Im Traum hab ich ihn Getötet

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Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon NightChild » Sa 20. Jun 2015, 14:19

Also der Traum begann so:

Ich war mit meiner Ex unterwegs und die sah verdammt gut aus ,Blonde lange Haare traumhafte Figur ,grosser Busen ,lange Beine ,sie war aufreizend bekleidet nur als wir in einem Lokal saßen wo es auch Billiardtische gab ,kam irgendein fremder Jugendlicher rüber und baggerte sie dauernd an.
Ich stand auf ,richtete mich auf wie ein Titan ,ich war ihm Körperlich völlig überlegen ,aber der ignorierte das einfach ,da platzte mir der Kragen und ich schlug zu ,ich sprang auf ihn drauf ,er lag am Boden und ich schlug mit dr Faust solange auf ihn ein ,bis er weg getreten war ,alles war voll Blut.
Ich setzte mich wieder zu meiner Freundin ,die mich dankend ansah und meinte uhhh mein held ,mein Adonis ,du bist der beste und stärkste ,Niemand kann sich mit deiner Macht messen.
Der Typ kam wieder hoch und als hätten ihm die Schläge gar nicht viel ausgemacht ,baggerte sie wieder an.
Ich stand wieder auf trat ihn zu Boden und drejte ihm das Genick um ,man hörte Knochen knacken und ich sagte ,"Und jetzt versuch nochmal dich hier wichtig zu machen du totes Stück Fleisch"
Ich sah mich selber bösartig grinsend Tirumphierend über den am Boden liegenden stehen mit einem Fuss auf seinem Brustkorb ,als wäre ich eine Art Gladiator ,der seinen Feind besiegt hatte.
Meine Freundin und ich gingen dann und sie spotete noch über den am Boden tot liegenden "Was für ein Würstchen" und "Looser der" ,sie meinte mich schmachtend ansehend "Dagegen bist du ja n richtger Gott"!
Dann wahcte ich auf.

Also ich muss sagen ich haße Gewalt in Real und Jemanden so zurichten würde ich nur wirklich wenn der Jenige eine Waffe hätte oder der Jenige eine Gefahr für andere Menschen wäre und nicht mal da würde ich je Jemanden töten ,weil ich das Leben schätze.
Lg Danke
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon Carl Jung » So 21. Jun 2015, 08:31

Mord steht für Tod (Veränderung) mit Intention. Tod kann eine unvorhersehbare Veränderung sein, Mord kaum. Wenn du ihn schwer töten konntest, heißt das, dass die Veränderung schwer durchzusetzen war. Blut steht für Energie, also hast du mit diesem Mord eine Menge Energie freigesetzt. Vllt. hat der Jugendliche auch was mit Ereignissen aus deiner Jugendlichkeit zu tun.
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon NightChild » So 21. Jun 2015, 14:42

Hmm ,es ist bei mir so ,ich verliere nicht gerne und in der Jugend ,also letzten hauptschuljahre wurde ich gemobbt und war immer quasi der Haustock für jeden ,nun hat das eine Menge Dunkler Energie in mir aufgestaut ,sprich Haß auf die Personen ,die mir das alles damals angetan haben ,Wut,Zorn ,aber das gute ist ,ich kann das kontrollieren ,also unter Kontrolle halten ,diese aufgestaute Wut ,da ich durch meine Panik Attacken sowieso bei einer Psychotherapeutin bin ,spreche ich oft mit ihr darüber ,das hilft extrem gut.
Wie schon gesagt ,ich sah im Leben mehr bittere Enttäuschngen als Positives ,Frauen nutzten mich Schamlos aus ,gingen fremd und machten sich dann noch darüber lustig ,was wieder zu erneutem Zorn und Haß führte in mir.
Lg
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon Carl Jung » So 21. Jun 2015, 14:47

Ich würde sagen, wir haben jetzt die Bedeutung des Jugendlichen, auch wieso er die Frau anbaggert. Zusammen mit der Bedeutung von Mord glaube ich, weißt du nun, worauf die Veränderung abzielt.
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon oYo » Mo 22. Jun 2015, 12:22

Hallo NightChild,

naja, ob es hier wirklich um eine Veränderung geht? Ich sehe in dem Traum eher die Darstellung einer Situation, ein möglicher Ausweg, eine Veränderung ist noch nicht in Sicht. Aber meistens sind solche Träume der Auftakt für eine (oft mehrjährige) Traumserie, in der diese Themen aufgearbeitet werden. Dein Haß und Deine Wut auf die Demütigungen, die Du sowohl von Jungs als auch von Deinen Exfreundinnen erleben mussten, werden hier gewissermaßen polarisiert: Deine Wut lässt Du an dem Typen aus, der Deine Freundin anbaggert. Damit rächst Du Dich gleichzeitig natürlich auch an den Frauen, die fremd gegangen sind. Gleichzeitig bekommst Du hier die Anerkennung, die Dir immer gefehlt hat. Die kommt hier von der Freundin, von der Du diese Anerkennung so dringend gebraucht hättest. Die Freundin steht sicher stellvertretend für alle Freundinnen, die Dich einmal verletzt haben.

