oYos Träume

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

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Beitragvon oYo » Mo 4. Jul 2011, 17:30

Spinnen töten

Hallo Ihr alle,

in der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe ich einen für mich sehr ungewöhnlichen Traum gehabt. Ich träume mein Leben lang immer wieder mal von Spinnen. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich so große Angst vor ihnen, daß ich sie im Traum jedesmal platt gemacht habe, wenn das ging. Dann habe ich mir aber angwöhnt, im Traum mit der Angst umzugehen, habe die Spinnen eher aus dem Haus vertrieben oder einen großen Bogen um sie gemacht, sie auch mal angesprochen - je nachdem, was die Traumsituation hergegeben hat. Irgendwann kam ich dann mit den Spinnen im Traum eigentlich recht gut zurecht. In der letzten Zeit bekommen Insekten in meinen Träumen Gesichter und Mimiken, was mir sehr viel Spaß macht. Das geschieht auch bei den Spinnen, dadurch kann ich endlich unterscheiden, welche Spinne mir wie gesonnen ist. Denn es gibt Spinnen in meinem Traum, die mir helfen, und solche, die mich bedrohen und aggressiv sind. Meine Bemühungen, letztere aus meinem Haus rauszubekommen, fruchten nicht. Und da ich sie inzwischen mit großer Sicherheit als etwas identifiziere, was in meinem System nichts zu suchen hat, habe ich in diesem Traum etwas getan, was ich vorher nie gemacht hätte: ich habe sie alle getötet. :glubsch:

Ja, seit 10 Tagen beschäftige ich mich mit Thanatos und Eros, und im Zuge dieser Beschäftigung habe ich mich entschlossen, das Töten im Traum nicht grundsätzlich und immer zu verdammen. Nicht, daß ich jetzt mordend durch meine Träume wandle ;-) , aber mir ist klar geworden, daß für mich persönlich der Tod mancher Dinge wichtig und richtig ist... :ja:

Ich träumte von meiner Kindheit. Ich war vielleicht sieben oder acht Jahre alt und saß mit meiner Schwester, meinem Opa, meinem Papa und noch anderen in einem kleinen Karussell aus Plastik. Eigentlich war das einfach so ein rundes Ding, das aussah wie ein Boot, aber eben aus rotem Hartplastik. In dem saßen wir alle drin, es schwebte wie eine fliegende Untertasse über die Wiese hinter dem Haus, in dem ich in meiner Kindheit lebte. Das Karussell drehte sich recht langsam und mit einem leichten Fingertippen auf den äußeren Rand des Karussells konnte man die Richtung ändern. Während wir also über die Wiese drehten, unterhielt ich mich mit meinem Opa. Plötzlich fragte mich meine Schwester, wie ich das eigentlich mit dem Einhorn gemacht hatte. Im ersten Moment fühlte ich mich ein bißchen überfordert, denn ich konnte mich zwar erinnern, daß ich das Einhorn mal gerufen hatte, aber ich wußte nicht mehr wie. :hmm:

Dann stand ich mit meiner Schwester allein auf der Wiese und sagte zu ihr: "Eigentlich habe ich einfach vor mich hingeträumt und mir das Einhorn vorgestellt, dabei habe ich Lieder für das Einhorn gesungen." Plötzlich spürte ich in der Nähe ein Einhorn, aber es zögerte. Ich dachte zu ihm hin: "Ich will dich gar nicht anfassen! Ich will dich nur fragen, was du ehrlich denkst über meine Krankheit." (Damit meinte ich eine Erkrankung, die mich momentan immer wieder plagt.) Ich sang so vor mich hin, da spürte ich plötzlich, wie sich die weiche Schnauze eines Pferdes in meine Hand legte. Als ich aufblickte, stand das Einhorn vor mir - wunderschön. (Meine Frage hatte ich bereits vergessen) :einhorn:

Dann befand ich mich in dem Zimmer unterm Dachboden, in dem ich in meiner späten Teenyzeit gelebt habe. Von diesem Zimmer habe ich in letzter Zeit öfters geträumt, dort auch Spinnen von der bedrohlichen, nichtkommunizierenden Sorte gehabt. Jetzt war da eine kleine, gelbe Spinne, die furchtbar stank. Sie saß auf einem Kissen oder einem Heft, das weiß ich nicht mehr genau. Jedenfalls wollte ich sie davon abschütteln und schwang es über mir hin und her. Als die Spinne nicht mehr draufsaß, hatte ich erst Angst, daß sie in meinem Rücken gelandet sein könnte, aber dann sah ich sie im Nachbarzimmer (ein Badezimmer) auf dem Fußboden sitzen. Meine Schwester und ein paar Klassenkameraden waren auch da. Meine Schwester guckte sich die Spinne genauer an und meinte: "Die stinkt ja furchtbar!" :urks:

Jetzt sah ich eine weitere Spinne, die aus der Richtung der gelben auf mich zugerannt kam. Sie hatten einen schwarzen Körper, fast wie schwarzer Stahl wirkte er, ganz glatt und glänzend, aber die Beine waren aus hellgrünem Origamipapier. Noch während sie auf mich zukam, sah ich im Augenwinkel, daß es noch mehr schwarze Spinnen gab, aber da waren auch die Beine echte Spinnenbeine. Die Origamispinne war das Kind von der gelben Spinne, die anderen die Kinder von der Origamispinne. Langsam wurd mir das zuviel mit den Spinnen. Mit einer oder zwei hätte ich noch umgehen können, aber so. Jetzt sah ich sogar, daß zwei Spinnen Löffelbiskuit auf dem Boden aufhäuften. Dort wuselten ganz viele winzig kleine junge Spinnchen, die wohl mit dem leckeren Zuckerzeug gefüttert wurden. :spinne: :wahh:

Ich überlegte einen Moment, was ich tun könnte. Dann berührte ich eine der Spinnen mit Seele (ich hielt meine Hand in einem Abstand von etwa 1 m vor sie und stellte mir vor, wie Seele durch meine Hand zu ihr floß). Sie fiel um und strampelte in der Luft mit den Beinen. Dann überlegte ich nochmal, ob denn meinen eigenen Spinnen und den Menschen, die mit mir im Raum war, eine Berührung mit Seele schaden würde. Der Traum antwortete mir, daß dem nicht so wäre. Nur die Spinnen, die nicht zu mir gehörten, würden die Berührung nicht aushalten können. Und so begann ich, von unten her, ganz tief aus der Erde, Seele hochzurufen, hochzuholen und allmählich den Raum damit auszufüllen. Das war nicht leicht, ich mußte immer wieder neu in die Tiefe mit meinem Gefühl und von dort das Seelengefühl hochholen. Ich glaube, bis der Raum bis oben hin voll war, sind für mich gefühlte 1-2 Stunden vergangen. :trippel:

Von überall her kamen jetzt diese schwarzen, metallenen Spinnen zum Vorschein, sie fielen auch von der Decke und verendeten in der Seelenflut. Schön war das nicht, aber für mich dennoch eine Erleichterung - zumal ich sehr erschrocken war, wieviele Spinnen es waren! Meine Schwester räumte derweil das Zimmer auf, machte Staub und Dreck weg, bis das ZImmer schön sauber war. Offensichtlich hatte sie auch die toten Spinnen weggeräumt, obwohl ich das nicht gesehen habe.

