oYos Träume

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Re: oYos Träume

Beitragvon oYo » Mi 25. Apr 2012, 17:34

Hallo liebe Träumer,

durch unsere Traumexpedition bin ich gar nicht mehr dazu gekommen, hier meine Träume zu erzählen. Heut habe ich endlich wieder einen Traum, den ich gerne erzählen möchte. :grins:

Ich befand mich in einem großen, schrägen Hörsaal. Wir hatten gerade einen älteren Film geguckt mit Dean Martin, so eine Liebestragikomödie mit gutem Ausgang, eher spießig. Ich war irgendwie Experte für Regie und sollte nun ein Urteil über die Regie dieses Films abgeben. Ich hatte aber nicht das Gefühl, mich mit Regie wirklich auszukennen. Naja, ich sagte dann etwas wie: das ist ja alte Regieführung und mit der heutigen nicht vergleichbar. Ich fänd sie nicht so gut, aber man könne das ja aus heutiger Sicht nicht aburteilen, denn früher wäre die Regie dieses Films eher im oberen Mittelfeld anzusiedeln.

Jetzt verließ ich mit Xephyr das Haus. Die Sonne schien. Jemand trat an uns heran, er trug Tropenkleidung mit einem Tropenschlapphut, alles in Kaki. Er ähnelte Dean Martin tatsächlich ein bißchen, war aber wesentlich sympathischer und im Körperbau und im Gesicht weicher, glatter und freundlicher. Trotzdem ein typischer Tropenforscher, wie man ihn sich zu der damaligen Zeit filmisch vorgestellt hätte. Es war auch wirklich heiß draußen, rechts von uns war das Gebäude, vor uns erstreckte sich eine heiße, ziemlich öde Ebene, weiter hinten ein Gebirge, in dem es vermutlich wesentlich grüner war. Der Tropenforscher gab Xephyr ein wunderschönes, nagelneues weißes Fahrrad, eher klein, einem Klappfahrrad ähnlich, aber es war motorisiert, auch wenn man keinen Motor sah oder hörte. Xephyr war im Traum auch eher erschöpft und müde, brauchte aber ein bißchen Bewegung, damit es ihm besser ging. Der Tropenforscher versprach, daß das Fahrrad genau das Richtige wäre, einerseits nicht zu anstrengend, andererseits herausfordernd genug (man mußte schon noch treten, um fahren zu können), um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Xephyr fuhr damit umher und hatte sichtlich Spaß, grinste breit und fühlte sich tatsächlich von Sekunde zu Sekunde besser. Ich setzte mich derweil mit dem Tropenforscher auf die Verandastufe und genoß die Sonne auf meiner Haut.

Dann zeigte er uns eine Höhle. Wir standen zuerst in einer großen Höhle, vom Eingang her flutete Licht herein. Sie war wunderschön, trocken und warm. Die Felswände schimmerten beige und hellblau, was ein fantastisches Licht ergab. Dann gingen wir tiefer hinein, sie wurde mehr zu einem weiträumigen Gang. Wir kamen an einer Art Holzzaun vorbei, hinter uns schloß der Tropenforscher eine Holztür. Vor der Holztür, also von wo wir gekommen waren, wurden jetzt kleine Holzpfeile von rechts nach links geschossen (von uns aus gesehen), offensichtlich, damit niemand mehr an die Tür drankam. Xephyr fragte, wie lange das denn funktionieren solle, die Pfeile seien doch sicherlich begrenzt. Der Tropenforscher (im Folgenden Tf genannt) war sich sicher, daß sie lange genug reichen würden, bis wir wieder draußen waren. Der Gang wurde jetzt viel schmaler und es ging jetzt in einem Linksbogen bergauf. Der Tf fragte mich, wie lange ich denn noch könnte? Ich antwortete, daß ich in der Regel spätestens um ein Uhr nachts ins Bett gehe, danach wär ich schon arg müde, das wären jetzt also noch zwei Stunden. Er antwortet in einem eher großspurigen Ton, daß er immer bis 5 Uhr aufbliebe, ich müsse also damit rechnen, daß ich mich anstrengen müsse, solange ich mit ihm durch die Höhle ginge. Zwei Stunden würden auch gar nicht reichen, um den ganzen Weg zurückzugehen, da wir ja jetzt noch auf dem Weg hinein wären. Naja, es machte mir ja auch nichts aus, mal etwas länger aufzubleiben.

