Traumdeutung - wie geht das?

Für diejenigen, die gerne ihre Träume selber deuten und sich nur Tipps von anderen geben lassen möchten

Traumdeutung - wie geht das?

Beitragvon oYo » Mi 29. Sep 2010, 19:18

Hallo Ihr alle,

hier im Tempelgarten (Anm. der Moderation, Thema wurde verschoben) will ich einen Thread eröffnen, in dem es um die Traumdeutung geht. Träume sprechen eine sehr eigene Sprache, sie sind voller Bilder und Gefühle, die manchmal nur schwer oder gar nicht zu verstehen sind. Es gibt viele Menschen, die sagen, Träume seien eine reine Reflektion von den Erlebnissen des Tages, eine Aufarbeitung oder sogar nur ein zufälliges Abfeuern von Gedanken und Gefühlen zu alltäglichen Ereignissen. :wirr:

Da ich mich schon sehr sehr lange mit Träumen beschäftige, weiß ich, daß sie tatsächlich oft etwas zu erzählen haben, Geschichten aus dem eigenen Leben, Perspektiven auf andere Menschen oder von anderen Menschen. Und nicht selten findet man in ihnen neue Ideen und Inspirationen für das eigene Leben, Aussagen über größere Zusammenhänge und menschliche Beziehungen, denn durch den Traum sprechen das Unbewußte und die Tiefe zu Dir. :rring:

Traumdeutung erlernen bedeutet eine neue Sprache erlernen. Ich glaube, es hilft wenig, da allein mit Grammatik oder mit einem Lexikon den Versuch des Verstehens zu machen. Natürlich kann man mit einem Traumlexikon einiges über einen Traum herausfinden, aber eine Geschichte lesen oder anhören, hmmm, das wird schwierig. :dozier:

Wenn ich meine Träume verstehen will, dann versetze ich mich in sie hinein. Ich gehe in ihnen umher und fühle die Gefühle, die mitschwingen. Ich spreche die verschiedenen Symbole an und frage sie, was sie bedeuten könnten, versuche auch, die Traumperspektive zu ändern und zum Beispiel den Traum aus der Perspektive einer Person zu erleben, die in dem Traum auftaucht. Durch diese dreidimensionalen Bewegungen, die sich für mich tatsächlich wie ein Eintauchen anfühlen, kann ich schon vieles begreifen. :tauch:

Oft versuche ich auch, die Traumbilder wörtlich zu nehmen, suche nach Sprichwörtern oder Metaphern, die in unserer alltäglichen Sprache oft auftauchen. Und natürlich greife ich auch zum Traumlexikon, denn dort finden sich viele allgemeine Symbole, die einen möglicherweise auf die Spur bringen können. :bilder:

Wichtig ist mir dabei, daß jeder Träumer seine eigene Traumsprache entwickelt und daß seine Symbole oft andere Nuancen und Gefühle oder manchmal auch eine komplett andere Bedeutung ausdrücken. Deswegen kann ich natürlich auch nie wirklich den Traum eines anderen in allen Ebenen deuten, wenn ich auch vieles verstehe. Darum ist die Kommunikation mit dem Träumer auch sehr wichtig. Wenn er mir sagt, wo sich etwas unstimmig anfühlt, wie er bestimmte Symbole für sich versteht, dann kann ich ihn und seine Sprache besser kennenlernen. Und darum bleiben meine Deutungen in diesem Traumforum auch immer nur Vorschläge, ein Hindeuten auf mögliche Bedeutungen, die der Träumer dann für sich vielleicht besser verstehen und in sein ganz persönliches Begreifen und Erleben seines Traumes einfließen lassen kann.

Und wie deutet Ihr Träume? :lupe:

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Re: Traumdeutung - wie geht das?

Beitragvon oYo » Sa 16. Okt 2010, 17:16

Liebe Träumer, Magier und Abyssdiver,

aufgrund der momentan erschlagenden Anzahl von Mitgliedern bin ich dazu verdammt, Selbstgespräche zu führen. :zwins: Das macht aber nix, dann kann ich derweil ja schonmal ein paar Theorien über das Träumedeuten entwickeln, bis sich ein paar diskussionsfreudige Leute einfinden. :floet:

Ich habe mir überlegt, an einem Beispiel zu zeigen, wie ich an Träume herangehe. Das ist der Versuch etwas zu beschreiben, was eigentlich eher intuitiv und mit viel Inspiration aus dem Unbewußten vonstatten geht, aber vielleicht komme ich ja zu einem brauchbaren Ergebnis. :hmm:

Als Beispiel nehme ich Chloës Traum vom Exotischen Restaurant her. Jaja, das ist mein eigener Traum, ich weiß, aber der bietet sich gerade so schön an, weil er verrückt ist. :cool: Auf Anhieb verstehe ich ihn nämlich nicht, das heißt also, daß ich mir da schon ein bißchen Mühe geben muß. :trippel:

alpha - als erstes lese ich mir den Traum nochmal durch und achte dabei darauf, ob mir spontan schon Ideen oder Assoziationen kommen. Die kritzel ich schnell auf meinen internen Merkzettel. :pcglass: Jetzt werde ich die natürlich hier brav aufschreiben, damit man den Deutungsprozeß nachvollziehen kann. (Ein bißchen aufgeregt bin ich jetzt schon. Was ist, wenn ich den Traum vielleicht gar nicht verstehe? Dann komme ich hier ja gar nicht weiter? Wie blöd aber auch. Nur so als kleine Randbemerkung über das, was ich manchmal beim ersten Angang an Träume so fühle. :lach: ). Also, ich gehe dann mal lesen...

Spontane Assoziationen:
Verkehrsinsel - eine Art isolierte Stellung, nur wenige Leute passen auf eine Verkehrsinsel, ein 'stiller' Ort mit Verkehr (also Bewegung) drumrum
rote Ampel - zum kurzzeitigen Warten 'verdammt', kann vielleicht auch eine Verschnaufpause sein
Steppen, Tanzen - das Warten wird als angenehm empfunden, keine Langeweile, sondern Spaß, Tanzen auf der Straße könnte auch Aufmerksamkeit von anderen erregen, Steppen ist in Deutschland nicht weit verbreitet und macht auch ein bißchen Rhythmuskrach, zieht also ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich (hier stellt sich für mich die Frage: warum steppt Chloë? Will sie vielleicht tatsächlich Aufmerksamkeit erregen?)
schwarzes Kleid, schwarze Sandalenpumps - eine sehr festliche Kleidung, Abendkleidung, ist es eigentlich Nacht oder Tag in dem Traum? gibt es etwas zu feiern? wie fühlt sich Chloë in dieser Kleidung? Trägt sie solche Kleidung öfter?
mit Pumps läßt es sich erstaunlich gut steppen - eine unvermutete oder unerwartete Beweglichkeit
grüne Ampel - das Warten, die Pause ist vorbei (erstaunlich schnell, wenn man sich die Zeit mit Tanzen vertreibt), die Bewegung geht weiter
jemand folgt - aha, das Steppen und möglicherweise die Kleidung haben also tatsächlich Aufmerksamkeit erregt
Chloë dreht sich nicht um - fühlt sie sich sicher? Oder dreht sie sich aus Angst nicht um? Aus dem Traumkontext heraus nehme ich mal an, daß sie sich sicher fühlt. vielleicht will sie auch mit ihrer Neugierde ein wenig spielen?
ein zurückgesetztes Haus - es sticht ein wenig aus der Häuserreihe heraus, nicht durch ein ungewöhnliches Aussehen, sondern durch eine etwas andere Positionierung, durch das Zurückgesetzte ist vorne Platz, vielleicht ein Parkplatz. soll das Haus vielleicht auch ein bißchen versteckt werden? das ist ja ein Widerspruch zu meiner ersten Assoziation. :grins:
exotisches Restaurant - hier wird etwas angeboten, das kulturfremd, anders, außergewöhnlich ist. viele Leute gehen gerne fremdländisch essen, um mal ein bißchen Abwechslung im Speiseplan zu haben und etwas Neues auszuprobieren, im Restaurant kann man essen, der Traum spricht also von einem nahrhaften Angebot, Nahrung, Unterstützung, Wissensnahrung? Seelennahrung? Traumnahrung? Aufmerksamkeitsnahrung? Stärkungsnahrung? Unterhaltungsnahrung? Spaßnahrung? :corn:
aha, jetzt dreht sie sich endlich um - schön, daß wir auch erfahren dürfen, wer ihr da gefolgt ist! *hehehe* :lupe:
zwei kleine, alte Leute, ein Paar - klein, heißt das, es kann noch wachsen? sind sie schwach oder stark? alt, das heißt, es gibt sie schon lange, haben sie Lebenserfahrung? ein Paar, zwei Aspekte, die sich ergänzen? Mir ist dieses Bild erstmal recht unklar, ich kann kein richtiges Gefühl dazu finden. ungewöhnliche Leute sind es allemal, deren Aufmerksamkeit Chloë da erregt hat, soviel steht fest. sind es Aspekte ihres eigenen Wesens? Oder stellen sie Aspekte dar, die von außen hinzugekommen sind? Oder ist das Paar Sinnbild für echte Menschen, die in Chloës Leben treten?
