Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Alles rund ums Träumen

Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon oYo » Mo 28. Feb 2011, 17:21

Hallo Ihr alle,

ja, was soll ich sagen. Immer wieder stehe ich vor demselben Problem: schreib ich es oder schreib ich es nicht? :hm: Da mich das wirklich bewegt, möchte ich Euch ein bißchen davon erzählen und bin sehr sehr neugierig, wie Ihr darüber fühlt und denkt. :-)

Ich denke, jeder von uns liebt es, wenn er tolle, faszinierende Träume hat, die bunt, großartig und mitreißend, strahlend, gefühlvoll und ergreifend sind. Ich jedenfalls freue mich über solche Träume immer ganz besonders. :sonne: Ich liebe den Humor von Träumen, ich lache so gerne darüber, und es macht mich auch stolz, wenn ich so einen richtigen 'Glanztraum' habe. Da fühle ich mich von Seele so richtig verstanden, spüre die Kraft, die mir der Traum schenkt, erfreue mich am Lob und an der Unterstützung, die mir zuteil wird. :ja:

Und als Traumdeuterin freue ich mich natürlich auch riesig, wenn andere Menschen solche Träume haben! Es ist einfach eine Lust, solche Träume zu deuten, hinzuweisen auf die besonders tollen Stellen, die wundervolle Schönheit des Traumes zu würdigen und dem Träumer zu bestätigen: 'Das ist wirklich ein ganz ganz besonderer Traum.' :bravo: Eigentlich wünsche ich uns nur solche Träume, die uns weiterhelfen, uns Kraft geben, uns den Weg weisen, die uns in magische Vibration versetzen, die uns das Gefühl geben: Wir werden vom Leben und von der Lust getragen. :mm:

Tja, aber leider gibt es da ja auch noch diese Träume, die mitunter auf eine sehr klare und deutliche Art Situationen beschreiben oder Aussagen machen, die einem so gar nicht schmecken. Wer möchte sich oder seine Geliebten denn gerne kritisiert sehen? Wer will sich mit Problemen beschäftigen, die man selbst möglicherweise gar nicht mal als Problem wahrnimmt? Und wieso nehmen die Träume das, was einem gerade wirklich zu schaffen macht, anscheinend gar nicht wahr oder blenden es völlig aus? Das Unbewußte und Seele kommen manchmal so arrogant daher, so penetrant, manchmal sogar schwer beleidigt oder beleidigend, manchmal überheblich besserwisserisch, manchmal sehr befremdlich. Wieso machen Träume das? Dann doch lieber einen langweiligen, nichtssagenden Traum, der einfach so dahinplätschert. Oder? :grmpf:

Ich habe ja das große Glück, mit einem sehr guten Traumdeuter zusammenzuleben. Der darf mir gerne sagen, was er in meinen Träumen sieht, und das tut er auch. Aber manchmal macht mich das schon wütend, ich bin wirklich beleidigt und verletzt und sage: 'Das stimmt doch gar nicht! Das bedeutet der Traum nicht!' Naja, manchmal stimmt es wirklich nicht, jeder Traumdeuter kann sich ja schließlich mal irren. :blbl:

Xephyr geht dann gleich einen Schritt zurück und sagt: 'Stimmt, das hat der Traum wirklich nicht gesagt.' Ein Glück, ich kann mich dann wieder beruhigen und fühle mich im Recht. :lach: Aber wenn ich dann etwas Abstand gewonnen habe, dann muß ich zu meiner Schande gestehen, daß an der Deutung doch oft ein Körnchen, noch öfter ein dicker Stein Wahrheit ist. Ich kann mit Kritik einfach nicht besonders gut umgehen, besonders, wenn sie aus meinen eigenen Tiefen kommt. Aber dann, bei genauer Betrachtung, ist es eigentlich auch gar keine Kritik. Es ist eine Perspektive, eine Wahrheit, die mir möglicherweise genau die Erkenntnis bringt, die mich zu einer Entscheidung befähigt. Ich kann mein Verhalten oder meine Einstellung ändern, ich kann etwas tun, mein Weltbild den Gegebenheiten anpassen, ich kann mich sogar dafür entscheiden, es so zu lassen, wie es ist. Und ganz ehrlich - ich entscheide mich auch manchmal dafür, die Traumdeutung oder die Traumaussage doch als falsch und schrottig zu bewerten. Schließlich sind meine Träume auch nicht allwissend und haben nicht immer und stets eine Lösung für alle Probleme parat. :hmpf:

