Der Güterzug und der Bus

Für diejenigen, die gerne ihre Träume selber deuten und sich nur Tipps von anderen geben lassen möchten

Der Güterzug und der Bus

Beitragvon Firlefunke » Di 21. Jan 2014, 13:50

Heyho,

nun zu einem Traum, der in derselben Nacht nach meinem Traum "Im Affenkäfig" kam.

Ich bin unterwegs. Gerade war es noch ziemlich hell, aber vor uns braut sich ein Unwetter zusammen und ein Sturm kommt auf. Ich gehe an einem Gleis entlang, auf dem mir ein Güterzug entgegenkommt. Auf dem Güterzug sind auf einigen Wagen große Walzen oder Trommeln oder sowas montiert, die sich bewegen und drehen. Riesige Maschinen, die vielleicht für das Zerkleinern von Steinen eingesetzt werden könnte, aber den tatsächlichen Zweck weiß ich nicht genau. Die Maschinen sehen gebraucht und rostig aus, aber so, als wären sie noch im Einsatz. Ich wundere mich, dass die Maschinen "leer" arbeiten und sich drehen, obwohl der Güterzug offensichtlich auf einem Transport unterwegs ist. Ich habe etwas Angst und es ist sehr laut. Ich komme aus Versehen ganz nah an das Gleis heran, weil es sich in komischen Schlangenlinien bewegt und ich mehr auf die Maschinen geachtet habe als auf den Verlauf der Gleise. Fast werde ich von dem Zug mitgerissen. Ich trete wieder einen Schritt zurück.

Dann komme ich zu einem Reisebus. Der Reisebus ist von einer Reisegruppe belegt, allerdings sind gerade keine Leute drin. Als ich einsteigen will, sehe ich, dass der Flur im Bus einige Zentimeter unter Wasser steht. Vielleicht so dreizig Zentimeter hoch oder so. Das Wasser läuft aber nicht aus dem Bus hinaus. Es gibt dort eine Barriere, die ich nicht sehen kann, wie eine Glasscheibe, die das Wasser im Gang des Busses hält. Außerdem liegt in dem Bus viel Zeug rum. Ich denke: "Nicht schon wieder eine Überschwemmung!" Dauernd träume ich von Überschwemmungen. Und ich ärgere mich ein bisschen, weil ich denke, dass die Leute ihren Dreck ruhig aufräumen könnten, statt ihn einfach auf den Boden und die Sitze zu werfen. Ich denke noch darüber nach, ob ich aufräumen soll, fühle mich aber nicht verantwortlich und lasse es sein. Vielleicht sollte ich einfach wieder aussteigen?


Was steigt bei mir auf, wenn ich den Traum erzähle?
Ich habe ja schon viel über den Traum nachgedacht und über viele Bilder in diesem Traum sinniert. Jetzt schreibe ich einfach auf, was mir gerade einfiel beim Aufschreiben und im Kontext mit dem anderen Traum. Ich gehe mal davon aus, dass ich jetzt den Affenkäfig verlassen habe und auf einem neuen Weg bin. Das ist für mich erstmal kein angenehmes Gefühl, da ich mich unter anderem in die Tiefen meines Unterbewusstseins bewegen möchte, und ein paar für mich problematische Eigenschaften meiner Selbst bearbeiten möchte.
Es braut sich was zusammen, das heißt, ich weiß schon, dass der Weg nicht einfach wird. Der Güterzug hat was mir Arbeit und Industrie und Transport zu tun. Aber die Maschinen laufen leer beim Transport. Das erscheint mir unsinnig. Mein erster Gedanke ist, es wäre sinnvoll, sie für den Transport auszuschalten. Fast werde ich mitgerissen und davor habe ich Angst. Hier muss ich glaube ich den zweiten Schritt in der Traumdeutung gehen. Mein erster Impuls ist des, die Maschinen müssen ausgeschaltet werden. Aber vielleicht ist das oft sinnvoll, nur bei mir nicht. Vielleicht sollte ich mich mitreißen lassen und meine Gefühle und Gedanken auf dem Transportweg schon "zermalmen" lassen und den Maschinen Arbeit geben.

