Sprache im Traum

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Sprache im Traum

Beitragvon jöckel » So 26. Aug 2012, 10:22

über letzten Jahre fällt mir vermehrt auf, daß in meinen Träumen sehr viel gesprochen wird.
Leider vergesse ich sehr schnell das meiste der Sprache. Was bleibt sind die bilder und relativ vage, sinngemäße erinnerung an gesprochene inhalte.

Früher habe sogar geglaubt, es gäbe nur bilder in meinen träumen - ohne text.
zunehmend habe aber in ersten sekunden nach aufwachen, teils noch detaillierte, wortgetreue textpassagen in erinnerung.
aber sie verblassen als erstes, und zwar rapide, und fällt mir enorm schwer zu rekonstruieren.

kennt jemand hilfreiche mittel, besonders die sprache aus träumen zu behalten/erinnern?

... und worte sind doch meine sprache !
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Re: Sprache im Traum

Beitragvon oYo » So 26. Aug 2012, 11:55

Hallo jöckel, :wave:

das Problem kenne ich sehr gut, ich kann mich oft morgens erinnern, in einer bestimmten Traumszene ein ziemlich intensives Gespräch geführt zu haben - manchmal sind noch einige Satzfetzen da, aber wenn ich mich noch an den Inhalt des Gesprächs erinnern kann, bin ich schon richtig froh. Ich habe nie darüber nachgedacht, wie man sich ganz speziell solche Gespräche besser merken kann, weil die Fülle meiner Träume mich ohnehin in Atem hält. Aber jetzt wo Du es ansprichst, fällt es mir auf - es scheint wirklich schwieriger zu sein, sich Traumgespräche zu merken als Bilder und Erlebnisse. :hmm:

Ganz ehrlich, so spontan habe ich keine Idee, wie man die Erinnerung daran stärken kann. Ich werd mal drüber nachdenken... :idee: :idea:

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Re: Sprache im Traum

Beitragvon Xephyr » So 26. Aug 2012, 12:35

Schatten in Träumen sind auch so ein Thema. Werfen Objekte in Träumen Schatten? Oder sind sie Schatten und deshalb nicht fähig selbst Schatten zu bilden? Diese Theorie gibt es - verbunden mit der Ansicht, daß alle Objekte der Träume schwarz/weiß wären (was ja zu der Schattentheorie paßt). Und natürlich haben Neurologen das auch "bewiesen", denn das Farbsehzentrum ist beim Träumen messbar gelähmt.

Sprache (und Farbe) in meinen Träumen erreicht manchmal einen Ausdruckswert, den ich nicht mehr vergessen kann. Da steckt dann eine solche besondere fühlbare Intensität darin, daß unweigerlich ein bleibender Eindruck hinterlassen wird. Es ist etwas Numenoses, daß ich mich beeindruckt und in meiner Erinnerung nachhängt, ich glaube es ist die unüberschaubare Präsenz von Seele selbst in meinen ansonsten normalen ich-bezogenen Träumen.

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Re: Sprache im Traum

Beitragvon Terrane » So 26. Aug 2012, 14:56

*kicher*
Ich kenn das, manchmal bleiben dann so bestimmte Sätze einfach hängen....
Einer bei mir ist:
Schatz, gibts du mir mal die Papers? Ich möchte mir eine Shisha drehen.

:D
Mir fiel nichts Gutes für meine Signatur ein, deswegen gibts stattdessen Cookies:
Mmmmmmh
:) :) :)
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Re: Sprache im Traum

Beitragvon jöckel » So 26. Aug 2012, 15:16

Über die sache mit den Farben habe ich auch schon öfter nachgedacht - und sicher sind wir nicht die einzigen, die (zumindest manchmal) Farben träumen.

Die neurologisch messbare Tatsache, daß das ein Farbsehzentrum im Schlaf gelähmt ist, beweist wohl eindrucksvoll, wieviel auf diesem Gebiet noch unentdeckt ist.