blaues Hemd und schwarze Hose - blau und schwarz, Farben der Nacht, blau = Traum?, schwarz = Tiefe? Bodenständigkeit? Materie? oder gar Trauer? festliche Kleidung? hmmm, keine Ahnung, auch hier hab ich das Gefühl, das Symbol nicht recht greifen zu können. :hm:
die Gäste wurden bereits erwartet - Chloë hat also bereits erwartet, daß die Gäste, die ihr eher exotisches Angebot annehmen, auch eher, ähem, exotisch sind, noch dazu ist der Tisch bereits gedeckt, das heißt, das Nahrungsangebot (was auch immer das jetzt sein mag) ist schon längstens vorbereitet.
die Gäste fürchten erst, der Tisch sei zu hoch - ist ihnen das angebotene Thema 'zu hoch'? oder ist das die Befürchtung, daß so exotische Gäste in diesem Restaurant kein für sie adäquates Ambiente vorfinden (wie vielleicht schon oft in anderen Gastronomien erlebt?), wie schön, daß da aber dann doch der richtige Tisch mit dem richtigen Geschirr auf sie wartet, dieses exotische Restaurant scheint sich für ungewöhnliche Individuen eingerichtet zu haben
die kleine Frau rückt den Hocker zurecht - sie fühlt sich wohl und richtet es sich so ein, wie sie es braucht, offensichtlich weiß sie, wie sie das Essen genießen möchte, sie möchte dabei ihrem Mann in die Augen schauen können, Liebe
Kellner, komischer Vogel - okay, ein exotisches Restaurant mit ungewöhnlichen Gästen braucht auch exotisches Personal, ein Vogel mit Fell, Hühnerfell, he, Moment mal, hier ist doch nicht vom Traumforum die Rede, oder? (an dieser Stelle wird mir das Ganze jetzt ein bißchen peinlich, denn dann würde der Traum ja behaupten, daß wir mit unserem Forum für außergewöhnliche Gäste interessante Nahrung anzubieten haben und dabei auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen können, ähhhm, das fühlt sich jetzt für mich ein bißchen so an wie Eigenlob :ups: ), was hat dieser merkwürdige Mund/Schnabel zu bedeuten? echt, damit kann ich jetzt nichts anfangen...
in einen Sesselkissenbezug kriechen - das ist allerdings äußerst seltsam, wieso das denn? ein Sessel ist bequem, wird durch das Kissen bequem, ist das Kissen eigentlich mit im Bezug, oder kletter der Vogel in einen Bezug ohne Kissen? will er sich verstecken? oder wie oder was? :dreh:
Anstrengung im Gesicht, Eier - hat der komische Vogel Eier gelegt? im Kissenbezug? zum Ausbrüten? Sollen die Eier es bequem und geschützt haben?
Eier im Swimmingpool - die Eier schwimmen im Wasser, Gefühl, Swimmingpool als Sinnbild für Gebärmutter? Wasser = Fruchtwasser? Jedenfalls geht es hier um Geburt, etwas Neues wird ins Leben gebracht, vom komischen Vogelkellner, wer ist das eigentlich? ist das ein Aspekt von Chloë? Oder ein echter Mensch? Xephyr vielleicht? *hihihi* :kicher:
sechs - was bedeutet diese Zahl? Sex liegt da nicht allzu fern :grinss: , hmm, mehr fällt mir dazu momentan nicht ein
Küken, Kinder - die neuen Ideen sind auf die Welt gekommen und können nun ihr eigenes kleines Leben entfalten, die Küken scheinen ganz schön lustig und frech zu sein, eine Rasselbande, das verspricht viel Spaß, und da sie allesamt komische Vögel sind, verpricht es noch viel mehr Spaß, Lebensfreude, Lebendigkeit, Aufregung, viele freche, verrückte Ideen
der Kellner bewirtet die Gäste - aha, zum Glück gibt es doch noch etwas zu essen, verhungern müssen die Gäste schonmal nicht...

Ja, das sind also meine ersten Assoziationen. Huch, ist das viel geworden! Ich wußte nicht, daß mir so viel zu einzelnen Symbolen einfällt! :glubsch: Das ist ja schon richtig handfestes Material! Wow, es lohnt sich vielleicht, Assoziationen zu einem Traum für sich tatsächlich zu notieren, denn sie geben ja schon eine Menge her.

