Der Fahrstuhlbohrer

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Der Fahrstuhlbohrer

Beitragvon Chloë » Sa 26. Feb 2011, 18:37

Hallo Ihr alle,

gestern Nacht hatte ich einen Traum, den ich Euch erzählen möchte. Ich hatte das Gefühl, während des Traumes jünger zu werden, könnte also sein, daß es ein Kindheitstraum ist. Über Deutungsideen würde ich mich sehr freuen. :-)

Ich war zusammen mit meiner Mutter bei meiner Schwester zu Besuch. Meine Schwester war mit ihrer Familie auf einen Bauernhof gezogen, und Mutti und ich wollten ihr helfen, den großen Garten hinter dem Hof und den kleineren Garten vorne zu gestalten. Der Bauernhof war nicht mehr bewirtschaftet, sondern war einfach als Heimat im Grünen gekauft worden. :duft: :radie:

Aber die Besuchstage verstrichen und wir kamen gar nicht dazu, die Gärten zu planen und zu bepflanzen. :sad: Dafür machten wir aber Ponyreiten, denn es gab dort zwei Ponies. Der älteste Sohn meiner Schwester ritt auf dem einen Pony, ich wollte auf dem anderen reiten. Wir befanden uns jetzt auf einer Art Schulhof, nur daß der zu keiner Schule gehörte. Das zweite Pony lehnte aber an einem Baum und schlief tief und fest. Das sah sehr witzig aus, denn während das wache Pony ein echtes Pony war, war das schlafende aus Metallstangen zusammengeschweißt und hatte so eine schöne, künstlerisch-stilisierte Form mit einem schlafenden Auge mit sehr langen Wimpern. :pferd:

Jetzt stellte der Sohn sein Pony in einem sehr kleinen Stall auf dem Schulhof ab, dort hatte er einen Schlafplatz für sein Pony gemietet. Ich wollte das andere Pony auch dort abstellen, aber der Vermieter sagte, dafür sei nicht genug Platz. Ich klemmte mir das Pony unter den Arm und suchte gemeinsam mit meiner Schwester einen geeigneten Platz, denn der Regen kam, und wir wollten uns auch unterstellen. Schließlich fanden wir auf der anderen Seite des Schulhofs einen offenen Eingang, in dem sich 4 oder 5 Fahrstühle und der Zugang zu einer Sparkasse befanden. Die Bank war allerdings geschlossen.

Dort stellten wir uns also unter und legten das Pony vor die geschlossenen Glastüren der Bank. Jetzt war plötzlich der Zugang zu diesem 'Vorraum' auch mit automatischen Glastüren verschlossen. Ich probierte mit einer wedelnden Handbewegung aus, ob die Türen denn noch aufgingen, denn wir wollten ja nicht eingesperrt werden. Ja, die Türen gingen noch auf. :ja:

Gerade machte ich es mir neben meiner Schwester und dem schlafenden Pony auf dem Boden bequem, da schloß sich vor der Glastür nach draußen eine undurchsichtige Tür, der Raum setzte sich in Bewegung, wurde von irgendeiner Mechanik nach hinten weggezogen. Dann begann er, sich zu drehen, erst langsam, dann immer schneller. Er drehte sich allerdings nicht in der Waagerechten, sondern in der Senkrechten. Komischerweise wirbelte uns das aber nicht durch den Raum, wir blieben an der Stelle, wo wir saßen, und wurden mit dem Raum herumgeschleudert. Mir war plötzlich klar, daß der ganze Raum so eine Art Fahrstuhl war. Dann merkte ich aber, daß er sich durch die Bewegung in die Erde bohrte, er war also gleichzeitig auch ein riesiger Bohrer (wie die, die zum Tunnelbau verwendet werden). :schreck:

Wir spürten, wie wir immer tiefer in die Erde hineinkamen und dabei einen riesigen Tunnel gruben, immer schneller, immer kräftiger drehte sich der Raum. Dann plötzlich schoß er aus der Erde raus, und wir befanden uns in einem einzelnen, sehr kurzen Straßenbahnwaggon, der sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über sein Gleis bewegte. Es war Nacht, und ich konnte draußen drei halbstarke Jungs ausmachen, die die Gleise sabotiert hatten. Der Waggon kam an die Stelle, entgleiste, fuhr einige Meter über die bloße Erde. Ich hatte Angst, daß er sich gleich überschlagen würde. :hide:

Doch dann schwebte der Waggon für einen kurzen Moment und befand sich plötzlich wieder auf seinem Gleis, wurde immer langsamer und blieb stehen. Ich konnte jetzt draußen eine Gruppe von Leuten ausmachen, die auf Pferden und Kamelen saßen. Sie sahen aus wie eine bunte, zauberhafte Märchenkarawane aus dem Orient und mir war klar, daß sie uns mit ihrer Zauberkraft gerettet hatten. Meine Schwester und ich stiegen aus, das Pony erwachte gerade und war sofort ein echtes Pony. Draußen war es kalt, wir hatten nur dünne Kleider an, und ich war barfuß, weil der Traum im Hochsommer gestartet war (wir sind früher sehr viel barfuß gelaufen). Eine Frau brachte meiner Schwester eine Decke und führte sie in die Gruppe hinein. Um mich sollte sich eigentlich ein Mann kümmern, der sowas wie mein Mentor sein sollte. Er war aber ein verschrobener Kerl, der mir zwar eine Decke gab, mich dann aber nicht weiter beachtete. Dabei hatte er sogar extra noch darauf hingewiesen, daß er für mich zuständig sei. Also folgte ich ihm in die Gruppe und dachte, er würde mir jetzt alles zeigen. Tat er aber nicht. Also gesellte ich mich doch auch der Frau zu. :feuer:

Sie zeigte mir ihre Zeichensprache, das heißt 'willkommen', dies heißt 'erzähl mir von dir' und jenes heißt 'aber stör die anderen nicht beim Erzählen'. Ich fand das cool, fast sowas wie eine Geheimsprache. Es war kuschelig am Feuer, und wir freuten uns darauf, mit der Karawane von Zauberleuten am Morgen weiterzuziehen. :turban: Doch dann fiel mir plötzlich ein, daß der Waggon noch dastand, und daß der nach einer gewissen Zeit wieder von selbst startete, um an seinen eigentlichen Bestimmungsort zu kommen (wo auch immer der sein mochte). Und in diesem Moment zündete hinten die Düse des Waggons (kein Wunder, daß der so schnell gewesen war). :glubsch:

Ich schrie laut, die Leute sollten sich schnell in Sicherheit bringen, die meisten folgten auch meinem Ruf und rannten mit den Kamelen und Pferden die Hügel hinauf. Aber eine Frau hatte schon ihr Zelt aufgebaut. In dem Zelt hingen drei riesige, rechteckige, etwa 10cm dicke Metallscheiben, die ich für so eine Art Zauberspiegel oder ähnliches hielt. Die heizten sich im Düsenfeuer des Waggons unglaublich schnell auf. Als die Frau zwischen diesen Metallscheiben durchgehen wollte, verbrannte sie sich an den heißen Scheiben (sie hingen sehr nah beieinander), dann war sie aus dem Zelt draußen. Ich konnte jetzt die Szene aus der Ferne beobachten. Blitze schlugen in die Waggondüse ein, so als würde sie atmosphärische Energie sammeln, und dann war sie dermaßen heiß und aufgeladen, daß sie die Frau, die gerade aus dem Zelt kam, in einer Entfernung von etwa 10 Metern verbrannten. :wahh: Dann nahm der Waggon Fahrt auf und verschwand in einem rasanten Tempo in der Dunkelheit. Die Leut waren sehr traurig, daß sie die Frau verloren hatten, sattelten ihre Reittiere und machten sich bereit zur Weiterreise. Und wir sollten mitreisen... :aeppeln:

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