Dann der Bus. Heute hatte ich den Eindruck, dass der Bus für meine Arbeit stehen könnte, ich bin dort mit meinen Kollegen unterwegs, wir sind eine Reisegesellschaft. Ich rege mich darüber auf, dass die Kollegen ihr Zeug nicht aufräumen. Es ist eine Überschwemmung. Ich kann mich emotional nur schlecht davon distanzieren und fühle mich unwohl.

Genauso geht es mir, wenn ich jetzt per Email zum Beispiel kurz in das Firmenleben hineinschaue, ich bin gerade im Urlaub, lese aber sporadisch alle zwei Wochen mal meine Mail. Sobald ich die Mails lese, werden bei mir bestimmte Trigger angestoßen (der Unrat im Bus), die mich emotional sofort explodieren lassen (die Überschwemmung). An dieser Stelle würde ich gerne etwas bewegen. "Über den Dingen stehen" oder "Den richtigen Umgang damit finden", was auch immer das bedeutet. Sagt mein Traum mir noch mehr dazu?

Gefühle zu Überschwemmung?
Bei diesen ganzen Überschwemmungsträumen kommt immer deutlicher das Gefühl über den Unrat und Gestank danach zum tragen. Der Schmodder und die Leichen und die weggeschwemmten und zerstörten Dinge müssen aufgeräumt werden. Ich empfinde Ekel dabei, es ist unangenehm.
Bin ich der Verursacher der Überschwemmungen? Wahrscheinlich schon. Und es ist schwer, nach den emotionalen Ausbrüchen wieder Ordnung zu schaffen.
Die Unordnung im Bus hat allerdings damit nichts zu tun, die ist in diesem Fall nicht von mir verursacht.

Warum Zug und Bus?
Beim Reisebus ist es mir relativ klar, ich bin bei der Arbeit gemeinsam mit anderen Leuten unterwegs und bestimme die Einzelziele nicht selber. Ich habe mir diese Reise ausgesucht, folge aber dem vorgegebenen Programm und habe nur beschränkt Einfluss darauf, wo wir halten werden.
Der Zug ist eigentlich ja noch eingeschränkter als ein Bus. Er muss den Geleisen folgen. Dort werden gleichzeitig harte Brocken bearbeitet und Güter transportiert. bzw. im Augenblick wird gar nichts bearbeitet, aber ich habe diese Option, wenn ich mich mitreißen lasse. Ich habe Angst, dass ich mitgerissen werde, aber ich habe dabei nicht Angst davor, unter den Zug zu kommen, sondern in die Maschinen zu kommen.

Wie sehen die Maschinen aus?
Wie schon gesagt: sie sind benutzt, teilweise rostig. Aber es sind große Industriemaschinen, wie sie in Bergwerken oder bei groben Arbeiten eingesetzt werden. Sie sind gut in Schuss und funktiontstüchtig und offensichtlich schon gut genutzt worden. Sind es vielleicht Maschinen, die ich in der Vergangenheit schon verwendet habe?

Hier komme ich immer noch nicht so richtig weiter. Ich denke, dass hier noch etwas fehlt.

Viele Grüße
Firlefunke
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Re: Der Güterzug und der Bus

Beitragvon oYo » Di 21. Jan 2014, 18:30

Hallo Firlefunke,

ohne den Traum jetzt zu verstehen - ich habe ihn ja gerade erst gelesen - fällt mir spontan zu Deinen Gedanken eine Frage ein, die mir sinnvoll erscheint: Wenn Du es zulassen würdest, in die Maschinen zu geraten, was für ein Gefühl löst das in Dir aus?

Magst Du morgen oder später noch mehr Fragen oder willst Du erstmal noch alleine an dem Traum weitermachen? :-)

Das macht Spaß, da kann ich mich ja ganz entspannt zurücklehnen und zugucken... :lach: :matte:

oYo :corn:
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Re: Der Güterzug und der Bus

Beitragvon Firlefunke » Di 21. Jan 2014, 19:36

oYo hat geschrieben:Wenn Du es zulassen würdest, in die Maschinen zu geraten, was für ein Gefühl löst das in Dir aus?


