Fliegen oder einen Handstand machen

Wer Lust hat, kann hier mit Löyly kleine Traumspiele spielen. Auch Träumerchen und Jungträumer sind herzlich eingeladen.

Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon oYo » Sa 27. Nov 2010, 19:08

Hallo Blue Moon,

wir haben uns gestern Abend bei Wein und Kerzenschein ein wenig über Deinen Traum unterhalten und ihn gemeinsam gedeutet. Heute sind wir leider zu müde, um die Deutung noch aufzuschreiben. Aber sie kommt bald, fest versprochen! :ja: :sonne:

Alles Liebe, oYo :-)
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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon oYo » So 28. Nov 2010, 20:17

Hallo liebe Blue Moon,

heute möchte ich Dir gerne ein bißchen zu Deinem Traum schreiben. Manche Träume ergeben von vorne nach hinten gelesen einen Sinn, manche Träume aber wollen von hinten nach vorne gedeutet werden. Und unsere Intuition hat uns zugeflüstert, daß dieser Traum ein solcher ist. Wir beginnen also beim letzten Traumbild und schauen uns an, was uns der Traum in umgekehrter Reihenfolge und umgekehrter Zeitlinie erzählt. :ja:

Du hast einen Diamanten im Arm und weinst um einen Abschied und um Deine Welt, die zerstört worden ist. Etwas ist in Deinem Leben passiert, das für Dich einen sehr großen Verlust bedeutet hat, das Deine Welt, wie Du sie kanntest, beendet hat. Deine Trauer ist tief, und sie hat Dich so hart getroffen, daß sie wie aus Diamant ist. Da kommt ein Wesen zu Dir, ein geflügelter Drachen. Es ist ein Wesen, das zu Dir gehört, eine große, raubtierhafte Kraft, die Dich und Deine Welt beschützt. Er sagt zu Dir: "Genieße den Ausblick nach vorne, denn es wird bald alles nicht mehr so sein wie jetzt. Die Schönheit deiner menschlichen Welt ist gerade im Entstehen."

Er lädt Dich ein, mit ihm zu fliegen. Er bringt Dich fort aus der Welt des harten Schmerzes. Das bedeutet, daß Du die Welt, die für Dich durch den großen Verlust beendet wurde, nun verläßt und Dich auf die Suche nach etwas Neuem begibst. Du fliegst also mit dem Drachen und Du vertraust ihm so sehr, daß Du ihm Deine diamantene Trauer anvertraust. Er aber verwandelt sie in flüssige Tränen und macht den Schmerz dadurch weicher und fließender. Durch die eiskalte und klare, blauweiße Nacht Deiner Trauer bringt er Dich in ein Paradies.

Das Paradies ist wie eine Utopie. Hier ist alles perfekt, hier gibt es keine Schmerzen, keine Krankheiten, keine Aggressionen. Alle verstehen sich und sind nett zueinander, und alles kommt aus der Natur der Wesen heraus. Solche Utopien findet man in vielerlei Gemeinschaften, politischen wie religiösen. Sie alle haben gemeinsam, daß der Mensch eine gewisse Perfektion, eine vorgestellte, positive Weltanschauung verkörpern muß, bevor diese Utopie wahr werden kann. Dies kann bedeuten, daß Du Dich nach Deinem Verlust einer solchen Gemeinschaft angeschlossen hast in dem Glauben, daß Du diese Perfektion erreichen und hier Deinen Frieden im Paradies finden kannst. Aber irgendwann ist Dir aufgefallen, daß kein Mensch diese Art der Perfektion erlangen kann. Die Utopie bleibt unerreichbar, und so verläßt Du diese Gemeinschaft wieder.

Deine Lebensreise geht weiter. Du kommst an der Moschee vorbei, und sie ist mit ihrem Minarett, das bis zum Mond reicht, wunderwunderschön. Das Wort Moschee wird im Arabischen wie Muschi ausgesprochen. Muschi und Minarett, ein Symbol für Sex, so wunderschön und erfüllend. Vermutlich hast Du Dir einen Partner gewünscht, nachdem Du die Gemeinschaft verlassen hast. Doch die Moschee liegt in einem fernen Land und der Drache kann dort nicht landen. Dein Wunsch blieb leider unerfüllt und Deine Lebensreise ging weiter.

