Die Magie des Pfeiferauchens

Eine kleine Sammlung zu oYos Lieblingsthemen

Die Magie des Pfeiferauchens

Beitragvon oYo » Do 2. Sep 2010, 16:55

Pfeife rauchen - ein Genuß

Wer hätte es gedacht, daß ich eines Tages zur Pfeife greifen würde? War für mich nicht immer klar, daß ich niemals rauchen wollte? Und doch ist es geschehen: eine wunderschöne Lesepfeife mit einem klassichen Kopf aus Meerschaum ist nun meine Begleiterin in den Musestunden des Nachmittags oder des Abends, wenn die Kerzen leuchten und im Park die Dunkelheit heraufzieht. Welch ein Genuß, sie langsam und vorsichtig zusammenzustecken, ein paar Filterkristalle in den Kopf rieseln zu lassen, drei Prisen Kraut locker daraufzulegen und mit dem Stopfer sanft anzudrücken. Beim ersten Anzünden steigt duftender Rauch auf, und ein sanfter, weicher Geschmack wölkt in meinem Mund. Ruhe umfließt mich, ich schaue aus dem Fenster hinüber zum Weiher, auf dem die Lichter tanzen. Träume steigen auf ...

Die Idee kam mir beim Räuchern von Kräutern - dieser Duft! Und weil Xephyr seine alte, selbstgeschnitzte Pfeife hervorgeholt hatte. Ich hatte Lust darauf, den Kräuterrrauch nicht nur zu riechen, sondern auch zu schmecken. Wie mochte das wohl sein? Also kaufte ich mir Kräutertabak und probierte es aus - und war angenehm überrascht, wie lecker das ist. Und je öfter ich rauche, desto schöner wird es.

Auf dem Markt habe ich bisher nur zwei Kräutertabakquellen gefunden. Die Mischungen von Knaster (zumindest die, die ich mir gekauft habe), sind eher kräftig im Geschmack und haben allesamt starke süße und krautige Anteile. Für meinen Geschmack fehlen hier die feinen Nuancen, die ich beim Ausprobieren verschiedener Kräuter wie z.B. Birkenblätter oder Frauenmantel entdeckt habe. Dennoch in manchen Momenten genau das Richtige.

Leckerer ist für mich 'Farmers Honeyblend' von Honeyrose. Die Kräutermischung ist sehr dezent und zurückhaltend, dafür aromatisiert mit Honig und kommt sehr weich und warm daher. Die anderen Sorten von Honeyrose kenne ich noch nicht, werden aber bestimmt noch probiert.

Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, auch ein Kräutlein zu schmauchen, den herrlichen, weichen Duft gen Himmel steigen zu lassen und sich dem Genuß, den so viele verschiedenartige Pflanzen auf so vielfältige Weise für uns bereithalten, ganz hinzugeben.

:sherlock:

oYo


An alle Antiraucher: Pfeiferauchen gefährdet die Gesundheit, auch wenn man den Rauch nicht inhaliert (Pfeife wird ja nur gepafft). Denn natürlich atmen alle im Raum befindlichen Personen den sich verteilenden Rauch ein, und der Raucher selbst nimmt durch die Schleimhäute schädliche Stoffe auf (Kondensat, bei Tabak Nikotin). Darum habt Ihr ein gutes Recht, Euch darüber aufzuregen! Und ich kann Euch wirklich sehr gut verstehen. Im Saal der Räte gibt es die Möglichkeit, sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. ;-)
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Kräuter, die man rauchen kann

Beitragvon oYo » Mo 6. Sep 2010, 16:50

alphabetisch sortiert

Birkenblätter: Wald, Erde, Moos, Humus, samtig, weich, dunkel, warm, vollmundig (geht pur)
Birkenrinde: Leder, Holz, warm, weich, dunkel (eher zum Mischen, pur ist es mir zu ledrig)
Brombeerblätter fermentiert: erdig, warm, weich, sanft, ganz leicht süß, beruhigend, kein speziell ausgeprägter Geschmack (geht pur, ist aber nicht so interessant)

Cistrose (Cistus incanus): Hier ist mir dummerweise ein Fehler unterlaufen, denn ich wollte eigentlich Cistus Labdanifer haben. Naja, rauchen kann man das Kraut natürlich trotzdem: es ist seeehr mild, kaum Geschmack, warum, rund, angenehm süß, Duft ist warm und süß, aber auch sehr leicht und mild (geht pur)