Tja, und wie ist das mit den Träumen anderer Leute? Xephyr und ich haben sehr viel Erfahrung mit Träumen und Traumdeutung, und oft sprechen wir auch über Träume sehr intensiv, die schwer zu verstehen sind. Das ist manchmal wie Rätselraten, da wird so lange gedreht und gewendet, gelacht, gealbert, intuitiv nachgespürt, wieder nachgedacht, bis es plötzlich *klick* macht - und da ist die Deutung. Für uns beide oft ganz klar und deutlich, wir haben beide das Gefühl: 'Das ist es.' Ja, ich gebe zu, wir sind dann schon meistens sehr davon überzeugt, daß das die Kernaussage des Traumes ist. :smileo:

Aber natürlich sind wir auch Menschen mit Vorurteilen, mit eigenen Weltbildern, eigenen Erfahrungen und Vorstellungen. Und das fließt selbstverständlich in die Traumdeutung mit ein. Auch wenn man sich sehr bemüht, sich in die Situation und die Perspektiven des Träumers hineinzufühlen, so ist man doch nie frei von den eigenen Überzeugungen. Und außerdem kann es ja auch immer passieren, daß man tatsächlich den Traum völlig falsch verstanden hat, daß man etwas übersehen hat oder daß man etwas einfach nicht weiß, weil man den Träumer nicht so gut kennt oder es zu intim ist, als daß er es erzählen wollte. Ja, ich frage mich oft: 'Wer gibt mir denn das Recht zu behaupten, der Traum bedeute dieses oder jenes?' Ist das nicht auch eine Form der Arroganz und Überheblichkeit? :glubsch:

Andererseits hat der Träumer ja auch ein Anliegen, wenn er seinen Traum erzählt und nach dessen Bedeutung fragt. Er möchte schließlich gerne verstehen, was seine Träume ihm da zu sagen haben. Und wenn ich doch die Möglichkeit habe, den Traum vielleicht zu verstehen und ihm zu deuten? Natürlich möchte ich da gerne weiterhelfen, natürlich möchte ich die Begeisterung für Träume wecken, natürlich wünsche ich mir, daß andere sich auch mit Träumen beschäftigen, sie besser verstehen und sich auch trauen, die Träume anderer zu deuten. Das liegt mir nunmal am Herzen, das ist mein Wesen. :achja:

Wenn aber nun der Traum eine Aussage macht, von der ich glaube, daß sie der Träumer nicht hören möchte, dann wird es für mich echt schwierig. Zum Einen ist das manchmal so intim, daß es einfach nicht in ein öffentliches Forum gehört, zum Anderen ist es manchmal eine so unschöne Aussage, daß ich niemals wagen würde, so etwas jemals selbst über diese oder jene Person zu denken. Aber wenn ich das doch nunmal in dem Traum gesehen habe? Und wenn der Träumer vielleicht gerade mit dieser Information etwas anfangen kann? Wenn er aber nichts davon hören will und das Gefühl hat, ich mische mich in sein Leben ein und stelle blöde Behauptungen auf, die gar nicht stimmen? :schulter:

Ja, da wird das Träumedeuten manchmal zu einer Gradwanderung. Ich versuche, meine Deutung irgendwie rüberzubringen, so zu formulieren, daß klar wird: 'Dies ist natürlich nicht die unbedingte Wahrheit, ich kann mich auch irren', aber auch: 'Vielleicht entdeckst du ja etwas darin, das dir etwas sagt'. Andererseits der Versuch, dabei nicht übergrifflich zu werden oder zu beleidigen, nicht zu sehr in die Intimsphäre des Träumers einzugreifen, ihn nicht mit heiklen Aussagen total vor den Kopf zu stoßen. Denn natürlich hat er jedes Recht, dann sauer auf mich zu sein und nie nie mehr mit mir zu reden. :nope:

Ich habe auch schon versucht, nur ein paar Ideen einzustreuen und dann den Träumer dahin zu führen, daß er seinen Traum selbst deuten kann. Aber das ist gar nicht so einfach und führt leider oft dazu, daß der Träumer doch letztendlich wieder auf sich selbst zurückgeworfen ist und somit mit seinem eigenen Traumverständnis eigentlich keinen Schritt weiter gekommen ist. Ich glaube, dieses Vorgehen ist einfach viel zu aufwendig, kostet mich ehrlich gesagt auch zu viel Kraft und führt meist zu einem eher unbefriedigenden Ergebnis. Darum habe ich inzwischen den Mut, Träume auf meine Weise zu deuten und dem Träumer selbst zu überlassen, was er mit der Deutung anfängt - ob er sie verwirft oder ob er vielleicht darin etwas für sich findet... :-)

Ich für mich persönlich habe jedenfalls irgendwann einmal entschieden, daß ich mir gerne eine vorbehaltlose Deutung anhöre. Ich kann ja immer noch erklären oder zeigen, warum ich etwas so nicht fühle oder anders wahrnehme. Aber die Gefahr, daß ich wütend werde oder beleidigt bin, nehme ich damit natürlich auch in Kauf. Aber ist das so schlimm? Für einen Moment ja, in diesem Moment ist es sehr schlimm. Aber mit etwas Abstand, aus einem etwas größeren Blickwinkel betrachtet, naja, kann ich doch eigentlich einigermaßen damit umgehen - glaube ich. :zwins:

Und was denkt Ihr darüber? :lupe:

oYo :blume:
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Re: Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon alea » Mo 28. Feb 2011, 21:49

Hallo oYo,

"Segen" und "Fluch" trifft es wirklich gut,so sehe ich meine Träume auch.

Ich habe öfters mal Träume,die dann wahr werden.Manche sind so schön,einfach ein Segen,aber die gibt es ja leider auch die andere Seite :cry: .
Neulich träumte ich das ich mich mit meiner Mutter,die seit fast 5 Jahren tot ist,gestritten habe.Uns steht ja ein Umzug bevor und ich habe etwas Schwierigkeiten damit,da wir früher schon sehr oft umgezogen sind.In dem Traum schrie ich meine Mutter an:"Wir sind dank euch so oft umgezogen,ich habe einen seelischen Knacks deswegen!"
Beim Aufwachen war ich darüber entsetzt und schämte mich,daß ich mich in diesem Traum so benommen habe.Denn eigentlich denke ich sehr liebevoll über meine Mutter.Aber irgendwie kann man denke ich seinem Unterbewusstsein nichts vormachen,in Träumen wird die bittere Wahrheit hervor geholt.

Auch habe ich,ein paar Wochen bevor meine Mutter an Krebs starb,eben geträumt das sie an Krebs sterben wird,und das noch vor Weihnachten.Da wusste aber noch niemand von ihrer Krankheit,auch sie selbst nicht.Ich habe das als Alpträume abgetan und ihr nichts davon erzählt.Und sehr oft werfe ich mir selber vor das ich es besser getan hätte.Vielleicht hätte ich sie dazu bewegen sollen zum Arzt zu gehen uns sich durchchecken zu lassen.Ich befürchte nur sie hätte meine träume nicht ernst genommen.Als ich 18 war,also vor 13 Jahren,träumte ich schon mal sie würde an Krebs sterben.Aber nur einmal.

Dann erinnere ich mich an einen Traum den ich vor ca.7 Jahre hatte.Da träumte ich von der beerdigung meines Vaters (ist schon seit 14 Jahren tot).Es waren viele bekannte da,auch meine Mutter und mein Stiefvater.Die Trauerfeier fand in dem Ort statt an dem ich als Kind mal wohnte,auf einer Wiese.Meine mutter,mein Stiefvater und ich standen auf der einen Seite der Wiese,die anderen Gäste auf der anderen.Es war ein ganzes Stück zwischen den Seiten.Da sagte meine Mutter:"Ich rufe jemand von der anderen Seite damit er dich zu sich holt,du gehörst zu ihnen,nicht zu uns."Naja,kurz danach starb dann mein Stiefvater,den ich sehr lieb hatte,und meine Mutter ja dann auch.
Damals habe ich nicht begriffen was das zu bedeuten hatte,dafür jetzt umso mehr..