Im Augenblick spüre ich die Angst nicht mehr. Ich bin eher neugierig und ich bekomme eine Art Lust, mich intensiver mit den Maschinen auseinanderzusetzen. Genau wie im Fitness-Studio, wo ich auch immer mehr Spaß daran habe, mit den Maschinen, Gewichten, Bändern und Stangen zu arbeiten.

Ich bin für weitere Fragen offen :trippel:

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Re: Der Güterzug und der Bus

Beitragvon oYo » Mi 22. Jan 2014, 18:21

Hallo Firlefunke,

also gut, ich versuchs mal. Da ich selbst den Traum noch nicht wirklich verstanden habe, stelle ich jetzt einfach mal Fragen, die ich mir selbst zu dem Traum stellen würde. Es sind eine ganze Menge. Du mußt natürlich nicht alle hier schriftlich beantworten. Vielleicht nur das, wo Du das Gefühl hast, es hat Dich im Traumverständnis weitergebracht. Und natürlich nur das, was Du hier preisgeben möchtest, das ist ja eh klar. :-)

Der Traum mit dem Zug:
- Was für ein Gefühl hattest Du während dieses Traums? Erinnert es Dich an ein Gefühl, das Du in letzter Zeit tagsüber hattest?
- Du schreibst, daß Du nun aus dem Affenkäfig rausgetreten bist. Dir sind dazu spontan bestimmte Eigenschaften eingefallen, mit denen Du Dich beschäftigen möchtest. Könnten diesen Eigenschaften mit dem Zug etwas zu tun haben? Wenn ja, welche fühlt sich am ehesten so an, als gehöre sie zu diesem Zug?
- Die Gleise verlaufen in Schlangenlinien. Woran erinnert Dich das?
- Du weißt nicht, was die Maschinen genau machen, hast aber kurz die Idee, sie könnten Steine zermalmen. Was wären das für Steine? Welches Gefühl hast Du ihnen gegenüber? Welchen Grund könnte es haben, daß sie zermalmt werden?
- Hast Du ein Gefühl, von wo nach wo die Maschinen transportiert werden könnten?
- Wem könnte dieser Zug bzw. das, was darauf transportiert wird, gehören? Hast Du ein Gefühl zum 'Besitzer'?
- Inzwischen empfindest Du die Maschinen wie eine positive Herausforderung (wenn ich das so verkürzen darf). Wenn Du Dir vorstellst, Dich mit den Maschinen zu beschäftigen, wo im Körper spürst Du das am stärksten?

Den Traum mit dem Reisebus hast Du ja zum Teil schon gedeutet. Dazu also nicht allzu viele Fragen:
- Hat dieser Traum auch etwas mit den Eigenschaften zu tun, die Du beim Zugtraum erwähnt hast und mit denen Du Dich auseinandersetzen möchtest?
- Was für ein Gefühl war es, nicht für die anderen aufzuräumen?

Hmm, viel mehr fällt mir jetzt nicht ein. Ich bin gespannt, ob Du damit etwas anfangen kannst. :trippel:

(morgen, also Donnerstag sind wir unterwegs, ich kann also erst Freitag wieder antworten)

Bis bahaaald, oYo :wave:
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Re: Der Güterzug und der Bus

Beitragvon Firlefunke » Do 23. Jan 2014, 21:20

Heyho,

vielen Dank für die Fragen. So langsam entschwindet der Traum, aber mal schauen, ob ich mich nochmal damit verbinden kann... Ich bleibe mal hauptsächlich beim Teil mit dem Zug.

Was für ein Gefühl hattest Du während dieses Traums?
Als ich sehe, dass sich etwas zusammenbraut, fühle ich mich unwohl und angespannt. Ein leichter Knoten in der Brust. Als mich der Zug fast mitreißt, habe ich Angst. Von den Maschinen geht etwas Bedrohliches aus.

