Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Eine dynamische Art, den eigenen Lebensbaum zu bereisen und den Abyssos zu über- oder durchqueren. Trancen, Seidr, Walking Trance und andere...

Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Sa 16. Jul 2011, 17:18

Hallo liebe Frösche, Magier und Träumer,

wer kennt nicht das berühmte Spiel, das auf der ganzen Welt von Kindern gespielt wird? :hop: Hinkelkästchen hieß es in meiner Kindheit, Himmel und Hölle, Paradiesspiel und Tempelhüpfen sind weitere Namen dafür. Xephyr hat die geniale Entdeckung schon früh in seinem Leben gemacht: das, was die Kinder auf der ganzen Welt tun, ist nichts anderes, als das Behüpfen des Lebensbaums. :grins: Ich finde die Idee so spannend und schön, daß ich mich gerne aufmachen möchte und ein wenig durch den Lebensbaum hüpfe. :ja:

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu bewegen, fliegen, laufen, schwimmen, reiten, tauchen, fahren, rollen, purzelbaumen, auf Händen laufen, schreiten, tanzen, kriechen, rückwärts gehen, springen... Das Hüpfen hat etwas sehr Fröhliches, ist zwar ein bißchen anstrengend, macht aber richtig viel Spaß. Ich bin schon sehr gespannt, wohin mich mein Etz Chaim Spiel bringen wird. Eines Tages werde ich mir vielleicht einen ganz eigenen Lebensbaum erträumen, aber für dieses Spiel heute nehme ich einen von den bereits existierenden her. :lupe:

Xephyr hat, als er klein war, mal mit einem Mädchen dieses Spiel gespielt, das hat an einer bestimmten Stelle das Bein gewechselt und dabei in die Hände geklatscht. Was ist naheliegender, als hier eine Abyssosüberquerung zu vermuten? ;-) Offensichtlich ist da jedenfalls Magie mit im Spiel. Und der Stein, den sie warf, nannte sie Schicksal. :kristall:

So werde ich mir einen Lebensbaum als Hinkelkästchen aufzeichnen und mein Schicksal werfen, wohin es mich wohl hüpfen läßt? :lach: :steuer:

oYo :froschi:
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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Mi 20. Jul 2011, 18:34

Hallo,

inzwischen ist mein Entschluß, einen 'gängigen' Lebensbaum herzunehmen, schon wieder ins Wanken geraten. Ich kann mich so schlecht mit dem religiösen Background und noch schlechter mit dem dortigen Abyssosgedanken identifizieren, daß sich in mir mal wieder alles gesträubt hat, als ich mich mit Xephyr genauer darüber unterhalten habe. Schon die Vorstellung, bei einem 'Flug' über den Abyssos abzustürzen und dann angeblich im Verstand aufzuschlagen und dabei die Verbindung zum Herzen zu verlieren (sicherlich nur eine mögliche Interpretation der Abyssosüberquerung im Lebensbaum), läßt mir die Haare zu Berge stehen! :schimpf: Meine Bilder, Gefühle, Erfahrungen und Überlegungen sind da andere. Also wird es wohl doch darauf hinauslaufen, eigene Lebensbaumerfahrungen zu sammeln und vielleicht in eine persönliche Form des Lebensbaumes umzuwandeln. :hmm: :klug:

Jedenfalls hatte ich bereits einen Traum, der sich eindeutig auf den Lebensbaum bezieht, nämlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, ich habe das ja bereits im Thread über die Trollkirsche beschrieben. Den will ich hier mal für mich aufschreiben, denn so ganz durchdrungen und verstanden habe ich den Traum noch nicht. :lupe:

Ich hatte zum ersten Mal meine Blutung, meine Schwester und ich waren in einer Stadt unterwegs und kamen an ein Haus, wo ein paar Mädchen standen, die wohl ebenfalls ihre erste Blutung hatten. Ich ging hinein und kam in ein rechteckiges Zimmer. Die hintere Wand bestand aus Eisen, das eine Patina aufwies. Aus der Wand kamen Kabel mit Elektroden am Ende. Es befanden sich noch zwei oder drei weitere Personen im Raum in weißen Kleidern. Sie befestigten die Elektroden an meinem Kopf, dann lief die Apparatur an und ich hatte das Gefühl, daß ein Spannungsausgleich zwischen mir und der Eisenwand stattfand. Ich stand mit dem Rücken zu dieser Wand, konnte aber aus dem Augenwinkeln Funken springen sehen und das Knistern hören, ich sah auch, daß die Wand feucht war. Obwohl ich die Prozedur erregend fand, hatte ich jetzt plötzlich Angst, daß da vielleicht zu viel Strom draufgegeben werden könnte oder ein Kurzschluß entstehen könnte. Aber da waren die Elektroden schon wieder runter von meinem Kopf. :wisch:

Jetzt betrachtet ich die Wand genauer und konnte die ölige Feuchtigkeit darauf beobachten. Offensichtlich war die Wand warm, denn die Feuchtigkeit verdampfte sehr schnell, d.h. es zogen sich so Feuchtigkeitsinseln immer weiter zusammen, bis sie verschwunden waren. Aha, daher kam also die Patina! Jetzt gaben mir die Leute noch irgendwelche Drogen, genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Ich versuchte auch, mit ihnen zu reden, aber sie sagten die ganze Zeit nichts. Jedenfalls war das alles für mich schon sehr erregend, denn es entsprach ein wenig meinen kindlichen erotischen Phantasien. :mm:

Dann war ich plötzlich zu Hause (wo ich aufgewachsen bin). Ich hatte ein schlechtes Gewissen, jemand war auch im Haus, der mich ausschimpfen wollte. Darum kletterte ich aus dem Fenster eines der oberen Stockwerte, kam auch irgendwie die Wand runter und rannte durch die Nachbargärten vor der schimpfenden Person davon. Im Garten von Temmes, die recht weit unten in unserer Straße wohnten, war gerade eine Party, die Leute saßen gemütlich beisammen, plauderten, tranken etwas und beachteten mich nicht weiter. Ich hatte Lust, auf das Dach hochzuklettern und dann über die Dächer weiterzuspringen, um der schimpfenden Person zu entfliehen, obwohl sie mich gar nicht verfolgt hatte. Ich suchte einen geeigneten Baum. Da standen Tannen im Garten, die waren aber nicht nah genug am Haus, aber die Birke stand direkt an der Hauswand. (Jetzt, wo ich es aufschreibe, fällt mir auf, daß diese Baumkonstellation sich exakt so in unserem Garten befunden hatte ;-) ). Die Birke reichte nicht ganz bis ans Dach, aber es gab noch ein niedrigeres Vordach. Ich kletterte hoch, es war sehr einfach, fühlte sich fast so an, als würden sich die Äste unter meine Füße und Hände schieben. Also aufs Vordach, von dort aufs Dach. Hier war jetzt die schimpfende Person vergessen. :grins:

Unten auf der Straße (die ich vom Dach aus toll übersehen konnte) war jemand, der mich als seine Freundin haben wollte. Das fühlte sich komisch an, irgendwie unbequem. Ich verstand das nicht so ganz, konnte das Gefühl nicht richtig greifen. Darum wiederholte sich der Traum nochmal, diesmal mit einem Bild. Unten stand jetzt ein roter Ferrari, aber eigentlich eine kleinere Version davon. Ich muß dazu sagen, daß ich Ferraris nicht besonders mag, dieser hier war eine sehr eckige Version. Das war der Mann, der mich wollte. Daneben stand ein VW-Käfer aus bereits verbleichendem rosafarbenen Plastik. Das war seine Vorstellung, wie seine Freundin zu sein hatte. Muß ich noch erwähnen, daß ich ganz bestimmt nicht sein 'Käfer' sein wollte? :nope:

Dann wechselte die Szene, ich war jetzt offensichtlich etwas älter. Eigentlich war ich in einer Beziehung mit einem Partner (in dieser war ich eine Frau), aber ich hatte auch eine Liebesaffäre mit einer Frau (in dieser war ich ein Mann). Es war Abend und ich war im Haus meiner heimlichen Freundin. Das fühlte sich für mich sehr richtig an, wir wollten eine schöne Nacht miteinander verbringen. Leider - und das machte mich ein wenig traurig - waren meine zehn Hunde (alles Rüden), die ich mitgebracht hatte, sehr wilde Jungs. Deswegen mußte die Hundedame meiner Freundin, ein Retriever, die sehr ruhig, lebenserfahren und klug war, in den Garten, denn die Jungs würden sonst auf sie losgehen und bedrängen. Leider kam dann aber der Partner meiner Freundin nach Haus (war er gleichzeitig auch mein Partner?), deswegen mußte ich mich heimlich davonschleichen. :weg:

Wieder ein Szenenwechsel. Jetzt war ich deutlich wieder in der Teenyzeit. Ich war mit Freunden in einem Schwimmbad, das sehr schön war, voller Pflanzen und schön gelegener Becken, ein bißchen wie eine Wellnessoase. Wir tauchten zusammen und filmten uns dabei. In einer Filmszene konnte ich mich von hinten sehen, ich war ziemlich dünn (war ich ja wirklich) und hatte einige rote Pickel auf dem Rücken (hatte ich wirklich), hatte allerdings kurze Haare (in der 'Pickelzeit' hatte ich lange Haare). Darüber wunderte ich mich ein bißchen. Das Gefühl im Schwimmbad war insgesamt sehr schön. Überhaupt war der ganze Traum von einem Gefühl von Freiheit, angenehmer Entspannung und bitzelnder Erotik getragen. :mm:

Jetzt kam eine Frau, sie ähnelte meiner damaligen Musiklehrerin, die uns sagte, daß eine Firma uns einen großzügigen Kredit für den geplanten Film gewährt hätte. Allerdings sollten nur die besten zehn Schwimmer in dem Film mitspielen, die anderen sollten natürlich tatkräftig am Dreh mithelfen, aber sollten eben nicht vor der Kamera stehen. Ich war dort mit 21 Freunden (wir waren also insgesamt 22), da war es klar, daß viele verzichten mußten. :sad: Ich wußte, daß ich sowieso keine so gute Schwimmerin bin, aber ich war nicht sonderlich traurig, denn ich freute mich trotzdem wahnsinnig auf den Dreh. Die Frau wandte sich jetzt an mich: "Bei dir haben die Leute lange überlegt, ob sie dich nicht doch mit in den Film reinnehmen wollten, haben sich dann aber dagegen entschieden." Wie gesagt, das überraschte mich nicht weiter. Ein anderes Mädchen allerdings zoffte sich gerad mit einer Erwählten, sie war wohl verletzt und wütend, daß sie nicht ausgewählt wurde. :grmpf: :hmpf:

Wir gingen durch eine Tür (in eine Sauna?) und setzten uns alle gemütlich hin. Ich saß etwas niedriger als ein paar Jungs aus meiner Klasse, einer lag direkt vor meiner Nase - Marc - , mit dem Rücken mir zugewandt, und unterhielt sich mit den anderen. Es war eine sehr vertraute und schön Stimmung, ich legte meine Hand auf seinen Rücken und genoß es, daß die Jungs und Mädchen so offen und locker miteinander unterhielten und sich so gut verstanden. Dann bemerkte ich eine merkwürdige Struktur, zoomte näher heran. Es sah so aus wie ein großes, beiges Tuch, das zu einem Schlauch vernäht war. Dieser Schlauch wand sich dreidimensional in verschlungenen Wegen umeinander und bildete ein faszinierendes Muster (das erinnert mich spontan an die Rückverschnükung eines Schlauchs als Erklärungsmodell der Boyschen Oberfläche, kleiner Hinweis für Insider :zwins: ). Ich guckte nochmal genauer hin. Jetzt sah es so aus wie ein riesiger, beiger Käfer, der auf dem Rücken lag und seine zehn Beine :kicher: so leicht gekrümmt in die Höhe reckte. Das Bild zoomte wieder raus, jetzt befand sich der Käfer auf dem Rücken von Marc. Als ich ihn danach fragte, sagte er: "Ja, der gehört zu mir, der ist öfters auf meinem Rücken." Jetzt drehte sich der Käfer um und sah eher aus wie eine kleine, schmale Fliege, hatte also durchsichtige Flügel. Er krabbelte hoch auf Marcs Schulter, hob ab und flog davon... :fliege:

oYo :mond:
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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Do 21. Jul 2011, 18:54

Hallo,

in den letzten Nächten habe ich sehr viel und intensiv geträumt. Ich werde hier nicht alle Träume erzählen, mache mir aber zumindest Notizen von den Träumen, um zu schauen, wo ich sie möglicherweise im Lebensbaum lokalisieren könnte. Mir ist aufgefallen, daß ich sehr viel von Plätzen und Räumen träume, die wohl bestimmte Positionen oder Wege im Lebensbaum darstellen könnten. Aber so recht lokalisieren kann ich das Ganze noch nicht. Ich möchte gerne die entsprechenden Träume mal aufmalen, um so vielleicht ein Bild zu bekommen, wo sich was befinden könnte. :lupe:

Den ersten Traum vermute ich in Yesod, da ich mich aber nur an den bekannten Lebensbaum anlehnen, ihn aber nicht akribisch auf meine Träume projizieren will, werde ich für diesen Ort vielleicht einen eigenen, persönlichen Namen wählen. Noch ist alles sehr experimentell, ich bin gespannt, ob sich etwas herauskristallisieren wird oder nicht. :trippel:

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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Mi 21. Sep 2011, 18:26

Hallo, :sonne:

inzwischen habe ich sehr viele Träume gesammelt. Einige muß ich noch aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse (es wird wohl leider schon einiges vergessen sein). Es gab eine Nacht, wo ich genau wußte, jetzt ist mein Lebensbaumexperiment beendet, ab da habe ich mir die Träume dann nicht mehr gemerkt. An der Stelle habe ich so einiges in meiner inneren Vergangenheit verändert, was sich jetzt in meinen Träumen allmählich durchsetzt und seine ersten Früchte zeigt. Ich finde es sehr spannend, daß ich durch mein Lebensbaum-Projekt im Grunde einen Überblick über bestimmte Themen und innere Menschen gefunden habe und sehr klar gesehen habe, was ich daran ändern möchte. Mit einem so großen und aufregenden Stück Magie habe ich gar nicht gerechnet. :glubsch: :grins:

Ich hoffe, daß ich es relativ schnell schaffe, die restlichen Träume aufzuschreiben. Dann will ich sie sichten und versuchen, meine persönlichen Lebensbaumwege und -stationen zu erkennen und sie hier zu beschreiben. Ich bin inzwischen zu der Überzeugung gelangt, daß die Gestaltung des Lebensbaumes nicht nur sehr stark vom jeweiligen Menschen abhängt, sondern sogar vom Themenbereich, mit dem man sich durch das Leben und den Lebensbaum bewegt. Ich freu mich schon drauf, wenn wir eine Expedition dazu starten, denn dann werde ich sicherlich ein anderes Thema haben und wieder viel Neues über den Lebensbaum entdecken können. :trippel: :lupe:

Aber jetzt steht mir ja noch ein Haufen Arbeit bevor, meinen aktuellen Tauchgang zu sichten, zu ordnen und einzuordnen. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommen wird. :ja:

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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Mo 14. Nov 2011, 19:49

Hallo,

nunja, wirklich beendet war die Lebensbaumgeschichte dann wohl doch nicht. Ich habe erst den Weg rückwärts in die Vergangenheit genommen und dabei mehrere Konfliktbereiche in den verschiedenen Altersstufen mit den verschiedenen Menschen geträumt. Im September hatte ich dann das Gefühl, mit der Bestandsaufnahme fertig zu sein und dachte, das wärs dann gewesen. Ich hab danach immer wieder Veränderungen vorgenommen, innere Gestalten auf ihren Ursprung zurückgeführt und geschaut, wie sich das in meinen Träumen spiegelt. Dabei haben meine Träume recht lang in der Kleinkinderzeit verweilt, insbesondere in der Analphase (was man am Trauminhalt bemerken konnte), aber auch in der phallischen Phase. Irgendwann war dann alles geklärt und die Träume gingen mit Riesenschritten in die Teenyzeit, dann in die 20-iger und sind seit kurzem wieder in der Gegenwart angelangt. Jetzt habe ich definitiv das Gefühl, daß ich mich dem Abschluß meiner Lebensbaumexpedition nähere, aber wer weiß, was noch kommt. :zwins:

Bei der Frage, wie man die einzelnen Stationen des Lebensbaums vielleicht einordnen könnte, sehe ich momentan zwei Ansätze: personenbezogen oder zeitbezogen. Ich habe immer noch keinen wirklichen Plan, wie sich das Ganze übersichtlich strukturieren läßt. Die Träume bis in die Kindheit hinein liegen mir zum Teil nur in Stichpunkten vor, die Träume wieder in die Gegenwart habe ich zum Großteil gar nicht aufgeschrieben (ich brauch mehr Zeit, hilfe!! :grins: ). Die Hauptpersonen, um die herum sich meine Traumarbeit rankte, waren natürlich hauptsächlich meine Familienmitglieder, die ja in der frühen Kindheit am prägensten sind, aber auch meine Lebenspartner, der Exguru und eine Gruppe von Leuten, die als Sekte oder religiöse Gruppe aufgetreten sind, aber keine spezifischen Gesichter hatten. :lupe:

Die Zeitphasen waren wie gesagt vor allem die Analphase, wobei hier der Schwerpunkt deutlich auf dem wässrigen (urethralen) Thema lag, phallische Phase, die Zeit um 9 Jahre herum, Teenyzeit, meine Partnerschaft in den 20-igern und schließlich die 30-iger.

Besonders spannend waren die Geschehnisse um drei Gestalten: Den Exguru habe ich zurückgeführt auf meinen inneren bösen Zauberer. Der hat noch ein paar andere Menschen aus meinem Leben in Teilen aufgenommen und sich ganz neu in seinem Charakter und seinen Fähigkeiten entwickelt. In der Kleinkinderzeit bin ich vor allem Konflikten mit meiner Mutter begegnet, die mitunter als sehr strenger General aufgetreten ist. Besonders facettenreich hat sich aber meine Schwester gestaltet, die für mich in meinem Inneren sehr viele Gesichter angenommen hat. In meiner Kindheit hat sie sehr viel Dominanz gezeigt, sie hat in meinem Erleben wohl Teile der mütterlichen Erziehung mit übernommen. Die meisten ihrer Gesichter spiegeln aber Anteile von mir selbst, mit denen ich viele Probleme hatte. Sie war mir vor allem mein Gegenüber in allem, womit ich nicht klargekommen bin. Es wäre ungerecht zu behaupten, daß ich mit meiner realen Schwester so viele Schwierigkeiten hatte, wie ich es in meinen Träumen erlebt habe. Mir ist schon vor vielen Jahren aufgefallen, daß meine Schwester oft in Träumen als Kontrahentin herhalten mußte, wenn ich von aktuellen Konfliktsituationen träumte, die mit ihr gar nichts zu tun hatten. Jedenfalls habe ich vor allem in den letzten Wochen mit diesen inneren Aspekten am meisten zu tun gehabt und sehe diesen Teil als noch nicht vollständig abgeschlossen. Während die anderen Familienmitglieder und der böse Zauberer inzwischen ganz neue Fähigkeiten erlangt haben und mich bereits während meiner Reise durch die Zeit damit unterstützt haben, verwandeln sich erst in den letzten Tagen die innerschwesterlichen Anteile allmählich und gewinnen an Kraft und Schönheit. :mm:

Wie schade, daß ich nicht alle Träume aufschreiben konnte. Für mich war es bisher eine sehr abenteuerliche und fruchtbare Reise, in der sich sehr viel in meiner inneren Welt verändert hat. Natürlich bin ich gespannt, ob und wie sich das auf mein alltägliches Leben auswirken wird. :trippel:

oYo :wave:
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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon Siskana » Mo 21. Nov 2011, 10:00

hallo oyo,

interessant, wie ich finde, deine reise.

du hattest ja schon im traumdeuteforum darüber geschrieben. neugierig bin ich ob du das letzte bild befreien kannst, auch schon alleine aus eigeninteresse. ;) (im zentrum meines "wahnsinns" sah ich ein baby gefangen in einem tiefen engen turmverlies, gesehen nicht im traum, gesehen im realen erlebten "wahnsinn".)

ich werde gespannt deine entdeckungsreise weiter verfolgen und freue mich schon auf deinen nächsten beitrag.

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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon oYo » Mo 21. Nov 2011, 18:07

Hallo siskana,

die Wahnsinnsgestalten habe ich aus ihren Bilderrahmen noch nicht befreit - zumindest habe ich in meinen Träumen keinen Hinweis darauf gesehen. Aber ich hoffe, daß ich in der nächsten Traumexpedition dazu kommen werde. :grins:

Ein gefangenes Baby? Das ist traurig. :sad: Kannst Du es befreien?

:wave: oYo
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Re: Himmel und Hölle, das Kinderspiel

Beitragvon Siskana » Mo 21. Nov 2011, 18:44

huhu :wave:

ganz befreien nicht, daher bin ich neugierig auf deins.
geschafft habe ich aber eine gewaltige höhe des turmes abzubauen.

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