Luzide Träumen

Alles rund ums Träumen

Luzide Träumen

Beitragvon oYo » So 24. Okt 2010, 17:24

Hallo liebe Träumer,

höchstwahrscheinlich haben viele von Euch schon vom luziden Träumen gehört oder gelesen. Und wahrscheinlich habt Ihr es auch schonmal erlebt: zu träumen und gleichzeitig zu wissen, daß man träumt. Das Faszinierende daran ist, daß man, wenn man sich dessen bewußt ist, daß man träumt, anfangen kann, den Traum in die ein oder andere Richtung zu beeinflussen - wenn man das will. Nicht alles läßt sich im Traum verändern und steuern, aber doch sehr vieles. Für mich ist luzides Träumen deswegen spannend, weil ich mir Themen ins Gedächtnis rufen kann, über die ich träumen möchte. Die weitere aktive Beeinflussung des Traumes interessiert mich eigentlich nicht mehr, sondern nur das intensive Erleben des Traumes, der zu dem Thema entsteht. Aber manchmal macht es auch sehr viel Spaß, mit dem Traum zu interagieren, Dinge zu verändern und möglicherweise - wenn Probleme auftauchen - Lösungsversuche aktiv durchzuführen. :wirbel:

Allerdings ist das mit dem luziden Träumen so eine Sache. Denn es ist gar nicht so einfach, im Traum zu bemerken, daß man träumt. Normalerweise passiert das ja nicht so oft. Und wenn man es merkt, dann weiß man möglicherweise gar nicht mehr, von welchem Thema man träumen wollte. Viel schlimmer noch, es kann passieren, daß allein die Erkenntnis, daß man träumt, einen aufweckt - und dann ist der erhoffte luzide Traum vereitelt. Natürlich kann es auch geschehen, daß man während des Weiterträumens wieder vergißt, daß man träumt. Dann ist man aber wenigstens nicht aufgewacht und hat weiterhin wunderschöne und interessante Träume, die ja genauso wertvoll und spannend sind wie die luziden. :mm:

Es gibt einige Techniken, wie man das luzide Träumen trainieren kann. Ich muß ganz ehrlich gestehen, daß ich die meisten dieser Techniken irgendwie komisch finde und auch viel zu faul bin, um diese Dinge zu trainieren, die mir sowieso keinen Spaß machen. Die einzigen 'Techniken', die ich je in meinem Leben angewandt habe, waren zwei:
Zum Einen habe ich öfter am Tag das Leben erlebt, als wäre ich im Traum, und mir vorgestellt, das zu tun, was ich im Traum tun würde (also mir z.B. mein Traumthema in Erinnerung gerufen und mir vorgestellt, den Traum zum Thema zu träumen). Zum Anderen habe ich mich abends im Bett beim Einschlafen nochmal mit dem Gefühl des luziden Träumens eingehüllt und mich auf den Traum gefreut, der von meinem Thema handelt. :love:

Es gab Zeiten, da habe ich sehr oft luzide geträumt, und es gab Zeiten, da hatte ich gar keine luziden Träume - wie z.B. momentan. Ich habe mich heute gefragt, warum das eigentlich so schwierig und kompliziert sein muß? Gibt es nicht Möglichkeiten, luzide zu träumen und dabei, je bewußter man sich ist, daß man träumt, immer tiefer einzuschlafen und gleichzeitig bewußt dabei zu bleiben und sich immer besser an seine Vorhaben erinnern zu können? Mich interessiert das jetzt. Darum will ich in den nächsten Tagen versuchen, einen luziden Traum zu haben, in dem ich die Frage beträume:

Luzide Träumen leicht gemacht - wie geht das? :grins:

Ich bin sehr gespannt, ob mir das gelingen wird. :floet:

oYo :snarch: :idea:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » Di 26. Okt 2010, 16:16

Hallöchen,

heute Nacht habe ich eine erste Antwort von meinem Traum bekommen:

Ich zog eine Karte aus einem Kartenstapel von sehr großen Karten (etwa 13 cm x 20 cm). Auf der Karte konnte man im Hintergrund einen dunkelblauen Sternenhimmel sehen, davor ein angedeutetes Kind (ähnlich wie bei Crowley im Äon, nur daß das Kind eher dem Narren glich). Ich wußte, daß das eine Verbindung von Universum und Narr war. Wie sich herausstellte, befand sich auf der rechten Seite später noch ein anderes Bild, nämlich das eines Falken. Irgendwie gehörte diese Karte in die Reihe der Vogelkarten. Für mich war im Traum klar, daß es hier um luzides Träumen ging (auch wenn ich nicht luzide träumte, aber immerhin schon sehr klar, intensiv und plastisch). Und dann entdeckte ich in der Mitte der Karte ein in Schreibschriftbuchstaben gedrucktes Wort: 'trainieren'.

Ich habe mich im Traum schlappgelacht, denn das war ja nun genau die Antwort, die ich nicht haben wollte. :lach: Träume können manchmal so freundlich und zuvorkommend sein. :oehm: :kicher:

Aber so leicht laß ich mich nicht abwimmeln. Mindestens eine weitere Antwort wünsche ich mir noch von meinen Träumen zum Thema Luzidität. Wenn die dann ähnlich ausfällt, dann will ich es glauben. :grins:

oYo :pfeife:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » Fr 29. Okt 2010, 13:22

Hallo liebe Träumer,

als ich über den Traum nochmal nachgedacht habe, fiel mir ein, daß ich eigentlich erst in dem Augenblick wußte, daß es um das luzide Träumen ging, als ich das Wort 'trainieren' gelesen habe. Also hat mich der Traum mit dem Wort an diesen Zusammenhang erinnert. :glubsch: Der war wirklich freundlich und zuvorkommend und wollte mir die Gelegenheit geben, in den luziden Traum einzusteigen. :grins:

Ich hab das wohl schon zu lange nicht mehr gemacht. Aber was solls, ich habe da ja keinen Druck und warte gemütlich ab. :matte:

Momentan lese ich auch sehr viel in einem anderen Traumforum mit, und meine Träume greifen die oft sehr problematischen Themen der anderen mit auf. Das machen meine Träume ja auch immer wieder gerne: 'Oh toll, was der geträumt hat, ist ja spannend. Das muß ich unbedingt nächste Nacht mal ausprobieren!' :trippel: :corn:

Bis später, oYo :krake:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » So 31. Okt 2010, 11:59

Hallo liebe Träumer! :wave:

Heute Nacht ist es mir geglückt, einen luziden Traum zu haben. Das war gar nicht so einfach, denn im Traum habe ich versucht einzuschlafen und luzide zu träumen - und habe dabei gar nicht bemerkt, daß ich ja schon längst schlafe. :glubsch: Man kann es sich aber auch unnötig kompliziert machen. :nope: :lach:

Wie immer, wenn ich luzide träume, war der Traum unglaublich plastisch, die Farben leuchtend und intensiv, ein ganz bestimmtes Gefühl des Getragenseins stellt sich bei mir ein.

Ich träumte, in meiner Wohnung im Bett zu liegen. Ich stand auf und traf im Flur Xephyr. Ihn fragte ich, ob er mir vielleicht etwas über das luzide Träumen erzählen könnte. Er guckte nur verdutzt und sagte 'nein'. Also ließ ich mich vom Traum tragen, schwebte hoch und rückwärts durch die Gardinen aus dem Fenster. Jetzt hingen die Gardinen links und rechts von mir vom Unendlichen bis ins Unendliche und bildeten eine Art schmale Spalte, durch die ich rückwärts schwebte. Ich drehte mich um, weil ich sehen wollte, wohin ich schwebe, und sah das klassische gleißende Licht, von dem ja so oft die Rede ist. Ich habe im Traum gelacht und bei mir gedacht: 'Naja, dann eben die klischeehafte Nummer. Hauptsache, ich komme bei Seele an, egal wie der Traum das jetzt in Bilder faßt.' Und tauchte ein in das Licht. :sterne:

