Sehr krasser Trauzm der hängen bleibt

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Sehr krasser Trauzm der hängen bleibt

Beitragvon et3rnitY » Mi 17. Jun 2015, 22:12

Guten Tag liebe Community,

Ich sage vorab das ich um einen sehr skurillen Traum handelt, nicht direkt ein Albtraum aber ich kann nicht aufhören an ihn zu denken.

Zum Traum : Das erste woran ich mich Erinnern kann ist das ich an einem Deich war und auf das Wasser sah (komme selbst vom JadeBusen) ich wusste nicht wo ich bin und wollte meinen Vater anrufen, da bemerkte ich ein kleines goldenes Schild auf einem Steinzaun direkt vor mir wo drauf stand : Telefonieren ist nur möglich wenn im Umkreis von 8m sich ein Audiozerstörer (echt keine Ahnung wie mein Gehirn auf sowas kommt) befindet.Dann bemerkte ich ein riesiges Metall Rad im Wasser was zur hälfte raus guckt und sich schnell dreht, dieses Rad war dieser sogenannte "Audiozerstörer". Ich rief also meinen Vater an aber ich wusste nicht wo ich bin und legte wieder auf, dann sah ich wieder zum Wasser und sah ein großes Metallding ähnlich wie das womit Erdöl gepumpt wird immer wieder ins Wasser klatschen und dann ist es wieder aufgestiegen. Ich fühlte mich bedroht und seltsam also ging ich weg in einen Weg den ich erst letztens im Wachleben lang gegangen war und aufeinmal wurde es Stockduster und dann wieder hell. (Filmriss...) .Anschließend fand ich mich an einem Ort mit leeren Häuser wieder und dann habe ich meinen Vater angerufen und ihm gesagt wo ich bin. Kurz darauf holte er mich in einer Schrottkiste von Auto ab. Wir fuhren also erstmal die ganze Zeit geradeaus und aufeinmal waren wir auf dem Deich und fuhren den Deich lang, dann entwickelte es sich schon eher in Richtung Albtraum, denn aufeinmal ging es bergab ins Wasser und vor uns fuhr ein Auto ins wasser,
mein Vater schrie und ich bekam Panik, dann hielt das Auto und aufeinmal gab er wieder Gas und schrie wieder. Anschließend wachte ich mitten in der Nacht schweißgebaded auf.


Was hat dieser Traum zu bedeuten, ich fand ihn mega strange und richtig Psycho das er mir zu schaffen macht :/


Liebe Grüße aus dem Norden :)
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Re: Sehr krasser Trauzm der hängen bleibt

Beitragvon Xephyr » Do 18. Jun 2015, 16:34

Willkommen auf der ADA! :sonne:

Auf die Schnelle fällt mir auf, dass mit "telefonieren" im Traum meistens die direkte Kommunikation mit dem Unbewussten gemeint ist. Das erklärt natürlich den Audiozerstörer, denn diese Kommunikation geschieht nun mal nicht mit gesprochenen Worten.
Auf dieser Basis versteht sich ein Deich als Border, als Grenze zwischen dem Unbewußten und dem Bewußten. Der Vater wird zum Symbol für Ordnung und Verstand. Als solches soll er (also Ordnung und Ratio) dich aus dem drohenden Chaos (das Unbewußte, das Wasser hinter dem Deich) führen (führen=fahren). Naja, das gelingt hier nicht ganz so gut wie geplant, aber in solchen Fällen gibt der Traum halt auf und du wachst auf. Sowas kommt manchmal vor und ist - wie jede unmittelbare Nähe zum Unbewußten - stets sehr beeindruckend.