Dir sind bestimmte Eigenschaften eingefallen, mit denen Du Dich beschäftigen möchtest. Könnten diesen Eigenschaften mit dem Zug etwas zu tun haben?
Im Prinzip geht es im Traum um das, was dann im zweiten Bild mit dem Bus auftaucht. Ich bin genervt von der Schlampigkeit der anderen und erwarte einen gewissen "Ordnungssinn", den ich in bestimmten Situationen für unablässig halte. Ich würde gerne einen guten Weg finden, mit dem Gesamtproblem umzugehen. Auf der einen Seite ist diese gewisse Ordnung unerlässlich auf der anderen Seite bin ich da manchmal sehr penibel oder übertrieben. Oder es gelingt mir nicht, die Bedeutung der "Ordnung" zu vermitteln.

Wenn ja, welche fühlt sich am ehesten so an, als gehöre sie zu diesem Zug?
Dieser übertrieben gesprochen "Ordnungswahn" ist wie die Maschinen. Ich habe schon viel damit gearbeitet, aber er arbeitet hier gerade "leer".

Die Gleise verlaufen in Schlangenlinien. Woran erinnert Dich das?
Mir kommt der Ordnungssinn in die Quere. Es gibt keine einfache, gerade Weise, damit umzugehen.

Du weißt nicht, was die Maschinen genau machen, hast aber kurz die Idee, sie könnten Steine zermalmen. Was wären das für Steine? Welches Gefühl hast Du ihnen gegenüber? Welchen Grund könnte es haben, daß sie zermalmt werden?
Die Steine sind verschiedene Probleme - die Maschinen (Ordnung/Aufräumen) können im Prinzip diejenigen Probleme mildern, bei denen ein strukturiertes Vorgehen hilfreich ist.

Hast Du ein Gefühl, von wo nach wo die Maschinen transportiert werden könnten?
Ich möchte die Maschinen dort haben, wo sie sinnvoll einsetzbar sind. Allerdings sagt mir mein Traum an dieser Stelle nichts darüber, wo das sein könnte. Ich fühle mich mitgerissen und habe Angst. Das ist immer dann, wenn sie an der falschen Stelle eingesetzt werden oder nicht gut wirken. Ich denke, dass sie prinzipiell eine wichtige Funktion haben aber oft falsch eingesetzt werden oder an Stellen, wo sie nicht wirken.

Wem könnte dieser Zug bzw. das, was darauf transportiert wird, gehören? Hast Du ein Gefühl zum 'Besitzer'?
Ich glaube schon mir.

Inzwischen empfindest Du die Maschinen wie eine positive Herausforderung (wenn ich das so verkürzen darf). Wenn Du Dir vorstellst, Dich mit den Maschinen zu beschäftigen, wo im Körper spürst Du das am stärksten?
In der Brust beim Herzen. Es ist mir wichtig.

Was für ein Gefühl war es, nicht für die anderen aufzuräumen?
Es fühlte sich richtig an. Ich habe mich aber trotzdem geärgert.

Vielen Dank für die Fragen. Für mich reicht das erstmal, ich würde gerne dann bei Gelegenheit mit neuen Träumen weitermachen.
Wenn du jetzt noch eigene Ideen zu dem Traum haben solltest, fände ich es schön, wenn du sie mir erzählst.

War jetzt mal witzig, so vorzugehen, wobei die Unterbrechungen durch das zeitversetzte Posten dazu führen, dass ich die Verbindung zu dem Traum zwischendurch verliere und irgendwann keine Lust mehr habe, mich damit auseinanderzusetzen.