Allerdings hatte ich den Traum heute Morgen direkt vorm Aufstehen, deswegen bin ich nach dem Aufwachen nicht wieder in den Traum eingestiegen. Macht aber nichts. Er hat jedenfalls viel Spaß gemacht. :traeum:

oYo :heiss:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » Fr 5. Nov 2010, 18:03

Hallo liebe Träumer,

und weiter geht es mit dem luziden Träumen. :grins:

Was ich im letzten Beitrag nicht erwähnt habe: Ich trug in dem luziden Traum im Bett einen breiten silbernen Reif am linken Bein. Als ich ihn mir genauer ansah, war da auch eine silberne Beinschiene, die mit griechischen Zeichen verziert war. Ich versuchte zu lesen, was darauf stand, aber die Wörter entglitten mir sofort wieder. Und dann bemerkte ich, daß ich dunkelrote Lederschuhe trug, schöne Halbschuhe für den Herbst. Ich war so frei, die Schuhe nach dem luziden Träumen zu befragen, aber die haben mir keine Antwort gegeben. Naja, versuchen kann man es ja mal. :piep:

Gestern Abend vorm Schlafengehen versetzte ich mich nochmal in diesen Traum hinein und stellte mir vor, den Silberschmuck und die Schuhe zu tragen. Man weiß ja nie, wann und wieso der Traum sich entscheidet, ein Thema aufzugreifen. Jedenfalls habe ich nach einer schweißnassen Nacht voller Fieberträume (bin ja erkältet) tatsächlich wieder luzide geträumt. :glubsch:

Witzig ist, daß es auch dieses Mal ein Traum in einem Traum war. Wahrscheinlich möchte der Traum der Gefahr vorbeugen, ganz aufzuwachen, denn das ist genau das, was ich beim luziden Träumen am meisten fürchte. ;-) Ich schlief also im Traum ein und träumte davon, auf einem Bett zu liegen. Ich befand mich draußen, in einem sehr kleinen, verschlafenen Dorf. Die Szene wirkte nordisch, kleine Holzhäuser auf recht großen Grundstücken, winterliches, hellgelbes Licht von der eher tiefstehenden Sonne, allerdings lag kein Schnee. Ich konnte mich erst nicht bewegen und überlegte, wie ich denn aufstehen sollte, entspannte mich aber einfach erstmal. Und tatsächlich stand ich dann plötzlich und konnte gehen. :ja:

Ich ging eine Straße hinauf, dann bog ich rechts ab, noch eine Straße hinauf. Die Straßen waren eher breit, aber es fuhren keine Autos, nur hier und da parkte ein Auto am Straßenrand. Bürgersteige gab es auch nicht, wozu auch, es war ja genug Platz. Während ich dort entlang ging, hatte ich immer wieder das Problem, daß ich mich nicht traute, die Augen richtig zu öffnen, denn wenn ich es tat, erwachte ich manchmal in den Traum 'obendrüber' oder 'drumherum', in dem ich in einem Bett unter einer Holzvertäfelung lag. Aber irgendwann vergaß ich zum Glück dieses Problem und konnte entspannt weiterträumen. :kissen:

Ich überlegte mir, daß ich vielleicht mit den Menschen hier Kontakt aufnehmen wollte. Und da niemand auf der Straße war, bog ich in eine kleines Wegchen zu einem der Häuser ein, öffnete die Türe und befand mich in einer Sauna. Das war etwas kurios. Ich setzte mich also in die Sauna :faechel: und schaute aus dem kleinen Fensterchen in der Tür nach draußen. Eine Stimme sagte mir, daß gleich jemand vorbeikäme, mit dem ich über das luzide Träumen sprechen könnte. Ich sah einen etwas kleineren Mann in einem langen Mantel die Straße hochgehen und weiter oben rechts in eine Seitenstraße eingbiegen.