Ich könnte jetzt schon loslegen und versuchen, die einzelnen Assoziationen zusammenzusetzen. Mein Gefühl sagt mir jetzt schon klar und deutlich, daß es in dem Traum um das Forum hier geht. Das ist übrigens ein bißchen Segen und Fluch zugleich bei mir: denn wenn sich dieses Gefühl einstellt, daß ich sicher weiß, worum es im Traum geht, dann wird meine Deutung unweigerlich diese Richtung einnehmen, die Symbole werden auf diese Deutungsebene hin untersucht. Das heißt einerseits, daß ich an dieser Stelle schon sagen kann, daß ich den Traum auf alle Fälle deuten kann :wisch: , andererseits verliere ich oft durch meine Fokussierung auf eine einzelne Spur die Möglichkeit, noch andere Deutungen zu finden. :hmm: Das kann dazu führen, daß der Träumer, für den ich den Traum deute, mit der Deutung möglicherweise nicht viel anfangen kann, weil sie zwar für mich perfekten Sinn macht, für ihn aber nicht. Danach nochmal eine andere Deutung zu finden, fällt mir momentan noch nicht so leicht. Aber das werde ich mit der Zeit hier sicherlich noch lernen. :ja:

beta - Da sich mir aber bei dieser genauen Aufzeichnung meiner Assoziationen ein paar Fragen aufgetan haben, werde ich Chloë diese Fragen erstmal stellen. Das habe ich bisher bei meinen Deutungen nicht getan, sondern dem Träumer gleich meine Ideen präsentiert, in der Hoffnung, daß der sich schon meldet, wenn etwas unstimmig ist. Wenn ich in Zukunft weiterhin so draufgängerisch unterwegs sein sollte, seht es mir bitte nach. Meine Begeisterung, eine mögliche Deutung gefunden zu haben, geht mit mir mitunter durch. Wenn also jemand das Gefühl hat, ich renne in eine völlig falsche Richtung oder ich habe gewisse Details nicht richtig beachtet, dann schreibt es gleich. :blume:

Also, mein jetziger nächster Schritt ist es, einen Beitrag mit meinen Fragen an Chloë zu posten. Jetzt brauche ich dringend mein abendliches Freßchen. :hunger: Wer konnte denn ahnen, daß Traumdeutung ein so zeitintensives und anstrengendes Unterfangen sein würde? :ohhh:

Also, bis bald dann :wave:

... work in progress ... :idee: :kratz: :idea:

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Re: Traumdeutung - wie geht das?

Beitragvon oYo » Mi 27. Okt 2010, 18:02

Hallo Träumer! :wave:

Weiter geht es mit dem Deutungsbeispiel...

gamma - in der Zwischenzeit sind mir ein paar Dinge schon klar geworden. Das ist übrigens das Tolle, wenn ich schon eine erste Idee habe, was der Traum sagen könnte, fallen mir in den nächsten Stunden und Tagen oft Deutungsmöglichkeiten einzelner Symbole ein. Inzwischen haben mir auch meine Träume Input gegeben, z.B. über die beiden kleinen Leute. Denn in meinen Träumen der letzten Zeit sind häufiger Kinder aufgetreten, die als Symbol für 'Traum' verstanden werden können. Aber von vorne: :lupe:

Nachdem ich jetzt meine interne Materialsammlung soweit abgeschlossen habe, gehe ich den Traum einfach von Anfang bis Ende nochmal durch und betrachte ihn auf meine Vermutung hin, es könne sich um dieses Forum handeln. Chloë auf der Verkehrsinsel könnte bedeuten, daß sie sich im Internet befindet. Die rote Ampel: im Forum ist noch nicht viel los, es geht noch nicht so richtig los. :trippel:

Die Häuser auf zur Linken, die Häuser links, damit könnten 'links' im Internet gemeint sein, also die Häuser als Homepages. Da das exotische Restaurant ein wenig zurückgesetzt liegt, könnte hier angedeutet sein, daß dieses Forum im Internet noch nicht so leicht zu finden ist. :antenna:

Die beiden kleinen Leute sind Träume, alte Träume - da habe ich die Assoziation zu Archetypen. Vielleicht ein Chloë-internes Sinnbild für den Archetypus vom Traum. Da sie schwarze Hosen und blaue Hemden tragen und man in der Regel von unten nach oben wächst, fiel mir dazu ein Motto ein, das bei der Entstehung dieses Forums oben stand: 'Out of the black and into the blue'. Das ist natürlich eine interne Information, die ich normalerweise beim Deuten von Träumen nicht haben kann. ;-)

