Schlaflosigkeit

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Schlaflosigkeit

Beitragvon Deyja » Do 7. Jun 2012, 18:25

Hallo- ich wusste nicht genau wohin und dachte ich schreibe mal hier hinein....Hoffe das es hier hinpast- denn ich bräuchte mal einen Rat...

Momentan leide ich recht extrem unter Schlafproblemen und auch öfters Schlaflosigkeit.
Ich kenne es, das ich das ab und an mal Schubweise habe- grad im Sommer da in dieser Zeit viel zu tun ist- jedoch schleppe ich das nun schon seid mehreren Wochen herum.
Es hatte erst mit typischer innerer Unruhe angefangen aber nun ist es schon so extrem das ich manchmal nicht mal mehr in eine richtige Schlafphase komme und meisst zwischen dem wach sein und dem einschlafen klemmen bleibe (hypnagogie ?? ).

Also ich weiß das ich das was ich "träume" grad Träume-wecke mich dann genervt - bzw. mache mich wieder richtig wach um erneut Schlaf zu finden und es geht von vorn los.
Manchmal plane ich sogar während dieser Phase die Dinge die am nächsten Tag anstehen und analysiere richtig was schief gehen könnte oder wie es schneller und besser geht und was ich nebenher machen könnte und wäge Entscheidungen ab....
Irgendwann wenns dann draußen hell wird schlaf ich kurz ein- nur um vor dem Wecker mit einem "panischen" Gefühl wach zu werden- völlig unruhig und auch die Atmung ist recht schnell.

Wie gesagt kenn ich das manchmal von mir- nur langsam gehts schon körperlich über, ich vergesse zu essen und zu trinken und auch bin sehr launisch zur Zeit ...

Meditieren klappt nur schwer durch diese Unruhe (und es blockiert auch in der Trancearbeit-.-)....
Ich will mir aber auch nichts aus der Apotheke holen.

Hat jemand eine Idee was ich machen könnte?
Oder hat jemand Erfahrung damit ?


Liebe Grüße, Deyja
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Firlefunke » Do 7. Jun 2012, 19:45

Hallo Deyja,

Schlaflosigkeit finde ich auch furchtbar, vor allem, wenn ich weiß, dass ich am Tag arbeiten muss.
Mir geht es auch in manchen Phasen so, dass ich so gegen vier Uhr aufwache und erst eine halbe Stunde, bevor mein Wecker klingelt, wieder einschlafe. Und Mittags schlafe ich dann vor meiner Arbeit ein :kissen:

Das ist natürlich bei weitem nicht so schlimm, wie bei dir. Deine Schlaflosigkeit klingt ja schrecklich :schafe:

Also richtig gute Tipps kann ich nicht geben, nur Anregungen, die vielleicht weiterhelfen. Natürlich kann ich mit einigen Ideen völlig danebenliegen, dann vergiss sie einfach!

1. Sorge dafür, dass es ganz dunkel in deinem Zimmer ist. Wenn du bei offenem Fenster schlafen möchtest und dich die Geräusche von draußen stören, verwende Ohrenstopfen (da hat man dann allerdings ein Weckerproblem, vielleicht mal am Wochenende ausprobieren, ob du den Wecker trotzdem hörst)

2. Mein Vater hat mal in einem seiner tausend wissenschaftlichen Artikel gelesen, dass Koffein erst nach 12 Stunden tatsächlich wach macht. Wenn ich abends Tee oder Kaffee trinke, kann ich prima einschlafen...ich wache dann aber um 4 Uhr morgens auf. Also Kaffee und Tee weglassen ist ganz vielleicht eine Unterstützung.