Neben mir auf Schulterhöhe saß plötzlich ein Wesen, das aussah wie eine etwa 1 m große, schwarze Frau, sehr geschmeidig, ohne Haare. Sie begrüßte mich sehr höflich und fragte mich nach meinem Namen. Da ich dachte, das sei eine weitere Abwehrmaßnahme des Tf, so wie die Pfeile am Tor, ignorierte ich sie und ging weiter die Felsstufen hinauf. Aber sie blieb neben mir, konnte sich in der Höhle offensichtlich leicht, schnell und lautlos bewegen. Sie sprach mich nochmal an. Ich drehte mich kurz zu ihr hin und sagte, daß ich mit ihr nichts zu tun haben will, ärgerte mich auch, daß der Tf vor mir nichts zu all dem gesagt hatte, sondern einfach weiter ging. Sie wurde wütend und hauchte ein kleines Dampfwölkchen aus, das meine Atemluft verpestete. Ich fragte mich, ob ich jetzt ohnmächtig werden würde. Der Tf drehte sich endlich um und sagte zu mir: "Das war ein Fehler. Sie ist ein magisches Wesen der nordischen Magie. Und nordische Magie erfordert Freundlichkeit." "Kann ich doch nicht wissen", sagte ich und war noch saurer auf ihn.

Schließlich kam das letzte Stück des Wegs, offensichtlich würden wir doch nicht den Weg durch die Höhle zurückgehen, denn ich konnte weit hinten schon das Tageslicht hereinleuchten sehen. Um dorthin zu kommen, mußten wir aber durch eine sehr breite, aber extrem niedrige Höhle kriechen. Man mußte auf dem Bauch robben und konnte gerade so den Kopf heben, ohne Gefahr zu laufen oben anzustoßen. Die anderen beiden waren vor mir. Hier lag extrem viel Staub, der mit jeder Bewegung weiter aufgewirbelt wurde. Ich machte eine heftige Bewegung und befand mich plötzlich in einer so dichten Staubwolke, daß es mir kurz die Atemluft raubte. Ich fragte mich, ob das jetzt die verpestete Luft sei, die ich von dem nordischmagischen Wesen hingehaucht bekommen hatte. Dann wachte ich auf.

So long, oYo :wave:
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Re: oYos Träume

Beitragvon oYo » Mi 9. Mai 2012, 17:37

Hallo,

wieder mal ein Traum von mir. :-)

Xephyr und ich streunten über einen Spielplatz, auf dem viele Kinder und Erwachsene unterwegs waren. Dort stand ein merkwürdiges Gestell aus Eisen, schwarz lackiert. Es bestand aus vier flachen, gebogenen Metallstangen (etwa 4 cm breit und 80 cm lang), die oben mit einer großen Schraube mit Mutter zusammengehalten wurden und nach unten bogenförmig auseinander gingen. Es erinnerte mich im Traum an einen stilisierten Kraken oder Spinne, eben nur mit 4 Beinen und ohne richtigen Kopf oder Körper. Dieses Gestell war eigentlich ein Kind und die Leute sagten, es sei sehr leicht zerbrechlich und nicht belastbar. Deswegen wurde es auch immer, wenn es sich bewegen und spielen wollte, festgehalten, aus Angst, daß einer der "Arme" abbrechen könnte. :glubsch:

Xephyr und ich setzten uns auf zwei Schaukeln und schaukelten, so hoch wir konnten. (Danke Terrane, daß Du Schaukeln aufgestellt hast! :ok: ) Das Kind/Eisengestell kam sehr vorsichtig an die Seite der Schaukel und guckte zu. Dann verwandelte es sich in ein richtiges Kind, ein kleines Mädchen, vielleicht so 3 oder 4 Jahre alt. Wir hörten kurz auf zu schaukeln und fragten, ob es mitschaukeln wolle. Das Mädchen nickte und zeigte auf mich. Ich öffnete meine Arme und half der Kleinen auf meinen Schoß. Erst saß sie eher auf meinen schräg nach unten hängenden Beinen, darum zog ich sie noch ein Stück höher, bis sie in meinem Hüftknick sicher zu sitzen kam. Ich zeigte ihr, wie sie sich festhalten soll, und sagte: "Du mußt dich aber alleine festhalten, denn ich brauch meine Hände, um mich selbst festzuhalten." Dann gaben wir Schwung und diesmal hatte ich ein Kribbeln im Bauch, als ob wir in einer Riesenschiffschaukel sitzen würden. :wirbel:

Als wir genug hatten, standen wir auf und gingen ein paar Schritte. Die Kleine rannte jetzt zu Xephyr und umarmte vertrauensvoll sein Bein. Ich hatte plötzlich eine Erinnerung an einen Traum, den ich (angeblich) kurz vorher geträumt hatte. In diesem Traum war uns ein etwa 9-jähriges Mädchen begegnet, das sich schüchtern an mich gekuschelt hatte. Ich erkannte jetzt darin dasselbe Mädchen, nur eben älter. Darum sagte ich zu der Kleinen: "Ach deswegen hast du uns später vertraut, ich hab mich schon gewundert, denn du warst uns ja noch fremd." Das Mädchen antwortete: "Nein, so war es eigentlich nicht. Damals (mit 9 Jahren) hatte ich gar niemanden, dem ich vertraute. Ihr schient mir halbwegs vertrauenswürdig, aber eigentlich hatte ich große Angst und habe auch mir selbst gegenüber nur so getan, als würde ich euch vertrauen." :hide:

Szenenwechsel - Xephyr war schon ein Stück vorausgegangen, hatte sich hingesetzt und Obst kleingeschnitten und in ein Schälchen getan. Es war früher Morgen, die Sonne schien in einem hellen, goldenen Licht, es war Frühstücksstimmung. Wir befanden uns draußen, auf der rechten Seite war aber eine Schräge mit Sitzreihen wie in einem Hörsaal in einer Uni. Unten vor der vordersten Sitzreihe war eine gemütliche Bank, dann ein Tisch, an dem auf der anderen Seite auf einem Stuhl Xephyr saß. Das Mädchen sah die Schüssel Obst (hauptsächlich Orangen, aber auch Apfel- und Bananenstücke), stürmte mit einem freudigen Quietschlaut darauf zu, griff mit beiden Händen hinein und stopfte sich das Obst heißhungrig in den Mund. Ich setzte mich dazu, Xephyr gab mir eine geschälte Orange, die ich zerteilte und genüßlich aß. Sie war unglaublich süß und saftig. Als ich die Hälfte gegessen hatte, fragte ich Xephyr, ob er auch etwas davon wolle, denn er guckte nur grinsend zu, aber er lehnte dankend ab. Das Mädchen saß inzwischen in einem Kinderstuhl und war jetzt vielleicht nur noch 2 Jahre alt. Es sah jetzt auch eher aus wie ein Junge, ein bißchen wie der älteste Sohn meiner Schwester in dem Alter. Er war im Stuhl zufrieden und erschöpft eingeschlafen, der Mund und die Finger vom Obst klebrig. In der rechten Hand hielt er eine silberne Kuchengabel. Die war allerdings noch sauber, mit ihr hatte er wohl einfach nur gespielt. :papa:

oYo :mond:
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Re: oYos Träume

Beitragvon JeanneDarc » Mi 9. Mai 2012, 17:53

Hmm.

schwierig - zuumal dieses Maedchen mich doch seeehr an mich selbst erinnert. Und im anderen Forum wurde ich ja schon heftigst kritisiert weil ich angeblich meine eigene Gefühls und Gedankenwelt zu sehr in meine Deutungen mit einfliessen lassen habe. - Dennoch finde ich es interessant, und vielleicht bin das Maedchen ja doch auch ich - zumal wir ja doch einen -für mich -sehr intensiven und recht vertrauensvollen Umgang haben. Was allerdings dagegen spricht ist das umarmen von Xephyrs Bein - denn vor Maennern hab ich prinzipiell erst mal Angst und viel mehr Misstrauen als notwendig.

Nun - wenn dieser Traum sich nicht auf mich und meine Beitraege und Diskussionen mit Dir und Xephyr bezieht dann würde ich aber doch sagen solltest Du Dich mal umschauen ob es in Deinem Umfeld jemanden gibt der "Kind geblieben" ist...

Gerade kommt mir noch eine Idee - vielleicht bin das Maedchen von dem Du traeumtest nicht ich, sondern vielleicht ist das auch ein "Kind gebliebener" Anteil von Dir - (dann würde ja auch wieder die Umarmung von Xephyrs Bein passen)
und vielleicht hat mein kleines "Maedchen-ich" deines ein bisschen "wachgekitzelt" und will nun auch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Weil -dieser Kindanteil von Dir - hat vielleicht gemerkt dass ich meinem sehr viel Raum gebe (auf Anraten meiner Aerztin) und ist nun sowas wie neidisch....vielleicht ist es auch mal Dein Kindanteil und mal meiner - oder auch der von jemand ganz anderem...:Tatsache ist dass mein Kindanteil irgendwas zwischen 4 und 7 Jahre alt ist...genauer könnens meine Aerztin und ich (bisher) nicht eingrenzen