Eibischblätter: süßlich milder Geschmack, angenehm weich, der Duft ist sehr warm, süß und leicht harzig, zart und liebevoll, pur hat es mir leichte Übelkeit und Kopfschmerzen bereitet, aber in Verbindung mit anderen Kräutern sehr lecker
Eisenkraut: süßer, angenehmer Geschmack, etwas grüner und weniger süß als Eibisch, im Nachgeschmack zitronig, warm, milde Frische, sehr belebend, nach einiger Wirkzeit sehr erfrischend und kühlend
Erdrauchkraut: warm, vollmundig, krautig, grün, sättigend, als Grundlage geeignet, ist aber wenig spektakulär (geht pur)
Eukalyptusblätter: sehr mildes Aroma und sehr milder Rauch!, der Geschmack ist ein gewöhnlicher, grüner Krautgeschmack mit einem ganz winzigen Hauch von Eukalyptus

Frauenmantelkraut: warm, dunkelgrün, ganz leichte Süße, waldblattkrautig, der Frauenmantel ist deutlich zu schmecken (geht pur, sehr lecker!!)

Hamamelisrinde: was für ein Erlebnis! süßes, duftendes Holzfeuer, sehr fein, warm, freundlich und hell, erinnert fast ein bißchen an süße Sandelholzsorten (pur sehr lecker)
Hopfenblüten: süßlich, leicht nach Leder, etwas seifig, hell (nur als Zugabe, um leichte Süße und Leder dazuzugeben, ansonsten zu seifig)

Lavendelblüten: nach Lavendel, leicht nach Süßgras, erinnert an Ingwerweihnachtsplätzchen, kühl auf der Zunge, sanft, warm, beruhigend, erzeugt eine heilige, magische Stimmung (pur sehr lecker :mm: )
Löwenzahnblüten: süß, warm, voll, lakritzartig-würzig, wild, aromatisch, weckt Abenteuerlust, macht Mut (pur lecker)

Nanaminze: enttäuschend, fast unlecker, für mich undefinierbar muffig, wo ist der herrliche Minzgeschmack?, der ist erst nach dem Rauchen sehr leicht, angenehm und erfrischend auf der Zunge wahrnehmbar (vielleicht ist ja mein Kraut zu alt, aber aus der Tüte duftet es herrlich :hmm: )
Nelken: sehr würzig, warm, scharf, pfeffrig mit Nelkengeschmack, hinterläßt eine würzige Frische im Mund (für mich pur genießbar, könnte aber auf Dauer zu stark sein, in Mischungen kann ich es mir sehr gut vorstellen)

Oregano: sehr warm, scharf, kräutrig-würzig, im Abgang kühl auf der Zunge, ganz zart ledrig, im Geruch süßlich - ein bißchen wie Lakritze und holzig (geht pur)

Patchouli: dunkel, erdig, eben wie Patchouli (nur extrem wenig dazumischen, weil der Geschmack sehr intensiv ist)

Ringelblumenblüten: eine überraschende und interessante Geschmackserfahrung, sehr stark nach hellem Leder, dezente 'chemische' Unternote, sehr eigen, vom typischen Ringelblumenaroma ist nur sehr wenig zu schmecken (für mich pur ein Erlebnis, kann ich mir in Mischungen gut vorstellen)
Rosenblütenblätter: hmmm lecker, sehr fein nach Rose, leicht süßlich, gaaaaanz dezent seifig, leider sind die Blätter so dünn, daß sie selbst in feuchtem Zustand recht schnell kokeln, das schmeckt man durch den Kohlefilter zwar nicht, aber der Rauch, der aus der Pfeife aufsteigt, stinkt dadurch ein bißchen - schaaade (pur sehr lecker, kokelt vielleicht in Mischungen weniger?)
Rosmarin: sehr stark nach Rosmarin, weich erfrischend, frischwaldig, belebend, frei und weit, kühl auf der Zunge, leicht ledrig (pur sehr lecker, aber in Maßen, weil es in den Kopf steigt und Kopfschmerzen machen kann)

Salbei: intensiv nach Salbei, frisch, belebend, erst warm, dann kühlend, ein ganz winzig kleines bißchen seifig, sehr lecker und unbedingt pur genießbar :mm:
Santakraut: ein Erlebnis, würzig, warm, leicht zitronig, süß, fein harzig, erinnert ein bißchen an Wacholder, klärend, stärkend, macht Mut (pur sehr köstlich) :mm:
Schafgarbenkraut: ledrig, nicht so stark wie bei Veilchen oder Ringelblume, auch hier kaum ein besonderes Aroma wahrnehmbar, unspannend
Steinklee: sehr süß, malzig, Heunote, gelbgrün, ähnlich wie Süßgras (geht pur, ist aber extrem süß, intensiv und sehr eigen - eher nix für mich ;) )

Thymian: warm, krautig, leicht muffig, relativ kontrastlos, vielleicht ist mein Kraut einfach zu alt? (geht pur)