3. Meditieren oder sowas wie die Trance-Induktion hat bei mir in diesem Zustand immer das Gegenteil bewirkt. Ich bin dann schnell wieder in meine Gedanken reingerutscht und habe nachgedacht und geplant und so weiter. Hier hilft auch: Schreibe deine Gedanken auf, so dass du am nächsten morgen noch verstehst, was du gedacht hast. Dann braucht sich dein Kopf und dein Unterbewusstsein keine Sorgen mehr zu machen, dass du bis zum Morgen was wichtiges vergessen hast. Ich stehe bewusst auf und schreibe alles hin, ich habe sogar schon mal eine Stunde lang gute Ideen für meine Arbeit notiert.
Am nächsten Tag habe ich dann bei der Arbeit entschieden, was wirklich gut war und habe die Nachtarbeitszeit für die guten Ideen mit berechnet (das geht natürlich nicht immer)

4. Zitat aus "Veränderung des subjektiven Erlebens" von Richard Bandler, S. 89, 90. Hier geht es erst ums Aufwachen und dann ums Einschlafen:
Richard Bandler hat geschrieben:Betty: Ich sagte: "Ich muß jetzt aufstehen."
Ist die Stimme laut? Gibt es noch andere Geräusche, oder ist da nur die innere Stimme? Hat sie einen Klang?
Betty: Es ist eine sehr ruhige Stimme, eine sehr angenehme Stimme.
Ändert sich der Tonfall der inneren Stimme, wenn Sie immer wacher werden?
Betty: Ja. Sie wird schneller und immer klarer und deutlicher, viel aufgeweckter.

Dies ist ein Beispiel dafür, was wir als Motivationsstrategie bezeichnen. Es demonstriert nicht alles, aber es gibt uns den Schlüssel zu der Strategie, die bewirkt, daß Betty etwas macht. Sie hat eine innere Stimme, die schläfrig und ruhig klingt. Wenn die Stimme dann sagt: "Ich muß aufstehen", beginnt sie schneller zu werden, und der Klang verwandelt sich in einen, der wacher und aufmerksamer wirkt.

Ich möchte, daß Sie alle dies ausprobieren. [...] Lassen Sie diese Stimme zunächst in einem schläfrigen und ruhigen Ton sprechen.... Lassen Sie sie nun etwas schneller sprechen, lauter und wacher werden. Nehmen Sie dabei wahr, wie Ihre Gefühle sich ändern....

[...]
Viele Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden, machen so etwas. Sie führen Selbstgespräche mit einer lauten, hohen aufgeregten Stimme, und das hält sie wach - sogar dann, wenn sie darüber sprechen, wie dringend sie den Schlaf benötigen. Schlaflose Menschen sind meistens sehr aufgeweckt und motiviert.[...] sie halten sich dabei [beim Einschlafen] aber durch den Klang ihrer inneren Stimme immer wieder wach.
Die andere Hauptmethode, unter Schlaflosigkeit zu leiden, ist die, sich viele sehr helle, aufleuchtende Bilder anzusehen.
[...]
Ich möchte, daß Sie alle Ihre Stimme jetzt in der anderen Richtung verändern. Machen Sie sie sanfter, tiefer, langsamer und schläfriger und nehmen Sie dabei wahr, wie dies Ihr Gefühl verändert...


Mit dieser Methode schaffe ich es öfter (auch nicht immer), wieder einzuschlafen. Ich merke, dass ich wieder über viele wichtige Themen nachdenke und mache meine innere Stimme langsamer. Ich denke weiter über die wichtigen Themen nach, aber ich versuche ganz gemütlich darüber nachzudenken, mit einer ganz ruhigen Stimme. Ich mache meine inneren Bilder dunkler und schiebe sie weiter weg, zoome sozusagen raus. Und dann wenn ich wieder schneller oder lauter werde, versuche ich es nocheinmal. Meistens klappt es.
Außerdem versuche ich mich an die Gedanken und Gefühle zu erinnern, die ich habe, wenn ich schnell und gut einschlafe und diese Gefühle in mir zu wecken. Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen weiter.

Viele liebe Grüße
Deine Firlefunke
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Deyja » Do 7. Jun 2012, 20:56

Hallo Firlefunke- danke für deine Gedanken :)

Die Sache mit der Kopfstimme was der Richard Bandler da schreibt kenne ich.
Nur bin ich bei den ganzen NLP-Taktiken sehr vorsichtig.

Deine Idee die Gedanken aufzuschreiben find ich interessant-ich denke das versuche ich :ja:


Meditieren oder sowas wie die Trance-Induktion hat bei mir in diesem Zustand immer das Gegenteil bewirkt. Ich bin dann schnell wieder in meine Gedanken reingerutscht und habe nachgedacht und geplant und so weiter.