Nur so eine meiner manchmal etwas abstrusen Ideen - aber wenn sie zum nachdenken anregen hab ich mein Ziel schon erreicht ;)

Gruss
JeanneDarc
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Re: oYos Träume

Beitragvon oYo » Mi 9. Mai 2012, 18:37

Hallo JeanneDarc,

vielen Dank für Deine Ideen. :blume: Ich sehe das Mädchen tatsächlich als einen kindlichen Anteil von mir, da stimme ich Dir zu. :ok: Aber das wurde sicherlich nicht von Dir wachgekitzelt. :nope: :lach: Wie Xephyr schon des öfteren schrieb, ist es völlig normal, daß man von inneren kindlichen Anteilen träumt. Ich tue dies genauso wie jeder andere Mensch auch. Und diese Kinder können jedes Alter haben, je nachdem, um welche assoziierte Erfahrung aus der Kindheit es geht. :ja:

Da ich momentan noch dazu intensive Traumarbeit mache und mich dabei mit meinem gesamten Leben beschäftige, tauchen immer wieder Anteile auf, die ängstlich, leidvoll, wütend, aggressiv, gierig, schmierig, gefühlskalt, müde, traurig, grausam, rachsüchtig, was auch immer sind. Alle ihre Probleme wollen gelöst sein, und genau das tun meine Träume momentan. Ziemlich anstrengend, aber für mich total spannend. :trippel:

Lieben Gruß und nochmal dankeschön, oYo :wave:
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Re: oYos Träume

Beitragvon JeanneDarc » Mi 9. Mai 2012, 18:54

Hallöchen,

na dann war das doch gar nicht soooooooooooooooooooo verkehrt.....ich dachte halt es könnte sein dass mein "Kindanteil" das wachgekitzelt hat - aber wenn Du diesen Anteil vorher schon kanntest is das ja auch gut und ok. Dann wars ja nur teilfalsch was ich dachte. Und da hab ich dann vielleicht doch ein kleines bisschen zuviel von mir selbst eingebracht - was in diesem Fall aber einfach daran lag dass Dein Kindanteil von dem Du traeumtest mich an meinen "lebenden" Kindanteil erinnert...ich glaub die 2 maedels haetten viel spass miteinander ;)
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Re: oYos Träume

Beitragvon oYo » Do 10. Mai 2012, 16:23

Huhu JeanneDarc,

JeanneDarc hat geschrieben: was in diesem Fall aber einfach daran lag dass Dein Kindanteil von dem Du traeumtest mich an meinen "lebenden" Kindanteil erinnert...ich glaub die 2 maedels haetten viel spass miteinander ;)


*hihi* süße Vorstellung... :love:

oYo
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Re: oYos Träume

Beitragvon JeanneDarc » Do 10. Mai 2012, 16:57

Hehe - ja - wobei es eigentllich kein Wunder ist dass ich auf diese Idee gekommen bin, da ich ja --sagen wir mal ein besonderes Verhaeltnis ---zu meinem Kindanteil habe.
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Dämon oder Engel - das ist hier die Frage

Beitragvon oYo » Mo 13. Mai 2013, 13:50

Hallo Leute,

uff, ich hab ja schon richtig lang hier keinen Traum mehr gepostet. Ist mir gar nicht aufgefallen. :glubsch: Im Dämonenforum gibt es einen Thread mit der Frage, was eigentlich Dämonen sind. Obwohl ich für mich das Thema schon lange beantwortet habe, haben sich meine Träume inspiriert gefühlt, davon zu träumen. :mond:

Ich schwebte über eine feuchte Wiese, neugierig, in was für eine Landschaft ich mich befinde und wohin sie mich führen würde. Bald kam ich an einen kleinen Fluß, der mit Büschen und Bäumen zugewachsen war. Daneben verlief ein Pfad, dem ich folgte. Er war ganz weich, vor allem mit Moos, aber auch mit Gras bewachsen. Ein paar Leute waren heute schon hier entlang gegangen, denn das Gras war niedergetreten. Ich dachte bei mir, daß nicht zu viele Leute hier entlang gehen sollten, sonst würden Gras und Moos mit der Zeit verschwinden. Außerdem überlegte ich mir, daß es sich bestimmt schön anfühlte, mit nackten Füßen hier entlang zu gehen. Aber ich schwebte ja und konnte den Boden deswegen nicht spüren.