Beispiele für bisher allen bekannten neurologischen funktionsweisen widersprechenden Leistungen gibt es ja viele, berühmte z.B. die von der Fähigkeit mit nur einer Hirnhälfte zu generieren, wofür sonst Beide gebraucht werden.
Erfreulich finde ich dabei, daß meiner Erfahrung nach diejenigen, die sich tatsächlich mit solchen Forschungen beschäftigen, oft weitaus weniger diese "eindeutig-bewiesene-tatsachen-nummer" abziehen, als Presseberichte oft den Anschein erwecken. Natürlich gibt´s dafür auch Gegenbeispiele, sicher nicht zu knapp. Vor Allem wohl, wenn´s um Budgetierung geht ... ;) Da wird dann gern mal publikumswirksam reingebuttert. Dafür andersherum, sobald´s auch nur ansatzweise nach Esoterik duftet, dreht man alle Hähne zu - das ist schon ärgerlich. Naja, ich schweif schon wieder ab.

Farben. Das erinnert mich an sehr eindrucksvolles Erlebnis aus früher Jugend. Spezielle Art zu träumen: Wir nannten das "Pushen", war so `ne Art Mutprobe, weil´s angeblich die Gefahr berge, man wache nicht mehr auf - ich weiß gar nicht ob das stimmt. Die Technik bestand darin, ein paar Minuten zu Hyperventilieren, und danach die Luft im Brustkorb durch fremde Hilfe zu komprimieren. Das erzeugt dann ein Ungleichgewicht von O2/CO2, ich krieg den physiologischen Zusammenhang grad nicht mehr genau beieinander. Effekt ist jedenfalls, daß man ca. 1-3 min "ohnmächtig" wird, und dabei sehr intensiv träumt.

Hab in diesen Minuten ein komplett chronologisches Kontinuum über mehrere Jahre in einer alternativen Welt erlebt, mit anderern Verwandten, Freunden etc.
Inmitten einer Alltagssituation in diesem Traum, begann plötzlich alles schwarz/weiß zu werden. Ich war total irritiert, dachte mir noch:
"Was ist denn jetzt los?", dann verschwammen alle Konturen, es rauschte in meinen Ohren, mir wurde kurz schwarz vor Augen - und als die Sicht wieder einblendete, tauchten die Silhouetten meiner Freunde über mir auf, ich lag desorientiert auf dem Boden, und wußte im ersten Moment garnicht wer sie sind. Während ich mich binnen Minuten erinnerte, wer sie sind, wo wir sind, wer ICH BIN - verlor ich die Erinnerung an dieses andere Leben, von dem ich noch einen Augenblick zuvor überzeugt war, es sei das Einzige, das ich kenne. Das war seeeehr interessant. Und abgesehen vom Übergang auch komplett in Farbe und 3D. Die Auflösung war auch nicht schlechter als sonst :wirr:

Zählt wahrscheinlich auch zu den Dingen, die nicht unbedingt zur Nachahmng zu empfehlen sind. Wobei ich der vollständigkeit erwähnen sollte, daß außer mir keiner irgend etwas interessantes zu berichten wußte. Tjaah, watt man nich so alles für´n Unsinn macht ... :grins: Einmal hat mir dann auch gereicht :floet:
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Re: Sprache im Traum

Beitragvon jöckel » So 26. Aug 2012, 15:29

Xephyr hat geschrieben:[...]
Sprache (und Farbe) in meinen Träumen erreicht manchmal einen Ausdruckswert, den ich nicht mehr vergessen kann. Da steckt dann eine solche besondere fühlbare Intensität darin, [...]


NEON-BRAUN! Schonmal gesehn? Unvergesslicher Anblick. Nur eine verschiedener Traum-Farben, die ich schon manches mal vergeblich versucht habe zu malen ...
Physik ist so furchtbar beschränkt.