Ich habe auch früher auch öfters geträumt das eine freundschaft oder Beziehung kaputt geht,und dann war es tatsächlich so.Mit meiner besten Freundin hatte ich eine lange zeit keinen Kontakt mehr,weil wir uns heftig gestritten haben.Ich redete mir immer ein das es mir egalist,daß sie mir egal ist und ich sie nicht brauche.Aber meine Träume sagten was anderes.Und sie hatten Recht.Zum Glück ist heute wieder alles ok mit uns und wir haben uns versprochen das uns nichts mehr auseinander bringt.

Vor einigen monaten träumte ich öfter von Skorpionen.Einmal hat mich einer im Traum gestochen,in die Hand.Eine Ärztin kam und sagte:"Mach dir keine Sorgen,du bist immun gegen das Gift."Eine kurze Zeit später bekamen wir heftigen Streit mit unserer Vermieterin.Sie hatte schon alle nachbarn raus geekelt,jetzt sind wir an der Reihe.

Ich denke das Unterbewusstsein will uns warnen mit solchen Träumen,uns vielleicht auch auf schlimme Situationen vorbereiten.Was ich so schlimm finde,man kann diesen träumen nicht entkommen.Man weiß,irgendwas passiert,und man kann es nicht verhindern.Du hast recht,da lieber einen langweiligen Traum der so vor sich hinplätschert :).

Jedenfalls könnte ich gut auf diese Träume verzichten.Aber da gibt es ja auch noch die schönen Dinge,die wahr werden.


Vor kurzem hatte ich den schönsten Traum seit langem wieder:

Ich fuhr erst ganz entspannt mit dem Bus,alleine.Ansonsten fühle ich mich immer einsam wenn ich im Traum alleine bin,in diesem aber nicht.Ich fühlte mich großartig!Ich legte die füße hoch im Bus,und da fiel mir auf das ich die Schuhe meines kleinen Sohnes trug :laugh:.Zwar in meiner Größe,aber die selben Schuhe.dann fur ich mit meinem Mann im Auto durch eine atemberaubend schöne Landschaft.Mit Weinbergen und blühenden Rapsfeldern.Am Ende bin ich in ein Cafe gegangen,wieder alleine,aber ich fühlte mich immernoch toll :ja:.Ich hoffte das ich nicht zu spät sei und sie schon zu hatten.Aber sie hatten gerade erst aufgemacht.Das italienische cafe gehörte einer älteren Frau und ihrer Tochter.Ich setzte mich an einen tisch,außer mir war nur noch ein älterer Mann da.Ich rauchte in dem Traum auch wieder,und ging mit samt Zigarette nach vorne um zu bestellen.Ich sah mich um,aber nirgendwo war ein Schild was auf Rauchverbot hinwies.Und selbst wenn,es war mir egal.Ich bestellte bei einem Kellner einen Latte Macchiato,und er meinte "kommt sofort."Was mich auch überrascht hat.Wenn ich sonst von Cafes oder Restaurants träume werde ich nicht bedient.Man übersieht mich einfach,oder andere drängeln sich vor.Oder ich traue mich nicht mir etwas eigenes zu bestellen,sondern nehme immer das Gleiche wie meine Begleiter,um ja nicht aufzufallen.

Naja,so richtig umzugehen weiß ich mit den schlimmeren Träumen noch nicht so recht.Die Angst ist doch zu groß das es wahr wird.
Hast du einen Weg gefunden damit umzugehen?


Viele liebe Grüße!
alea
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Re: Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon oYo » Di 1. Mär 2011, 14:12

Hallo Sandy,

daß Träume manchmal wahr werden, so wie Du es erlebst, ist bei mir in der Art eigentlich noch nicht aufgetreten. Zwar kann ich im Nachhinein oft in Träumen erkennen, daß sie den Verlauf meines Lebens ein Stück weit vorhergesehen haben, aber das weiß ich ja nicht, wenn ich den Traum träume. Ich glaube, das Unbewußte schaut ein bißchen in die Zukunft, indem es vom jetzigen Zeitpunkt ausgeht und Möglichkeiten betrachtet. Wenn ich mich an einer Stelle meines Lebens anders entschieden hätte, hätte ich vermutlich in einem anderen Traum diesen Lebensverlauf wiederentdecken können. :grins:

Für mich sind meine Träume oft eine Hilfe, wenn es darum geht, aktuelle Situationen oder auch Geschehnisse aus der Vergangenheit einzuschätzen, sicherlich auch in Hinblick auf das Kommende. Aber für mich sind meine Träume keine Boten kommender Katastrophen, das waren sie nie. Sie drücken einfach mein Wesen aus, meine Gefühle, nehmen oft Perpsektiven ein, die mir mehr Klarheit bringen. Auch wenn es unbequem ist, kann ich damit eigentlich recht gut umgehen. Und wie ich oben schon schrieb, manchmal bin ich halt einfach sauer auf meine Träume. Aber das nehmen die und ich mit Humor. :lach:

Für mich sind meine Träume aber noch mehr. Sie bedeuten für mich einen Kontak zu dem Wesen, das ich Seele nenne. Und darin liegt für mich der größte Zauber, die Magie, das Wunder der Träume.

Eigentlich bedeutet die Frage, wie man mit den unangenehmen und schrecklichen Träumen umgeht, ja auch nichts anderes als: Wie gehst Du mit dem Leid und den Problemen des Lebens um? Denn genau das spiegeln die Träume ja. Ich fürchte, darauf kann ich Dir gar keine Antwort geben. Ich denke, jeder muß da letztendlich seinen eigenen Weg finden. :hmm:

Mir ging es in meinem Beitrag um das Traumdeuten aber vor allem auch um die Problematik, daß es oft nicht so einfach ist, anderen Leuten zu sagen, was man in ihren Träumen sieht. Es ist halt immer wieder ein Abwägen, was man sagt und was nicht. Denn auch wenn immer klar ist, daß ich mich irren kann, besteht ja doch die Gefahr, daß ich den anderen verletze und er das Gefühl hat, ich würde ihm etwas in seinen Traum 'hineininterpretieren'. Und das möchte ich natürlich nicht. ;-)

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Re: Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon animallovesandy » Sa 19. Mär 2011, 14:19

In letzter Zeit merke ich, dass ich so gut wie keine "schönen" Träume habe und das macht mich auch ein wenig traurig :sad: Überraschend ist das für mich nicht, ich weiß, dass es mir nicht besonders geht und das spiegeln natürlich auch meine Träume.
Ich hoffe insgeheim auf einen Traum, der mich tiefberührt und gleichzeitig ermutigt, in dieser schweren Zeit nicht unterzugehen. Ich warte irgentwie auf ein Zeichen, das mir laut durch Schwierigkeiten hilft. Denn ich komm da zurzeit gar nicht raus.

Ich finde es dazu beklemmend, dass ich im Grunde nurnoch Träume über meine Vergangenheit habe und die war für mich eben nicht besonders rosig. Ehrlich gesagt, will ich die Deutung der Träume gar nicht mehr hören.....haben doch sowieso damit zu tun. :urks:
Ist doch lächerlich...als würde ich meine Augen vor allem Unangenehmen verschliesen und "blind " durch die Welt gehen.
Was einen nicht umbringt, macht einen nur noch stärker...weiß nicht, ob dass bei mir soo angebracht wäre :sad:

Ich denke darüber wirklich viel nach: die Träume spiegeln ja, wie ICH das Leben sehe und aufnehme
lG
Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis.
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Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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Re: Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon oYo » Sa 19. Mär 2011, 19:08

Hallo Sandiih,

ohje, Du bist traurig? :trost: :hug:

Daß Dich die Träume von Deiner Vergangenheit beklemmen, kann ich sehr gut verstehen. Leider läßt sich an dem, was Du erleben mußtest, nichts mehr ändern. Klar, daß Du davon nichts mehr wissen willst und es am liebsten einfach vergessen würdest. Das Dumme daran ist, daß vor dem Vergessen das Verdrängen ins Unbewußte kommt, und dort rumort es nun herum und meldet sich in Deinen Träumen - logisch, denn da begegnest Du ja Deinem Unbewußten. :lupe:

Ich habe in meiner Teenyzeit auch Dinge erlebt, die noch heute in meinen Träumen auftauchen und mit denen ich immer noch nicht im Reinen bin. Gerade heute Nacht habe ich wieder davon geträumt und habe - wie so oft - am Ende die Flucht ergriffen. Dabei kann ich mit der Thematik inzwischen sehr gut umgehen und habe für mich auch schon vieles in den Träumen verbessern können. Ein Horror ist es in meinen Träumen schon lange nicht mehr, aber unangenehm schon. Vor zwei Tagen habe ich mir überlegt, daß ich nun nicht mehr die Flucht ergreifen will. Das war für lange Zeit das Beste, was ich tun konnte, aber jetzt habe ich mir vorgenommen, die Situation, in die ich immer wieder mal im Traum gerate, grundlegend zu verändern und zu verbessern. Da ich ja schon einige Jährchen damit zu tun habe, weiß ich auch, daß mir das mit der Zeit gelingen wird, aber das geht nicht immer so schnell, wie man sich das wünscht. :wart:

Was ich damit sagen will? Ich fürchte, Du wirst damit leben müssen, daß Deine Träume die schrecklichen Erlebnisse immer wieder aufgreifen werden. Aaaaber, die Träume verändern sich dabei. Sie suchen nach Möglichkeiten, wie Dein Unbewußtes und Du besser damit umgehen könnt, wie Ihr die Verletzungen, die geschehen sind, wieder heilen könnt. Wenn Du in Deinen Träumen nach diesen Möglichkeiten und Hinweisen suchst, dann gibt es eine sehr große Chance, daß die Beklemmung und der Horror allmählich nachlassen und eines Tages ganz verschwinden. Leider leider braucht das Zeit, und ich weiß, wie schwierig es ist, dafür den Mut und die Geduld aufzubringen. :sad:

Hier im Forum überwiegen die Träume, die mit Deiner Gegenwart zu tun haben. Das liegt sicherlich daran, daß Du die anderen gar nicht erzählen magst - was ich total gut verstehen kann. Aber wenn Du nochmal in dem Thread schaust, wo Du die Träume von den Dinosauriern erzählt hast, siehst Du schon, wie sich über die Jahre hinweg die Träume um dieses Thema verändert haben. Und auch in Deinem letzten Traum bist Du nicht ganz machtlos. Du bist immerhin Merlin, also ein Zauberer! Und Du zauberst in dem Traum, um Dir alles mal von außen angucken zu können. :ok:

Was einen nicht umbringt, macht einen nur noch stärker


Ja, das ist wirklich ein total blöder Spruch. Wer auch immer sich den ausgedacht hat, ist ein Vollidiot, ein Zyniker. Nein, ich finde nicht, daß jedes Leid einen stärker macht. Im Gegenteil, ich finde, daß ständiges Leiden einen schwächt, einem den letzten Nerv, die Kraft und die Lebensfreude aussaugt. Und darum wünsch ich Dir, daß Du den berührenden Traum jetzt haben wirst, der Traum, der Dir ganz laut ein Zeichen gibt und Dir aus Deinen Schwierigkeiten heraushilft!! :ja:

Vielleicht spielen wir einfach mal in Löylys kleiner Flugschule ein Spiel, in dem wir unsere Träume nach einem solchen Traum fragen? Natürlich kann ich nicht versprechen, daß der Traum kommt. Aber möglich ist es schon. Ich red heute Abend mal mit Xephyr darüber, wie wir einen solchen Traum rufen können. Ich könnte mir vorstellen, daß hier im Forum auch noch andere sich einen solchen Traum wünschen. ;-)

Ich habe mich übrigens total darüber gefreut, daß Du in den letzten Tagen so viele Träume geschrieben hast. Sie sind zum Teil ganz schön knifflig, eine Herausforderung zum Deuten, die ich liebend gerne annehme. :mm:

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Re: Vom Segen und Fluch des Träumedeutens

Beitragvon animallovesandy » So 20. Mär 2011, 11:20

Danke vielmals oyo, für dein aufmunterndes Schreiben :zwins:
:ok:
Ja, ich war über die letzten drei Träume selbst ein wenig erstaunt. Dafür sind mir die Letzten nicht sonderlich im Gedächtnis geblieben :zwins:
Grob weiß ich nur mehr, dass es um Schlachten und Politiker gegangen ist (hab mir letztens die italienische Revolution angesehen, kommt sicher daher!)

Ich komme wieder, wenn ich erneut was zu erzählen habe :wein:
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