Wie eine verschneite Winterlandschaft ist Dein Leben nun, die Trauer nicht mehr so stark, aber Deine Welt immer noch dunkelblau, weiß und kalt, Deine Gefühle sind Schnee. Aber in den Federn des Drachen fühlst Du Dich geborgen und warm. Allmählich kommst Du wieder unter Leute. Und Du fliegst an den Sternen und am Mond, an Planeten und Sternenbildern vorbei. D.h. Du findest für Dich einen Weg, um mit der ganzen Welt und den Geschehnissen darin wieder in Kontakt zu treten, im Schauen und im Fühlen, auch wenn Du immer noch für Dich allein bist mit Deinem Schutzdrachen.

Und nun landet Dein Schutzdrachen und Du kannst absteigen. Dein Drache sagt: "Die Welt ist schön, und sie ist die erste ihrer Art, nachdem sie für dich neu geboren wurde. Und auch ich bin der erste meiner Art, der erste uralte Drachen, der in deinem Himmel lebt, deine Welt und die Menschen, die zu dir gehören, beschützt und bewacht. Immer wird es solche Drachen für dich geben, und es werden immer mehr werden, die dir ihre Kraft zur Verfügung stellen." Du spürst seinen warmen, lebendigen Atem - der Atem, der Leben einhaucht - bevor der Drache abhebt. Und der Atem macht Dich ein wenig wie benommen, wahrscheinlich, weil Du Dich jetzt endlich wieder fühlen kannst, weil Deine Gefühle auftauen und Du noch ein wenig die Benommenheit der Kälte wahrnimmst.

Der Drache entfaltet nun seine mächtige Kraft, mit dem Schwanz peitscht er den Boden, daß alles in Dir erzittert. Auch dies kann man erleben, wenn der Körper von der Kälte wieder wärmer wird, er beginnt zu zittern. Das Zittern und Beben Deiner Selbst, das der Drache mit seiner Kraft verursacht hat, rüttelt Dich auf und schleudert Dich mitten in die dicke große Eibe. Die Eibe steht für Deinen Lebensbaum, Deine Lebenskraft. Du wirst mitten hineingeworfen in Deine Lebenskraft, in Deine Lebensmitte. Und nun, liebe Blue Moon, ist es nur noch ein einziger Schritt, ein Schritt, um nach Hause zu kommen. Und während Du Dich noch am Stamm festhälst und in diesem Schritt verharrst, tust Du ihn: Der Vollmond der Weiblichkeit, der Magie, der Sinnlichkeit und des Traumes leuchtet über Dir und Du bist zu Hause.

Alles Liebe, oYo :sterne:
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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon Firlefunke » So 28. Nov 2010, 22:50

Hallo oYo,

auch wenn ich nicht für Blue Moon sprechen kann muss ich doch sagen, dass das eine tolle Deutung ist. (Ganz subjektiv für mein Gefühl, Bluemoon, soll dir natürlich nicht vorwegnehmen, ob diese Deutung überhaupt zu dir oder deinem Traumgefühl passt.)

Das witzig, was ich hier jetzt eigentlich schreiben wollte, ist, wenn denn die Deutung tatsächlich für dich Blue Moon passen sollte, dann hat dein Traum quasi einen Handstand gemacht ;-)

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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon oYo » Mo 29. Nov 2010, 12:12

Hallo Firlefunke,

Das witzig, was ich hier jetzt eigentlich schreiben wollte, ist, wenn denn die Deutung tatsächlich für dich Blue Moon passen sollte, dann hat dein Traum quasi einen Handstand gemacht


das ist ja lustig, genau das hat Xephyr gestern Abend auch zu mir gesagt. :lach:

oYo
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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon Blue Moon » So 12. Dez 2010, 00:29

Hallo liebe Oyo, lieber Xephyr und liebe Firle,

leider habe ich mich jetzt länger nicht sehen lassen :sad:

Natürlich möchte ich mich zu der Traumdeutung äußern. Erst einmal vielen Dank für eure Mühe, ihr beiden. Natürlich wäre mein Leben wohl tatsächlich etwas glücklicher verlaufen, wenn dieser Traum rückwärts gedeutet wird. Leider hatte ich das Glück nicht, so wie die Traumdeutung es schildert.