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Re: Sehr krasser Trauzm der hängen bleibt

Beitragvon et3rnitY » Do 18. Jun 2015, 19:14

Hallo lieber Xephyr :),

Ich danke für deine schöne Deutung :) und wollte mich nochmal für die miese Rechtschreibung entschuldigen, ich hatte es gestern Abend eilig^^.
Dank deiner Deutung konnte ich meiner bescheidenen Meinung nach den Sinn dieses Traumes verstehen :-) .
Ich werde im folgenden kleinen Bericht nun schildern was ich mit dem "Sinn" meine :

Ich sehe das Telefonieren wie schon von dir erwähnt als Kommunikation mit dem Unbewussten an. Dadurch das ich nicht wusste wo ich bin legte ich auf, daraus entnehme ich eine fehlende Kommunikation zu meinem Vater, die im Wachleben von geraumer Zeit auch gefehlt hat. Also versteht mich nicht falsch es war nicht so das wir keinen Kontakt hatten aber die enge Bindung die wir hatten und das gute Verhältnis habe ich in dieser Zeit ein wenig geschädigt durch viel Party machen, Gras rauchen und gelegentlich was trinken. Dennoch hat sich das alles jetzt gebessert und ich bin auch eine Person die seine Eltern so sehr liebt das ich wenn sie sterben sollten zumindest nach heutigen Ansichten mich auf jeden fall selbst richten würde bzw. ich in eine so starke Depression fallen würde das meine Lebensqualität schon wirklich bei -1 liegt und für mich ist das dann schon dasselbe wie der Tot. So aber jetzt zurück zum Thema. Die Aussage das der Deich praktisch die Schwelle zwischen Bewusst und Unbewusst ist, ist wie ich finde eine sehr bewundernswerte Deutung, damit hast du dir echt meinen Respekt verdient!!! Auf jeden fall schließe ich aus dem ganzen das ich evtl. mich und meine Vater ins Verderben stürze. Das Ding ist ich war/bin mir stets bewusst gewesen welche Auswirkungen dieses Verhalten haben kann, dennoch realisierte ich es nie so richtig und wandelte deshalb wahrscheinlich auf dem schmalen Grad (=Deich) zwischen Bewusstsein der Konsequenzen und dem Wunschdenken ala da passiert schon nichts herum.
Den Sturz ins Wasser setze ich wie schon gesagt mit dem Sturz ins Verderben gleich und das Auto vor uns was hinein stürzte sollte meiner Meinung nach den Absturz eines anderen Bekannten darstellen (in meiner Gegend gibt es viele Drogenprobleme, dennoch lebe ich in keinem Ghetto aber es ist ein wenig schwierig hier), welcher dieser sein soll weiß ich leider nicht.
Der Audiozerstörer bleibt mir dennoch weiter ein Rätsel genau wie die "Öl-Pumpe", es wäre schon wenn du mir diese Sachen noch ein wenig genauer erläutern könntest.


Ich danke dir sehr für deinen Beitrag, ich dachte immer Träume seien nur abstrakte Konstellationen meines Unterbewusstseins aber wie ich sehe kann man aus ihnen viel mitnehmen und mit ihnen viel herumphilosophieren :).
Ich werde in Zukunft mehr Traumberichte schreiben, habe gehört so etwas soll auch beim luziden Träumen helfen wofür ich mich auch sehr Interessiere :)

Ein kleines Feedback zu meiner kleinen Sinnesphilosophie wäre schön :)

-Liebe Grüße aus dem Norden :zauber:
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Re: Sehr krasser Trauzm der hängen bleibt

Beitragvon Xephyr » Fr 19. Jun 2015, 15:21

Oh, danke für das ausführliche Feedback! :blume:

Aber das war ja auch nur ein erster und sehr oberflächlicher Blick auf den Traum. Träume sind wie facettierte Edelsteine, wenn man sie dreht und wendet, dann findet man immer wieder neue und faszinierende Ein- und Ausblicke. Was niemals bedeutet, dass eine Deutungsfacette die Richtige oder Falsche wäre, diese Einblicke sind alle wahr, nur eben aus unterschiedlichen Richtungen und mehr oder weniger tief.

Wenn du es mir erlaubst, würde ich den Traum gerne noch ein wenig in meinen Traumdeuterhänden drehen und seine Schönheit bewundern:

1.1)

Telefonieren ist nur möglich wenn im Umkreis von 8m sich ein Audiozerstörer befindet.