Liebe Grüße und VIIIIEEELEN Dank!!! :kuss: :blume:
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Re: Der Güterzug und der Bus

Beitragvon oYo » Fr 24. Jan 2014, 14:23

Hallo Firlefunke,

toll, das sind doch sehr konkrete Ergebnisse, finde ich. ;-) Ich habe mich jetzt ganz bewußt nicht so intensiv mit dem Traum auseinander gesetzt, weil ich die Fragestellungen nicht aufgrund einer eigenen Deutung zu sehr in eine bestimmte Richtung lenken wollte. Aber ich beschäftige mich jetzt gern nochmal mit dem Traum. :-)

Ja, ich glaube, der große Zeitversatz ist bei dieser Methode wohl das größte Problem. Inzwischen hast Du ja vermutlich schon wieder neue Träume geträumt, die mit anderen Gefühlen verbunden sind und den Traum vielleicht schon fortgeführt und verändert haben oder sich mit anderen Themen beschäftigen. Wir können das vielleicht ein bißchen abkürzen beim nächsten Mal. Wenn Du den Traum postest und Deine ersten Ideen und Assoziationen aufgeschrieben hast, schreibst Du einfach kurz, ob Du noch weitere Fragen haben möchtest oder ob Du mit der Deutung schon glücklich bist. Ich muß den Traum ja zunächst nicht verstehen, um mir Fragen dazu auszudenken. :-)

Hier also meine Ideen:

Ein Güterzug transportiert oft etwas Wertvolles. Ich verstehe ihn gern als guten Zug, es könnte also tatsächlich um einen Zug, eine Eigenschaft von Dir gehen. Das 'Gute' daran ist für mich eher eine Fragestellung des Traums nach einer Bewertung: ist das, was diese Eigenschaft für Dich transportiert, also vermittelt, wirklich gut oder nicht? Wie Du so schon schreibst, für diesen Zug gibt es keinen geraden Weg, sondern immer ein Hin und Her. Vielleicht im Gefühl, vielleicht in der Art, wie Du handelst. Und da mahlen die Mühlen im Leerlauf. Mir ist dazu spontan so eine Art Grübelei eingefallen, so ein Denken und Denken und Denken, selbst wenn es gerade gar nichts zu bedenken gibt. Dieses Grübeln kann durchaus auch im Gemüt stattfinden, es muß also nicht rein kognitiv sein. Es ist ein Automatismus, der im Hintergrund läuft und im Grunde wahllos alles aufgreift, was in die Maschine hineingerät. Und durch dieses Hin und Her gerät einiges hinein, was vielleicht gar nicht hinein gehört.

Wie Du schon schreibst, diese Maschine ist wohl eher dafür gedacht, große, grobe Brocken zu zermalmen, harte, problematische Dinge des Lebens anzupacken und zu verarbeiten. Auch wenn diese Maschine vielleicht bei genug Durchläufen feinsten Staub machen könnte (ich weiß ja nicht, wie die Maschine aussieht), ist das, so glaube ich, vielleicht gar nicht sinnvoll. Denn die Verdauung von harten Brocken ist so ähnlich wie beim Essen. Im Mund wird das Essen gut durchgekaut, um nicht einen großen, schweren Brocken schlucken zu müssen, aber der größte Teil der Verdauung geht dann ja über Zerkleinerung durch verschiedenste Säfte, nicht mehr durch Zermalmung. Kurz und gut: über Problemen grübeln ist wichtig, aber nur der erste Schritt. Und nicht jedes Problem, das einem zufällig in die Mühlen gerät, ist es wert, begrübelt zu werden.

Deswegen finde ich es toll, daß Du im zweiten Teil des Traums beschließt, daß diese Unordnung nicht Deine Sache ist, obwohl sie Dich sehr unangenehm berührt und Du das Gefühl hast, sozusagen knietief in dem Problem zu stehen, wenn Du es siehst. Da ist Dir etwas vor Deine Grübelmaschine geschlingert und Du hast die Entscheidung getroffen: nein, das gehört nicht in diese Maschine hinein. :ok:

Letztendlich ist das jetzt eigentlich nur meine Perspektive auf die Deutung, die Du bereits gefunden hast. :lupe: Ich weiß nicht, wie ich den Traum gedeutet hätte, wenn ich Deine Gefühle und Assoziationen dazu nicht gekannt hätte. :lach:

Das hat Spaß gemacht. :narr:
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