Noch ne tolle Farb-Erinnerung: als kleiner Junge hatten meine Eltern noch schwarz/weiß-Fernseher. Daher weiß ich mit ziiiemlicher Bestimmtheit, daß ich die farbe selbst gemacht habe. Gibt so´n wunderbaren Louis Definès Streifen, wo er die ganze Zeit versucht ne Leiche loszuwerden. Ständig ist er mit beschäftigt, ein neues, sicheres Versteck zu finden. Zuletzt läßt sich extra nen Brunnen in den garten bauen, um die Leiche darin einzubetonieren. Und immer schnellt der Arm des Toten hervor, der trägt nen Handschuh.

Jedenfalls, den Handschuh hab ich immer Rot gesehn. Ich hatte ja keine Ahnung, daß der Fernseher kein Rot abbilden kann, also hab ich mir da keine Gedanken drüber gemacht. Fiel erst irgendwann beim erzählen auf, als mir irgendwer weiss-machen wollte, daß der Handschuh nicht rot gewesen sein könnte, weil´s doch ein s/w Fernseher ist. Was für `ne einfältige Erklärung ... :hmm:

Ach ja: Schatten gibt´s in meinen Träumen definitiv, eben erinnere mich an ein Beispiel, wo diese sogar das Bild bestimmten ... Theorie widerlegt :aetsch: Träume sind demnach wohl eher Licht!
Zuletzt geändert von jöckel am So 26. Aug 2012, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sprache im Traum

Beitragvon Xephyr » So 26. Aug 2012, 15:36

Terrane hat geschrieben:Schatz, gibts du mir mal die Papers? Ich möchte mir eine Shisha drehen.

LOL. Ist bei mir jetzt auch hängengeblieben! :laugh:

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Re: Sprache im Traum

Beitragvon Xephyr » So 26. Aug 2012, 15:46

jöckel hat geschrieben:NEON-BRAUN! Schonmal gesehn?

Herrje, ich bin Künstler, was für eine Frage! Diese Farben quälen die Künstlerseele, aber auch die Formen lassen mich mitunter nicht mehr los. Da steht diese Vase mitten auf einer Brücke, ganz für sich. Diese Vase geht mir seit Jahrzehnten nicht mehr aus dem Kopf, ich habe sie schon hundertmal gemalt, ich bin Vasen-besessen! Sie hatte eine schmale und hohe, elegant geschwungene afrikanische Form, die Farben leuchtend orange, gelb und rot wie die untergehende Sonne der Savanne! Aber eigentlich haben Vasen für mich ja gar keine Bedeutung, ich mag sie nicht besonders.

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Re: Sprache im Traum

Beitragvon jöckel » So 26. Aug 2012, 16:23

wollt mir auch schon immer mal ne shisha drehen ... nur man braucht so VIELE papers :grins:

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Re: Sprache im Traum

Beitragvon oYo » So 26. Aug 2012, 16:36

:lach: coole selbstgedrehte Shisha...

Mein absoluter Lieblingssatz aus einem meiner Träume des letzten Jahres: Ich bin als kleiner Junge mit einer Frau unterwegs, die mich zu ihrem Auto führt. Die Frau ist sehr bunt und elegant gekleidet, sie ist Designerin und kennt sich mit Mode sehr gut aus. Ihr Auto ist so ein altes englisches, außen cremeweiß mit schwarzen großen Schutzblechen über den Reifen. Sie steigt auf der Fahrerseite ein, ich darf vorne sitzen, obwohl ich erst 6 bin. Ich setze mich hin, die Sitze sind mit weichem, rosafarbenen Leder bezogen. Hinten auf der Sitzbank liegen leergetrunkene Sektgläser und etwas verstreutes Popcorn. Ich frage mich in diesem Moment, ob die Frau vielleicht sowas wie eine Edelprostituierte ist? Mit großen Augen schaue ich sie an und frage sie danach. Sie lacht, zieht sich ihre blonde Perrücke vom Kopf, darunter ein kruzgeschorener, dunkelhaariger Männerkopf. Er/sie guckt mich zwinkernd an und sagt: "Ach du kleiner Deppel, aber ja!" ;-)

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