Meine Welt hatte ich eigentlich nie verloren, ganz gleich was kam. Mainstream und Konsorten haben versucht, mich mit allen Mittel zu brechen. Ich habe mich nicht brechen lassen, nicht einmal als Kind. Da waren natürlich auch Situationen darunter, die hart und traurig waren. Dies war nicht zu vermeiden. Als Kind sah ich vielleicht solche Dinge anders als ich sie heute sehe. In der Beziehung muß ich Oyo Recht geben: Ich gehe nun einen anderen Weg. Dies hat aber weniger mit den Menschen zu tun als mit meiner Einstellung zu ihnen. Unsereins ist immer bedacht, zu helfen oder helfen zu wollen, obwohl manche Leute sich gar nicht helfen lassen möchten. Das ist dann wie Kopf gegen die Wand rennen. Es dauerte eine Weile, bis ich zu der Erkenntnis kam: Diejenigen, die sich helfen lassen wollen, die kommen von selbst und automatisch zu dir. Die anderen verstehen dich nicht und wollen deine Hilfe nicht, mache dir keine Gedanken um sie und lasse sie in ihr Verderben rennen. Diese Einstellung tut heute sogar manchmal noch weh, aber sie hat mich von vielen Schmerzen auch befreit.

Das Leben mit meinen Mainstream-Mitmenschen war wie eine Achterbahn. Als Kind habe ich mir immer eine Gemeinschaft gewünscht. Eine Gemeinschaft im Sinne von Freunde, wie sie eben jeder hatte. Nicht im Sinne von Schulmobbing, gehänselt und verkloppt werden und "Du bist komisch, aber nicht im Sinne von lustig" *lol*. Dann kam eine Zeit, da habe ich mir eine bessere Welt gesucht. Das war mit 12. Ich bin auf die Astralebene geflohen und in die Meditation. Menschen und Freunde waren mir dann so etwas von egal. Nach meiner Schulzeit und Ausbildung habe ich wieder den Kontakt zu Menschen gesucht. Ein richtiges Bedürfnis, wie eine Sucht, trat in den Vordergrund: Helfen! Menschen helfen mit meinen Dingen, die in mir wohnen! Aber entweder war ich der "Spinner", der "Idiot" oder aber der "ET" oder irgendso ein anderes "Otherkin"-Etwas. Auf der einen Seite mußte ich krampfhaft Dinge manifestieren/demonstrieren, damit Menschen mir glaubten und sich helfen ließen. Andererseits sahen es manche auch als "gefährlich" an, was ich da mache. Das war 1992. Damals hatte Esoterik einen Ruf wie heute Indigos oder HSPs. Damals mußte man dafür kämpfen, das es anerkannt wurde. Heute ist es bereits Mainstream.

Schön und gut - Gemeinschaft hatte ich mir zwar stellenweise gewünscht, aber hatte ich nie wirklich in dem Sinne gehabt. Der Glauben, meinen Frieden zu finden oder die Perfektion anzustreben, liegt in meinem Wesen, aber in keiner Gemeinschaft, die ich hatte. Es hätte auch keine Gemeinschaft gegeben, die mir hätte das bieten können, was ich wirklich suchte/wollte. Ich sehe das Paradies "noch" nicht als Utopie, aber wir arbeiten immer mehr darauf hin, daß es einmal so sein wird. Von Wasser und Grün kennt man nur noch Bilder und die Erinnerung, aber es ist nicht mehr sichtbar *lach*. Und jeder fragt sich dann wahrscheinlich immer noch "warum?".

Nun zur Moschee. Mein Bezug dazu kommt von meinem Hang zur sakralen Bauarchitektur bzw. auch mein Interesse an allen möglichen Religionen. Ich darf mich glücklich schätzen, einmal einen jüdischen uralten Friedhof gesehen zu haben, eine Moschee von innen und eine Synagoge von innen. Das waren unbeschreibliche Erlebnisse für die Sinne.
Natürlich hatte ich mir in dem Alter, in dem alle anderen ihre ersten Freund/Partner hatten, auch einen Partner gewünscht. Ich hatte einige Kurzbeziehungen, und es hieß schon: Derjenige, der zu dir paßt, muß erst noch gebacken werden. Dann hatte ich "meinen" Partner gefunden. Mit diesem bin ich jetzt fast eine "Silberhochzeit" zusammen (nur an Jahren natürlich). Erst war es schwierig, einen Partner zu finden, der mir genügend Freiraum läßt, dem eine Wochenendbeziehung ausreicht, der nicht gleich den Kopf verliert, wenn auch mal ein Wochenende ausfällt, viel Geduld hat und mich so akzeptiert wie ich bin in meiner Art. Er läßt sich von mir "helfen" bzw. er "nutzt" mich, wenn er bestimmte Dinge vorab in Erfahrung bringen möchte. Er vertraut mir, so vertraue ich ihm. Es ist eine Art Partnerschaftssymbiose. Jeder Sex, den wir miteinander haben, ist wie ein neues Kennenlernen, wie ein aufregendes Erlebnis. Ich wüßte nicht, wie es wäre, wenn wir jetzt zusammenleben würden und uns täglich sähen. Wahrscheinlich wäre es schon am gleichen Tag zu Ende - nicht von ihm aus, aber von mir.