Ich war gerade dabei, den letzten Meter unterm Dach mit Seele zu füllen, als meine Schwester ein Räuchergefäß aufstellte. Eigentlich war es eine Schale aus Ton, die mit Öl und ätherischem Öl gefüllt war, darin ein dicker Docht aus Blättern, der vor sich hinkokelte. Der Duft, der diesem Gefäß entstieg, war sehr süß, schwer, fast sumpfig. Ich sagte zu meiner Schwester, daß es für diesen Duft noch zu früh sei, denn ich wollte erst Salbei räuchern. Meine Schwester machte also den Docht aus. Als ich sie fragte, woher sie das überhaupt hätte, antwortete sie: "Draußen ist ja das Fest und wir haben viele Geschenke bekommen. Dies hier war mit unter den Geschenken, aber keiner weiß, wer es uns geschenkt hat!" (das haben sich meine Träume bei LGB-ler abgeguckt! :lach: ) Mir war klar, daß es sich hier um eine Trollkirschenfunzel handelte. :idea: (Näheres zur Trollkirsche gibt es hier zu lesen.)

Dann sollte meine Schwester den Salbei anzünden, aber aus dem Feuerzeug kamen riesige grüne Flammen, die aber eigentlich keine Flammen waren, sondern große, grüne Trollkirschenblätter. Die kokelten auch noch ein bißchen vor sich hin, bevor der Salbei endlich brannte. Am Ende war der Raum angefüllt mit Seele, auch das Bad und der Vorraum zum Zimmer. Ein paar Freunde kamen von draußen herein und meinten: "Wann kommt ihr endlich? Das Fest ist schon im vollen Gange, und ohne euch ist es nur halb so schön!" Zufrieden blickte ich mich in dem sauberen Zimmer ohne schwarze Spinnen um und ging dann hinaus... :grins:

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Re: Spinnen töten

Beitragvon Siskana » Di 5. Jul 2011, 17:13

hallo oyo,

dann versuche ich mich mal, bin selber gespannt was alles in mir hochkommt.

beim karusell fällt mir auf das dieses aus plastik ist. ein künstlich geschaffenes produkt und dazu noch rot, rot wie der lebenssaft, wie die leidenschaft, die liebe, eros... das sagt mir das es sich um eine selbstgeschaffene lebenseinstellung handelt...
zur künstlichkeit kommt auch noch dazu das das karusell freischwebend ist und je wie man mag die richtung wechseln kann. so kann jeder der mag die richtung ändern. hier sehe ich das du die steuerung jedem überläßt und dich der richtung anpasst.
beim einhorn vergisst du dich auch selbst wieder, als du die schnauze des einhorns in der gebenden (rechts) oder nehmenden (links) hand hielst.

verantwortlichkleit habe ich ausgeschlossen, weil mir scheint das ihr beide (schwester und du) im selben boot sitzt und sie räumt ja auch später auf. mir fällt zwar immer wieder: falsch gelebte nächstenliebe ein, aber da es auch lange zeit mein thema war, verwerfe ich auch diesen gedanken ganz schnell.
ehrlich gesagt ich komme nicht drauf, habe lange überlegt, aber nichts.

ich empfinde spinnen als unsere schatten, so sehr wir sie auch ins positive denken und uns ihrer nützlichkeit bewusst machen. sind es schwarze, niedere, krabbelnde wesen. und eine deiner spinnen stinkt sogar "gen himmel". du beschäftigst dich schon lange mit dieser, aber je mehr du dagegen ankämpfst um so mehr erscheinen.
der stählernde panzer ist gleich dem stählerndem herz thanatos. ich glaube hier zeigt der traum das du zurück zum ursprung gehen sollst. und dieses tust du auch, als du sie mit der seele berührtest viel die spinne in die starre, in den tod.
das fest und die geschenke sind für mich ausdruck von befreiung, dem zugeständnis an dem so sein zu können wie du bist, was dich ausmacht.

lg siskana

knifflig dein traum.
ich habe festgestellt da wo ich mich schwer mit tue, streife ich das thema an und da wo es fließt liege ich völlig daneben. das spinnenbild ist letzteres. es läßt mich auch nicht los. vlt sollte ich jung mit einbeziehen der unter spinnen ein mutter oder vaterkomplex sieht. eine spinne stellt ja thanatos dar. und ich deute dies als hinweis. ein irrtum glaube ich gerade.
vlt zeigt aber die spinne deine unbewusste angst vor der natürlichen aggression in dir. statt sie anzunehmen versuchst du sie durch rituale auszutreiben. wie ein exorzist. mir fällt hier die esoterikschiene ein die das ego ablehnt und bekämpft. so in etwa meine ich dies. das fest vertritt die gesellschaft, eros erscheint wieder in seiner schönheit und den richtigen geschenken zur endgültigen austreibung.
Zuletzt geändert von Siskana am Di 5. Jul 2011, 23:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Spinnen töten

Beitragvon oYo » Di 5. Jul 2011, 18:39

Hallo Siskana,

ohhh, dankeschön. *froi* :grins:

Über das Plastikkarussell hab ich auch schon ein bißchen gegrübelt. Ich war sehr tief in meiner Kindheit, darum hat sich das Karussell unglaublich toll angefühlt, obwohl es sich sehr langsam bewegt hat und das Rot schon am Verbleichen war. Scheint wohl ein sehr altes Kinderkarussell zu sein. Plastik deute ich eigentlich meistens als billig oder wertlos, das paßt hier aber irgendwie nicht. :hmm: Die Verbindung zu Leidenschaft und Eros habe ich gar nicht gesehen. Toll, daß Du das entdeckt hast. :lupe:

Spinnen in Träumen sind wirklich sehr speziell. Ich habe immer noch Spinnen in mir, von denen ich weiß, daß sie wirklich zu mir gehören, auch wenn ich mich im Traum manchmal vor ihnen fürchte. Aber in letzter Zeit treten Insekten und Spinnen mit sehr witziger Mimik auf, das macht sie zu sehr gefühlvollen und lustigen Wesen. :lach:

Ja, die gelbe Spinne, mit der habe ich mich wirklich laaaange beschäftigt. Im Traum stammen alle anderen (schwarz-metallenen) Spinnen von ihr ab. Das macht auch Sinn. Ich hatte in meiner Teenyzeit einen Guru aus Indien, den ich in dieser gelben Spinne für mich wiedererkenne (deswegen auch Origami = künstlich und asiatisch). Das Thema habe ich aber zum Glück inzwischen 'durch' (hoffentlich), nur die Spinnen waren noch übrig. :schwitz:

Zum Ursprung zurück, das hast Du schön ausgedrückt. :ja: So empfinde ich es auch, daß diese Anteile von mir sich sozusagen wieder in ihre 'Urkraft' desintegriert haben. Das Töten ist mir dennoch nicht leicht gefallen. ;-)