Dann hörte ich eine wunderschöne Stimme, die irgendwo vor mir ein Lied sang. Dem Klang der Stimme nach zu urteilen erwartete ich eine golden leuchtende Frauengestalt, eine Bachnymphe vielleicht. Vor mir öffnete sich nach links der Blick auf eine winzige Bucht aus mittelbraunem, etwas gröberen Sand. Der Fluß war hier etwas breiter und niedriger und glitzerte in der Sonne. Ich schaute mich suchend um, aber die singende Frau fand ich nicht. Ich lauschte und folgte der Klangspur, an der Bucht vorbei, um einen winzigen Hügel herum und ein kleines Stück weg vom Fluß. Dann sah ich den Sänger: es war ein Junge, vielleicht 9 Jahre alt, der mit einer sehr hellen Stimme das Lied sang. Kein Naturwesen, sondern ein Mensch. Mein erster Eindruck war, daß er dort stand und sang, aber als ich genauer hinsah, erkannte ich, daß er gar nicht sang, sondern sehr konzentriert Golf spielte. Gerade trat er einen Schritt zurück, weil jetzt sein Vater dran war. Die Golfbälle waren gar keine Bälle, sondern kleine Figuren, Abbilder von Vater und Sohn. Der Vater verhöhnte seinen Sohn, daß er nicht gut spielen könne, schlug mit seinem Schläger der Sohnfigur den Kopf ab und klebte seinen Kopf darauf. Dann spielte er ganz normal seine eigene Figur in die nähe des Lochs mit dem Fähnchen und verspottete nochmal seinen Sohn, daß er das Loch nie und nimmer würde treffen können. Ich ärgerte mich über den Vater. :schimpf: Und da ich den Sohn mochte, beschloß ich ihm zu helfen. Ich schwebte hinter ihn und gab ihm ein Gefühl dafür, wie er den Schläger halten und schwingen mußte, und schon landete seine Figur im Loch - er hatte mit einem Schlag gewonnen! :bravo:

Ich freute mich riesig darüber, natürlich auch über das blöde Gesicht des Vaters. :lach: Aber der Junge freute sich nicht, sondern es gruselte ihn vor mir. :schreck: :sad: Wir befanden uns plötzlich in einem Raum, der mich an die sogenannten Baracken meines Gymnasiums erinnerte, das waren vier Klassenräume, die in einem kleinen Extragebäude auf dem Schulhof gebaut worden waren, als die Schule die Schülerzahl nicht mehr fassen konnte. Es sind Flachbauten, die immer furchtbar ungemütlich auf mich wirkten, obwohl ich es mochte, direkt auf den Schulhof gucken zu können. Hier jedenfalls rief der Vater die Priester der Illuminaten zusammen, zu denen er gehörte. :zwins: Sie spielten Darts, der Sieger durfte den Dämon austreiben, von dem sein Sohn angeblich besessen war. Natürlich saß ich nicht auf oder in seinem Sohn, man konnte mich also nicht austreiben, aber ich ärgerte mich über diese aggressiven Typen, die offensichtlich von nichts eine Ahnung hatten. Dann kam meine Mutter herein, schaute mich an, sagte: "Für mich warst du immer Jesus!" und ging weiter. Darüber ärgerte ich mich ebenso, ich war kein Jesus, kein guter Engel, kein böser Dämon! Ich war ich, und ich war ziemlich wütend, traurig und enttäuscht. :hae: :sad:

oYo :narr:
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Chaos, das magische Kaugummi

Beitragvon oYo » Sa 22. Feb 2014, 19:06

(Traum vom Mittwoch, 19.2.2014)

Ich trug einen Pullover, den ich momentan tagsüber trage. Er ist mit künstlichem Fell besetzt und sehr verspielt, vorne hat er eine Knopfreihe, man kann ihn also von oben bis unten aufknöpfen. Im Traum war er offen, darunter trug ich nichts. Ich zog die Seiten des Pullovers auseinander und sagte zu ein paar Leuten, die mit mir im selben Raum waren: "Also gut, ich bin jetzt bereit! Ich will jetzt die Erde unter die Brust!" Die Erde, das war vom Gefühl her beides: zum Einen ein Handvoll dunkle, schwere, feuchte Erde, zum Anderen ein Stück sehr feuchter, dunkelroter und brauner Kuchen. Ich wollte, daß mir jemand diese 'Erde' unter die rechte Brust klebte.

