Der Traum im Traum

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Der Traum im Traum

Beitragvon zauberey » Do 18. Nov 2010, 23:38

Hallo zusammen....

kurz gesagt habe ich öfters Traüme, die verschachtelt sind. Leider gern mit Horrorfaktor. Kürzlich träumte ich, wach zu werden, und auf meinem Bett mit dem Gesicht zur Wand zu liegen. Dann spürte ich, wie etwas über die Matratze rennt, und bevor ich darauf reagieren kann, sich in meinem Rücken festbeißt oder festkrallt. Ich versuche zu schreien oder mich zu bewegen, bin aber völlig handlungsunfähig. Danach verdunkelt sich meine Sicht, ich spüre, wie ich aus dem Dachfenster gezogen werde, auf den First des Hauses. Dann sehe ich wieder. Eine sternklare Nacht. Ich friere und frage mich, wie ich heil vom Dach herunterkomme. Und dann erwache ich wirklich, liege mit dem Gesicht zur Wand, und merke, wie bei meiner ersten Bewegung plötzlich alles in meinem Rücken knackt und kracht, aber ich habe an dem Tag darauf keine meiner üblichen Rückenschmerzen oder Verspannungen.

Dann wieder: Auch ein Traum im Traum, wache ich aus einem "Albtraum" auf. Plötzlich, grade als ich versuchen möchte, die Realität für mich arbeiten zu lassen, erscheinen aus meiner Matratze graue Hände, die mich in diese ziehen, so weit, bis ich keine Luft mehr bekomme. Und während ich ersticke, wache ich auf.

Was soll mir das wohl sagen?

LG

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Re: Der Traum im Traum

Beitragvon Xephyr » Fr 19. Nov 2010, 14:11

"All that we see or seem
Is but a dream within a dream."
[Edgar Allan Poe]

Liebe zauberey,

was den Schlaf stört, das nennt man eine Schlafstörung. Albträume, so wie alle Schlafstörungen, können neben körperlichen Ursachen, wie zum Beispiel die von dir erwähnten Rückenprobleme, auch psychische Ursachen, wie Streß, traumatische Erlebnisse sowie unverarbeitete Tagesgeschehen haben.
Interessant bei dir ist, daß sich die Träume verschachteln, denn das ist in der Regel gerade bei Albträume nicht so. Man weiß bei Albträumen nach dem Aufwachen normalerweise ziemlich schnell, daß man nur geträumt hat.
Was diesen Punkt angeht, da muß ich mir noch ein wenig Gedanken darüber machen, ich brauche ein wenig mehr Zeit, um das besser zu verstehen. :idea:
Was ich dir aber jetzt schon sagen kann: Es gibt für dich womöglich Hilfe! :spritze: Die Medizin könnte "Luzides Träumen" heißen, denn vor allem regelmäßig auftretende Albträume lassen sich durch Klarträumen oft positiv beeinflussen. Dabei kann man lernen sich seines alb-träumenden Zustandes bewusst zu werden und kann dann den Traumverlauf steuern. Was luzides Träumen angeht bist du hier genau an der richtigen Stelle! Wir beschäftigen uns nämlich auch damit! :ok:

Bis dahin kriegst du auch noch eine Notfallmedizin von mir angeboten: Eine andere Möglichkeit ist es nämlich, tagsüber über den Traum nachzudenken und ihn bewusst (wiederholt) positiv enden zu lassen! Wenn du magst, dann kannst du gleich hier in deinem Thread damit anfangen! Du könntest einen deiner aktuellen Albträume so umschreiben, daß er positiv endet - und hier gleich reintippen! Magst du? :blume:

Liebe Grüße vom

Xephyr

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Re: Der Traum im Traum

Beitragvon zauberey » Fr 19. Nov 2010, 18:30

Hallo Xephyr,

das werdeich gleich mal ausprobieren....hmmm. Die letzte Nacht hat mir einen etwas "harmloseren" Albtraum beschert. Ich befand mich auf einer großen Fähre, das Ziel war mir nicht bewusst, und bis auf meinen Lebenspartner und meiner Mutter und unseren beiden Hunden war mir niemand von den Mitreisenden bekannt. Wir hatten alle Einzelkabinen, die nebeneinander lagen. Der Himmel war verhangen, alles war grau in grau. Plötzlich gab es einen Alarm, und alles rief durcheinander und war in Aufruhr. Das Schiff stoppte und gelegentlich kam ein tiefes Brummen aus dem Rumpf. ich saß in meiner Kabine mit meinen Hunden, die sichtlich geängstigt waren. Das einzige, worüber ich mir Sorgen machte, war, was mit den beiden passieren würde, wenn das Schiff sinkt. Und dann war ich plötzlich undendlich traurig, denn ich fühlte mich total hilflos, weil ich meinte, ich müsste meine Hunde zurücklassen. Krass, weil ich mir um mich und meine Familie keinerlei Sorgen gemacht hatte!! Jedenfalls sank die Fähre nicht, aber ich schaute aus dem Fenster meiner Kabine und sah, wie ein riesiger, schwarzer Körper sich aus dem turbulenten Wasser erhob, und gegen die Außenhaut knallte, woaufhin die Fähre erzitterte. Von draußen hörte ich nur, wie jemand schrie, und sah dann einen Mann, der von der Reling kippte, mitten auf dieses schwarze Etwas. Dann sah ich nur ein rotes Auge inmitten der Schwärze, was mich anblickte, während der Mann ertrank. Dann wachte ich auf.........

