Teufelskind?

Träume erzählen, Träume miterleben, Träume deuten

Teufelskind?

Beitragvon Sarina07 » Di 4. Aug 2015, 13:05

Hallo liebe Leute :)

Ich bin neu hier und wusste keinen anderen Rat als mich hier anzumelden. Ich hatte die Nacht einen so furchtbaren Traum, das ich nach dem wach werden mit Atemnot zu kämpfen hatte.

Es fing damit an, das ich in einem Familienhaus mit Vater, Mutter und Kind ( junge alter zwischen 7-8 Jahren ) zu Besuch war. Ich war im Kinderzimmer und saß auf dem Fußboden mit dem jungen. Die Mutter kam rein und fragte wo er gewisse Sachen versteckt hatte. Ich schaute die mutter an, als sie ihre frage zuende gestellt hatte, hatte die Mutter ein so furchtbar ängstlichen blick und trat ein paar schritte zurück! sie schrie Immer wieder nur NEIN....NEIN....auch der junge stand auf und rannte zur Mutter. Ich fragte was los sei und die Mutter zeigte auf eine ecke des Raumes. Ich drehte mich zu der stelle und sah ein Ebenbild dieses jungen! nur bösartiger. Vom Brustkorb aufwärts war alles nur schwarz und er schwebte. Dieser junge kam langsam auf uns zu und ich packte das kind und die mutter um aus diesem Haus zu kommen. Nur waren keine Türen und auch keine Fenster mehr vorhanden. Wir pressten uns in einer ecke und dieser junge fragte gedanklich mit frechen blick; ich kann dir helfen oder? umso näher dieses Kind auf uns zu kam desdo dunkler wurde dieser Raum. Dann bin ich wach geworden! leicht verwirrt, schlief aber nach 5 Minuten wieder ein. Und da war ich wieder, in diesem Raum mit dem schwebenden jungen. Nur war jetzt ein tiefer, brummender und bedrückender Ton zu hören. Dieser junge kam wieder näher und wollte mir gedanklich was mitteilen, hab aber nur rauschen wahrnehmen können! ich fragte; was willst du mir sagen? in dem Moment war ich nicht mehr ich selbst, ich nahm mir ein blatt papier und was zu schreiben. Ich weiß nur, das ich eine Aufgabe hatte, etwas zu schreiben. Dann fing es an, das sich der Traum extrem schnell vorwärts spulte. wie ein Film den man vorspulen will! Das zimmer färbte sich in ein tiefes rot und ich bekam schmerzen, wie Nadelstiche. ich nahm noch Geflüster und diesen tiefen dumpfen Ton wahr, danach bin ich mit atemnot wach geworden und hab lange gebraucht, bis ich wieder klar bei verstand war.

bitte helft mir diesen Traum zu deuten! falls es von Bedeutung ist, bin männlich und 25 Jahre alt!
liebe grüße mario
Sarina07
Träumer
 
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Re: Teufelskind?

Beitragvon oYo » Di 4. Aug 2015, 17:30

Hallo Mario,

herzlich willkommen auf der ADA. Puh, ja, das ist echt ein heftiger Traum. Allerdings in seiner Aussage eher unkonkret, kann sein, dass sich das Thema dieses Traums erst mit den kommenden Wochen in Deinen Träumen deutlicher zeigt.

Sehr wahrscheinlich bist Du selbst der kleine Junge. Du gehst also mit Deinen heutigen Erfahrungen in die Vergangenheit, besuchst sozusagen Deine Familie in Deinen Erinnerungen. Du hast als Junge etwas vor Deiner Mutter versteckt und da Du hier schon mit 'Teufelskind' überschreibst und ich beim Lesen diese Assoziation ebenfalls hatte, geht es vermutlich um sehr intime Dinge, die Du damals als böse identifiziert hast. Böse entweder deswegen, weil die Weltbilder Deiner Mutter und weiter gefasst gesellschaftliche Vorstellungen das als böse betrachten, oder weil es eine Ungeheuerlichkeit ist, die Du selbst nicht begreifen konntest.

Jetzt gehst Du dorthin, Deine Mutter fragt den Jungen nach der intimen Heimlichkeit und die zeigt sich auch - schwebend und somit als Geist oder Gespenst, denn es geht um eine Vorstellung, ein Gefühl, eine Idee. Vielleicht geht es hier um die Vorstellung, die Mutter allein besitzen zu können, das haben Kinder in einem gewissen Alter und das ist ganz natürlich. Aber irgendwann wird dieser heimliche Wunsch als fruchtbar und böse identifiziert und verdrängt. So eine Verdrängung kann, wenn dieser Teil, der verstoßen wird, als böse betrachtet wird, sehr schmerzhaft sein. Der Teil wird sozusagen in die Hölle geschickt. In Deinem Fall scheint dieser Aspekt in Dir eine auditive Komponente zu haben, vielleicht hat er sich als Stimme in Deinem Kopf bemerkbar gemacht. Wenn die verstummen soll, dann kann man sie z.B. in einem Rauschen und in Tönen verschwinden lassen, dadurch wird die Stimme dieses Aspekts übertönt und aus dem bewussten Leben verbannt.

Deswegen ist die Kommunikation auch so schwierig. Der Junge will das Auditive umgehen durch Automatisches Schreiben, was sich dann in Deinem Traum aber als Film darstellt. Er zeigt Dir also, was passiert ist und lässt es Dich fühlen: Schmerzen und Atemnot, Lebensbedrohung. Denn genau das hat dieser Aspekt gefühlt, als er in die innere Hölle verbannt wurde.

Das ist im Traumerleben erstmal richtig gruselig und solche in die Hölle und an andere Orte verbannte Aspekte gibt es zu Hauf in uns, einfach weil wir als Kind bestimmte Dinge tun und sein durften und andere eben nicht. Diese Aspekte tauchen im Erwachsenenleben wieder auf, weil sie wichtige Ressourcen sind, rohe Kräfte, die sich ebenso entwickeln und am Leben teilhaben möchten, wie diejenigen, die nicht verbannt wurden.

Lieben Gruß, oYo :blume:
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Re: Teufelskind?

Beitragvon Xephyr » Di 4. Aug 2015, 23:53

Die Deutung auf physischer Ebene: Du hast spät gegessen, viel und fett. Der Bauch voll, Blähgase drücken von unten auf die Lunge, die Matratze zu weich für dein Gewicht, Fenster und Tür sind geschlossen, du schnarchst und bekommst zu wenig Luft. Zu wenig Luft, im Traum der schwarze Oberkörper. Die Mutter erscheint im Traum um, als Gewissen, dich zu warnen. Wo hast du es versteckt? Gemeint ist zuviel essen. Wo hast du das Essen (vor dir selbst) versteckt? Die Blähungen drücken auf Lunge und Herz, Du hast im Schlaf eine Nahtoderfahrung, eine OBE. Inklusive Selbstrettungsversuch. Der besteht letztendlich darin aufzuwachen. Mit Atemnot, natürlich, denn das war es schon vorher.

Bringt zwar nichts, also nur für den Kopf: Ein Junge versteckt vor seiner Mutter, dass er sie sinnlich begehrt. Eben dieser Umstand wird nicht selten mit (maßlosem) Essen kompensiert. Die Maßlosigkeit wird vom Sexuellen auf Ernährung übertragen. Das Teufelskind, der Maßlose, wird dennoch versuchen sich selbst zu retten. Er hat eine physische Grenze erlebt und die Erfahrung von Grenzen sind die Grundlage für jede gesunde Balance.

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