Achso, meine Schwester. Die kommt sehr häufig in meinen Träumen vor, naja, früher sehr viel mehr als heute. Aber gerade, wenn es um Kindheit und Jugend geht, ist sie meistens dabei. Einerseits empfinde ich sie in meinen Träumen als einen Teil von mir, der sehr seelennah ist und mich oft unterstützt, andererseits taucht sie natürlich auch häufig als meine wirkliche Schwester auf, die mir sehr nahe war und ist und die ich auch sehr liebe. :herzrot:

Vielen Dank für Deine Traumdeutung, damit kann ich eine Menge anfangen, :blume:
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Re: Spinnen töten

Beitragvon Siskana » Di 5. Jul 2011, 19:07

hallo oyo,

noch mal zu den spinnen kommend,

manche empfindest du als bedrohlich und manche als hilfreich. die bedrohlichen empfinde ich als die ängste die du ablehnst die hilfreichen als die ängste die dir zur seite stehen, die dich statt blockieren unterstützen und zur vorsicht mahnen. das sind für mich die ängste die du schon angenommen hast.

so mein verständnis zur unterschiedlichkeit.

im übrigen habe ich oben noch eine ergänzung mit einer anderen sichtweise geschrieben.

lg siskana

p.s. ob die ursache, deine legalisierung zum töten war, weiß ich gerade nicht, aber die letzte nacht erschoß ich pausenlos ein ding. eine szene, gleichbleibend egal wie oft ich in den halbschlaf kam, ich hielt drauf ohne pause. ich denke es war mein innerer schweinehund, denn ich wollte um nichts in der welt verschlafen ;)

ich danke dir für die möglichkeit, zu erfahren wie mein verständnis zu träumen überhaupt ist.
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Re: Spinnen töten

Beitragvon oYo » Mi 6. Jul 2011, 15:32

Hallo Siskana,

interessante Gedanken. Spinnen deute ich in der Regel auch als Ängste. Diese schwarzen haben für mich aber nochmal einen anderen Inhalt. Sie stehen für mich als Sinnbild von gefühlstötenden, menschenverachtenden, übergrifflichen Lehren, die sich eher unbemerkt durch die 'Hintertür' einschleichen und Wirkung zeigen. Denn genau das geschieht in meinen Augen in religiösen Sekten, die zunächst recht attraktive Lehren anzubieten haben, dann aber letztendlich darauf abzielen, einen zum gehorsamen Jünger zu machen und zu indoktrinieren. Insofern sehe ich diese Spinnen nicht als Ängste und Aggressionen in mir, die ich ablehne, sondern als aus jener Zeit von mir aufgenommene und integrierte Inhalte, die ich heute ablehne. Hmm, ist echt schwer, das verständlich auszudrücken. :lupe:

Achso, der 'Vaterkomplex' würde in diesem Fall insofern Sinn machen, weil der Guru sicherlich auch versucht hat, eine Vaterrolle (Priesterrolle) einzunehmen. Zwar habe ich ihn nie als Vater empfunden - dafür liebe ich meinen Papa viel zu sehr - aber sein Einfluß auf mich war sehr groß. :grmpf:

Meine Ängste, Aggressionen und auch mein Ego lehne ich nicht ab. Sicherlich sind mir Ängste und Aggressionen unangenehm (wem nicht), mit ersteren gehe ich ohne Scheu um, zweitere versuche ich schon unter Kontrolle zu halten. Aber mir platzt natürlich auch manchmal die Hutschnur. :schimpf: :lach:

...

Träume Deuten ist wirklich nicht einfach und oft rätselt man an manchem Traum lange herum. Natürlich liege ich mit der Traumdeutung auch mal daneben, aber gerade der Austausch über Träume und das, was der Träumer zu seinem Traum fühlt, macht es für mich so spannend. :trippel: Ich finde es jedenfalls toll, daß Du Deine Ideen und Inspirationen schreibst. :ja: Dadurch tun sich auch für mich neue Perspektiven auf, sowohl auf meinen Traum als auch auf das Leben allgemein. :ok:

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Traumdeutung für den Papst

Beitragvon oYo » Mi 6. Jul 2011, 17:26

Hallo Ihr alle,

heute will ich einen Traum erzählen, den ich vor ein paar Nächten hatte. Da gibt es eigentlich nichts zu deuten, ich fand ihn aber total witzig. Vom Papst habe ich meiner Erinnerung nach bisher noch nie geträumt. Warum auch, der interessiert mich nicht. :nope:

Ich nahm an einer Fernsehshow teil, keine Ahnung, worum es da eigentlich ging. Ich bekam eine Auszeichnung, eine Kette aus Muscheln, keine Ahnung wofür. :lach: Die Show war dann zuende. Offensichtlich hatte der Papst auch daran teilgenommen, denn jetzt saß er neben mir am Tisch, wo wir noch einen kleinen Snack zu uns nahmen. Ich sagte zum Papst: "Viele Leute ignorieren das, was du sagst." Hmm, das schien ihn nicht weiter zu kümmern. "Es gibt auch Leute, die sind eher gegen Religion." Das beeindruckte ihn auch nicht. :zwins:

Dann fragte ich ihn: "Hast du heute Nacht etwas geträumt?" Jetzt war er plötzlich sehr interessiert und begann zu erzählen: "Ich sah ein wunderschönes Bild, aber ich fühlte mich davon nicht berührt..." Er zögerte, als wollte er den Traum doch nicht erzählen, dann entschied er sich offensichtlich für einen anderen Traum: "Ich fuhr mit meinem kleinen Elektropapamobil. Es wurde von 5 Batterien angetrieben, die reichten für 1,5 Stunden Fahrzeit. Ich wollte jemandem Schuhe verkaufen. Der Mann nahm den ein oder anderen Schuh in die Hand, nannte mir die Marke und die genaue Bezeichnung des Schuhs und legte ihn dann wieder weg. Am Ende wollte er keine von meinen Schuhen kaufen." Der Traum war noch etwas länger, aber die restlichen Details habe ich leider vergessen. :hmm:

Inzwischen spazierte ich mit dem Papst durch die Straßen der Stadt. Ich deutete ihm den Traum: "5 steht für Religion, d.h. du beziehst deine Kraft aus der Religion. Wie lange 1,5 Stunden im echten Leben sein werden, weiß ich nicht. Das können 1,5 Stunden, 1,5 Tage, Wochen, Monate oder Jahre sein. Dann jedenfalls geht dir deine religiöse Antriebskraft aus. In 1,5 steckt auch die 15 drin, das ist der Teufel. :devilg: Die Schuhe stehen für deine Weltbilder, die du anderen anbietest. Natürlich möchtest du, daß die Leute sich zu deinem Glauben bekehren lassen, aber dummerweise kauft dir keiner deine Weltbilder ab. Der Mann in deinem Traum scheint sie sogar alle zu kennen und weiß vermutlich deswegen bereits, daß er sie nicht haben will." Dann wollte ich ihn fragen, wie der Traum weitergegangen war. Aber in dem Moment trat ein Penner auf uns zu und bat den Papst um eine Beichte. :weih:

Ich fragte, ob ich zuhören dürfe, aber der Penner sagte zu mir, daß er mich eh am liebsten umbringen würde. :boxo: Dann nahm der Papst ihm die Beichte ab. :fluester:

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Der bunte Turm der Fragen und Antworten

Beitragvon oYo » So 10. Jul 2011, 18:10

Hallo Ihr alle,

heute möchte ich mal wieder einen Traum erzählen. Wer dazu Traumdeutungsideen hat, darf sie gerne schreiben, ich freu mich darüber sehr. :ja: :smileo: Muß aber nicht sein, weil ich meine Träume ja auch selbst deuten kann. ;-)

Ich war mit meiner Mutter und meiner Schwester in einem großen, hellen Haus zu Besuch. Es waren sehr viele Leute da, die sich in den Räumen aufhielten und angeregt unterhielten. Wie sich herausstellte, gehörte das Haus einer Bekannten aus früheren Zeiten. Vielleicht kennt der ein oder andere ihre Bücher, sie heißt Jeanne Ruland (im Traum hieß sie allerdings Silvana). Ich traf sie in einem schmalen Raum, der an die Küche und an einen sehr großen Raum angrenzte. Sie war ziemlich beschäftigt und auch ein bißchen aufgeregt, ging hin und her, begrüßte mich kurz mit großer Freude, um sich dann wieder anderen zuzuwenden - das war so ähnlich, wie es manchmal auf großen Festen ist, wo der Gastgeber sich um alles kümmern muß und eigentlich nicht wirklich Zeit für einzelne Gäste hat. :trippel:

Wir gingen dann in den großen Raum, dort befand sich seitlich eine Treppe, die zu einer Empore und von dort aus zu weiteren Räumen führte. Dort gingen wir hoch und setzten uns auf Stühle, die auf der Empore aufgestellt waren. Auch der Raum unten war voll mit Stühlen, hier sollte wohl eine Vorstellung stattfinden. Tatsächlich kam Silvana dann auch mit einer schwarzen Frau, ihrem Mann und noch einer Frau auf die kleine 'Bühne' - eigentlich einfach nur der vordere Bereich im Saal, der nicht mit Stühlen belegt war. Irgendwie saßen wir aber plötzlich in einem Winkel der Empore, von wo aus man gar nichts sehen konnten. Wir versuchten, einen günstigeren Platz zu bekommen, unterhielten uns währenddessen auch (ich weiß nicht mehr, worüber), dann war die Vorstellung vorbei, ohne daß wir etwas davon mitbekommen hatten. :grmpf:

Ein Zeitsprung, jetzt war es Nacht. Ich betrat das Haus in der Hoffnung, Silvana dort treffen zu können. Die Türe stand offen und ich hatte das Gefühl, willkommen zu sein. Drinnen war alles dunkel, langsam und zögerlich ging ich durch das Erdgeschoß. Dann kam Silvanas Mann nach Hause, ich hörte, wie er in die Küche ging und dort herumhantierte. Jetzt hatte ich doch das Gefühl, hier unerlaubt eingedrungen zu sein, es war mir ein bißchen peinlich. Ich überlegte noch, daß Silvana mich bestimmt willkommen heißen würde, die sich in den oberen Räumen befand. Ich schlich also die Treppe hoch, da ging das Licht an, Silvanas Mann stand da und starrte mich an: "Was machst du denn hier?" "Ähem, ich wollte eigentlich Silvana besuchen." Ihr Mann war sichtlich erbost über mein Eindringen (es wurd mir auch immer peinlicher :jaaem: ), ließ mich aber gewähren. Ich ging zwar noch bis zur offenstehenden Zimmertür von Silvana, hatte aber eigentlich gar keine Lust mehr, mich mit ihr zu unterhalten. Stattdessen entschuldigte ich mich bei ihr, daß ich des Nachts in ihre Privatsphäre gedrungen sei, und sagte, daß ich mich jetzt schleunigst vom Acker machen würde - wobei sie mich tatsächlich so anschaute, als sei ich ihr willkommen. :-) :weg:

Glücklich, der peinlichen Situation entronnen zu sein, radelte ich im Affenzahn durch die Dunkelheit der Nacht. Ich fragte mich, wieso ich überhaupt bei Silvana gewesen war, denn ich wußte, daß ich das, was ich suchte, bei ihr nicht finden konnte. Die Straße führte steil bergab durch einen Wald, was mir immer mehr Tempo verlieh. *jippiiiie* Dann sah ich im Himmel Lichter, dachte erst an ein Ufo, erkannte dann aber einen Turm mit großen, bunten, erleuchteten Fenstern, der sich rechterhand im Wald befand. Ich bog die nächste Gelegenheit rechts ab, kam über Feldwege in mehreren Kurven, über verschiedene Kreuzungen und Abzweigungen dem Turm immer näher, ich hatte ein Gespür dafür, wo ich langfahren mußte. Letztendlich kam ich in ein Dorf, kurz sah ich vor dem Turm noch eine Dorfkirche (aus meinem Heimatdorf), der Turm war nur ein kleines Stück größer als der Kirchturm (also nicht sooo schrecklich hoch), rund, ziemlich breit, im oberen Teil rundum mit bunten Fenstern bestückt, mit einem Dach, das aussah wie die Spitze einer Rakete aus Metall.

Jetzt war wieder meine Schwester bei mir, außerdem noch ein paar Freunde. Wir stellten unsere Fahrräder vor einem Haus ab und gingen die letzten paar Meter zu Fuß. Es war inzwischen wieder Tag. Durch die großen Glastüren gingen emsig Leute ein und aus, die meisten wirkten wie Geschäftsleute. Ich war mir ziemlich sicher, daß man hier nur hineinkam, wenn man dort arbeitete und sich entsprechend ausweisen konnte. Wir betraten also den Turm und konnten ungehindert reingehen. Nur einer meiner Freunde wurde aufgehalten (ich dachte schon: scheiße, die haben uns erwischt), bekam ein paar Münzen in die Hand gedrückt und einen grünen Zettel. Dann wurde er auch weitergelassen. :glubsch:

Drinnen war ziemlich viel los, da waren Theken, an denen Leute anstanden, hinter den Theken Leute an Computern, angeregte Gespräche fanden statt. Wir machten es uns in einer Nische bequem und entdeckten Formulare, die man ausfüllen konnte. Wenn man wollte, konnte man da auch seine Adresse eintragen, die meisten schrieben aber einfach irgendetwas Lustiges in diese Felder. Jedenfalls konnte man auf diesen Formularen aufschreiben, was für große Fragen einen gerade beschäftigten, welche Ideen man so im Leben hatte, welche Erfindungen man gerne umsetzen würde etc. pp. Mir wurde klar, daß in diesem Turm jeder, der wollte, seine Ideen und Fragen äußern durfte. Die Leute, die im Turm arbeiteten, suchten in ihren Datenbanken, ob es bereits Antworten auf die Fragen gab, um sie einem dann zu geben. Neue Fragen, Ideen und Erfindungen wurden abgespeichert und dann von Spezialisten weiterverarbeitet. Ich fühlte mich ziemlich wohl in diesem Treiben, hatte das Gefühl, daß hier Großartiges entstehen konnte. :-)