Okay. nun mein Versuch, ein gutes Ende zu kreieren. Wie könnte es weiter gehen? Hmmmmmm..... :zauber:

Also : Der Mann taucht aus den Fluten wieder auf, ich sehe, wie er von dem schwarzen Etwas aus dem Wasser gehoben wird. Er lebt noch. An der Reling gelingt es ein paar Leuten,ihn zu fassen, und an Deck zu ziehen. Die Fähre sinkt nicht, sondern nimmt wieder Fahrt auf. Meine Hunde entspannen sich, und plötzlich sind da keine Einzelkabinen mehr, sondern meine Familie ist mit mir in einer großen Kabine untergebracht, so wie ein kleines Appartement. Ich verlasse die Kabine, um mich zu erkundigen, was den Zwischenfall ausgelöst hat, und erfahre, dass wir soeben einem Meeresurtier begegnet sind, welches nie zuvor jemand gesehen hat, und worüber es nur Legenden gibt. Und ich fühle mich auf eine gewisse Art mit diesem Tier verbunden, seit es mich angeschaut hat, aber das erfüllt mich nicht mit Angst, sondern mit einem tiefen Urfrieden.

....wie war das für den Anfang?! Hab einfach mal drauflosphantasiert......
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Re: Der Traum im Traum

Beitragvon oYo » Fr 19. Nov 2010, 18:33

Liebe zauberey,

ohje, das sind keine schönen Träume :sad: .

Wenn ich Albträume hatte, dann hatte ich zum Glück meistens die Möglichkeit, denen, die mich angreifen oder bedrohen, ins Auge sehen zu können. Ich habe sie in diesen Träumen sehr oft angesprochen, gefragt, warum sie das tun, oder habe sonstwie versucht, eine Kommunikation herzustellen. Das ist mir natürlich nicht immer gelungen, aber doch recht oft. Und dann wurde der Albtraum meistens erträglicher. :roll: Manchmal haben sich für mich daraus sogar überraschende Dinge ergeben, die alles andere als schrecklich waren.

Heute hab ich nur noch sehr selten Albträume. Hoffentlich wird das bei Dir auch sehr bald so sein. :blume:

oYo :wave:

nachträglich editiert: Oh, Du hast gerade einen Traum mit einem guten Ende versehen. Wow, toll! :ja:
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Re: Der Traum im Traum

Beitragvon Xephyr » Fr 19. Nov 2010, 18:45

Hallo zauberey,

der Anfang ist gemacht, finde ich schon mal wirklich gut! :ok:

Je besser du die Traumsymbolik verstehst, desto besser kannst du den Traum natürlich umschreiben! Das mit dem Urtier ist zum Beispiel interessant! Da hat sich ja jetzt schon etwas verändert, du fühlst dich mit ihm verbunden! Es wird dich/euch nicht mehr angreifen, vielleicht wird es sogar mit der Zeit zu einem Beschützer und Freund! Das wär doch was! :ja:

Ich denke noch über das Traumsymbol "Schiff" nach. Kann man finanzielle Sorgen ausschließen? Schiffe stehen oft für berufliche Unternehmungen. Ansonsten alles super!

Je öfter du die umgeschriebene Version durchläufst, desto besser wirkt es. Ansonsten bin ich jetzt wirklich auf den nächsten Traum gespannt! :trippel:


Liebe Grüße,

Xephyr

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Re: Der Traum im Traum

Beitragvon oYo » Sa 20. Nov 2010, 18:53

Hallo zauberey, :wave:

ich hätt noch eine Idee. Aber vielleicht machst Du das nur, wenn der erste Traum, den Du erzählt hast, nicht zu schrecklich war, denn ich möchte ja nicht, daß Du diese Angst nochmal erleben mußt: Wenn sich etwas in Deinem Rücken festbeißt oder festkrallt, dann klingt das für mich, als wäre das ein Tier gewesen, das Dich auf das Dach hinaufgezogen hat. Wenn Du es sehen könntest, wie würde dieses Wesen vielleicht aussehen?

Vielleicht kannst Du, wenn Du das weißt, diesem Traum auch ein positives Ende geben. :-)

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