Ja genau so ists bei mir-.-

Auf jeden Fall danke ;)
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Firlefunke » Fr 8. Jun 2012, 16:14

Hallo Deyja,

Deyja hat geschrieben:Nur bin ich bei den ganzen NLP-Taktiken sehr vorsichtig.

Da würd mich ja interessieren, wieso du sehr vorsichtig bist. Magst du mir dazu was schreiben?

Ich bin diesbezüglich nur vorsichtig, solche Techniken in Bezug anderen anzuwenden, da ich kein Psychologe bin und meistens was anderes dabei rauskommt, als ich mir gedacht habe. In Bezug auf mich selber probiere ich gerne das eine oder andere aus. Schließlich probiere ich ja auch Trance-Induktion nach Xephyrs Anleitung aus und Traum-Induktion nach Ideen von oYo und Kommunikationstechniken nach Marshall Rosenberg. Alle Dinge haben etwas mit "Einfluss", "Verändern", "bewusst anders reagieren und agieren" also im weitesten Sinne mit Manipulation zu tun.

Deyja hat geschrieben:Deine Idee die Gedanken aufzuschreiben find ich interessant-ich denke das versuche ich :ja:

Freut mich :-) Da bin ich dann mal neugierig, was dabei herauskommt.

Liebe Grüße
Firlefunke
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon oYo » Fr 8. Jun 2012, 16:25

Hallo Deyja,

dieses Unterforum ist vergleichbar mit dem Ort der Zwietracht im Dämonenforum. Wir haben es für hitzige Diskussionen eingerichtet, die mit den Themen hier nicht direkt zu tun haben oder zu sehr aus dem Ruder laufen. Ich weiß, das steht hier gar nicht beschrieben, das Unterforum wurde eingerichtet und seitdem nicht benutzt. :lach: Wenn es für Dich okay ist, daß die Öffentlichkeit diesen Thread sehen kann, würde ich ihn gerne in den Tempelgarten verschieben...

Die Ideen von Firlefunke finde ich sehr hilfreich. Vielleicht nimmst Du Dir sogar vorm Schlafengehen eine halbe Stunde Zeit, um all Deine Gedanken und Vorhaben für den nächsten Tag zu notieren. Unter so heftigen Schlafstörungen wie Du habe ich zum Glück noch nicht gelitten. Aber natürlich kenne ich es auch, daß ich eine oder zwei Stunden wach im Bett liege und grübele. Das Dumme daran ist, daß man in einem Zustand zwischen Wachsein und Schlafen ist, eigentlich auch eine Form der Trance. Wenn Du Dich also länger als z.B. eine Stunde im Bett herumwälzt, lohnt es sich, sich richtig wach zu machen, aufstehen, auf die Toilette gehen, einen Schluck Wasser trinken, vielleicht etwas lesen oder ähnliches. Oder die Gedanken aufschreiben, wie Firlefunke es vorgeschlagen hat. Danach ist die Chance größer, daß man besser wieder einschläft. :snarch:

Die zitierte Methode von Bandler zielt auf die Submodalitäten ab, also auf die Eigenschaften der inneren Sinnesrepräsentationen. Da Du in diesem Falle ganz allein für Dich an denen etwas verändern kannst, halte ich das nicht für bedenklich. Du beeinflußt Dich selbst, das tust Du doch ohnehin die ganze Zeit. ;-)

Wie es aussieht, ist Deine Schlaflosigkeit Ausdruck einer allgemeinen inneren Unruhe. Vielleicht macht es für Dich Sinn, nach den Ursachen dieser Unruhe zu suchen? Du könntest z.B. eine kleine Trancereise machen mit der Frage nach den Gründen. Ich weiß, daß Du gerade unter erschwerten Bedingungen lebst und Trance auch nicht gerade einfach zu haben ist, aber dafür brauchst Du ja nicht unbedingt eine sehr tiefe Trance. Vielleicht gestattest Du auch ausdrücklich Deinem Unbewußten, die Gründe für die Unruhe in Deinen Träumen zu zeigen. Möglicherweise kannst Du dann wenigstens mal schlafen, auch wenn die Träume wahrscheinlich nicht so angenehm sind.

