Ein sehr erregender und verwirrender Traum

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Re: Ein sehr erregender und verwirrender Traum

Beitragvon Carl Jung » Do 11. Dez 2014, 13:24

Obscurus hat geschrieben:Hallo Leute.
Natürlich bin ich noch da :-D
Ich konnt gestern dank Training aber nimmer an den Rechner. Ich danke für die bisherigen Deutungen. Aber trotz Carl Jung, Xephyr, Oyo und Duathea (vieeelen Dank für die Mühen) hab ich noch ein Paar Fragen.
Erstmal an Xephyr. Wie war das gemeint mit dem Furryporn im Zusammenhang mit der Zierlichen Frau?
An Duathea. Ich konnte im Traum nur Zusammenhänge zwischen der Pinken, der Verschwommenen und mir, und dann zwischen der Frau auf der Mauer nur zu mir feststellen. Die Psychatersache wirkte so als ob es einen Tag her war. Der Baum war groß und sah gesund aus. Eigentlich wie eine große Buche.

Etwas das mir noch eingefallen ist. Als ich meine Muskeln angespannt hab sah ich in einen Spiegel. Ich hatte schwarzes, schlichtes, enges Wollzeug an. Hat das auch was zu bedeuten?

Ich freue mich schon sehr auf das was Oyo Denkt. Und vielen lieben Dank für die bisherigen Antworten.


Kleidung steht für Rollen, Wolle für Schutz. Also denke ich, dass das Wollzeug schon eine Bedeutung hat.
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Re: Ein sehr erregender und verwirrender Traum

Beitragvon Xephyr » Do 11. Dez 2014, 15:11

Obscurus hat geschrieben:Erstmal an Xephyr. Wie war das gemeint mit dem Furryporn im Zusammenhang mit der Zierlichen Frau?

Eine zierliche Frau ist (wahrscheinlich) schwach und Furryporn macht dich schwach. Also stünde die zierliche Frau für die empfundene Erregung. So hatte ich das gemeint, aber das war ohnehin nur ein allererster Eindruck. Aber es gibt jetzt noch mehr von mir:

Ein großartiger und genialer Magier und Traumdeuter (ich glaube das war ich selbst) hat einmal geschrieben: "Ein Traum, den man nicht vom Ende zum Anfang gelesen hat, ist wie ein ungeöffneter Brief." Und weil mich meine eigenen Weisheiten immer wieder faszinieren, will ich mich daran halten und schaue mir zuerst das Ende deines Traumes an. Da steht, du bist als Frau bei einem Psychologen und schämst dich irgendwie.

Cool. Egal was ich also da lesen und deuten werde, es muß mit etwas Peinlichem zu tun haben. Und etwas Weiblichem an dir. Das alles so krass, daß du an deiner geistigen Gesundheit zweifelst (= "beim Psychologen"). Ergo darf das hier keine Friede-Freude-Eierkuchen-Deutung werden, wenn ich deinem Traum gerecht werden will.

Bild

Und am Anfang (der auch das Ziel des Traumes sein kann) bist du eine zierliche Frau mit schwarzen langen Haaren (zum Zopf geflochten). Zöpfe sind extrem interessant in Träumen, denn sie stehen für eine feste Ordnung und für deine Fähigkeiten verschiedene Aspekte deines Wesens zu einem zusammenhängenden Ganzen zu verweben, einer Einheit von Körper, Geist und Seele.

Am Anfang Frauen und am Ende Frauen. Und dazwischen gibt es auch nur Frauen: Es geht in diesem Traum also zweifellos um die weiblichen Anteile von dir. Das bestätigt sich durch die 7 Türen der WG, die 7 ist eine durch und durch weibliche Zahl. Im Tarot ist das der Wagen, eigentlich eine Totenkarre, auf der ein Ritter sitzt. Der Ritter dort trägt auch Metallhandschuhe, wie die Frau mit den pinkfarbenen Haaren in deinem Traum. Und ja, die 7 steht auch für die Unterwelt und das Unbewußte. Schon in den sumerischen Mythen gibt es in der Unterwelt sieben Tore und sieben Totenrichter. Es geht um das Spiegeln weiblicher Sinnlichkeit in dir - und ja, auch ein Spiegel kommt im Traum vor. Das alles gibt dem Traum den Charakter einer manifesten Selbstverliebtheit und die kommt sehr erotisch und geil daher. Wäre das hier kein Traum, sonder gelebte Realtität, dann hätte der am Ende konsultierte Psychiater als Diagnose "amouröser Narzissmus" geschrieben. Und damit ist erklärt, wieso ein Psychologe konsultiert wird, dein Unbewußtes hat etwas "Krankhaftes" vermutet. Was es aber nicht sein muß. Narzissmus kann eine Antwort auf Scham sein, muß es aber nicht sein. Ich deute den Zopf der Schwarzhaarigen in diesem Zusammenhang nämlich als sehr positives Bild, als die Fähigkeit dort Ordnung und Einheit zu schaffen.

Die Frauen verstehe ich (tiefenpsychologisch gesehen) als weiblich-sexuelle Körperöffnungen. Mund und Anus teilst du als Mann sowieso schon mit den Frauen. Das wäre aber erst eine "Zweier-WG", der Penis stört das Bild. Es könnte aber sein, daß eine "verschwommene" Wahrnehmung des Penis die Phantasie ermöglicht. Und dann wäre die "Dreier-WG" komplett. So könnte man das sehen. Aber auch das muß nicht zwingend so sein.