Jetzt hatte ich einen Termin bei dem Mann und verließ die Sauna. Der Bademantel, den ich passend zum Saunieren trug, war natürlich nicht das, was ich auf der Straße tragen wollte. Ich stellte mir vor, einen schönen Lodenmantel mit einem herrlichen Pelzkragen zu tragen. Naja, Träume tun ja nicht immer das, was man sich wünscht. :nope: Als ich an mir hinunterschaute, trug ich einen schwarzen Glattledermantel, schwarze Stiefel, ein beiges Kleid und beige lange Strümpfe. Sah eigentlich sehr hübsch aus, nur der fellbesetzte Kragen hätte mir doch besser gefallen. :corn:

Ich bog also rechts in die Straße ein, um rechtzeitig zu meinem Termin zu kommen. Gerade kam auch der Mann an, wir trafen uns direkt vor seiner Tür. Er öffnete mir und bat mich herein. Ich ging geradeaus durch den kurzen Flur und durch die nächste Tür in die Wohnung. Aber der Mann öffnete im Flur eine Tapetentür, die man im geschlossenen Zustand nicht sehen konnte, und geleitete mich dort hinein. Seine Wohnung bestand aus großen Räumen, die schwarz eingerichtet waren, dunkel, aber doch sehr einladend. (Ich bin halt ein Wesen der Tiefe und mag sowas :lach: )

Wir aßen zusammen Konfekt, nicht aus Schokolade, sondern aus gemahlenen Nüssen, Kokosflocken, Honig und derlei süße Schweinereien. :hungry: Ich fragte ihn also nach dem luziden Träumen. Zu meiner Überraschung sagte er: "Am besten, du achtest tagsüber öfter mal auf deine Lippen und spürst, wie sie aufeinanderliegen. Dann kannst du dich im Traum daran erinnern." Ich antwortete: "Aber ich spür doch im Traum meine Lippen nur sehr selten, das ist doch unpraktisch." Er: "Das denkst du! Du hast ja bisher noch nicht drauf geachtet, deshalb ist es dir entgangen. Achte mal drauf, dann fällt es dir bestimmt auf." :lupe:

Lustig, was Träume einem so erzählen. :lach: Ich war kurz auf der Toilette (hab ich nicht explizit geträumt), und als ich wiederkam, war der gesamte Fußboden des Wohnzimmers mit Kuchenstücken und Pralinen bedeckt. Ein schmaler Pfad führte durch zum Mann. Er bot mir an, von den Leckereien zu essen. Das war natürlich viel zu viel für mich, ich nahm mir eine Praline, die ausgezeichnet schmeckte. Aber mehr konnte ich wirklich nicht mehr essen...

Ich bin gespannt, wohin mich diese luziden Träume noch führen. Bis jetzt macht es jedenfalls sehr viel Spaß. :baelle:

Bis später, oYo (die jetzt öfter mal auf ihre Lippen achtet :floet: )
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon Firlefunke » Sa 6. Nov 2010, 21:13

Huhu oYo,

ich verfolge mit Spannung dein luzides Träumen Thema, habe mich auch versucht, es ist mir aber so bewusst noch nicht geglückt. Was ist auf dein auf die Lippen achten geworden?

Neugierig bin ich
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » So 7. Nov 2010, 13:36

Huhu Firlefunke,

ach, bis jetzt ist noch nichts aus meinem Lippengefühl geworden, außer daß ich halt manchmal darauf achte. :grins: Aber das macht ja nichts. Ich habe gesehen, daß die luziden Träume in einem Abstand von 5 Tagen gekommen sind. Natürlich weiß ich nicht, ob die Träume einen bestimmten Rhythmus haben, aber ich erwarte natürlich nicht, daß mir jetzt jede Nacht ein Experiment gelingt. :nope:

Wir haben ja noch sooo viele Nächte Zeit, um unsere Träume zu verwirklichen. :cool:

oYo :weg:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » Di 9. Nov 2010, 18:43