Veilchenblätter: hauptsächlich ledrig - stark gegerbt, kaum Veilchenblattaroma (allerdings sind meine Blätter vielleicht schon zu alt, nicht besonders lecker)

Weißdornblüten- und blätter gemischt: süßlich, blattartig, mittelgrün, leicht seifig, Weißdornaroma ist gut wahrnehmbar, blumig (nicht so seifig wie Hopfen, aber für mich pur nicht zu genießen)

Zitronenmelisse: ganz leicht zitronig, grün, etwas muffig, eher langweilig, schöne, milde Wirkung, beruhigend und wärmend (geht pur, ist sehr mild im Rauch)
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Durch die Pfeife atmen

Beitragvon oYo » Mi 8. Sep 2010, 17:35

Wie wunderschön zu erleben, wie ich in den wenigen Wochen meine eigene Art des Rauchens entdecken konnte. Und sicherlich wird sie sich weiter verändern. Anfangs war es schwierig, die Pfeife überhaupt richtig anzuzünden. Egal, wie locker oder fest ich gestopft hatte, ob ich fest dran sog oder nur sehr langsam, die Pfeife ging gleich wieder aus. Und beim Anzünden selbst mußte ich schon sehr viel paffen, um die Flamme richtig ins Kraut ziehen zu können, denn ich fülle momentan den Kopf nur zu etwa einem Drittel - selbst das ist mir oft zu viel.

Der Rauch schmeckte von Anfang an köstlich - sicherlich auch dank des herrlichen Meerschaums. Aber bei jedem Zug das Feuerzeug reinhalten? Das erschien mir nervig und entmutigend. Zum Glück ist meine Pfeife aber eine ganz liebe und geduldige, sie hat mir zugeflüstert, daß ich das schon bald lernen würde. Und es machte ja auch sofort viel Spaß! Und tatsächlich, nach etwa einer Woche konnte ich das erste Mal mehrere Züge genießen, ohne gleich wieder zum Feuerzeug greifen zu müssen.

Nach meiner Erinnerung habe ich nichts an meiner Methodik verändert, aber wahrscheinlich haben meine Finger es wohl von selbst gelernt. Inzwischen jedenfalls haben meine Pfeife und ich ein sehr schönes und intimes Gefühl füreinander gefunden. Sie geht fast immer genau dann aus, wenn ich eine Pause brauche. Ich lege sie dann für einige Minuten beiseite, stopfe nochmal vorsichtig nach und zünde sie erneut an - und atme sie ruhig und genußvoll.

Beim sanften, langsamen Einsaugen des Rauches atme ich gleichzeitig durch die Nase ein. Der Rauch bleibt vorne im Mund, angenehm kühl und weich, legt sich ein wenig auf Gaumen und Zunge und entfaltet allmählich seinen einmaligen Geschmack. Nicht nur, daß die verschiedenen Kräuter unterschiedlich schmecken. Dieselbe Mischung bringt je nach Stimmung immer wieder neue und andere Erlebnisse.

Durch den Mund atme ich dann genußvoll den Rauch wieder aus. Das macht Spaß und lädt zu Spielen ein. Manchmal öffne ich auch den Mund ohne weiterzuatmen und lasse die kleine Wolke von selbst entströmen. Erst danach öffne ich die Verbindung zwischen Mund und Nase, um nun den vollen Geschmack wahrzunehmen. Anfangs habe ich auch ab und zu den Rauch durch meine Nase ausgeatmet, aber das hat die Nase mit leichten Schmerzen quittiert. Geschmacklich ist es für mich sowieso am Schönsten, den Rauch nur im Mund zu haben, so lassen sich für mich viel differenzierter und feiner die verschiedenen Nuancen der Kräuter wahrnehmen. Für mich bleibt es ein Abenteuer, und es gibt noch so viele Kräuter zu probieren, bis ich mir meine erste kleine Mischung selber komponiere...
:mm:

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Rauch als Heilmittel?

Beitragvon oYo » Mi 23. Mär 2011, 14:36

Das Pfeife Rauchen ist in letzter Zeit ein wenig in den Hintergrund getreten. Vor Weihnachten war es mir plötzlich zu viel, die Pfeife hat eine Ruhepause bekommen. Jetzt rauche ich seltener, aber immer noch mit großem Genuß. Neue Kräuter will ich auch bald wieder ausprobieren, der Frühling kommt, die Lebensgeister steigen und damit auch meine Experimentierfreude. :-)

