Vogel, Baum und Meerjungfrau

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon Firlefunke » Fr 24. Sep 2010, 22:47

Nun gut ihr Träumer, Traumdeuter, Tiefentaucher ... oh ich habe die ganzen Namen schon wieder vergessen,

versuche ich es auch mal mit meinem ersten bescheidenen Traum auf dieser Liste. :antenna:

Leider weiß ich nur noch einzelne Bilder, die im Zusammenhang standen, aber an die ich mich nur noch teilweise erinnere.

1. Szene: in einem Haus. Wohl meins. Ein kleiner Vogel, gelb. Irgendwie wurde er verletzt ... von mir? Ein Kind nahm ihn, als sei er ein Spielzeug. Jetzt nehme ich ihn und legen ihn in den Käfig, er wird wohl wieder gesund.
Der Käfig für den Voge war eigentlich auch viel zu klein. und dann fehlte da noch der Vogelsand.
Einfacher Sand aus der Garage tut es auch erst mal, aber wir müssen bald Vogelsand besorgen, denn da ist Kalk drin, den braucht der Vogel, wenn er im Sand pickt.

2. Szene:
Ich stehe vor dem Haus. Es ist eine Wohnsiedlung mit Einzelhäusern. Die Gärten sind nicht durch Zäune voneinander getrennt. Ich trete etwas zurück und sehe das Haus von etwas weiter weg. Davor steh ein Mammutbaum. Aber er ist abgesägt worden, erst auf Höhe des Daches. von dort aus treibt er aus und ist schon wieder sehr buschig, gleichmäßig.
Dann etwas niedriger er ist noch nicht buschig, wächst etwas schief auf der linken Seite der Schnittfläche, aus der rechten nur sehr wenig und spirgelig. Es ist in meiner Zeit später aber ich denke, dass in der Zeit des Baumes früher ist.
Ich denke, schade, dass der Baum abgeschnitten wurde. Und dann denke ich: warum habe ich ihm geraten, darauf zu hören? Ich bin vor dem Fällen zu dem Baum gegangen und habe ihm gesagt: lass dich fällen, dass ist gar nicht schlimm.
(*Anmerkung: ich habe am Tag vorher ein Buch über das Ghetto in Wilna gelesen, da wurde den Juden auch dauernd etwas versprochen und dann wurden sie betrogen*)

3. Szene:
Ein Spiel. Es gibt gefährliche und ungefährliche Bilder. Wenn ein ungefährliches Bild erscheint, dann kann man seinen Platz wechseln (oder so was ähnliches, ich weiß nicht mehr, was es war). Wenn ein gefährliches Bild kommt, zum Beispiel mit einem Monster, dann holt einen das Monster. Man muss schnell sein, sonst verliert man. Ein Mann spielt mit und wartet auf die Meerjungfrau. Eigentlich ist sie nicht gefährlich, aber der Mann lässt sich von der Seejungfrau fangen, als sei sie gefährlich. Und verliert extra. Die Seejungfrau ist sauer, dass der Mann das Spiel umgedreht hat. So geht das eigentlich nicht. "Und dann willst du mir noch einen Badeanzug andrehen, dabei weißt du, dass Meerjungfrauen keinen Badeanzug anziehen können." sagt sie zu dem Mann.

Wenn man so schreibt, fällt einem ja doch einiges wieder ein. Wie erstaunlich, welche Details mir alle wieder ins Bewusstsein hochgefunkt sind :narr:

So, jetzt gehe ich wieder träumen... zumindest bald, es ist ja schon soooo spät.

Eine wunderschöne gute Nacht :ballon:
Eure Firlefunke
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Re: Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon oYo » Sa 25. Sep 2010, 16:47

Hallo Firlefunke,

wie schön, erste Träume von Dir! :blume:

Ich will sie erst einmal ein wenig auf mich wirken lassen. Hier nur schnell einen Plain Biscuit: Die ersten beiden Szenen haben für mich eine traurige Stimmung - jedoch voller Hoffnung und sogar dem Wissen, daß die Wesen, die verletzt wurden, wieder genesen werden. :umarm: Entspricht das Deinem Traumgefühl?

