Studienausflug im Traum

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Studienausflug im Traum

Beitragvon Carl Jung » Mi 24. Jun 2015, 10:34

In meinem Traum machten ich und meine Studienkollegen einen Ausflug zu einem Schwimmbad. Ich ging von der Universität ein Stück zu Fuß neben einem Wald (in Wirklichkeit gibt es bei meiner Universität weit und breit keine Bäume, es sei denn sie gehören zu einem Garten) und stieg dann in einen Bus ein. Kurz später fiel mir ein, dass ich einiges bei der Universität vergessen hatte. Ich stieg aus ging zurück und traf bei einem Weg (ein Weg ging hinauf, einer geradeaus) eine Gruppe (sie befanden sich auf dem Weg, der geradeaus führte) von Leuten, dann gab es einen Szenenwechsel und ich befand mich mit ihnen im Bus, der zurückfuhr. Eine Frau fragte mich: "Wieso fährst du nicht ins Schwimmbad?" Ich antwortete: "Ich muss nur schnell was holen." Als ich bei der Universität ankam (die nichts mit der Universität gleich hatte, in die ich im Wachzustand gehe), ging ich in mein Zimmer (in Wirklichkeit wohne ich nicht in einer Mietwohnung in Linz, sondern in Traun) und holte mir alles, was ich brauchte. Dann endete dieser Traum. Es gab noch einen zweiten, der mir leider entfallen ist.


Die Universität steht für Wissen und Kenntnisse. Ich gehe neben einem Wald vorbei, der für das Unbekannte, unübersichtliche steht, ich befinde mich also noch im Bereich des Bekannten. Dann steige ich in einen Bus ein. Aufgrund der Bedeutung des Wortes "Autobus" kann ich annehmen, dass es sich um eine allgemeine Methode, also um eine Methode der Masse handelt. Das Schwimmbad steht für kontrollierte Gefühle. Das heißt ich möchte die Methode der Masse benutzen um meine Gefühle zu kontrollieren. So weit so gut. Dann steige ich aus aus dem Bus, das heißt ich wechsle erneut die Methode, hin zu einer individuellen Methode. Die zielt aber nicht auf Gefühlskontrolle ab, sondern darauf, das Wissen zu erlangen, dass ich für die Gefühlskontrolle brauche. Die Gruppe könnte zwar für Gleichgesinnte stehen, passt aber im weiteren Kontext nicht mehr, da sie mich dann wieder dazu bringen die Massenmethode zu benutzen. Ich komme zu dem Ort des Wissens. Kleidung steht für Rollen und da das Zimmer für einen Persönlichkeitsausschnitt steht, vermute ich mal, dass der Traum auf die Persönlichkeitsausschnitte hinweisen will, die noch durch Fassaden verdeckt sind.

Fassen wir also noch einmal zusammen: Ich bin also der Meinung, dass ich meine Gefühle besser kontrollieren kann, wenn ich in Rollen schlüpfe. Dem Traum nach, fehlt mir was, wenn ich ohne Fassade mich innerhalb der Masse befinde. Da sich die Universitäten unterscheiden, will der Traum sagen, dass es hier um unterschiedliches Wissen geht. Ich habe mir also die notwendigen Kenntnisse verschafft, welche Fassaden ich für welche Persönlichkeits/Lebensausschnitte brauche um meine Gefühle gut kontrollieren zu können.

Das war der Status Quo bei mir, die Zeit von vor meinem 14ten Lebensjahr und wie es die 6 Jahre danach war. Aber jetzt gibt es Translationen en masse und der Boden wird fruchtbar gemacht, dass die Transformation problemlos stattfinden kann.

Traumhafte Grüße
Carl

PS: Ich wusste nicht, dass mir zum Traum soviel einfallen würde, sonst hätte ich es gleich ins Refugium gestellt. Da ich es irgendwie nicht löschen kann, geht es jetzt leider nicht mehr
Träumen wir die Realität oder realisieren
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© Franz Friedrich Kovacs (*1949)
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