Die Trollkirsche

Magie in all ihren Facetten

Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » So 3. Jul 2011, 16:37

Trollkirsche - Prunus sanguinis nigri var. malefaciens
aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und der Unterfamilie der Beluaeoideae (belua heißt 'großes Tier', aber auch Untier, Ungeheuer, Ungetüm).


Hallo liebe Magier, Träumer, Oneironauten und Abyssdiver, :wave:

im Rahmen einer magischen Expedition im benachbarten Hexenforum Lilienhain haben Xephyr und ich uns entschlossen, die Trollkirsche in all ihren botanischen und magischen Facetten zu erleben. Für die Trollkirsche entschieden haben wir uns aufgrund eines Traums, in dem sie vorgekommen ist (in diesem Traum die letzten beiden Absätze). Da wir sehr viel Zeit und Liebe in unsere kleine Forschung stecken wollen und dies ein Akt humorvoller Magie ist, möchte ich gerne unsere Erfahrungen und Berichte hier im 'Geheimen Orden des Abgrunds' vorstellen. Hier also unsere ersten Erlebnisse mit der Trollkirsche... :trippel:

Pünktlich zum 1.7. habe ich das erste Mal von ihr geträumt. Im Traum ist sie eher 'eingeschmuggelt' worden, sie war ein Geschenk, aber niemand wußte, wer der Schenkende war. Eigentlich habe ich nicht von der Pflanze direkt geträumt, sondern von einem wunderschönen Verarbeitungsprodukt: Die Trollkirschenfunzel. :grins:

Diese Trollkirschenfunzel ist ein Gefäß, das von Hand aus Ton geformt und mit dunkelroter Glasur gebrannt wurde. Es ist eine eher elliptische Schale, etwa 20cm lang, 15cm breit und 13cm hoch und erinnert mich an die Form eines Schädels. In der Schale befinden sich Trollkirschkernöl und ätherisches Trollkirschblütenöl, außerdem ein dicker Docht, der aus zusammengerollten, fermentierten und getrockneten Trollkirschblättern besteht, die durch die zähen Fasern von frischen, jungen Zweigen zusammengebunden wurden. Das Öl hat eine wunderschöne goldene Farbe, die getrockneten Blätter sind dunkelgrün mit schwarzen Flecken und Streifen, denn der frische Saft der Trollkirsche ist schwarz (deswegen heißt sie ja auch 'sanguinis nigri', also 'schwarzblütig'). Der vom Öl getränkte Doch brennt nicht, sondern glüht, kokelt und raucht eher, nur gelegentlich züngelt ein kleines Flämmchen. Der Duft, der dieser Trollkirschenfunzel entsteigt, ist sehr süß, schwer, modrig-sumpfig und betörend. Auf mich wirkt er extrem körperlich, berauscht und beruhigt leicht den Geist und weckt sehr starke, schwere, sinnliche, erotische, opulente Empfindungen. Es ist schwer, das Gefühl zu beschreiben. Es fühlt sich fast so an, als würde ich mich in einen warmen, weichen, erotischen Sumpf verwandeln, erdig und wässrig gleichzeitig... :mm:

Im Traum habe ich dann auch den Namen der Hamadryade (des Baumgeistes) erfahren: Grüne Flamme.

Noch am Freitag Morgen bin ich in die Unibibliothek gefahren und habe stundenlang nach einem Buch recherchiert, in dem ich vielleicht etwas über die Trollkirsche (Trollkirsebær) herausfinden könnte. Schließlich bin ich auf ein kleines Büchlein von Christen Smith gestoßen (norwegischer Botaniker). Es stammt von 1814 und heißt 'Magiske Planter'. Das Faksimile durfte ich in der Präsenzbibliothek auch einsehen, aber mitnehmen oder kopieren war nicht drin. Da ich kein Norwegisch kann, weiß ich auch nicht, was drinsteht. Aber die botanische Bezeichnung habe ich jedenfalls aus diesem Buch. :buecher:

Gestern dann sind Xephyr und ich auf Trancereise gegangen, um die Trollkirsche an dem Ort zu besuchen, wo sie wächst und gedeiht: Trollhage. Wir befanden uns zunächst sehr weit oben auf einem Fjell, in der Ferne konnte man das Meer sehen. Wir folgten dem Gefühl, das uns zur Trollkirsche führte. Es ging sehr steil in eine Bergschneise hinein, sehr bald konnte man das Meer und die umliegenden Berge nicht mehr sehen. Der Ort wirkte sehr verborgen und vor starkem Wind und Wetter geschützt. Xephyr traf etwas im Nacken, wir konnten aber nicht genau erkennen, was das war (erst später). :austerne:

Und dann lag Trollhage vor uns, ein kleines Wäldchen aus Trollkirschen. Oben am Hang auf einem großen Felsen saß ein Troll, der sehr mit sich selbst beschäftigt war. Natürlich fragten wir ihn, ob wir uns die Trollkirschen näher anschauen und evtl. etwas von ihnen abpflücken durften, worauf der nur meinte: 'Da müßt ihr schon die Hamadryaden selbst fragen', um sich dann wieder genüßlich seinem Tun zu widmen. :traeum:

Folgendes konnten wir auf unserer Entdeckungsreise herausfinden: Die Trollkirschen sind Sträucher, die etwa 3-3,5m hoch werden können. Sie wachsen unten gerade hoch, werden nach oben hin aber knorzeliger im Erscheinungsbild. Die Blätter sind sehr lang (etwa 40-50cm), elliptisch, dunkelgrün mit Schwarzschattierungen. Die Rinde ist silbergrau, sehr fein gefurcht (wirkt aus der Ferne fast glatt) und blättert bei älteren Pflanzen unten an den Stämmen stellenweise ab, so daß das schwarze Holz sichtbar wird. Um die Blüten zu sehen, mußten wir die Jahreszeit wechseln und in den Frühling reisen. Sie sind etwa handtellergroß, außen ganz weiß, innen haben sie einen weißen Rand und werden zur Mitte hin rot und dann schwarz. Der Stempel ist schwarz, die Staubblätter sind rot. Ihr Duft ist sehr betörend und süß, ganz leicht sumpfig, einfach berauschend, wenn man seine Nase hineinhält. :duft:

Um das Holz genauer zu betrachten (und auch Stücke davon zu sammeln, von den Blüten und Blättern durften wir auch etwas mitnehmen), suchten wir eine alte, umgestürzte Trollkirsche. Das schwarze Holz ist wahnsinnig hart und sieht aus wie versteinertes Holz. Die großen Wurzeln sind ähnlich, die kleineren Wurzeln sind gummiartig und sehr zäh. :radie:

Hier hatten wir ein witziges Intermezzo mit dem Troll, zu dem wir immer wieder mal rübergeschaut haben. Wir beobachteten, was er da eigentlich genau tat. Er popelte mit seinem dicken Zeh in seiner noch dickeren Nase, betrachtete den gefundenen Popel genüßlich, um ihn dann in den Mund zu nehmen und zwischen den Zähnen zu zerbeißen. Zwischendurch holte er den Popel sogar mit dem dicken Zeh nochmal raus, wahrscheinlich, wenn er zwischen den Zähnen hängenblieb. Erst bei näherem Hingucken wurde uns klar, daß das gar kein Popel war! Nein, er hatte offensichtlich Wurzelspitzen der Trollkirsche gesammelt und kleingeschnitten, geschnupft und in der Feuchtigkeit seiner großen Trollnase fermentieren lassen - Trollkirschwurzelkautabak! :cigar:

Und jetzt holte Xephyr nochmal das hervor, was ihn beim Betreten von Trollhage im Nacken getroffen hatte. Es war ein Trollpopelwurzelstück. Wir hatten nichts Besseres zu tun, als es eiligst in meiner Meerschaumpfeife zu rauchen. Es schmeckt süßlich und sehr erdig, minzig im Abgang, wahnsinnig lecker. Die Wirkung war auch schnell zu spüren. Ein Gefühl von großer Tiefe, eine Verbindung zur Erde, die immer tiefer ging bis in das Herz der Erde, eine sehr weiche, liebevolle Stimmung, leicht euphorisierend (wir mußten plötzlich ziemlich viel lachen), erdig und ein bißchen wässrig, dabei aber sehr leicht, ohne jede Schwere, ab und zu durchflutet von herrlichem Erbeben, das sich anfühlte wie ein Erdschaudern. Ähhm, okay, irgendwie wurden dann auch unsere Nasen größer und ich fing an, die Dicke meines Bauches mit der von Xephyr zu vergleichen. Er hatte deutlich die größeren Ohren, aber mein Grinsen war breiter. Es war sehr schön, sich wie ein zufriedener, leicht euphorisierter Troll zu fühlen. :flieg: :devils:

Auf die Früchte waren wir natürlich auch sehr neugierig. Darum wechselten wir noch einmal die Jahreszeit. Die Sträucher waren bedeckt mit roten Früchten, die ebenso groß waren wie die Blüten. Auch auf dem Boden lagen Früchte herum. Sie haben in etwa die Form von großen Pflaumen, sind kirschrot mit Abstufungen ins Dunkelviolett, haben eine glatte, dünne Schale und sind im reifen Zustand sehr weich. Sie dufteten so lecker, wir konnten nicht anders und mußten reinbeißen. Ssssso ssssaftig und ssssso ssssüßßßßß ist das rote Fruchtfleisch. Es schmeckt wie eine köstliche Mischung aus Pflaumen, Kaki und Heidelbeeren, süß, aromatisch, erdig, im Nachgeschmack ein Hauch von Cassis, leicht herb. :yum: Die Wirkung: aphrodisierend! Ein Liebesrausch folgt dem anderen, begleitet von süßer, fließender, erotisierender Sinnlichkeit, ein Gefühlscocktail aus sanften körperlichen Lustströmen, herzüberquellenden Glücksgefühlen und geistigen Liebeshöhenflügen. :love:

Schließlich bestaunten wir noch den Kern. Da die Trollkirsche anscheinend eine Steinfrucht ist, hat sie nur einen Kern, etwa in der Größe eines Pfirsichkerns, allerdings glatt und dunkelorangerot. Er ist steinhart und läßt sich nicht öffnen (zumindest nicht so ohne weiteres, wir haben es nicht geschafft). Xephyr legte dann einen Kern in die Erde, und wir konnten staunend zusehen, wie er keimte und ein zartes Pflänzchen sproß. Der Troll versprach uns, auf die kleine Trollkirsche aufzupassen und sie zu hegen und zu pflegen wie alle anderen Sträucher auch in Trollhage. Die winzige Hamadryade winkte uns zu, bevor sie sich schlafen legte, und nahm sofort einen Platz in unserem Herzen ein. Mit diesem Gefühl beendeten wir unsere Reise: eine Trollkirsche, die in unsere Herzen gepflanzt ist und nun dort heranwächst, während sie gleichzeitig in Trollhage ihre Wurzeln in die Erde streckt. :rose:

Hier ist ein Bild von der Pflanze, das Xephyr gemacht hat:

Bild

Im Verlauf dieses Monats wollen wir unsere mitgebrachten Schätze, die uns die Hamadryaden freundlicherweise überlassen haben, genauer sichten und Verschiedenes damit ausprobieren. Ich bin schon sehr gespannt... :trippel:

Was ich allerdings nicht verstehe, ist der Beiname 'malefaciens', den Smith der Trollkirsche gegeben hat. Ich kann mir das nur so erklären, daß er die sinnlich-erotische Wirkung dem Bösen zugeschrieben hat, um seinen christlichen Weltbildern gerecht zu werden. :roll:

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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » Fr 8. Jul 2011, 16:33