Der grüne Zettel, den der eine Freunde bekommen hatte, war ein Sonderformular. Offensichtlich entsprach er irgendwelchen Kriterien, die ihn für die Leute im Turm auf spezielle Weise interessant machten. Jetzt kam jemand auf uns zu und fragte uns freundlich, ob er uns Schuhe bringen dürfe, denn wir waren alle barfuß. Wenn ich an mir runterblickte, sah ich meine Hose und meine dreckigen Füße, das Bild erinnert mich jetzt im Wachsein an meine Kindheit, wo ich genau solche Hosen getragen habe (und seeehr oft barfuß gelaufen bin). :grins: Ich meinte, daß ich mich eigentlich barfuß sehr wohl fühle. Der Mann hatte aber trotzdem schon ein paar Schuhe mitgebracht und zeigte mir welche, die, wenn man sie trug, den Beckenboden trainierten. Er erklärte mir, daß man in ihnen zwar normal laufen konnte, daß man aber durch die Form der Schuhe zu Bewegungen veranlaßt war, die den Beckenboden auf natürliche Weise beanspruchten. Am Anfang solle man diese Schuhe natürlich nicht länger als eine halbe Stunde tragen, sonst bekäme man ja Beckenbodenmuskelkater. Dann erklärte er mir, daß diese Schuhe ein Beispiel für die Erfindungen sei, die in diesem Turm gemacht wurden. Denn eine Frau hatte mal hier im Turm die Idee hinterlassen, solche Schuhe zu erfinden, weil sie das Beckenbodentraining nach einer Schwangerschaft so langweilig und mühselig fand. Sie fand die Idee praktisch, daß man einfach durch das Tragen von speziellen Schuhen beim Laufen automatisch sein tägliches Training machen konnte. Ich fand es toll, daß es hier einen Turm gab, wo solche Ideen umgesetzt wurden, hab die Schuhe aber trotzdem nicht angezogen. ;-) Ich formulierte also meine Fragen und Ideen und freute mich schon darauf, jetzt oder später Antworten zu bekommen und die Umsetzung meiner Ideen miterleben zu können. :hops:

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Der Drachen und die Schlange

Beitragvon oYo » Mo 12. Sep 2011, 18:20

Hallo Ihr alle,

seit langem bin ich schon nicht mehr dazu gekommen, einen Traum von mir zu erzählen. So, und jetzt stell ich alles andere hintan und mach es einfach. :zwins:

Ich befand mich mit Xephyr in einer Wohnung im ersten Stock, sie sah anders aus, als unsere Wohnung. Draußen auf der Straße war etwas los und Xephyrs Mutter wollte sich das unbedingt angucken. Also lehnte sie sich aus dem Fenster, aber viel zu weit, sie wäre beinahe rausgefallen. Ich stand aber neben ihr und packte sie im letzten Moment an ihrem Bein. Jetzt hing sie da draußen und guckte und schien gar nicht zu bemerken, daß ich sie festhielt. Ich wollt ja eigentlich auch wissen, was da auf der Straße passierte, denn ich fühlte mich davon bedroht, aber ich dachte doch eher über meine Schwiegermutter nach. Sie zu halten fiel mir allerdings nicht schwer. Als sie genug gesehen hatte, wollte sie wieder hoch, konnte sich aber aus eigener Kraft nicht hochhieven. Ich reichte ihr die noch freie Hand und zog sie hinauf und in die Wohnung rein. (Ich bin stark, ne? :grins: )

Jetzt wollten Xephyr und ich genauer herausfinden, was los war. Nein, eigentlich wollte wir wegfahren, um der Bedrohung zu entkommen, die gegen uns gerichtet war. Es war beides gleichzeitig. Ich fragte, ob wir denn Xephyrs Mutter solange alleine lassen konnten, aber Xephyr meinte, das sei kein Problem. Wenn sie allein war, dann kannte sie sehr genau ihre Grenzen und guckte nicht so weit aus dem Fenster. :blkrone:

Jetzt befanden wir uns in einem Kleinbus, Xephyr saß am Steuer. Ich fragte, ob er denn Sachen für uns gepackt hätte, Zelt, Schlafsäcke und Isomatten und sowas, aber wir mußten so schnell weg, daß keine Zeit geblieben war, etwas mitzunehmen. Ich überlegte noch, daß wir dann wohl in eine Pension gehen müssen, als wir schon am Ziel waren. Jetzt war ich plötzlich ein Mädchen und Xephyr hatte sich in meinen Vater verwandelt, er war jetzt eine Mischung aus beiden, sah zwar aus wie Papa, hatte aber die magischen Fähigkeiten von Xephyr. Meine Schwester war auch da, sie war im Traum vielleich so 13 oder 14 - ich demnach 11 oder 12. Wir befanden uns in einer Art Waschküche, dort gab es links hinten an der Wand ein kleines Waschbecken, an der Hinterwand befand sich manchmal eine Badewanne, manchmal eine Treppe in den Keller. Wir waren eigentlich schon im Keller, aber da ging es manchmal noch tiefer runter. Der Raum war insgesamt nicht besonders groß, ich glaube an der linken Wand weiter vorn stand die Waschmaschine. :lupe:

Jedenfalls ging Papa zum Waschbecken, daneben in der Ecke war ein Loch im Boden, das bis zum Rand mit Wasser gefüllt war. Das Wasser war sehr dunkel, man konnte nichts sehen. Papa und meine Schwester hatten sich die ganze Zeit gestritten, ob man denn nun Teile seines Egos abspalten solle oder nicht. :wirr: Jetzt sagte Papa: "Ich tauche ganz und gar in das Wasser ein, mit allem was ich bin." Er ließ sich in das Wasser gleiten und gab sich ihm ganz hin, versank und verschwand. :glubsch: Das Wasser wurde jetzt klar, man konnte bis auf den Grund sehen, der sich etwa drei oder vier Meter weiter unten befand. Dort lagen einige Schwerter und Gewehre. Meine Schwester wollte auch reintauchen. Ich fragte sie, ob sie auf den Grund tauchen wollte, um die Schwerter zu holen, oder ob sie Papa folgen wollte, der die ganze Zeit mit uns sprach - wir konnten ihn gut hören, aber nicht sehen, er war sozusagen in einer parallelen Dimension. Meine Schwester wollte dahin, wo er war, deswegen mußte sie sich auf die gleiche Weise dem Wasser hingeben. Das tat sie auch. :tauch:

Ich war also allein. Hinten an der Badewanne befand sich ein Seifenhalter, darin lagen Früchte. Ich aß davon und wußte im selben Moment, daß ich vom bösen Zauberer verzaubert war und ihm gehorchen mußte. Rechts von der Waschküche befand sich eine Treppe nach oben, dort kam jetzt der böse Zauberer herunter, in seiner Begleitung eine Frau, seine Kanzlerin und ausführende Kraft. Ich mußte mich vor dem Zauberer verneigen, konnte mich nicht dagegen wehren. Ich hatte Angst vor ihm. Seine Kanzlerin legte mir eine Eisenkette um den Fuß, die sie an dem Geländer der Kellertreppe hinten befestigte (also da, wo eben noch die Badewanne war). Sie wollte mich zwingen, ein paar Früchte zu essen, die sie mitgebracht hatte, sah dann aber, daß ich bereits die von der Badewanne gegessen hatte, und war zufrieden. Die beiden gingen die Treppe wieder hoch und verschwanden aus meinem Blickfeld. Ich blieb gefangen zurück. :sad:

Papa und meine Schwester kamen aus dem Wasser zurück und gingen zielstrebig an mir vorbei die Treppe hoch. Sie beachteten mich gar nicht und bemerkten nicht, daß ich gefangen war. Sie wollten direkt zum bösen Zauberer, wahrscheinlich, um ihn zu bekämpfen. :fecht: Hinter ihnen kam ein Drachen aus dem Wasserloch. Er war weiß mit silbernen Streifen auf den Schuppen. Er folgte den anderen beiden, ohne mich anzusehen. Als die drei auf der Treppe waren, sagte ich ganz leise: 'Hilfe'. Ich konnte nur flüstern, wußte aber, daß der Drachen mich hören würde. Und tatsächlich guckte er verschmitzt um die Ecke und grinste mich an. 'Hilfe' flüsterte ich wieder. Hinter mir kam aus der Wand, wo die Badewanne stand, eine riesige Schlange, sie war gelb und rot, neben ihrem rechten Auge stand 'Godgo', neben ihrem linken Auge 'Togo'. Die Schlange griff den Drachen an, der sich gar nicht wehrte. :glubsch: Ich rief (konnte wieder laut sprechen): "Kämpf!" Aber schon hatte die Schlange ihre Zähne in seine Seite gehauen und ließ nicht mehr los. Der Drachen blutete, wehrte sich aber weiterhin nicht, obwohl er genauso groß war wie die Schlange und riesige Reißzähne hatte. Hinten an der Wand hingen jetzt die Schwerter aus dem Wasserloch, die wohl irgendwie mit raufgekommen waren. Ich nahm ein Schwert und warf es dem Drachen zu. Er hob es und stieß damit in den Hals der Schlange, die tot umfiel und verschwand. Der Drachen blutete und war vergiftet, ich hatte Angst, daß er stirbt. :cry:

Ich war dann (im Traum) eingeschlafen und wieder aufgewacht, an die Flanke des Drachens gelehnt. Die Wunde war fast verheilt, der Drachen hatte auch geschlafen und erwachte gerade. Ich kraulte ihn, seine Schuppen waren ganz warm, und war total froh, daß er noch lebte. Er (eigentlich war es eine Sie) blinzelte mich lustig an und sagte: "Hast du gedacht, das Schlangengift könnte mir etwas anhaben? Ich bin selbstverständlich immun dagegen!" Dann bin ich mit einem total guten Gefühl aufgewacht. :sofa:

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Das Labyrinth des bösen Zauberers

Beitragvon oYo » So 25. Sep 2011, 15:50

Hallo Ihr alle,

vor etwa einer Woche hatte ich einen sehr eindrucksvollen Traum, der sich zwar in meine momentane persönliche Traumarbeit durch seine individuellen Trauminhalte einreiht, der aber gleichzeitig aus tiefen archetypischen Mustern schöpft... :opa:

Dem Traum ging ein anderer noch voran: Ich befand mich in dem Zimmer meines ersten Freundes T. Wir standen vor einem Fernseher, der auf dem Boden stand und schauten uns einen Videofilm an. Gerade ritt die Prinzessin in den Wald und traf dort einen geheimnisvollen jungen Mann. Sie folgte ihm durch einen Heckenbogen auf eine Wiese an einem Fluß. Dann fing der Film aber an zu krisseln, erst gingen solche Streifen über das Bild, dann konnte man für einige Sekunden gar nichts mehr sehen, dann ging der Film in einer anderen Szene normal weiter. Ich wollte natürlich wissen, was an dieser Stelle passiert war, und ließ den Film rückwärts laufen. Komischerweise war beim Rückwärtslauf keine Störung zu sehen, aber ich hatte nicht auf den Inhalt geachtet und deswegen nicht gesehen, was passiert war. Als ich wieder auf Start drückte, war ich viel zu weit vorne im Flim. Jetzt spulte ich vor und zurück, mal indem man den Film währenddessen sehen konnte, mal im Schnellspullauf, also so, daß man den Film nicht sehen konnte. Aber ich fand die Stelle mit dem Heckenbogen nicht mehr. :schimpf:

Ich sah einzelne spätere Szenen, wo die Prinzessin sich mit dem inzwischen vertrauten jungen Pan traf, wie sie sich liebten usw. Irgendwann funktionierte dann die Fernbedienung nicht mehr richtig. Die Knöpfe tauschten unerlaubterweise ihre Plätze und taten nicht mehr das, was sie eigentlich sollten. Darum spulte der Film eine Weile sogar wahllos hin und her, weil die Knöpfe eben machten, was sie wollten. T. gab mir dann eine andere, einfachere Fernbedienung. Mit der wollte ich nochmal im Schnellauf ganz an den Anfang des Films spulen. Aber der Motor der Schnellaufs streikte nach wenigen Sekunden. Ich konnte den Film nur noch so zurückspulen, daß ich ihn mir gleichzeitig ansehen konnte. In einer Szene liefen ein paar Leute vorwärts eine Straße entlang der Kamera entgegen, erst als nur noch die letzten zwei oder drei Leute der Gruppe im Bild waren, drehten sie sich sehr plötzlich und fast mechanisch gleichzeitig um und liefen rückwärts. Ich überlegte mir, daß in der Szene, wenn man sie richtig herum anschauen würde, die Leute also plötzlich rückwärts liefen, und fragte mich, was das denn bedeuten könnte. :hmm:

Dann bin ich kurz aufgewacht und gleich wieder eingeschlafen. Ich denke, der folgende Traum bezog sich auf die Stelle im Film, die ich mir nicht hatte angucken können. :lupe:

Ich ging mit meiner Schwester einen Hügel hinab. Ich war vielleicht so 12 Jahre alt, meine Schwester also 14. Ich hatte einen Sack mit Müll dabei, den ich in die Mülltonne werfen wollte. Wir gingen über eine kleine Brücke, die über einen schmalen Fluß führte, und befanden uns in einem anderen Land. Dort standen Müllcontainer. Ich hatte vergessen, den Müll in unsere eigenen Tonnen zu werfen, also warf ich ihn in den entsprechenden Container, ich glaube, es war Bioabfall. (Mülltrennung im Traum, das hatte ich auch noch nie! :piep: ) Als ich den Deckel des Containers schloß, verbog der sich, als wolle er zeigen, daß ihm mein Müll nicht schmeckt. :glubsch: Ich besänftigte ihn, indem ich mit meinen Händen magische Kraft über ihn streichelte, sein Deckel glättete sich auch. Aber als ich meine Hände wieder herunternahm, verzog er sich wieder. So ging das Spiel zwei- oder dreimal, dann gab ich auf und ließ den Deckel verzogen. :grmpf:

Meine Schwester war derweil schon weitergegangen und um eine Straßenecke verschwunden. Ein kleines Mädchen kam mir entgegengehüpft und sagte mir, es würde mir dieses Land zeigen. Wir nahmen uns bei der Hand und bogen links in die nächste Straße. Gerade konnte ich noch sehen, wie meine Schwester - ebenfalls mit einem kleinen Mädchen an der Hand - wieder links um eine Ecke bog. Beide trugen ein orangenes Cape und eine orangene Haube. Ich überlegte kurz, ob ich ihnen folgen sollte, aber meine kleine Führerin bedeutete mir, daß wir einen anderen Weg gehen würden. Wir gingen also geradeaus weiter. Auf der Straße befanden sich jetzt sehr viele jugendliche Mädchen. Sie trugen alle eine orangene Haube. Mir wurde klar, daß ich ohne Haube hier gar nicht gehen durfte, es entsprach nicht den Regeln. Sollte ich entdeckt werden, würde das unangenehme Konsequenzen haben. Plötzlich stand da eine junge Frau vor mir, vielleicht 17 Jahre alt. Sie trug eine weiße Haube, wandte mir ihr Gesicht zu und sagte: "Du kannst meine Haube haben. Mir kann niemand hier etwas tun." Sie war wunderschön und sehr souverän. Ich wußte, sie war nicht aus diesem Land, kannte sich aber sehr gut aus. Vielleicht konnten die anderen sie sogar nicht sehen, das weiß ich aber nicht. Jedenfalls nahm ich ihre weiße Haube und setzte sie auf.

Das kleine Mädchen führte mich die Straße entlang. Sie erzählte mir, daß jeder hier etwas Bestimmtes essen müsse. Wenn man es nicht ißt, dann muß man sehr schnell sterben, wenn man es ißt, verkürzt es aber auch die Lebensjahre. Außerdem macht es süchtig. Sie erzählte mir ganz stolz, daß sie jeden Tag nur ganz wenig davon brauchte, so würde sie wahrscheinlich etwas länger leben als die anderen hier, die doch recht viel davon aßen. Derweil kamen wir in eine trockene Ebene vor einer dunkelgrau-schwarzen Stadt mit einer Stadtmauer drumrum. Ich sagte dem Mädchen, daß ich nichts von dem Zeug esse und trotzdem lebe, daß man also ganz bestimmt nicht stirbt, wenn man davon ißt. Sie wollte mir das nicht glauben. :glubsch: Aber ich sagte ihr: "Ich weiß, daß du Zweifel bekommst, in zwei Wochen wirst du erkennen, daß ich recht habe. An diesem Tag wird die Stadt in großem Aufruhr sein und vor der Stadt werden sich die Räte versammeln und über die Unruhen sprechen." :dozier:

Jetzt standen wir unter einem schwarzen Baum ohne Laub. Jemand sagte, ich hätte ihm seinen Traum so toll gedeutet. Viele Leute strömten herbei und fragten mich, ob ich ihre Träume deuten könnte. Wir waren bettelarm und würden Geld für die Stadt benötigen, deswegen fragte ich das Mädchen, wieviel ich für eine Deutung nehmen könnte. Sie sagte, etwa 10-14 Taler. Ich rief zu den Leuten: "Das kostet 5 Taler, oder sollte ich es doch mit 2,6 malnehmen?" Eigentlich wollte ich einen Witz machen, denn die Räte der Stadt machten das mit den Steuern immer so, daß sie erst eine niedrige Zahl nannten und sie dann multiplizierten. Aber die Leute hier, allesamt traurige, graue Gestalten, fanden das nicht lustig. Die meisten entfernten sich schnell wieder, aber einige blieben. Einer kam zu mir, gab mir 10 Taler und wollte, daß ich seinen Traum deute. Aber er konnte sich an keinen Traum erinnern. Ich sollte das Geld behalten, sobald er einen Traum träumte, wollte er ihn mir erzählen. Da die anderen Leute gleichzeitig vordrängten, aber einen Abstand von etwa 2-3 Metern zu mir hielten, wußte ich nicht, wem ich als nächstes einen Traum deuten sollte. Also schloß ich die Augen, streckte meinen Arm aus und sagte: "Der, den ich als erstes berühre, bekommt als nächstes eine Deutung." :trippel:

Fortsetzung folgt ...
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Das Labyrinth des bösen Zauberers Teil II

Beitragvon oYo » Fr 7. Okt 2011, 16:24

... Jetzt sah ich die Szene von außen, ich war jetzt ein junger Mann, der mit geschlossenen Augen und ausgestrecktem Arm losging. Obwohl er auf die Leute zuging, veränderte sich die Landschaft so, daß er plötzlich auf eine Hecke zuging (ich vermute, daß er in den Traum von demjenigen, den er berührt hätte, bereits hineinging). Er ging durch einen schmalen Durchgang der Hecke, der sich hinter ihm schloß, und befand sich in einem großen Gartenlabyrinth. Drinnen erwartete ihn die Prinzessin, die ihr ganzes Leben schon im Labyrinth des bösen Zauberers gefangen war. Er berührte sie, öffnete die Augen und war natürlich sofort in sie verliebt. :mm:

Da der Zauberer und Vater der Prinzessin die absolute Herrschaft über den Garten hatte, konnte er nach seinem Belieben Durchgänge in den Hecken, Mauern, dichten Baumbeständen und Blumenbeeten öffenen und schließen. Wer einmal drin war im Labyrinth, war für immer darin gefangen. Der junge Mann war ein sehr geschickter Kletterer, innerhalb von nur zwei Wochen erforschte er das gesamte Labyrinth in seiner Ausdehung in die Breite, Höhe und Tiefe, er kletterte sogar außen an einem riesigen Parkhaus hoch, nur um zu sehen, ob dort vielleicht eine Lücke im System des Zauberers sei. So kannte sich der junge Mann bald schon fast besser im Labyrinth aus als die Prinzessin selbst, wesentlich besser jedenfalls als die zahlreichen Bediensteten und Versklavten, die graugesichtig und gequält penibelst den Anweisungen des Zauberers Folge leisteten. :peitsch:

Drinnen in den dunklen, hohen Hallen des Schlosses stellten sich die drei Uralten vor der Tribüne des Zauberers auf, um das Los zu werfen. Rechts von der Tribüne befand sich eine riesige Statue, eigentlich nur der steinerne Kopf einer Statue, der bis zur Decke reichte und hellgraugrün und bedrohlich schimmerte. Die Tribüne selbst blieb leer, denn der Zauberer schlief schon seit langer Zeit. Die drei Uralten waren etwa 1,20 m groß, hatten sehr gedrungene Körper und einen großen Kopf, der sich fast ohne Hals auf die Schultern drängte. Sie trugen merkwürdige Anzüge, die mich an Steampunk erinnerten, vorne auf der Brust befand sich eine große Anzeige in einem Gehäuse wie von einer Wasseruhr. Die Anzeige zeigte eine Zahl. Die Uralten hatten nur ein einziges Auge auf der Stirn, das von einer Steampunkbrille geschützt wurde. Sie warfen also das Los auf die Tribüne und jeder sagte seinen Orakelspruch. Dann drehten zwei von ihnen an einem derben Schalter unterhalb der Anzeige, die Zahl sprang weiter und verringerte sich um eins. Bei dem dritten stand eine 1 auf der Anzeige. Nun war es so, daß ein Uralter sterben mußte, sollte er seine Zahl nicht weiterdrehen. Doch wenn er auf 0 runter war, dann mußte er ebenso sterben. Der Uralte war nicht in der Lage, seinen Schalter zu drehen, gelähmt von der Angst vor dem sicheren Tod, den er schon seit dem ersten Herunterzählen der Zahl auf seiner Brust fürchtete. Jemand sprang vor und drehte den Schlater energisch, denn für ihn war der Tod bedrohlicher, der aus dem Nichtgehorsam entstammte. Die Zahl sprang auf 0, der Kopf des Uralten zerplatze innerlich und Blut floß ihm aus dem Auge und den Ohren (was ich zwar wußte, mir aber nicht mehr anguckte, weil es mich zusehr bedrohte). :oschreck:

Bei dem Loswurf der Uralten waren einige Leute zugegen, unter anderem auch eine ältere Frau mit blonden Locken. Sie war sehr aufgeregt und als der Uralte sich weigerte, seine Zahl weiterzudrehen, sagte sie erschrocken: "Jetzt tu es doch, sonst wacht der Zauberer noch auf!" Immer wieder schaute sie besorgt zum Statuenkopf hinüber. Als der Uralte gestorben war, öffneten sich tatsächlich die Augen der Statue - der Zauberer war erwacht und zornig. Erst starrten die Augen mit einem steinernen Blick, dann sah man in einem der Augen das Gesicht des Zauberers, er war hellgrau gekleidet, hatte graue Haare und ein fahles, langweiliges Aussehen, aber eine Ausstrahlung von Macht und berechnender Grausamkeit. Ich konnte spüren, daß alle Angst vor ihm hatten. :hide:

Jetzt befand ich mich plötzlich in einer sehr dunklen Halle. Ich war die Prinzessin. Der junge Mann kannte sich inzwischen so gut aus im Labyrinth, daß er in Windeseile auftauchen und wieder verschwinden konnte. Jetzt kam er auf Inline Skates herangerast, machte einen großen Bogen durch die ganze Halle und kam hinter mir zum Halt. Sanft strich er über meine nackte Schulter und rieb ein nach Nanaminze duftendes Öl ein. Der Duft war sinnlich, frisch und trancig. Ich sank in seine Arme, er hob mich hoch und trug mich hinaus... :wirbel:

Dann war ich wieder in einer dunklen Halle, ich saß an einem langen Tisch, mein erster Partner T. rechts an meiner Seite, ein anderer Freund A. mir schräg gegenüber. A. wirkte traurig, ich beugte mich vor, berührte seine Wange und sagte irgendetwas Tröstendes. Als ich mich zurücklehnte, saß T. plötzlich weiter hinten auf einer anderen Bank. Neben mir lag ein Stapel sauberer, gefalteter Handtücher. Ich wußte, daß jetzt der Zauberer sein Spiel mit mir begann. Ich forderte T. an meine Seite zurück, aber stattdessen gab es jetzt A. viermal und immer, wenn ich mich irgendwohin drehte, konnte ich einen von ihnen sehen. Ich besann mich, daß ich sowieso nicht mehr mit T. zusammen war. Ich wollte, daß Xephyr an meiner Seite saß, und rief seinen Namen. Immer wieder rief ich ihn und stellt ihn mir bildlich vor in der Hoffnung, ihn so herbeizaubern zu können. :zauber:

Der Zauberer versetzte mich daraufhin in einen Raum, der Fenster hatte. Draußen konnte man einen grauen Tag über dem Garten sehen. Mir gegenüber saß der Zauberer, rechts hinter mit die Frau mit den blonden Locken. Ich verlangte jetzt vom Zauberer, daß er mir Xephyr bringen solle. Ein Mann kam zur Tür herein, der es angeblich sein sollte, aber er war ein ganz anderer. Der Zauberer drohte mir jetzt auch: "Wenn du mir nicht gehorchst, dann tue ich dir etwas an. Oder deinem Xephyr, falls dir das mehr Angst macht!" Ich war verzweifelt und fühlte mich in diesem Moment sehr machtlos. Ich wollte den Raum verlassen, aber die Türen verschlossen sich alle vor mir. Links hinter dem Zauberer befand sich aber eine Stelle in der Wand, die aussah, als sei dort eine Tür zugemauert worden. Ich ging durch die Wand hindurch nach draußen. Dort traf ich ein paar graue Gestalten, Diener des Zauberers, die ihren Lebenswillen schon lange aufgegeben hatten. Ich fragte sie, was ich tun solle. Sie antworteten: "Am besten du gehorchst, denn er macht seine Drohungen wahr." :peitsche:

Also ging ich wieder hinein und sagte zum Zauberer: "Also gut, was soll ich tun?" Ich war jetzt wieder der junge Mann und konnte sehen, daß hinter der Wand rechts von mir an der Eingangstür die Prinzessin stand und zuhörte. Obwohl da ja eine Wand war, konnten wir uns anschauen, sie sah sehr traurig aus und wußte offensichtlich auch keinen Rat. Der Zauberer sagte, ich solle ihm nachsingen: "do-re-mi-fa-vu-la-su-do", die Tonleiter nach oben. Mit unsicherer Stimme sang ich ihm nach. Ich fühlte, daß ich jetzt ein kleines Kind war. Dann sollte ich die Tonleiter rückwärts wieder runtersingen, aber das gelang mir nicht. Der Zauberer sang eine Melodie, sie war rhythmisch, aber nicht sonderlich kompliziert, trotzdem konnte ich sie mir nicht merken. Die Frau sagte: "Aber du kennst doch das Lied, das wurde dir doch in Kindertagen immer vorgesungen. Kannst du dich nicht erinnern? Erinnere dich an das Lied!" Mir wurde klar, daß sie meine Vergangenheit ändern wollten. Denn ich kannte das Lied wirklich nicht, sollte mir das aber einreden lassen, bis ich glaubte, ich wäre schon immer im Labyrinth gewesen... :grmpf:

An dieser Stelle bin ich aufgewacht, wahrscheinlich zu verzweifelt und machtlos, um noch etwas ausrichten zu können...

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