Ziemlich sicher ist es aber, daß die Vorstellung (die Sicht in den Spiegel) einer weiblichen Schwäche inklusive aller weiblichen Sexualattribute (enge Wollkleidung) dich schlagartig geil gemacht hat und zur (weiblichen) Masturbation führte. Und Masturbation ist für sich ebenfalls ein Symbol amourösen Narzissmuses. Die sich selbst bedienende dreischwänzige Fuchsdämonin ist ihrerseits ein Symbol für die amouröse Besessenheit, die dem Ganzen innewohnt. Und auch hier die gute Nachricht, die Dämonin ist enttäuscht, sie ist letztendlich gescheitert.

Sehr spannend das alles. Danke für diesen tollen Traum! :ok:


Liebe Grüße vom

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Re: Ein sehr erregender und verwirrender Traum

Beitragvon Obscurus » Do 11. Dez 2014, 17:17

Die Deutung ist ein großer Brocken. Vielen dank schonma für.

Ich bin nun jetzt kein spezieller Furry Anhänger, wobei es mich auch nicht abstößt. Es ist eher da oder nicht. Ob da noch was verborgenes ist weiß ich nicht. Die ganze Sache mit dem Amorösen Narzissmuss hat mir den Atem stocken lassen. Es hat den Traum in eine neue mir bisher nicht bewusste mögliche Richtung gelenkt.

Nun folgendes was ist wenn der Dreischwanz nicht als Dämon, sondern als Spiegel der eigenen Persönlichkeit durch andere gesehen werden muss? Sozusagen das Betrachten von Menschen gleicher Tätigkeiten oder Vorlieben?

Noch zu bemerken ist das der Psychologe ein Mann war und das Zimmer voller Bücher.

Was könnte das bedeuten?

Es gibt noch eine Szene die mir nachträglich wieder eingefallen ist. Im Flur stand ein Glastisch und ein Schrank. Im Schrank lagen Kondome. Eine offene und eine geschlossene Packung. Ich hab die geschlossene geöffnet, jedoch keins herausgenommen.

Das mit dem Narzissmuss kann eventuell wirklich sein glaube ich, da ich ein schwaches Selbstwertgefühl hatte und mich immer gerne gut darstelle. Verhemmte Interessen in Sachen Sexualität kann ich wenig zu sagen, jedoch hatte ich nach diesem Traum ein verstärktes Bedürfnis danach weibliche Hüften zu sehen. Hört sich blöd an, stimmt jedoch. Könnt ihr euch einen Reim draus machen?
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Re: Ein sehr erregender und verwirrender Traum

Beitragvon Xephyr » Do 11. Dez 2014, 18:07

Obscurus hat geschrieben:Die Deutung ist ein großer Brocken. Vielen dank schonma für.

Gerne doch. :cool:

Obscurus hat geschrieben:Nun folgendes was ist wenn der Dreischwanz nicht als Dämon, sondern als Spiegel der eigenen Persönlichkeit durch andere gesehen werden muss? Sozusagen das Betrachten von Menschen gleicher Tätigkeiten oder Vorlieben?

Das kann da drin sein, natürlich. Ich habe sogar genau dieses Mädel in einem Furry-Szene-Video gefunden. Deshalb war das ja auch meine erste Intuition. Aber sie muß wohl noch mehr sein, denn ich könnte mir ihre Enttäuschung sonst nicht erklären.

Obscurus hat geschrieben:Noch zu bemerken ist das der Psychologe ein Mann war und das Zimmer voller Bücher. :cool:

Der Psychologe ist ein Mann, weil er Gesundheit repräsentiert und "gesund" in dem Zusammenhang "männlich" bedeutet. Schwer zu verstehen, aber da ist ein Zusammenhang. Die Bücher beinhalten intellektuelles Wissen, dieser Mann weiß also etwas bzgl. Intellekt/Verstand.

Obscurus hat geschrieben:Es gibt noch eine Szene die mir nachträglich wieder eingefallen ist. Im Flur stand ein Glastisch und ein Schrank. Im Schrank lagen Kondome. Eine offene und eine geschlossene Packung. Ich hab die geschlossene geöffnet, jedoch keins herausgenommen.

Bei Kondomen im Traum geht es um die Frage der Sicherheit. Ist das hier sicher? Oder: Bist du dir sicher? Da du dir keines genommen hast, entspricht das einem "nein" als Antwort, also "nicht sicher".

Obscurus hat geschrieben:Das mit dem Narzissmuss kann eventuell wirklich sein glaube ich, da ich ein schwaches Selbstwertgefühl hatte und mich immer gerne gut darstelle. Verhemmte Interessen in Sachen Sexualität kann ich wenig zu sagen, jedoch hatte ich nach diesem Traum ein verstärktes Bedürfnis danach weibliche Hüften zu sehen. Hört sich blöd an, stimmt jedoch. Könnt ihr euch einen Reim draus machen?

Narzisstische Phasen sind normal. Noch dazu in Träumen, ja, das kommt oft vor. Und ja, herrje, ich habe manchmal auch ein verstärktes Bedürfnis danach die weiblichen Hüften meiner Frau zu sehen. Echt jetzt. Kein Scheiß. :zwins:

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