Das dritte Traumbild ist ja auch so eine Art Betrug, weil der Mann die Spielregeln verdreht. Die Meerjungfrau reagiert mit Wut darauf - sogar auf eine witzige Weise. Ich weiß noch nicht, wie man die einzelnen Bilder zusammensetzen könnte. Ist das Spiel mit der Meerjungfrau vor der Verletzung von Baum und Vogel und zeigt damit vielleicht mögliche Ursachen? Oder findet das Spiel später statt, und die Meerjungfrau hat Stärke dazugewonnen, durch die eine Verletzung nicht mehr so leicht möglich ist? :hmm:

Das waren nur meine allerersten Eindrücke, die ja noch nicht wirklich eine Deutung sind. Später dann mehr... :ja:

oYo :galaxy: :wave:
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Re: Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon Firlefunke » Sa 25. Sep 2010, 18:24

Joi de joi oYo,

Danke für deinen ersten Eindruck. Meistens habe ich ja so eine Art Deutung für meine Träume, aber hier fast gar nicht.
Insgesamt war das Gefühl so ein bisschen, als hätte ich mich selbst betrogen. Im dritten Traumteil war dann eher jemand anderes der Betrüger, wobei ich in der Szene eher Zuschauer war und mich auch nicht mit der Meerjungfrau identifiziert habe. Da war die Identifikation mit dem Vogel und dem Baum doch viel größer.
Beim Baum habe ich das größte Gefühl von Selbstbetrug gehabt.
Beim Vogel war es eher aus Unachtsamkeit. Ich (als Kind) habe etwas Lebendiges, Wichtiges eher als Spielzeug betrachtet.

Ich habe aber keine Idee, worauf sich das beziehen könnte.

Hoffnung auf"Heilung" gab es schon, aber mit dem Bewußtsein, dass es nie mehr so gut sein konnte wie vorher. Der Baum wird zwar wieder grün, aber er bleibt ein gestutzer Mammutbaum. Der Vogel war frei und kommt jetzt irgendwie in den Käfig.

Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.

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Re: Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon Chuldah » So 26. Sep 2010, 02:35

Der Beitrag von Chuldah wurde ihrem Wunsch gemäß gelöscht.
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Re: Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon Firlefunke » So 26. Sep 2010, 13:43

Hallo Chuldah, :wave:

herzlichen Dank für deine Gedanken. Es sind viele Anregungen für mich dabei.

Was du gut getroffen hast ist. dass ich mir (in letzter Zeit vermehrt) Gedanken mache zum Thema "Verantwortung", "Grenzen der Verantwortung", "Verantwortung für andere Übernehmung" und so. Wobei dein Gedanke "die Frage nach dem Verhältnis zwischen Schicksal und Eigenverantwortung" hier wohl zentraler ist als zum Beispiel das Thema "Verantwortung in Bezug auf andere".

Der Mammutbaum (ich weiß gar nicht, ob es ein Mammutbaum ist, er ist aber riesig, oder war es bis vor meinem Traum)
ist "mein Baum". Also sozusagen ein inneres Bild von mir, das mich schon länger begleitet. Ich weiß nicht, ob er was mit "Lebensbaum" zu tun hat, aber es hat mir schon ganz schön zu schaffen gemacht, dass er gekappt wurde, und ich dem offensichtlich zugestimmt habe. Ich habe noch nicht raus, wo ich mir sozusagen erlaubt habe, mich kappen zu lassen.

Die Meerjungfrau habe ich im Traum gar nicht auf mich bezogen, aber eigentlich kommt der Spruch zum Thema Badeanzug aus meiner Vergangenheit - aus einer Zeit, in der im Internet meine Phantasiegestalt wandelte (Lya gesprochen Lai-a), die eine Meerjungfrau ohne Bauchnabel war. Sie hatte ständig ihren Swimmingpool dabei und in einem Real-Life-Treffen haben mir meine damaligen Freunde und Bekannte einen Bikini geschenkt, um nachzuweisen, dass ich doch einen Bauchnabel habe.
Als wenn das ein Nachweis wäre, schließlich konnte Lya ja den Bikini gar nicht anziehen, sondern nur "ich".

Könnte also diese Vergangenheit was mit meinem Traum zu tun haben? Da rührt sich bei mir nichts.

Und zum Thema Garage: Die Garage ist bei mir ein Ort, in dem ich meine Gartensachen abgestellt habe, und unsere Fahrräder sind dort, aber der Sand kommt aus dem Bereich meiner Gartenutensilien.

Zu meinem Traumgefühl möchte ich noch sagen, dass die Bilder für mich unangenehm waren, aber eigentlich mich nicht wirklich bewegt haben. Ich war während und nach dem Traum ziemlich distanziert und habe ihn nur nicht vergessen, weil ich mir vorgenommen habe, ihn nicht zu vergessen.

Die letzten drei Abschnitte deiner Antwort, da wo deine Fantasie auf dem besten Weg war, abzuschweifen, führt mich zu einer möglichen Interpretation des Traumes, der einfach meine gegenwertige Situation spiegelt. Der Traum ist sozusagen eine Reflexion, und was mich an ihm enttäuscht ist, dass ich keine Antwort darin finde.

