Das Wesen von Dämonen und Engel

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Das Wesen von Dämonen und Engel

Beitragvon oYo » Di 21. Mai 2013, 16:55

Dämonen und Engel sind für mich das Gleiche. Eigentlich weiß ich gar nicht so genau, wieso meine Träume dennoch manche Wesen, denen ich begegne, vom Gefühl her als Engel bezeichnen, andere als Dämonen. Neulich habe ich einen Dämon getroffen, der sehr zart und schmal wirkte, fast ätherisch, ein stiller, zurückhaltender Mann, etwas melancholisch, ein Narr und Ratgeber. Sicherlich hatte er nichts Dämonisches im allgemein geläufigen Sinne an sich. Wenig engelhaft hingegen wirkten die zwei Erzengel aus Metall in einer Mischgestalt aus Krötenleib, Löwenkopf und einer antiken Säule als einziges Vorderbein, die vor einigen Monaten durch ein riesiges inneres Höhlensystem donnerten.

Dämonen sind etwas zutiefst Menschliches, voller Wünschen und Wollen, geballte Gefühlsladung und intensive Seelenkraft, manchmal vertraut und nah, manchmal so fremdartig, daß sie nur schwer zu begreifen sind. Ihr Körper und Sein formen sich aus dem Spannungsfeld zwischen Anziehungskraft und Leidenschaft, Instinkt und Inspiration. Es ist ihre Natur, ausschließlich ihrer Lust und Faszination zu folgen, sich zu spezialisieren, neue Fähigkeiten zu entwickeln und dabei immer tiefer in ihre Domäne vorzudringen, bis sie sie in- und auswendig kennen. Sie sind Verlangen und Besessenheit.

Es ist müßig, in diesem Zusammenhang von Gut und Böse zu sprechen. Das, was sie tun, tun sie aus ihrem Sein heraus. Gerade deshalb bevorzuge ich es, mich mit meinen ganz persönlichen Dämonen zu umgeben. Sie entstammen universellen seelischen Kräften, denen ich mit meinem Wesen Form und Richtung verleihe, die aber dennoch ihre ganz eigenen Wege gehen. Einige Dämonen werden geboren, um zu bleiben und ein Teil von mir zu werden. Mit anderen gehe ich nur ein Stück meines Lebenswegs, Freundschaften und Feindschaften, aus denen ich viel lerne, die aber letztendlich wieder auseinander gehen. Und das sind dann wohl eher die, die mir nicht ganz so nahe stehen, sondern von anderen Menschen, denen ich in meinem Leben begegne, oder gar von vielen Menschen über viele Jahrhunderte hinweg mitgeprägt wurden und werden.

„Aus den dunklen Tiefen der Sehnsucht geboren, von leidenschaftlichem Jasmin entflammt, fliege ich meine Sonnenbahn, singe ich mein Sternenlied.“
Mein Blog: Musenselig Sirenenberauscht - Verborgene Gärten der Sehnenden Lust

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