Immer noch bin ich am Herumeiern mit dem komischen Vogel. Mir fallen dazu allerlei Symboliken ein, die mit Befruchtung und Geburt zu tun haben könnten. z.B. der Mund als Gebärmuttermund. Der sieht nämlich auch so ähnlich aus, wenn er zur Empfängnis geöffnet ist. Und wenn ein Kind geboren wird, dann weitet er sich ja noch sehr viel mehr. Trotzdem wird das alles für mich noch nicht so richtig rund. :hmm:

Wenn ich an so einen Punkt komme, dann erlaube ich mir manchmal, die Traumakteure direkt zu befragen oder ihre Perspektive einzunehmen. Das habe ich bisher allerdings nur bei meinen eigenen Träumen gemacht und noch nie bei Träumen anderer Menschen ausprobiert. Ich werde mich also als nächstes in den Traum hineinträumen und die Leute behutsam und freundlich befragen... :blume:

... still in progress ... process is pending ... :idee:

oYo :traeum:
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Re: Traumdeutung - wie geht das?

Beitragvon Carl Jung » Do 11. Dez 2014, 13:43

oYo hat geschrieben:Hallo Ihr alle,

hier im Tempelgarten (Anm. der Moderation, Thema wurde verschoben) will ich einen Thread eröffnen, in dem es um die Traumdeutung geht. Träume sprechen eine sehr eigene Sprache, sie sind voller Bilder und Gefühle, die manchmal nur schwer oder gar nicht zu verstehen sind. Es gibt viele Menschen, die sagen, Träume seien eine reine Reflektion von den Erlebnissen des Tages, eine Aufarbeitung oder sogar nur ein zufälliges Abfeuern von Gedanken und Gefühlen zu alltäglichen Ereignissen. :wirr:

Da ich mich schon sehr sehr lange mit Träumen beschäftige, weiß ich, daß sie tatsächlich oft etwas zu erzählen haben, Geschichten aus dem eigenen Leben, Perspektiven auf andere Menschen oder von anderen Menschen. Und nicht selten findet man in ihnen neue Ideen und Inspirationen für das eigene Leben, Aussagen über größere Zusammenhänge und menschliche Beziehungen, denn durch den Traum sprechen das Unbewußte und die Tiefe zu Dir. :rring:

Traumdeutung erlernen bedeutet eine neue Sprache erlernen. Ich glaube, es hilft wenig, da allein mit Grammatik oder mit einem Lexikon den Versuch des Verstehens zu machen. Natürlich kann man mit einem Traumlexikon einiges über einen Traum herausfinden, aber eine Geschichte lesen oder anhören, hmmm, das wird schwierig. :dozier:

Wenn ich meine Träume verstehen will, dann versetze ich mich in sie hinein. Ich gehe in ihnen umher und fühle die Gefühle, die mitschwingen. Ich spreche die verschiedenen Symbole an und frage sie, was sie bedeuten könnten, versuche auch, die Traumperspektive zu ändern und zum Beispiel den Traum aus der Perspektive einer Person zu erleben, die in dem Traum auftaucht. Durch diese dreidimensionalen Bewegungen, die sich für mich tatsächlich wie ein Eintauchen anfühlen, kann ich schon vieles begreifen. :tauch:

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Wichtig ist mir dabei, daß jeder Träumer seine eigene Traumsprache entwickelt und daß seine Symbole oft andere Nuancen und Gefühle oder manchmal auch eine komplett andere Bedeutung ausdrücken. Deswegen kann ich natürlich auch nie wirklich den Traum eines anderen in allen Ebenen deuten, wenn ich auch vieles verstehe. Darum ist die Kommunikation mit dem Träumer auch sehr wichtig. Wenn er mir sagt, wo sich etwas unstimmig anfühlt, wie er bestimmte Symbole für sich versteht, dann kann ich ihn und seine Sprache besser kennenlernen. Und darum bleiben meine Deutungen in diesem Traumforum auch immer nur Vorschläge, ein Hindeuten auf mögliche Bedeutungen, die der Träumer dann für sich vielleicht besser verstehen und in sein ganz persönliches Begreifen und Erleben seines Traumes einfließen lassen kann.

Und wie deutet Ihr Träume? :lupe:

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Ich stelle mir eine Pauschalsammlung von Traumdeutungen zusammen, u.a. von Traumdeuter.ch. und betreibe dann subjektiv ein Selektionsverfahren.
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