Ansonsten fallen mir auch nur allgemeine Beruhigungsmaßnahmen ein, z.B. ein Bad oder ein Fußbad vor dem Schlafen, eine kleine Fußmassage, ruhige, schöne Musik hören vor dem Zubettgehen, etwas Schönes malen usw. Was mir auch manchmal hilft, sind innere Orte der Ruhe, die ich mir ausdenke, wenn ich nicht schlafen kann. Man ist ja ohnehin schon in einem Zustand, in dem man meist sehr plastische und präsente Vorstellungen hat. Ich treffe mich an einem schönen Ort mit einigen meiner inneren Leute, die für so wichtige Dinge wie Arbeit, Organisation usw. zuständig sind. Die muß man sich nicht konkret vorstellen, es reicht schon, wenn man sich mit ihnen innerlich unterhält. Ich sage ihnen, daß sie gerne die ganze Nacht über alle ihre wichtigen Belange nachdenken und reden können, am besten alles aufschreiben. Aber sie sollen es an diesem Ort tun oder in ihrem eigenen Kämmerlein und mich nicht vor morgen früh mit ihren Belangen behelligen. Dann verlasse ich den Raum, wandere ein bißchen durch innere Landschaften und finde einen Ort, an dem ich meine absolute Ruhe habe. Es gibt z.B. ein ganz weiches Nest in der Krone eines Baumes, darunter liegt ein Löwe, der mich beschützt. Der Baum wächst neben einem Felsen, der etwas unterhalb der Krone endet und auf dem es eine kleine Wiese gibt. Auf dieser Wiese weidet ein Schaf. Ich kuschel mich in das Nest, in die flauschigen Decken, wünsche dem Schaf gute Nacht, schaue in die Sterne und genieße das Gefühl der Geborgenheit. Diesen Ort habe ich vor einiger Zeit einmal geträumt, er ist sehr kindlich und behütet. Das Schaf ist in meiner Vorstellung fast schon ein lebendiges Plüschschaf, das mich immer ganz lieb anguckt, noch ein paar Grashalme kaut und gemütlich zuguckt, bis ich eingeschlafen bin. Vielleicht findest Du für Dich ja auch einen oder mehrere solcher Orte der Kraft, Geborgenheit und Ruhe... :mond:

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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Deyja » Fr 8. Jun 2012, 19:37

Hey, macht natürlich nichts wenn Du´s verschiebst-wusste halt nur nicht genau wohin^^ Sry


Mit dem Ort der Ruhe und den Leuten die dort "werkeln"- das macht mich neugierig.
Und auch das ich mal eine Trancereise versuche- also irgendwo denke ich mir schon worans liegt-aber das hilft grad nicht so viel.Vielleicht kommen aber während der Reise ein paar Ideen.
Vielleicht werde ich Evan auch mal bitten da bei Seite zu stehen um mich ab und an etwas "runter zu holen" wenn ich mal wieder zu hektisch werde.
Danke ihr beiden ;)
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon oYo » Sa 23. Jun 2012, 13:41

Hallo Deyja,

wie geht es Dir denn inzwischen mit Deinem Schlaf? Hat irgendetwas gefruchtet oder kannst Du immer noch nicht richtig schlafen? :gaehn:

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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon jöckel » Mi 27. Jun 2012, 04:16

Hej Deyja,

Leider nicht ganz so zeitnah eingetroffen, möchte trotzdem meine Erfahrungen mit Schlaflosigkeit teilen. Vielleicht kannst du was davon nutzen.

Ok, zugegeben, sowas um 05:00 früh zu schreiben, führt mich gewissermaßen ad absurdum, oder schmälert evtl. die Glaubwürdigkeit. :zwins:
(jaaaaaaa bin immer noch wach, aber ist heut ne Ausnahme) Vergleichsweise zu den extremen Schlafstörungen, die ich mir über Jahre herangezüchtet hatte, bis sie unerträglich wurden, schlafe ich inzwischen bereits wieder hervorragend gut.

Was mir geholfen hat:
(für mich überraschend, hatten vor Allem scheinbare Banalitäten, stärkste Wirkung! Wirklich darauf zu achten, ist der Clou)

# achtsame, liebevolle Selbstfürsorge
:hug:
dabei für mich höchst wirkungsvoller Trick:
Stell dir vor, du seist dein geliebtes Kind. Was braucht es? Wofür wolltest du als verantwortungsvoller Elternteil sorgen, damit es ihm gut geht?

