Im Affenkäfig

Für diejenigen, die gerne ihre Träume selber deuten und sich nur Tipps von anderen geben lassen möchten

Im Affenkäfig

Beitragvon Firlefunke » Di 21. Jan 2014, 13:06

Heyho,

um das Eis zu brechen, fange ich mal mit meinem ersten Traum an. Ich versuche mich bei meinem Traumdeutungsvorgehen ein bisschen auch an dem Vorgehen aus dem Buch, das oYo vorgestellt hat, zu orientieren.

Mein Traum: (einer von vielen in der Nacht)

Ich stand in der Durchgangstür vom Innengehege zum Außengehege des Affenkäfigs. Beide Gehege waren ziemlich großzügig angelegt. Die Affen erinnerten mich an Schimpansen, waren aber von ihrem Habitus noch menschlicher. Die Schimpansen saßen im Außengehege und warteten auf ihr Futter. Jemand legte einen Haufen Bananen ins Außengehege und die Affen gingen zum Essen. Ein Affe kam aus dem Innengehege bei mir vorbei und wir unterhielten uns kurz wortlos.
er sagte zu mir, dass ich jetzt den Affenkäfig verlassen könnte, da alle beschäftigt seien. Ich ging durch die Tür im Innengehege, die aus dem Käfig hinausführte. die Tür war nicht verschlossen, darüber wunderte ich mich, denn ich dachte, dass dann die Affen ja weglaufen könnten. Als ich darüber sinnierte, nahm der Affe nochmal geistig mir mir Kontakt auf und vermittelte mir das intensive Gefühl von "Ich fühle mich hier zu Hause".
Das bedeutete: wir sind hier so zu Hause, dass wir gar nicht weglaufen möchten.

Was steigt mir beim Schreiben des Traums auf?
Ich selber befinde mich in einem Affenkäfig, ist das vielleicht bei der Arbeit oder ist das mein Leben zu Hause? Es ist vielleicht auch mein ganzes derzeitiges Leben gemeint.
Alle sind versorgt, für alle gibt es Bananen, ich brauche mich um nichts mehr zu kümmern. Ein Teil von mir sagt: Hier bin ich zu Hause, ich habe das jetzt alles harmonisch abgeschlossen und integriert, um so kleine Probleme wie das Essen kümmern sich andere bzw. das läuft mehr oder weniger automatisch. Jetzt kann ich den Käfig verlassen und etwas Neues ausprobieren. Ich wundere mich, dass die Tür offen steht, aber wenn ich darüber nachdenke, dann ist das logisch, denn ich kann jederzeit diesen Käfig verlassen und nach neuen Erfahrungen suchen. Und jetzt scheint der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Welcher Teil von mir auch immer zu neuen Ufern aufbricht, jetzt sollte ich den Schritt gehen.

Wer ist der Affe?
Der Affe fühlte sich an wie eine der Figuren, die in meine Träume kommen und versuchen, mir den Traum zu erklären. Er ist wohl sowas wie eine Verbindung zu meiner Seele, denn er weiß etwas über mich und über meinen Traum und bewegt sich auf einer Metaebene in meinem Traum.

Warum in Form von Affen?
Das gibt mir noch Rätsel auf. Vielleicht einfach nur, um die Käfigsituation zu verdeutlichen und Affen als Tier mir als Menschen doch sehr ähnlich sind. Mehr als zum Beispiel eine Raubkatze gewesen wär, die ich auch anders gedeutet hätte. Ich bewege mich im Käfig, ich fühle mich hier zu Hause, und es ist freiwillig, dass ich hier bin, denn die Tür nach draußen ist immer offen. Und jetzt sollte ich durch diese Tür tatsächlich hindurchgehen.

Warum stehe ich auf der Schwelle zwischen Innen- und Außengehege?
Vielleicht steht das Innengehege für meine innere Situation, meine Gefühle, Gedanken, Wünsche. Der Traumberater kommt auch aus dem Innengehege.
Dann steht das Außengehege für die Situation, in der ich lebe, meine Familie, Freunde, mein Beruf. Das Essen wird auch im Außengehege "serviert".

Und der Berg Bananen?
Bei Bananan kann man ja viele Assoziationen haben. Aber gefühlsmäßig passt einfach die Assoziation "Essen". Es gibt einen Berg davon, es wird dafür gesorgt. Die Bananen sind schön gelb. Es ist also schön so.

Die Tür nach draußen:
Die Tür nach draußen ist im Innengehege. Es ist also ein verlassen der gewohnten Umgebung in meinem Inneren. Ich möchte mich sowieso auf den Weg machen und jetzt ist ein guter Zeitpunkt. Vielleicht ist diese Art Träume zu deuten und das selbstständige Beschäftigen mit dem Tarot ein erster Schritt in diese Richtung. Ja, das könnte auch zu einem Traum von früher passen, in dem ich von zwei Neugeborenen geträumt habe, meinem eigenen und dem "meiner Schwester" und ich war für beider verantwortlich und wollte beide zusammen groß ziehen. Das Neugeborene von meiner Schwester war eine Frühgeburt und noch sehr empfindlich, es brauchte eine Schale, in die es schützend hineingelegt werden konnte und jemand anderes ging grob damit um, das weckte meinen Beschützerinstinkt.

Das Neugeborene meiner Schwester ist der Teil, den ich von ihr übernehme, der von ihr kommt. Bei mir ist dieser Teil allerdings noch unreif und muss vorsichtig behandelt werden. Aber dieser Traum sagt, dass trotzdem die Zeit dafür da ist, sich darum zum kümmern.

Hey, das ist ja schon eine ganz gute Interpretation. Vielleicht verstehe ich jetzt hiervon ausgehend auch den nächsten Traum, den ich hatte in der Nacht mit dem Affenkäfigtraum. Über den Traum habe ich schon viel nachgedacht aber nicht so gut Zugang gefunden. Dazu dann im nächsten Thread.

Eure Firlefunke
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Re: Im Affenkäfig

Beitragvon oYo » Di 21. Jan 2014, 18:21

Hallo Firlefunke, :wave:

cool, Du hast ja den ganzen Traum schon gedeutet. :glubsch: :grins: Hast Du denn - wie Gendlin das schreibt - auch dieses Gefühl: "Ja, das ist es"? Und möchtest Du, daß die Deutung so stehen bleibt, oder soll ich nochmal gucken, ob mir Fragen dazu einfallen? :lupe:

Echt super, jetzt bin ich mal gespannt, was Du zu dem anderen Traum geschrieben hast. :trippel:

oYo :pc:
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Re: Im Affenkäfig

Beitragvon Firlefunke » Di 21. Jan 2014, 19:33

Hallo oYo,

bei diesem Traum bin ich schon sehr zufrieden. Ich hatte den Traum zwar aufgeschrieben (auf Papier), mir aber noch nicht viel Gedanken dazu gemacht. Als ich mich dann heute hier nochmal darauf einließ, kamen die Antworten fast von alleine und ich glaube für mich auch stimmig.

Das witzige war, dass ich mich mit den Affen am Anfang gar nicht identifizieren konnte, aber jetzt mag ich den Traum.

Also hier brauche ich keine weiteren Fragen.

Liebe Grüße
Firlefunke
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