Der Kanarienvogel bin ich, genauso derjenige, der ihn verletzt hat, "damit gespielt hat" und auch derjenige, der Angst hat, dass er wegfliegt und ihn deswegen in den Käfig tut, auch damit er ein bisschen geschützt ist, bis er wieder gesund ist.
Der Käfig ist meine Arbeit. Warum fehlt mir das Kalk? Keine Ahnung, ob Kalk irgendwas zu bedeuten hat, jedenfalls enthält das, worauf ich den Vogel lege, nicht das, was der Vogel zum Leben braucht. Ich weiß, dass ich das noch ändern kann. Der Kalk fehlt mir in meiner Arbeit. Und die Arbeit beschränkt mich auf einen Teil, der mir eigentlich zu wenig ist.

Der Baum ist mein Leben und abgeschnitten gibt er das Gefühl wieder, vielleicht die Möglichkeit verpasst zu haben, das Leben so zu gestalten, dass ich in die Höhe hätte klimmen können. Ich habe zugelassen, dass er gekappt wurde.
Bis vor kurzem hatte ich nie das Gefühl, dass mir aufgrund des älter Werdens jemals Lebensziele verbaut sein könnten.
Dieses Gefühl habe ich aber seit kurzem.

Die Bilder(karten) des Schicksals, sehr modern projiziert mit einem Beamer oder so. Es ist eigentlich ein Spiel, das Spaß macht, oder bisher Spaß gemacht hat, auch wenn man mal verloren hat. Aber irgendwie hat der Mann die Regeln geändert, denn die Meerjungfrau war ein "sicheres" Bild, ein Bild, bei dem man nicht verlieren kann. (Übrigens auch interessant: ich weiß gar nicht unter welchen Umständen man in diesem Spiel "gewinnen" kann)

Aber er wollte die Meerjungfrau "haben" und hat "verloren" um sie zu bekommen.

Ich könnte das Ganze zusätzlich noch auf meine Partnerschaft projizieren - ja, dann wird alles rund, aber das möchte ich hier nicht diskutieren.

Vielen Dank, liebe Chuldah, für deine Gedanken
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Re: Vogel, Baum und Meerjungfrau

Beitragvon oYo » So 26. Sep 2010, 17:05

Liebe Firlefunke, liebe Chuldah,

Ihr habt ja schon richtig viel herausgefunden! Da brauche ich ja jetzt gar nichts mehr zu schreiben. :floet:

Dochdoch, natürlich schreibe ich noch etwas, denn mir sind ein paar Details noch aufgefallen, die Dir, Firlefunke, vielleicht noch etwas sagen könnten. Wenn nicht, dann mach es so, wie Chuldah schon schrieb. Streu meine Ideen in den Wind und laß sie davonfliegen. :vogel:

Ich glaube, der Traum sagt tatsächlich nichts über die Gründe, warum Du es zugelassen hast, daß der Baum gekappt wurde. Auch warum der Vogel verletzt ist, ist nicht ganz klar - aus Unachtsamkeit, vielleicht sogar auch Unwissenheit?
Vielleicht will der Traum auch gar nicht über die Ursachen sprechen, sondern einfach die Situation darstellen. Und ich glaube, er gibt sogar eine Antwort auf die Frage, wie man sich in dieser Situation weiter verhalten kann, um sie vielleicht zu verändern (und hoffentlich zu verbessern).

Drei Szenen gibt es hier, und drei Aspekte von Dir könnten damit gemeint sein. Den Mammutbaum habt Ihr ja schon umfassend beschrieben, bleiben noch Meerjungfrau und Vogel. Ich kann hier natürlich nur beschreiben, wie diese Traumsymbole sich für mich anfühlen, aber vielleicht findest Du darin ja etwas.

Aber erst noch zu dem Spiel. Du fragst Dich, ob man denn dabei überhaupt gewinnen kann. Ich denke, der Gewinn liegt tatsächlich darin, daß man bei den sicheren Bildern den Platz wechseln kann. Die sicheren Bilder (also die sicheren Lebenssituationen oder Mitmenschen) geben einem Menschen die Möglichkeit, sich zu bewegen, sich zu entfalten, den Dingen nachzugehen, die man liebt und auf die man sich freut. Mit sicheren Bildern kann man sein Leben so leben, wie man es gerne möchte. Bei den gefährlichen Bildern muß man aufpassen und schnell sein, und manchmal kann man auch verlieren. Das bringt das Leben nunmal mit sich. Und das Spiel hat Dir bisher ja auch Spaß gemacht...

Auch wenn Du im Traum keine Identifikation mit der Meerjungfrau hast, könnte ich mir dennoch vorstellen, daß sie Dich meint. Die Meerjungfrau ist für mich ein Symbol für Sinnlichkeit, sie ist eine Frau voller Gefühl, Romantik, verspielt und verträumt, in ihrem Wesen sehr zart, in ihrer Erscheinungsform aber doch auch sehr kraftvoll. Und wenn sie liebt, dann ist sie bereit, mit ihrer ganzen Kraft zu lieben, und wenn sie dafür über Scherben gehen muß, und wenn sie dafür verstummen muß - so beschreibt es zumindest das Märchen.