Daß die Welt schön ist, das weiß ich. Dies müßten aber noch mehr Menschen wissen, statt ihre Welt zu vernichten. Unwissend und ignorant zu vernichten - weil sie zerstören und dann auch noch fragen: Warum? Wo ist da die Logik?

Ich weiß, daß dies vielleicht jetzt eine Auslegung ist, die weniger zu der Deutung paßt, aber so bin ich vielleicht etwas leichter einzuschätzen :sonne:

Liebe Grüße
Blue Moon

Vieles, was bis heute noch "eigenartig" war, geht im Laufe der Zeit, wenn das erste Erstaunen überwunden ist, in Normalität über, und was einst sonderbar gewesen, integriert sich in den Tagesablauf.

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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon oYo » So 12. Dez 2010, 17:50

Hallo Blue Moon, :wave:

schön, Dich 'wiederzusehen' bwz. wieder zu lesen. ;-) Ui, das ist eine lange Antwort... :lupe:

Blue Moon hat geschrieben:Natürlich wäre mein Leben wohl tatsächlich etwas glücklicher verlaufen, wenn dieser Traum rückwärts gedeutet wird. Leider hatte ich das Glück nicht, so wie die Traumdeutung es schildert.


In der Rückwärtsdeutung wäre das beschriebene Leben ja eigentlich auch kein so glückliches, denn Schmerz und Einsamkeit drückt der Traum in jede Richtung aus. Ich finde, der große Unterschied liegt eher in der Perspektive auf die Gegenwart und die Zukunft: Nämlich daß die Welt nicht untergeht, daß nicht die Menschen alles zerstören und die Himmelsdrachen verschwinden, sondern genau umgekehrt, daß die Welt immer schöner wird, daß die Menschen Neues schöpfen, daß immer mehr Drachen kommen, diese wundervollen Wesen, die beschützen und begleiten. Natürlich möchte ich Dir nicht reinreden, was Du über die Welt und die Menschen wahrnimmst und denkst, denn Du lebst genauso aus Deinen persönlichen Erfahrungen heraus wie jeder andere. :ja: Aber in dem Traum steckt diese andere Perspektive, daß die Welt aufgeht und nicht untergeht, sehr klar drin, und der Traum kommt aus Dir... :blume:

Daß Du in Deinem Leben so viele schmerzhafte Erfahrungen machen mußtest, ist wirklich nicht schön. :sad: Leider ist es so, daß Menschen, die sich nicht nach den gesellschaftlichen Vorstellungen verhalten, sehr schnell ausgestoßen und gehänselt werden. Besonders Kinder und Jugendliche können da ja sehr grausam sein, aber auch Erwachsene können mitunter extrem perfide werden. Und ich finde es toll, daß Du für Dich die Entscheidung getroffen hast, Dich eben _nicht_ anzupassen, sondern die zu sein, die Du wirklich bist. :-) Und es freut mich, daß Du einen Mann an Deiner Seite hast, der zu Dir steht und Dich so nimmt, wie Du bist. So einen Menschen zu finden, bedeutet wirklich großes Glück. :mm:

Unsereins ist immer bedacht, zu helfen oder helfen zu wollen, obwohl manche Leute sich gar nicht helfen lassen möchten. Das ist dann wie Kopf gegen die Wand rennen. Es dauerte eine Weile, bis ich zu der Erkenntnis kam: Diejenigen, die sich helfen lassen wollen, die kommen von selbst und automatisch zu dir. Die anderen verstehen dich nicht und wollen deine Hilfe nicht, mache dir keine Gedanken um sie und lasse sie in ihr Verderben rennen. Diese Einstellung tut heute sogar manchmal noch weh, aber sie hat mich von vielen Schmerzen auch befreit.


Anderen zu helfen und die Kraft dafür zu haben, ist eine wunderschöne Gabe. Ich finde es aber gut, daß Du inzwischen nur noch denen hilfst, die Hilfe von Dir wollen. Es mag für Dich so aussehen, daß die anderen, die Dich nicht verstehen und Deine Hilfe nicht wollen, in ihr Verderben rennen. Wenn Du es so wahrnimmst und fühlst, dann verstehe ich, daß das Dich schmerzt.