Vor einiger Zeit ist im Traum eine Indianerin zu mir gekommen, die mir bei gesundheitlichen Problemen ein wenig hilft. Ich hatte zu der Zeit Malessen im Genitalbereich, Entzündung, Trockenheit und Schmerzen. Neben dem Tee, den sie mir aus mehreren Kräutern zusammengestellt hat, hat sie mir auch empfohlen zu rauchen. Eine Mischung aus Frauenmantelkraut, Birkenblättern, Hamamelisrinde und Patchouli. Ich habe darüber gelacht und nicht geglaubt, daß das helfen könnte. Aber man probiert ja so einiges aus, wenn es einem nicht gut geht. Also entzündete ich die Pfeife und schmauchte genüßlich zum empfohlenen Tee. Die Wirkung war für mich unglaublich, sicherlich sehr subjektiv, aber so ist das mit Magie. :zauber:

Obwohl ich den Rauch nicht einatmete, sondern einfach nur paffte, hatte ich das Gefühl, daß sich durch meinen ganzen Körper bis in mein Becken eine unglaubliche Ruhe und Wärme ausbreitete. Ich konnte mich richtig einhüllen in dieses weiche Gefühl der Geborgenheit. Gleichzeitig erfüllte mich eine ruhige, kühle Kraft im Becken, die meine Schmerzen sofort linderte. Es tat einfach nur gut. :mm:

Als ich dann zwei Wochen später erkältet war, kaum atmen konnte, fiebrig und mit heftigen Kopfschmerzen im Bett lag, überraschte es mich nicht, als die Indianerin vorbeikam und mir Salbei zum Rauchen empfahl. Diesmal gab es kein Zögern. Natürlich habe ich nur wenige Züge aus der Pfeife genommen, denn man nimmt ja durch die Schleimhäute einige Stoffe auf, die mitunter auch Schwindel und Übelkeit auslösen können, wenn es zu viel wird. Erst spürte ich gar keine Wirkung, aber nach etwa einer viertel Stunde ließen die Kopfschmerzen nach und der Schnupfen beruhigte sich etwas. Sicherlich kein Wunderheilmittel, aber eine angenehme Linderung...

oYo :pipe:
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Meine Pfeife

Beitragvon oYo » Sa 16. Apr 2011, 18:37

Hallo liebe Pfeifenfreunde,

schon längst sind die Bilder überfällig. Ich möchte Euch gerne mein Schätzchen vorstellen... :sherlock:

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Gekauft habe ich sie übrigens hier

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Santakraut - Eriodictyon californicum

Beitragvon oYo » Fr 4. Nov 2011, 16:14

Hallo Freunde des Rauches und des Räucherns,

letzte Woche ist ein Ladung neuer Kräuter bei mir eingetrudelt und heute Nachmittag habe ich mich neugierig mit einigen Kräutern beschäftigt. Besonders gespannt war ich auf das Yerba Santa oder Santakraut, von dem ich zwar noch nicht viel gelesen habe, das mir aber aufgrund seines Namens sofort in den Einkaufskorb gesprungen ist. Das Erlebnis, dieses Kraut zu rauchen, hat mich sehr überrascht. Das Kraut hat einen warmen, würzigen, fein harzigen Duft, süß und leicht nach Zitrone. Es erinnert mich auch ein bißchen an Wacholder. Es verbreitet tatsächlich beim Rauchen (und Räuchern) eine heilige Stimmung, die so ganz anders ist, als ich sie von den mir bekannteren Räucherungen her kenne. :weih:

Der Duft ist nicht so hell wie Weihrauch und läßt einen nicht unbedingt in ekstatischen Höhen schweben. Er hat sehr viel Erdiges an sich, eine Bodenständigkeit, die in sich aber nicht schwer und träge, sondern dynamisch und aufrichtend ist. Es wirkt auf mich als erstes klärend, so als ob sich die inneren Dinge von selbst ordnen würden. Auch das läßt sich aber nur schwer mit den bekannteren Kräutern vergleichen. Es ist von der Wirkung her wie eine Mischung aus Salbei und Minze, einerseits reinigend, andererseits Klarheit bringend, von beidem etwas in einer sehr harmonischen und viel sanfteren Art. :mm:

Erstaunlicherweise stellt sich dann sehr schnell ein Gefühl von Stärke und Mut ein. Das habe ich so beim Rauchen noch nicht erlebt. Es richtet innerlich auf und vermittelt eine dynamische Spannkraft, ist gleichzeitig aber entspannend und öffnet einen Raum der Heilung. Das Kraut hat seinen Namen verdient, es strahlt eine Heiligkeit aus, die aus der Erde selbst zu kommen scheint. Ich freu mich schon auf heute Abend, wenn ich das Kraut auf mein Räucherstövchen legen werde, um seine schönen Eigenschaften nochmal in aller Ruhe genießen zu können. :galaxy:

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