Natürlich ist die Meerjungfrau ein wunderschönes und sicheres Lebensbild. Und sie wird mit Recht wütend, als der Mann die Spielregeln verdreht. Chuldah hat das total gut beschrieben, was der Mann hier tut. Menschen, die sich als leidend und benachteiligt darstellen, könnten - nur so als Beispiel - bei ihrem Gegenüber damit ein schlechtes Gewissen erzeugen wollen. Um damit möglicherweise zu erreichen, daß das Gegenüber etwas tut, was es aus sich heraus sonst nicht getan hätte.

Wut ist jedenfalls in diesem Kontext meiner Meinung nach ein Zeichen von Stärke: Die Meerjungfrau ist nicht bereit, dieses Spiel mitzuspielen. Ich denke, da liegt ein Teil der Antwort, die der Traum gibt: Laß Dich auf dieses Spiel nicht ein, mach Deinen Standpunkt klar. Sich auf die Spielart des Mannes einzulassen würde bedeuten, daß er letztendlich versucht, der Meerjungfrau einen Badeanzug anzuziehen.

Dieses Bild hat mich erst zum Lachen gebracht, beim näheren Hingucken ist es aber gar nicht lustig. Einer Meerjungfrau ein Kleidungsstück überzustreifen, würde bedeuten, ihr Wesen zu bedecken und zu verstecken, sie in ein Kleidungsstück zu zwängen, das so gar nicht zu ihrer verträumten, romantischen und gefühlvoll verspielten Sinnlichkeit paßt.

Viel schlimmer noch: Eine Meerjungfrau kann einen Badeanzug nicht anziehen, denn sie hat keine Beine, ihre Beine sind sozusagen zu einer Flosse zusammengewachsen. Und nur aus Liebe und aus dem freien Willen heraus ist sie bereit, sich ihrem Geliebten zu öffnen (so sagt es zumindest das Märchen)...

Der Vogel ist in Träumen oft ein Bild für die Seele eines Menschen, für seine eigene, innere Spiritualität und auch für seine Liebe, sein Sehnen, Wünschen und Wollen. Du legst diesen kleinen Vogel in einen Käfig. Einerseits soll der Käfig ihn schützen vor weiteren Verletzungen, andererseits soll er verhindern, daß der Vogel wegfliegt. Denn da ist die Angst, daß der Vogel Dich verläßt - vielleicht deswegen, weil Du ihn aus kindlicher Unachtsamkeit selbst verletzt haben könntest.

Mit dem Käfig sicherst Du sowohl seine Genesungsfähigkeit als auch, daß er bei Dir bleibt. Aber eigentlich ist der Käfig viel zu klein, Dir ist natürlich klar, daß das auf die Dauer keine Lösung sein kann. Der Käfig wäre in diesem Zusammenhang dann gar nicht mal so sehr die Arbeit, sondern die ganze Lebenssituation, in der der Vogel zwar nicht mehr frei fliegen darf, aber immerhin eine Chance hat, zu genesen.

Und hier gibt der Traum vielleicht einen weiteren Hinweis, eine weitere Antwort. Denn der einfache Sand bietet ihm auf Dauer nicht das, was er braucht. Das alltägliche Leben - dazu gehört natürlich auch die Arbeit, aber auch Hobbies und alles andere - bietet für den Anfang sicherlich eine gewisse Basis, aber der Vogel braucht mehr, um gesund zu werden. Er will im Sand nach Kalk picken können.

Ich habe bei Wikipedia einfach mal nachgelesen, wie Kalk entsteht. Der größte Teil des Kalkgesteins stammt von den Ablagerungen verschiedener Mikroorganismen und den Innen- und Außenskeletten vieler Lebewesen des Meeres. Das Meer ist ein Sinnbild für Gefühle und auch für die innere seelische Tiefe und das Unbewußte. Ich begreife den Kalk als die Spuren des Lebens in diesem Meer. Und der Vogel pickt sich diese Spuren heraus - und findet so das Wissen und die Seeleninformation, die er braucht, um zu genesen.

Und Du bist entschlossen, diesen speziellen Vogelsand für ihn gleich am nächsten Tag zu kaufen. Ich glaube, daß Du das tatsächlich bereits getan hast, daß Du dem Vogel die Möglichkeit eröffnet hast, im Seelensand zu picken...

Alles Liebe, Deine oYo :herzgirl:

PS: irgendwie sind mir beim Schreiben die Smilies in Vergessenheit geraten. Hier noch ein paar zum Verteilen: :sonne: :mm: :love: :feuer: :ballon:
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