Dennoch möchte ich Dir gerne meine Perspektive darauf schildern. Ich bin vielen Menschen in meinem Leben begegnet, die mir helfen wollten und dachten, daß sie mir helfen könnten oder müßten. Was sie aber nicht bemerkt haben ist, daß ich ein völlig anderes Weltbild, Lebensgefühl und Welterleben hatte als sie. Da, wo diese Menschen mein Verderben sahen, habe ich mein Glück, meine Freude und meine Liebe gefunden. Und es gab einige wenige, die haben mir gegen meinen Willen 'geholfen', mit allem, was sie hatten und konnten. Und das, liebe Blue Moon, hat für mich sehr große Schmerzen bedeutet, denn diese Menschen haben mich absolut nicht verstanden. In meinem Erleben war ihre aufgezwungene Hilfe Ausdruck ihres eigenen Fanatismus, ihrer Überzeugung, alles müsse so verlaufen, wie sie es sich vorstellen - und ihr eigener Vorteil in ihrer 'Hilfeleistung' war nicht zu übersehen. :roll:

Ich will Dir nicht unterstellen, so ein Mensch zu sein. So erlebe ich Dich hier ja auch gar nicht. :nope: Ich möchte damit nur sagen, daß die Menschen, die Deine Hilfe nicht wollen, möglicherweise mit Deiner Hilfe gar nichts anfangen können, weil ihre Art anders ist als Deine. Und darum bedeutet es nicht notwendigerweise ihr Verderben, wenn sie andere Wege gehen. :)

Ich sehe das Paradies "noch" nicht als Utopie, aber wir arbeiten immer mehr darauf hin, daß es einmal so sein wird. Von Wasser und Grün kennt man nur noch Bilder und die Erinnerung, aber es ist nicht mehr sichtbar *lach*. Und jeder fragt sich dann wahrscheinlich immer noch "warum?".


Was läßt Dich glauben, daß man eines Tages von Wasser und Grün nur noch Bilder kennen wird? Wenn ich mich umschaue in unserer Welt, auch und vor allem in gesellschaftlichen und politischen Bewegungen, dann sehe ich sehr große Anstrengungen und tatsächliche, reale Umsetzungen, die die Natur schützen und ihr Gedeihen fördern. Schon lange wird nicht mehr so viel Dreck in die Luft gepustet oder ins Wasser geleitet, wie dies vor wenigen Jahrzehnten noch der Fall war.

Ich weiß nicht, wie Du Dir das Paradies vorstellst. So, wie es Dein Traum beschreibt, wird es wohl nie sein, denn Raubtiere leben nunmal von Fleisch und werden ihre Eßgewohnheiten sicherlich nicht umstellen. Und auch Haß und Zorn sind durchaus menschliche Gefühle, die in meinen Augen sehr wichtige Aufgaben im Leben eines Menschen erfüllen. Ich will damit nicht sagen, daß ich Kämpfe und Kriege befürworte. Auch ich wünsche mir Menschlichkeit und Miteinander. Aber wenn so viele Menschen auf einem Fleck Erde leben, wie das heute der Fall ist, dann ist es kein Wunder, wenn ein Zusammenleben sich als sehr schwierig gestalten kann. Und eine gute Portion Aggression ist manchmal nötig, um seine eigenen Rechte und Bedürfnisse einfordern zu können. Übrigens kennen auch das Tier- und das Pflanzenreich diese Aggression.

Daß die Welt schön ist, das weiß ich. Dies müßten aber noch mehr Menschen wissen, statt ihre Welt zu vernichten. Unwissend und ignorant zu vernichten - weil sie zerstören und dann auch noch fragen: Warum? Wo ist da die Logik?


Ja, es gibt viele Menschen, die zerstörerisch unterwegs sind. Viele Menschen sind sogar auf sehr subtile Art zerstörerisch, man merkt es ihnen gar nicht an. Plötzlich ist da ein Schmerz, ein Seelenschaden, von dem man nicht versteht, wie er entstanden ist. Erst wenn man genau hinschaut, erkennt man, daß der Mensch, von dem man dachte, er wäre gut für einen, der Schädigende ist. :glubsch: Das ist traurig, macht wütend, verzweifelt. Man wünscht sich eine andere Welt, wo es das nicht gibt.