Es ist gut, dass Du Deinen Zorn im täglichen Leben unter Kontrolle hast und dass Du eben keine reale Gewalt ausübst. :ok: Im Traum hingegen ist es durchaus erlaubt, seinen Drang nach Gewalt zu erleben. Es geht ja schließlich um reale Gefühle, die in Dir schmoren, also stellt Dein Traum diese Gefühle dar. Und wie immer gilt zu bedenken: Träume übertreiben gern. Vielleicht hast Du damals oft gedacht: "Den würd ich am liebsten umbringen." Es ist klar, dass das sprichwörtlich gemeint ist und Du niemals jemanden umbringen würdest. Der Traum stellt das Sprichwort aber direkt und ungefiltert dar und macht sogar noch einen Turbo drauf, um Dir die innere Dramatik Deiner Gefühlswelt vor Augen zu führen.

Letztendlich geht es Träumen ja vor allem darum, frühere Erlebnisse nicht nur zu verarbeiten, sondern auch zu lernen, wie man in Zukunft mit solchen Situationen besser umgehen kann. Deswegen gerätst Du im Traum in solche Situationen. Vielleicht träumst Du nächste Woche von einer ähnlichen Situation und Du musst den Typen nicht mehr zu Brei schlagen, sondern kannst ihn geschickter abwehren. Natürlich sollte man sich da nicht zu viel erwarten. Momentan scheinst Du öfters mal Dämonen, Teufel und andere Feinde enthaupten zu müssen. Es kann also sein, dass das so auch noch weitergeht. Aber irgendwann kommt der Punkt, da findest Du eine andere Möglichkeit, Dich zu wehren, weniger drastisch, vielleicht dadurch auch erstmal weniger effizient. Daran geduldig und über Jahre hinweg zu feilen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen von Träumen. Das ist manchmal nur schwer auszuhalten, weil der im Traum erlebte Stress ja wirklich da und fühlbar ist. Also, falls es Dir mal zu viel wird, such Dir eine Auszeit und achte für eine Weile nicht auf Deine Träume. ;-)

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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon Carl Jung » Mo 22. Jun 2015, 21:59

Wieso soll es in Auseinandersetzung mit NightChilds Kindheit nicht zu Veränderungen gekommen sein können?
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon oYo » Di 23. Jun 2015, 12:56

Hallo Carl,

naja, nach so vielen Jahren wird es sicherlich zu Veränderungen gekommen sein. Ich hab aber von diesem Traum hier gesprochen, in dem ich jetzt direkt keinen klaren Hinweis auf irgendeine starke Veränderung sehen kann. Kann ja sein, dass die Träume um dieses Thema früher anders waren, aber ich deute nicht etwas aus einem Traum, was ich in dem Traum nicht erkennen kann...

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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon Carl Jung » Di 23. Jun 2015, 13:31

Ich sprach auch von diesem. NightChild hat den Jugendlichen nicht nur geschlagen, was einer Entladung von Hass gleichkäme. Er hat ihn auch getötet und Mord differenziert sich von einer reinen "Gefühlsentladung" dadurch, dass ich nicht nur kurzfristig meinen Gefühlen freien Lauf lassen will, sondern es ist eine langfristige Handlung. Wenn man tot ist, steht man nicht wieder auf. Das heißt er hat eine Veränderung verursacht.
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon oYo » Di 23. Jun 2015, 14:16

Hallo Carl,

yep, so hast Du es gedeutet. Ist doch okay! :ok: Meiner Erfahrung nach ist die Tötung einer Person im Traum, sei sie nun absichtlich oder unabsichtlich, kein Traumsymbol für Veränderung. Ich finde es bereichernd, wenn Träume auf unterschiedliche Weise gedeutet werden. Mein Einwand zu Beginn meiner Traumdeutung ist keine Kritik an Deiner Deutung, sondern ein Hinweis darauf, dass ich es anders sehe. ;-)

So long und schönen Tag noch,
oYo :weg:
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Re: Im Traum hab ich ihn Getötet

Beitragvon Carl Jung » Di 23. Jun 2015, 14:48

Ich sagte nicht, dass es falsch ist. Meine Theorien basieren oft auf Schlussfolgerungen: Wenn X sich von Y durch Z unterscheidet und X in der Traumsymbolik eine bestimmte mir bekannte Bedeutung hat, schließe ich daraus auf die Bedeutung von Y. Ich habe nachgefragt, weil mich interessiert hat, wieso du das Ganze anders interpretiert hast. Ich habe nie geglaubt, dass du meine Theorie für falsch hältst, aber ich studiere Philosophie und da wird man damit konfrontiert, dass man Methoden darlegen muss. Deshalb interessieren mich auch von meinen Bedeutungen abweichende Methoden, wie sie zustande gekommen sind.
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