Hallo,

was ich vergaß zu erwähnen: als erste äußere Wirkung der Trollkirsche war das ganze Wochenende über unsere Telefonleitung kaputt. Die Trollkirsche hat uns also ein sehr ruhiges und ungestörtes Wochenende getrollt. Dummerweise hatte der Angestellte der Telekom unter den Trollkirschennachwirkungen noch ein bißchen zu leiden, denn er brauchte etwa zwei Stunden, bis er den Fehler gefunden hatte, und durfte in dieser Zeit ständig die Treppen zwischen dem 1.Stock und dem Keller hoch- und runterlaufen, was ihm sicherlich keine Freude bereitet hat. So konnte ich die Trollung zwar sehr genießen, aber der Telekommensch tat mir doch leid. ;-)

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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » Sa 16. Jul 2011, 17:33

Hallo Ihr alle,

die Trollkirsche ist Teil unseres täglichen Lebens und macht sich immer wieder bemerkbar mit kleinen Ereignissen. Neulich habe ich zum Beispiel nachmittags Trollkirschenblätter in meiner Pfeife geraucht. :pfeife: In derselben Nacht träumte ich von einem heftigen Sturm. Ich hörte das Sausen des Sturmes draußen und fragte mich, wie ich ihn beruhigen könnte (keine Ahnung, warum ich ihn beruhigen wollte, er hat mich nicht bedroht). Der Traum hob mich hoch und trug mich in den Sturm hinaus. :ballon: Ich flog im Wind und konnte ihn in mir spüren. Dann ließ ich ein Gefühl von Ruhe sich in mir ausbreiten und je ruhiger ich mich fühlte, desto mehr beruhigte sich der Wind - kein Wunder, der Sturm war ja in mir selbst, da ich träumte. :galaxy: Schließlich drehte ich mich um und schaute in den Himmel. Die dunklen Wolken hoben sich gegen den hellgrauwolkigen, aber doch leuchtenden Himmel ab. Zu meiner großen Überraschung formten die dunklen Wolken wunderschöne florale Muster. Da wurde mir klar, daß ich einem Sturmtroll begegnet war. Als ich wieder ins Haus ging, sauste der Sturm wieder los. Ich lauschte ihm noch kurz und fragte mich, ob das vielleicht das Rauschen meiner eigenen Gedanken sei :who: , dann richtete sich meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes...

oYo :cigar:
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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » Mo 18. Jul 2011, 18:43

Hallo,

da bin ich wieder mit neuen Berichten von der Trollkirsche. Im Lilienhain geht gerade eine Diskussion über Visionssuche und da dachte ich so bei mir: Warum fasten gehen, Rückzug in die Natur, Dunkelkammer, Pipapo und DrumundDran? Eine schnelle, einfache und effiziente Visionssuche sollte doch mit der Kraft der Trollkirsche zu machen sein! :idea:

So habe ich also vor zwei Tagen alle getrockneten Teile der Trollkirsche hergenommen, also Wurzel, Holz, Rinde, Blatt, Blüte, Frucht und - ganz wichtig für die Visionssuche - den Kern der Trollkirsche. Zu gleichen Teilen im Mörser gemahlen (was für eine Mühsal, das Holz und der Kern waren extrem hart :schwitz: ), ergab es ein schwarz-braunes Pulver. Davon vor dem Schlafen eine Fingerspitze eingenommen und dann auf die Reise ins Land der Träume. :kissen: :galaxy:

Ich habe mir vor dem Einschlafen gar keine Frage gestellt, das hatte ich total vergessen. Allerdings sind ja momentan ohnehin die Themen Eros/Thanatos, Trollkirsche und seit neustem der Lebensbaum aktiv. Außerdem war an jenem Tag natürlich das Gespräch über die Visionssuche heiß diskutiert. Da ging es auch um die Frage, wie denn eigentlich der Übergang eines Mädchens zur Frau zu begreifen (bzw. rituell zu vollführen) sei. Ich habe manchmal die Befürchtung, mich mit zu vielen gleichzeitigen Themen vielleicht ein bißchen zu verzetteln, fühle mich aber momentan mit dieser Kombination doch sehr wohl, weil die Trollkirsche mir tatsächlich spannende Wege eröffnet und offensichtlich die Fähigkeit hat, Themen miteinander zu verbinden bzw. entsprechend zu aspektieren. :lupe: :buecher:

Zu meiner großen Überraschung - ich habe eigentlich nicht mit einer Response meiner Träume gerechnet - hatte ich tatsächlich einen sehr intensiven, gefühlsstarken Traum, der mir ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit vermittelte. Da es offensichtlich ein expliziter Visionssuchetraum war, hat er natürlich sehr persönliche Inhalte, die mit meinem Leben und meinen Erfahrungen als Teeny und junge Frau zu tun haben. Hier lassen sich also vermutlich keine allgemeingültigen Aussagen über die Initiation der jungen Frau, den Lebensbaum, Eros usw. finden. Es ist dem Traum aber auf wundervolle Art gelungen, diese Themen auf eine sehr gefühlvolle und persönliche Art miteinander zu verweben und sie mir in einem schönen Erlebnis zu präsentieren. :mm:

Den Traum beschreibe ich im Thread über meine Froschhüpfer auf dem Lebensbaum (dazu habe ich heute keine Zeit mehr, hoffentlich also morgen). :ok:

oYo :mond:
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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » Mi 21. Sep 2011, 18:33

Hallo,

vor etwa einem Monat habe ich mich nochmal mithilfe der Blüten und Blätter der Trollkirsche auf die Reise gemacht. Es war wunderschön, was mir die Trollkirsche gezeigt hat. Ich konnte mich in Pflanzen hineinfühlen, ja, ich konnte mich selbst als Pflanze fühlen. Zuerst war ich eine Rose, ich spürte die Leidenschaft meiner roten Blüten, aber auch die Dornen, das weiche und das härtere Holz und die Wurzeln und Blätter. Danach war ich eine Seerose, ein ganz anderes Gefühl, sehr viel weicher, voller Hingebung an den See und den Himmel. Die Wurzeln vergraben im weichen Schlamm, lag ich auf dem Rücken im Wasser und öffnete mich den Strahlen der Sonne und des Mondes. Wunderschön. :mm:

Seitdem werde ich ab und zu mal zu einer Pflanze und spüre, wie sie lebt und fühlt. Natürlich ist das sehr subjektiv. Ein anderer mag anderes fühlen, wenn er zur gleichen Pflanze wird. ;-) Jedenfalls war es für mich eine berauschende, wundervolle Entdeckung, die mir die Trollkirsche offenbart hat... :duft:

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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon Siskana » Fr 28. Okt 2011, 17:09

hallo ihr,

als ihr hier anfingt über die trollkirsche zu schreiben bekam ich ein bild.

da war ein haus eingerahmt in einen garten. das gartentor war mit einem rosenbogen versehen. auf der linken seite befand sich der trollkirschenbusch. jeder der ins haus wollte musste an diesem vorbei. ihre kraft war es eigennützige, dem haus und seinen bewohnern schadende absichten dem besucher zu entziehen und in eine einheit zu umwandeln.

aber leider :no: wurde mein bild nicht bestätigt.

laß euch trotzdem meine fantasie hier :lach:

lg siskana
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Re: Die Trollkirsche

Beitragvon oYo » Fr 28. Okt 2011, 17:25

Hallo Siskana,

och, nicht traurig sein. Dein Bild und Gefühl zur Trollkirsche stimmen doch genauso sehr, wie unsere! Die Trollkirsche ist in ihren Wirkungen eben seeehr vielfältig und für jeden anders. :ja:

Ich freu mich, daß Du uns Deinen Eindruck erzählt hast, ich find das Bild toll! :grins: :sonne:

Und witzigerweise habe ich mich etwa vor zwei Stunden zu einem kleinen Nachmittagsschläfchen hingelegt und davon geträumt, daß eine hauchzarte schwarzrote Rauchwolke um mich herum ist, und alles, was mich durch sie hindurch berührte (vor allem Gefühle von anderen) wurde so verwandelt, daß ich damit gut umgehen konnte. Das kommt Deinem Bild der Trollkirsche schon ziemlich nahe, finde ich. :zwins:

Dankeschön, :blume:
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