Hallo Ihr Lieben, :cool:

in der Nacht auf Montag habe ich im Traum ein wenig mit dem Wind gespielt, ihn im Zimmer hin- und herwehen lassen. Als es anfing zu regnen, habe ich aber schnell aufgehört, der Teppich sollte ja nicht naß werden. Luzide war der Traum nicht. Allerdings spürte ich plötzlich, daß ich einen beigen Lodenmantel mit Pelzkragen trug, den hatte ich mir ja letztes Mal beim luziden Träumen gewünscht. Vielleicht wollte der Traum mir ja die Gelegenheit für Luzidität geben, aber ich habs mal wieder verschlafen. :lach:

Heute Nacht hatte ich zwar auch keinen luziden Traum, aber so semiluzide, das heißt ich konnte mich darin bewegen, wie ich wollte. Aber ich hatte keinerlei Erinnerungen an das Hier und Jetzt im Wachsein.

Vor dem Einschlafen überlegte ich mir, ob mein Unbewußtes überhaupt weiß, was ich mir unter einem luziden Traum vorstelle. Wahrscheinlich weiß es das, sonst hätte ich ja nicht schon welche gehabt. Dennoch wollte ich, um sicher zu gehen, mir ein Bild überlegen, das es dem Unbewußten veranschaulicht. Ich stellte mir das Unbewußte hinter mir vor und mein Bewußtsein vor mir, dann ließ ich einzelne Tropfen von beiden in das andere fließen, so daß sie sich ein wenig vermischten. Dann schlief ich ein und hatte folgenden Traum:

Es war ein Gefühlstraum, es gab zunächst also keine Bilder zu sehen, nur sehr abstrakt vielleicht, nicht wirklich faßbar. Ich spürte, daß ich in mein Unbewußtes nach unten sank. Es bestand aus vielen Schichten oder Ebenen. Meine normalen Träume befanden sich so in etwa auf den Ebenen 4 bis 6, wo ich mich auch gerade aufhielt. Ich spürte mein Unbewußtes wie ein Wesen, mit dem ich stärkeren Kontakt aufnehmen wollte. Ich wechselte die Schichten, ging tiefer hinunter, und jedesmal nahm ich das Wesen aus einer anderen Perspektive wahr. Außerdem wurde die 'Auflösung' immer größer, je weiter ich nach unten kam. Die Ebenen nahmen immer mehr Raum ein, und irgendwann gab es auch kein oben und unten mehr, sondern ein Schichtenwechseln in alle Richtungen. :baelle: Das war ein sehr faszinierendes Gefühl, vor allem wurde der Kontakt mit dem Wesen Unbewußtes immer stärker.

Dann beschloß ich, in die allererste Schicht aufzutauchen, was sofort geschah. Diese Ebene hatte ein sehr konkretes, festes, fast materielles Gefühl. Ich fragte mich, wie es wohl wäre, wenn man keinen Kontakt mehr zu den unteren Schichten hat. Jetzt merkte ich erst, wie klein die Auflösung hier war, wie grob also Dinge aus den unteren Schichten hier abgebildet wurden. Das war für mich sehr unangenehm. Ich hatte den Wunsch, die oberen Schichten auch auszudehnen, ihnen mehr Tiefe zu verleihen, mehr Raum zu geben, damit sich die komplexen Wesen des Unbewußten besser abbilden können.