# Regelmäßigkeit :hunger:
zu möglichst gleichbleibenden Zeiten zu Bett gehen/Aufstehen
und
hierbei für mich besonders wirkungsvoll: regelmäßige Mahlzeiten! Du schreibst, daß dir auffällt, das Essen zu vergessen.
Kann mir gut vorstellen, daß hier ein Ansatzpunkt sein kann, wo dir mehr Achtsamkeit viel helfen kann.
Regelmäßige Nahrungsaufnahme macht ganz tolle Effekte! (jaha, es soll Leute geben, die vergessen das immer wieder. z.B. ich :klatsch: )

Folgende Fragen dazu waren mir sehr hilfreich:
Ist es nicht eine grobe Vernachlässigung, das zu mißachten?
Würdest du einer geliebten, dir anvertrauten Person, diese essentielle Grundvoraussetzung körperlicher und seelischer Gesundheit vorenthalten?
Und wenn diese Person bedürftig ist, unter Problemen leidet, die sich damit lindern ließen, wie kannst du verantworten, nicht dafür zu sorgen?


# Tagesplan/Gedanken ordnen :hm:
VOR dem Schlafen, SCHRIFTLICH festhalten, was durch den Kopf geht, man am nächsten Tag erledigen will. Kann unmittelbar vor dem Schlafen gemacht werden, (was für mich nicht so praktikabel war) ist auch hilfreich irgendwann im laufe des Tages zu machen. Auch hier: Regelmäßigkeit wirkt am besten.

# Einschlafrituale, :bad: :heiss: :teddy: sind sicherlich bekannt - aber auch hier macht´s eben aus, diese auch wirklich achtsam, und regelmäßig zu nutzen.

# Visualisierung beruhigender Bilder, :schafe: z.B. einer angenehm entspannenden Landschaft, in der man sich besonders wohl fühlt.

Wünsche dir erholsamen Schlaf. :baby: Das sind natürlich keine Patentrezepte, bloß das Wesentliche der Methoden, die mir geholfen haben. Möchte noch hinzufügen, daß ich dabei mit engagierten, und kompetenten Therapeuten zusammengearbeitet habe, was bestimmt auch nicht zu unterschätzen ist.

Und noch was, den Koffeein-/Nikotin-Konsum betreffend: Kann bei Manchen "paradox", also beruhigend wirken. In solchen Fällen würde Reduzierung der gewohnten Dosis die Einschlafprobleme drastisch verstärken!
Ihr seid ohne Zweifel der schlechteste Pirat, von dem ich je gehört habe!
Aber: Ihr habt von mir gehört...
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Deyja » Fr 29. Jun 2012, 19:46

Hallo ihr Lieben

Vielen lieben Dank für eure Antworten :)

@oYo

Also die letzte Woche habe ich geschlafen wie ein Stein- ich war körperlich und auch gesitig völlig geschaft-aber im Guten- durch die Arbeit.

Davor hatte ich aber auch langsam mehr Schlaf abbekommen-zwar immernoch Wachmomente gehabt-aber es ging langsam.
Geholfen hatte es mich einmal richtig auszuschimpfen und Frust abzulassen-die Gedanken die mich beschäftigten raus zu lassen.

@Jöckel

Mein Körper ist es schon seid Jahren gewohnt unregelmäßig zu essen^^
Aber Deine Gedanken mit dem achtsamen, liebevollen Selbstfürsorge sind sehr anregend-so hab ich das noch nie gesehen. ;)


Wünsche euch ein wunderschönes Wochenende :blume:
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Re: Schlaflosigkeit

Beitragvon Firlefunke » So 1. Jul 2012, 13:42

Huhu Jöckel,

reglemäßig essen...ja, das war DER Trick, wie ich bei meinen Kleinkindern es endlich geschafft habe, sie zum Durchschlafen zu bringen.
Interessant, dass das auch bei Erwachsenen hilft. Kann ich mir aber gut vorstellen, vor allem wenn ich daran denke wie schlecht gelaunt ich bin, wenn ich Hunger habe.

Toller Tipp.

Gruß
Fir Le Fun
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