Meine Nichte K., die sich gemütlich auf einem Sofa fläzte, bot mir stattdessen ihr Kaugummi an, es war hellgrün und bereits von ihr gekaut. Sie sagte mit einem schiefen Grinsen: "Manchmal wird man ein bißchen durcheinander beim Kauen, aber das ist nicht so schlimm." Also ließ ich mir von ihr das Kaugummi unter meine Brust kleben. Meine Schwester stand jetzt neben ihr und sagte zu mir: "Der Wettkampf, den Du mit K. ausgetragen hast, war nicht fair! Du hast Dir ja für 74€ eine Fähigkeit gekauft, mit der Du sie besiegen konntest. Sie hatte nicht genug Geld, um sich auch so eine Fähigkeit zu kaufen." Ich antwortete: "Nein, ich habe mir keine Fähigkeit gekauft. Und außerdem", ich schubste mit meinem nackten Fuß spielerisch K.'s Unterschenkel an, "außerdem kommt sie sehr gut damit zurecht, daß sie den Wettstreit verloren hat." Tatsächlich lag sie sehr entspannt und selbstbewußt da und grinste noch breiter. Dann sagte sie zu mir ein einziges Wort: "Chaos!" (Was so ähnlich klingt wie "Kau es!") ;-)

Sofort begriff ich, daß das Kaugummi, das sie mir unter die Brust geklebt hatte, ein magisches Kaugummi war, das auf magische Weise mit dem Chaos in Verbindung stand. Das fühlte sich für mich eher bedrohlich an, nicht so sehr wegen des Chaos, das erschien mir eine gute Grundlage, um neue Ideen zu schöpfen. Aber ich wußte, daß man das Kaugummi nicht so leicht wieder loswurde, und das erschien mir wie ein Fluch. Jetzt war da ein junger Mann, von dem ich wußte, daß er in den letzten Nächten eine starke Veränderung durchgemacht hatte (ebenso wie K., die genau wie meine Schwester einen bestimmten Aspekt von mir darstellte). Er war etwas beleibt, hatte dunkle, kurze Haare, Sommersprossen und wirkte insgesamt sehr gelassen, stark und souverän auf mich. Er grinste jetzt auch und sagte: "Ich hatte auch mal so ein Kaugummi." Ich fragte: "Und, kann ich es denn einfach wegschmeißen, wenn ich es nicht haben will?" Er antwortete: "Nein, das rächt sich! Außerdem kommt es immer wieder zu dir zurück!" Mist, ich hatte es ja schon befürchtet: "Wie also werde ich das Kaugummi los? Jetzt, da alle davon wissen, kann ich es ja nicht weiterverschenken." Er sagte: "Es gibt nur eine Möglichkeit: du mußt darauf herumkauen, bis es aufgekaut ist."

Ich überlegte kurz, daß das vielleicht eine zu starke Belastung für meine Zähne war (ich habe einen überkronten Zahn, der ziemlich oft an der Wurzel leicht entzündet ist). Aber dann dachte ich mir, ich könne ja immer mal ein bißchen kauen und dann das Kaugummi wieder unter meine Brust kleben. Jetzt allerdings war das Kaugummi plötzlich in Toilettenpapier eingewickelt. Ich nahm es raus, einiges davon blieb am Papier kleben, und steckte es in den Mund. Ich überlegt, daß recht viel am Papier kleben geblieben war, das könnte ich doch jetzt einfach wegschmeißen. Aber ich wußte im selben Moment, daß man das Kaugummi nicht bescheißen konnte. Also kratze ich so viel vom Papier ab, wie es eben ging, ohne Papier mit abzureißen.

Dann kaute ich und fühlte mich plötzlich richtig belebt und stark. Ich sah vor mir einen kleinen grünen Drachen, dessen Augen hellgrün blinkend aufleuchteten. Dann stob ich kühlen Dampf aus meiner Nase und war total unternehmungslustig. Xephyr hatte gerade ein Problem formuliert und ich freute mich darauf, es nun mithilfe meines magischen Kaugummis durchzukauen und zu lösen. Ich war richtig froh, daß K. mir das Kaugummi geschenkt hatte. :grins:

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Re: oYos Träume

Beitragvon Firlefunke » Mi 26. Feb 2014, 20:29

Heyho,

das ist ja ein total schöner und lustiger Traum. Zu dem Grün ist mir eingefallen, dass das auch die Farbe ist, die für das Herzchakra steht. Zum Herzen klebst du ja dann auch das Kaugummi.

Liebe Grüße
Firlefunke
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