Aber es gibt auch eine Menge Menschen, die die Schönheit dieser Welt sehr wohl wahrnehmen. Es gibt sehr viele Menschen, die schöpferisch, erschaffend ihr Leben gestalten und auch andere an ihren Erfolgen und ihrer Freude teilhaben lassen. Und die Menschen, die eine freundschaftliche Welt haben wollen und mit ihren Mitteln auch realisieren, sind in meinen Augen deutlich in der Überzahl. Ich habe manchmal das Gefühl, wenn Du von der von Dir befürchteten Zerstörung der Welt schreibst, daß Du diese Menschen nicht wahrnimmst oder ausblendest, denn sonst ließe sich die Vorstellung von einem Weltuntergang schwerlich aufrecht erhalten. :hmm:

So kommt es zumindest bei mir an. Es kann natürlich sein, daß das gar nicht stimmt, denn leider birgt das geschriebene Wort ohne die Kommunikation durch Stimme und Gestik die Möglichkeit zu vielen Mißverständnissen in sich. :antenna:

Liebe Grüße, oYo :blume:
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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon oYo » Mo 13. Dez 2010, 15:01

Huhu Blue Moon, :wave:

jetzt will ich noch etwas schreiben, weil es mir wichtig ist, daß wir einander verstehen. :ja:

Gestern habe ich voller Diskussionsfreude meine Antwort formuliert, ohne Dich zu fragen, ob Du Deine Ansichten und Perspektiven überhaupt diskutieren möchtest. Das möchte ich jetzt nachholen und sogar noch einen Schritt weitergehen.

Deine Träume und Deine Worte bringen zum Ausdruck, daß Du einen Weltuntergang erwartest, eine Vernichtung der Menschheit (und der Natur?), die die Menschen selbst herbeiführen. Wenn dies für Dich eine unverrückbare Tatsache ist, weil eben alles in Deinem Erleben darauf hinweist, und wenn Du darüber nicht reden oder diskutieren möchtest, dann kann ich das sehr gut verstehen. Sag es mir einfach, und ich laß Dich mit meinen Perspektiven, die deutlich andere sind, gerne in Ruhe. Denn ich möchte, daß Du Dich hier wohl fühlst und Dich auf die Art mit Träumen und Magie beschäftigen kannst, die zu Dir paßt. :blume:

Aber ich möchte Dir auch ein Angebot machen: unsere Art der Hilfe, die Xephyr und ich Dir hier zur Verfügung stellen, falls Du sie annehmen willst. Ich habe das Gefühl, daß die Aussicht auf den Weltuntergang für Dich eine schmerzliche Perspektive ist. Wenn das stimmen sollte und wenn Du es möchtest, sind wir bereit, mit Dir zusammen Deine Träume zu deuten und andere Perspektiven und Deutungsmöglichkeiten zu finden, die möglicherweise zeigen, daß Deine Träume vielleicht doch auf etwas anderes hinweisen wollen als den tatsächlichen Weltuntergang. Wenn und wann immer Du das Gefühl hast, daß Du Dich vielleicht darauf einlassen willst und kannst, kannst Du unser Angebot annehmen. :-)

Ich wünsch Dir einen wundervollen Tag,
oYo :galaxy:
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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon Blue Moon » Di 28. Dez 2010, 01:14

Danke, Oyo, *lach*. Ich nehme das Angebot gerne an, sonst hätte ich wahrscheinlich keiner Deutung zugestimmt. Manchmal ist es doch recht hilfreich die Sicht anderer kennenzulernen, wenn es "deutbare" Träume sind, die ich habe. Machen wir es so, daß ich mich ganz einfach melde, wenn ich gerne eine Deutung dazu hätte.

Liebe Grüße
Blue Moon

Vieles, was bis heute noch "eigenartig" war, geht im Laufe der Zeit, wenn das erste Erstaunen überwunden ist, in Normalität über, und was einst sonderbar gewesen, integriert sich in den Tagesablauf.

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Re: Fliegen oder einen Handstand machen

Beitragvon Xephyr » Di 28. Dez 2010, 18:41

Hallo Blue Moon!

Dann machen wir das so! Es gibt sogar Smilies dazu nämlich den hier:

:deutung:

aber natürlich auch und ganz wichtig, diesen hier:

:kdeut:

Kann ja sein, daß man den Traum nur erzählen will und keine Deutung dazu wünscht! :)


Liebe Grüße vom Xephyr!

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