irgendjemandem dabei, und bat mich mit zu machen.
Da mit drinnen jedoch etwas frisch wurde sagte ich ich müsse nur eben meine Jacke holen.
Ich Schwamm also wieder zurück über den stillen See, ich war ein sehr guter Schwimmer. Es war bereits fast dunkel und die meisten waren nicht mehr da, weshalb ich in meine Holzhütte ging, in der ich mit einem anderen Jungen (könnte mein Bruder Gewesen sein) wohnte und sagte ihm er solle mitkommen, im Hotel wohnen.
Wir packten das nötigste ein und waren mitten in der Nacht zurück im Hotel und suchten uns einen Raum der nicht benutzt wurde, damit niemand bemerkte, dass wir da unbezahlt wohnten.
Am Ende waren wir auf dem Dachboden, der vollgestellt war mit allerlei krämpel. (Darunter auch ein riesiger Vogelkäfig aus Holz und ein Holzpferdchen). Wir fühlten uns da sehr wohl.
Der Traum endete indem das Licht anging und die Hotelbewohner uns fanden.


Der gesamte Traum fühlte sich sehr friedlich an, nicht einmal fühlte ich mich unwohl oder fehl am Platz, ich schien immer willkommen und konnte mit allen reden.


Ich bin etwas verwirrt, weil ich ihn partou nicht deuten kann.
Habt ihr eine Idee?
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon oYo » Mi 15. Apr 2015, 15:56

Huhu Wolfi,

ohje, geplatztes Trommelfell klingt aber übel. Guuute Besserung!!! :spritze:

So, ich lese mal Deinen Traum. Vielleicht fällt mir spontan dazu ja eine Deutung ein. :grinss: :lupe:

oYo :pc:
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon oYo » Mi 15. Apr 2015, 16:31

Hallo Wolfi,

ja, ein wirklich schöner Traum. Auch beim Lesen kommt die friedliche und schöne Stimmung an. Hier geht es um Gefühlswelten, die wunderschön sind, Sicherheit bieten (man kann im Wasser stehen und kommt leicht rein und raus), Ruhe, Freundlichkeit. Und es sind Gefühle, die nicht zu extrem werden, sondern in ihrer Schlichtheit ihre Schönheit und Erhabenheit entfalten. Das Hotel ist nicht zu prunkvoll, das Mädchen ist nicht so übertrieben hübsch, alles ist natürlich und offen. Interessant, daß sich im Sitzkreis, einem Ort der Zusammenkunft und Begegnung, vielleicht auch der Beratung, nur Menschen mittleren Alters aufhalten. Hier geht es also um erwachsene Gefühle und Weltbilder, ausgereift, aber nicht überaltert und eingestaubt. Hotels stehen oft für Weltbilder, die man von anderen kennenlernt, in denen man sich übergangsweise aufhält, bis man sie zu seinen eigenen gemacht hat oder sie verwirft.

Du, der männliche Aspekt in diesem Thema, bist eigentlich eher so eine Art Einsiedler, lebst mit Deinem Bruder in einer Holzhütte am See. Das heißt aber nicht, daß Du nicht offen und gesellig sein kannst, Deine Grundeinstellung ist eher Zurückgezogenheit. Aber das möchtest Du ändern und für diese Änderung steht das Mädchen. Ihr Nachname, Heimerdich, deutet es schon an, daß Du hier heim kommst oder etwas heim holst. Was Nanal bedeutet, weiß ich nicht. Ich habe spontan an 'nativ' im Sinne von ursprünglich, naturverbunden darin gesehen, vielleicht auch 'natal', was mit Geburt (oder sogar mit Weihnachten) zu tun hat. 'nana' ist auch ein Kosewort für die Großmutter, auch hier steckt also das Ursprüngliche drin, etwas, was von den Ahnen kommt. Jedenfalls ist sie der Schlüssel für Dich, ein weiblicher Aspekt in Dir, der die Weltbilder des Hotels als Nahrung anbieten kann - so kannst Du die Weltbilder aufnehmen und zu Deinen eigenen machen.