"Telefonieren" heißt "kommunzieren", das wissen wir schon. Zum einen mit dem Unbewußten aber zum anderen ganz sicher auch mit dem Vater. Also wieso 8 Meter und nicht 10 Meter? Oder 7 Meter? Naja, weil die 8 auch 8-tung bedeutet. Kommunizieren ist also nur möglich im Umfeld von Achtung, Respekt und ... Ehre. Aha.

Und der Audiozerstörer? Klar, im Wortsinne bedeutet "audio" = "ich höre", also "zuhören". Ein Audiozerstörer vernichtet alles Zuhören!

Fassen wir also zusammen: Eine Kommunikation (mit dem Vater) ist nur möglich, wenn er dir nicht zuhört (Anwesenheit des Audiozerstörers) und wenn du seine Wünsche 8-est (ihm gehorchst).

Das ist seine (des Vaters) goldene Regel! Und die steht bezeichnenderweise auf dem goldenen Schild das genau an dem grauen Steinzaun hängt, der euch trennt! Solche Steinzäune dienen nämlich als Schutz vor Einsicht (Sichtschutz) und als Audioschutz (Lärmschutz). Dieser Zaun und seine goldene Nichtkommunikations-Regel ist das, was euch in Wahrheit trennt.

1.2)

Träume lieben die Mehrdeutigkeit von Symbolen. Ein Audiozerstörer ist sprachnahe an einem Autozerstörer. Autozerstörung bedeutet aber nicht nur Autos zu zerstören (was dein Vater im Traum sogar tut), sondern eben auch Selbstzerstörung (auto=selbst). Das ist wiederum nahe an Depression, Suizid, Ritzen und der selbstzerstörerischen Grenzgängerei eines Borderliners.

2.)

So sieht eine Erdölpumpe aus:

Bild

Das Antriebsrad (der Audiozerstörer, die Regel des Vaters nicht zuzuhören und Gehorsam zu verlangen) dreht in deinem Traum schnell. Je schneller das Rad sich dreht, desto heftiger werden die Schläge des Hammers auf das Wasser. Und Wasser steht für dein Gefühl! Also Schläge gegen dein Gefühl. Kein Wunder also, dass du dich bedroht fühlst.

3.)

Dein Traum nennt die Bewegungen deines Vaters einen Schrott (er holt dich mit einer Schrottkiste ab, "Automobil" bedeutet hier Bewegung). Entsprechend seiner goldenen Regel zwingt er dir seinen Willen auf. Je nach kulturellem Background kann das von Ausbildungs/Berufsvorstellungen bis zur Zwangsheirat gehen (Stichwort: Familienehre und 8-tung!). Dein Traum rechnet das hoch und prognostiziert eine Katastrophe, in die andere vor euch auch schon geraten sind (Auto, das vor euch vom Deich stürzt). Dein Vater tut dann das, was er zu tun pflegt, wenn es für ihn eng wird: Immer stur geradeaus, nicht links und nicht rechts gucken, wie mit Scheuklappen. Er schreit und bremst in Panik. Dann hält er wieder voll drauf und gibt Vollgas. Er schreit und bremst in Panik ... usw

----

Das sehe ich also in dieser Facette. Dein Traum gibt dir null Schuld. Dein Traum sagt, dein Vater hört dir nicht zu und will nur seinen Willen durchsetzen. Zugegeben, Träume übertreiben gerne um einen Punkt klarzumachen. Dieser Punkt ist dann wohl auch in Wirklichkeit nur eine Facette, ein Teil der Wahrheit. Aber, bei aller Liebe zu deinem Vater, er ist nicht perfekt. Und das heißt, er kann auch Fehler machen. Darauf weist dein Traum hin. Wenn es deinem Vater um Ehre geht, dann ist seiner Tochter zuzuhören das erste Ehrenvolle, das auf seinem Weg liegen mag.


Ich hoffe du kannst mit meinem kleinen Feedback zu deiner kleinen Sinnesphilosophie etwas anfangen! :-)

Xephyr

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