Ich tauchte wieder ein in die 4. oder 5. Ebene, also meine normale Traumebene. Jetzt sah ich in einem großen Raum, den ich über ein paar Stufen nach unten (ich glaube, es waren 4 oder 5 ;-) ) betrat, eine Frau stehen. Sie hatte keine Haare, ihre Gesichtszüge waren merkwürdig verzerrt, wirkten entstellt. Sie hob ihre Arme und zeigte mir, daß sie mit mir nahen Kontakt suchte. Aber wie das ist mit Menschen, haben sie oft ein natürliches Mißtrauen gegen alles Fremde und Erschreckende. Deswegen näherte ich mir ihr sehr vorsichtig und langsam. Gleichzeitig ging ich in die tieferen Schichten runter und bemerkte, daß hier die Frau ein absolut integeres, wunderschönes Wesen war. Sie war so komplex und vielfältig, daß sie in der normalen Traumebene nicht richtig dargestellt werden konnte. Aber je tiefer ich kam, desto besser lernte ich sie kennen. Und jetzt konnte ich auch die Nähe zu ihr zulassen, die mich mit einem wohligen, erotischen Gefühl empfing... :love:

oYo :galaxy:
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Re: Luzide Träumen

Beitragvon oYo » Do 11. Nov 2010, 19:17

Hallo liebe Träumer und Abyssdiver,

es ist schon lustig, welche Wege Träume so nehmen. Mir ist aufgefallen, daß ich in den letzten Tagen öfter geträumt habe, Xephyr würde mich wecken. Ich habe in den Träumen eher mürrisch darauf reagiert mit den Worten: "Ich bin doch noch so müde. Ist doch noch viel zu früh." Ich glaube aber, daß meine Träume mich zum luziden Träumen 'wecken' möchten. Ich finde es extrem spannend, daß meine Träume mir tatsächlich immer wieder verschiedene Möglichkeiten dafür anbieten. Nur daß ich es im Traum nicht merke und ganz normal weiterträume, tja, da steht wohl jemand auf der langen Leitung. :nope: :lach:

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Re: Luzide Träumen

Beitragvon Xephyr » Fr 12. Nov 2010, 14:22

Hallo liebe Abyssdiver,

gestern Abend habe ich oYo davon erzählt, wie ich als Kind eine sehr peinliche Erfahrung mit einem teilweise luziden Traum gemacht hatte. Ich hatte nämlich geträumt auf die Toilette zu gehen und bin davon aufgewacht, daß etwas im wahrsten Sinne des Wortes "in die Hosen ging". :glubsch:
Ob ich so etwas noch bis heute befürchten könnte, das war meine Frage.

Dann hatte ich versucht luzides Träumen auf einer Landkarte der Träume zu lokalisieren. Ich vermutete, daß luzides Träumen kurz vor dem Aufwachen passiert. :wecker: Nämlich dann, wenn man statt richtig aufzuwachen einen anderen Weg, eine andere Abzweigung nimmt, die zum luziden Träumen führt.

Und dann kam heute nacht dieser Traum: Ich schwebe im Wasser nach oben. Neben mir entdecke ich eine kleine Kugel aus Gips, die ebenfalls mit emporschwimmt. Ich werde neugierig und schaue mir die Kugel genauer an. Ich bin beruflich gerade sehr mit Gipsformen beschäftigt und tatsächlich, die Kugel teilt sich in zwei Hälften, genau wie eine Gipsform - und darin liegt ein gelber Smilie und zwar dieser hier : :hug:
Natürlich nicht animiert, sondern eher wie eine Figür aus einem Ü-Ei. :-)
Dazu wird mir im Traum folgendes erklärt: Dieses Gipsei mit dem Smilie ist dafür verantwortlich, daß ich aufwache, weil ich pinkeln muß. So würde der Traum sicherstellen, daß ich erst luzid träume, nachdem ich auf der Toilette war! Tatsächlich wurde ich dann wach und ging auf die Toilette (ich habe dabei sehr darauf geachtet wirklich wach zu sein!! :lach: ). Dann freute ich mich darauf, daß ich einen luziden Traum vor mir hatte und ging wieder in's Bett. Tja - und da konnte ich dann vor Spannung und Erwartung nicht mehr einschlafen. :rofl:
Erst als ich auf die Erwartungshaltung verzichtet hatte, bin ich sofort wieder eingepennt. :teddy:
Natürlich war dann doch nix mit luzidem Träumen. :laugh:

Liebe Grüße vom

Xephyr

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