Allerdings erinnerst Du Dich im Traum, daß sie früher einmal verschwunden ist, also irgendwann, als Du älter warst als 13/14. Sie ist ein Aspekt, der Dir in der Teenyzeit verloren gegangen ist. Ich glaube, in diesem Traum holst Du das, was verloren war, wieder zurück - vielleicht sogar als Endergebnis einer langen Phase seelischer Verarbeitung. Du ziehst nun in das Hotel ein - probierst diese Weltbilder also aus, aber erstmal heimlich und vorsichtig. Allerdings bleibt das nicht lange geheim, denn die Leute, die so denken und fühlen wie Du, finden Dich und heißen Dich auch willkommen. Auf dem Dachboden, da findet man mitunter alte Erinnerungen, die versteckt und vergessen in irgendeinem Winkel des Hirns verstauben. Vögel stehen oft für Träume, Träume von Freiheit und Inspiration. Und Pferde sind Motivationen und Antriebskräfte, die Lust und der Spaß, Energie in ein Tun zu investieren. Dein Traum assoziiert diese friedliche und offene Welt am See, die Du hier erlebst, mit alten Träumen und Freuden Deiner Kindheit, die Du hier in einem Prozeß des Erwachsenwerdens wieder aufgreifen kannst.

Wirklich ein toller Traum! :mm:

Lieben Gruß, oYo :tee:
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon Carl Jung » Mo 27. Apr 2015, 19:25

Probier mal nanal zu anagrammieren.
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon BigBadWolf » Mo 27. Apr 2015, 21:44

Nanal ist bayrischer Vorname (den ich super niedlich finde, weil er wie ein Kosename klingt, aber eben keiner ist).


Carl, das einzige Anagramm, welches mir dazu einfiele ist unpassend und hat mit dem Traum überhaupt nichts zu tun.
Und wenn du darauf hindeuten wolltest, weil du es lustig findest, dann bitte ich Dich dich demnächst von meinen Träumen fern zu halten, denn ich finde das nicht witzig.
Ich hab nichts gegen solche Art Witze, aber dafür ist dieses Forum niveauvoll. Und ich wünsche mir auch, dass das so bleibt.
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon oYo » Mi 29. Apr 2015, 13:17

Huhu Wolfi,

ich weiß nicht, ob Carl sich wirklich lustig machen wollte über Dich. Das wär natürlich ziemlich gemein. :sad: Aber so, wie ich ihn einschätze, glaube ich, daß er das durchaus ernst meinte.

Witzigerweise ist mir das 'anal' gar nicht aufgefallen, weil ich immer von einem Wort mit 'na' vorne ausgegangen bin. Aber traumdeuterisch wäre es überhaupt nicht schlimm, diesen Aspekt mit einzubeziehen. Die anale Phase eines Kleinkindes ist immens wichtig und definitiv nicht 'für den Arsch'. ;-) Dabei geht es um die Fähigkeit der Selbstkontrolle, um den Ordnungssinn, um das gute Gefühl, sein eigenes Leben im Griff zu haben. Und im Traumsinne spielt auch oft die Fähigkeit mit hinein, Dinge gut und vollständig verdauen zu können und am Ende den Gefühls- und Erlebnisschrott loszuwerden und die guten und wichtigen Gefühle und Erkenntnisse integriert zu haben. :-)

Aber tatsächlich sehe ich in dem ganzen Traum keinerlei Anal-Symbolik. Der See deutet meiner Meinung nach sehr deutlich auf das Becken und bei der Frau oft auf die Gebärmutter hin. Hier geht es also eindeutig um Bauchgefühle, um Kreativität und die Verbindung zu den tiefen Gefühlen. Genau deswegen finde ich ja das Großmütterliche oder Mütterliche von 'Nana' und ebenso die Natürlichkeit und Ursprünglichkeit von 'nativ' so passend hier. :ja:

oYo :grins:
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Re: Das Hotel und die Klippe/ der Schwimmer

Beitragvon oYo » Mi 29. Apr 2015, 17:12

Hiho,

ist mir noch eingefallen: wenn man Nanal rückwärts liest, steht da 'LAN an'. Vielleicht ist sie ja eine Schlüsselfigur für Dein internes Netzwerk zum Unbewußten. :lupe: ;-)

oYo hat geschrieben:Der See deutet ... bei der Frau oft auf die Gebärmutter hin.


Es ist natürlich Blödsinn, diese Bedeutung auf weibliche Träumer zu beschränken. :nope: Auch Männer können von Gebärmüttern träumen, denn natürlich haben sie ebenso die Fähigkeit, Dinge zu erschaffen, wachsen zu lassen und zu gebären wie Frauen. Frauen träumen ja auch von phallischen Symbolen bzw. Schwänzen. :lach:

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